10 Jahre ist es her ....

Was macht FLIEGENFISCHEN aus? Hier darf nach Herzenslust gefachsimpelt werden! Auch Termin- und andere Ankündigungen passen hier herein. Erlebtes Fliegenfischen - hier kannst Du Deine Erlebnisse für alle schildern, wir lesen gerne Storys von früher und heute!
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Marc/Ruhrpott

10 Jahre ist es her ....

Ungelesener Beitrag von Marc/Ruhrpott »

Der Anfang

Alles begann vor ganz genau 10 Jahren an einer Forellenteichanlage in dem kleinen Städtchen Waltrop .
Als ich eines Tages dort zum Fischen gegangen bin sah ich den ersten Fliegenfischer meines Lebens dort Live und in Farbe, ich war einfach nur begeistert darüber wie er die Fische an den Haken bekam und wollte es unbedingt selber versuchen .
Also kaum Zuhause angekommen hieß es erst mal ab zu meinen Vater und ihn davon erzählen was ich gesehen habe .
Nächsten Tag hieß es dann ab zu meinen Onkel der noch eine Fliegenrute und Rolle hatte die er mir vermachen wollte dabei handelte es sich um eine DAM Quick45 und einer Mitchell mit Leder Griff nur brauchte ich ja noch eine Schnur also was nun .
Keine Ahnung von irgendwas hieß es los zum Trödel und da lag sie meine erste Schnur eine DT5 und sie sollte nur 5 DM kosten astrein .
Also ab auf den Hof und schauen wie das alles funktionieren kann und das war auch ganz schnell gemacht so das ich 10 Meter geschafft habe .
Dann schmiss ich mich aufs Fahrrad und raste zum Forellenhof um das ganze mal dort auszutesten und es dauerte nicht lang und der erste Fisch hing am Haken wie auch immer ich das geschafft habe .
Also fing ich an mich mehr mit Materie auseinander zu setzen und bekam auch tatkräftige Unterstützung durch viele liebe Mitmenschen wie zb. Volker B. und Thomas M.
Wozu dieser Anfang geführt hat sieht man heute 10 Jahre später ich bin ein Fliegenfischer aus Leidenschaft und kann ohne diese sucht nicht mehr Leben mein Hobby ist ein großer Teil meines Lebens der mir auch viele Freunde beschert hat .

Mit freundlichen Grüßen Marc
Werner48

Ungelesener Beitrag von Werner48 »

"Und allem Anfang wohnt ein Zauber inne, der uns beschützt und der uns hilft zu leben."

Hermann Hesse



Mein Anfang

Kurz vor Sonnenuntergang fuhr ich mit dem Fahrrad vor mich hinträumend am Fluss entlang. Es war ein wunderschöner Altweibersommertag gewesen und kleine Schwärme von Köcherfliegen tanzten an den Pappeln am Flussufer. Aus den Wiesen am Fluss stieg die Wärme des vergangenen Tages und leichter Dunst sammelte sich dicht über dem Erdboden, auf dem wiederkäuend die Kühe ruhten. Als ich hinter dem Auenwäldchen, um das der Weg herum führte, wieder auf den Fluss traf, stand dort im Abendlicht ein Fliegenfischer auf der Kiesbank, in kurzen Hosen und bis fast zum Gürtel im Wasser. Es war heute warm gewesen und auch das Wasser konnte nach diesem Sommer noch nicht kalt sein. Dass er nass wurde, schien ihn nicht zu stören. Nichts schien ihn zu stören, denn von mir, der ich angehalten hatte, nahm er keine Notiz, sondern schien in der Ferne irgendetwas gespannt zu beobachten. Irgendetwas musste dort seine Aufmerksamkeit so sehr beanspruchen, dass die Welt um ihn versank.
Jetzt spielte er mit ruhigen konzentrierten Bewegungen Leine aus, ein langer eleganter Wurf, den ich so noch nirgendwo gesehen hatte, landete auf dem Wasser und die Fliege, die ich erst jetzt in der Verlängerung der Leine wahrnahm, unmittelbar vor einem Busch. Ein Spritzer, ein Anhieb, eine durchgebogene Rute und ein kurzer Drill. Der Fliegenfischer, der den Fisch löste, stieg triefend und in sich hinein lächelnd auf das Ufer winkte mir zu und murmelte : „Die wollte ich haben“. Und nur mit einer nassen Hose, einem Shirt, einer alten Weste und Turnschuhen bekleidet ging er langsam in Richtung Parkplatz.
Während ich nach Hause fuhr, dachte ich an meine Angelei, an das „Geraffel“, was ich jedes Mal zum See- oder Flussufer schleppte und dabei „geisterte“ das Bild dieses Fliegenfischers ständig durch meine Gedanken.

Eine Woche später stand ich mit Steinforts „Fliegenfischen für Anfänger“ und einer geschenkten Glasfiberrute nebst DT-Leine auf der Wiese hinter dem Haus meines Vaters und versuchte den Geheimnissen der Schiebetechnik auf den Grund zu gehen.
Was es war ? Ich weiß es nicht. Vielleicht das Bild des Fliegenfischers, der nur das Nötigste bei sich haben musste, um Glücksmomente zu erleben, und das alles ohne Futtereimer und Sitzkiepe, nur ausgestattet mit der Fähigkeit die Fliege zu werfen und einem Spätsommertag wie dem vergangenen auf eine Weise gerecht zu werden, wie ich es als Sitzangler nie gekonnt hätte.
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Harald aus LEV
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Ungelesener Beitrag von Harald aus LEV »

Hi Marc,
so romantisch war es bei mir nicht.
In meiner Jugend (Ende der 60er-Anfang der 70er) hatte ich davon gehört und gelesen. Jedoch wenn ich "alte Hasen" daraufhin angesprochen habe, kamen immer die gleichen Totschlagargumente, wie "zu teuer", zu schwer zu erlernen" oder "geht nur auf Forellen".
Hier in der Gegend waren mir keine Fliegenfischer bekannt.
Auch sah man keinen am Wasser mit Fliegenruten wedeln.
Da wir hier zu dieser Zeit kaum Salmonidengewässer hatten (Umweltverschmutzung, Verbauung) zog es sich noch etwas in die Länge. Als ich dann Selbstverdiener war, kaufte ich mir Ende der 70er meine erste Kohlefaserrute mit Rolle und Schnur und los ging´s mit dem besagten Steinfort.
Damit stand ich, zum Gespött der anderen Angler, an den heimischen Baggerseen und übte werfen.
Ich kam zwar ganz gut zurecht, aber der eigentliche Durchbruch kam erst, als ich 1985 meinen ersten Kurs besuchte.
Von da an war ich gefesselt, habe weiterführende Kurse besucht und betreibe es so ernsthaft, daß ich seit 10 Jahren meine eigene Fliegenfischerschule führe.
Als Kollege wünsche ich Dir viel Erfolg mit Deiner Schule und vor allem bin ich gespannt auf Deine filmischen Sequenzen.
Gruß
Harald
Fliegenfischen - Der natürliche Weg
Hans
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Ungelesener Beitrag von Hans »

Hallo Marc
Tja, wann hat es angefangen? Fischen tue ich eigentlich schon seit über 30 Jahren, und so ziemlich auf alles, was Flossen trägt. Da waren die Wochenenden am Edersee auf Hecht in der Sturm- und Drangzeit, der kleine Verein mit einem kleinen Weiher vor der Haustüre, wo ich mehr Zeit verbrachte, als im Sportverein oder mit den Kumpels von der Schule. An dem kleinen Weiher hat Friedemann vor über 20 Jahren versucht, mir die Fliegenfischerei näherzubringen, was aber nicht auf fruchtbaren Boden fiel ( alles viel zu kompliziert und dann dieses uncoole Gewedel mit so einem viel zu leichtem Stöckchen ). Fische wollte ich damals fangen, große schwere Karpfen, Hechte und Zander, immer der Bessere sein, immer Eindruck machen wollen.
Und dann bekam meine Mutter im Jahre 1998 einen bösen Schlaganfall, der einen mehrmonatigen Klinikaufenthalt nach sich zog. Da mein Vater auch nicht mehr der Jüngste ist, habe ich ihn mehrmals zu meiner Mutter zu Besuch gefahren, da die Klinik einige Kilometer von meinem Wohnort entfernt war. Der Weg dorthin führte an der Eder vorbei und als wir beide, Vater und ich , eines abends von unserem Krankenbesuch nach Hause fuhren, sah ich ihn. Es war ein wunderschöner Hochsommerabend gegen 19.00 Uhr, als wir über diese Brücke fuhren.Etwas unterhalb dieser Brücke stand ein Fliegenfischer im Wasser und fischte. Ich hielt an und sah ihm dabei zu, hatte ich doch einen fischereilichen Hintergrund und auch schon mal so ein Stöckchen in der Hand. Der Mann war schlicht und einfach ein Könner, diese fliessenden Bewegungen, diese Gelassenheit, dieses sich von nichts und niemanden stören lassen, dieses einfach nur fischen, es war faszinierend. Irgendwie rollte auf einmal eine Welle durch meinen Körper, bei den Beinen beginnend und in meinem Kopf aufhörend. Ich stieg zurück in meinen Wagen, Vater war zwischenzeitlich eingenickt, und fuhr nachdenklich nach Hause. Meinen Vater lud ich eine halbe Stunde später zu Hause ab und bin dann selbst nach Hause gefahren. Zu Hause angekommen, sichtete ich erst einmal mein ganzes Sammelsurium an Angelgerät, was sich in den letzten 30 Jahren so angesammelt hatte. Und ich hatte eine Entscheidung getroffen.
Ich will es kurz machen: 1. Ein großes Internetauktionshaus bekam viel zu tun mit dem Verkauf diverser Karpfen- und Hecht- und Friedfischruten. 2. Ein Wurfkurs wurde sofort gebucht und nach kurzer Zeit absolviert, die Feinheiten brachte mir dann nach 20 Jahren Friedemann bei, Danke!!!
3. In diesem Forum habe ich jede Menge lernen können, jede Frage wurde sofort und fachmännisch beantwortet.
Und heute, ja und heute fische ich auf die schönste Art und Weise, die es gibt.

Gruß und TL
Hans aus Hessen
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flyfisher_sc
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Registriert: 04.10.2006, 18:35
Wohnort: Schwabach
Hat sich bedankt: 1 Mal

Na, dann mal mein Einstieg...

Ungelesener Beitrag von flyfisher_sc »

...1984 (allmächt 23 Jahre her!), habe ich mit meinem Kumpel Micha wild an der Dill nahe Wetzlar gezeltet und gewurmt!, aber an einer ganz flachen Stelle ging mit unseren Methoden nichts! Und dort standen Äschen!!

Mein Vater war 1984 im Forstingers Wirtshaus und hatte dort eine Begegnung der dritten Art mit einem Wurflehrer names Roman Moser - kaum zuhause wurde die erste Fliegengerte gekauft.

Nach dem Zelturlaub erzählt ich meinem Vater von den Äschen und erlebte dann meine dritte Art - einen fliegenfischenden Vater in der Dill - mit ein paar Würfen hatte er die erste Äsche überlistet.

Er gab uns die Gerte und half uns etwas - war nix tolles, aber die erste Äsche auf eine kleine Hexe!

Mein Taschengeld wurde sortiert und eine Silstar mit einer DAM Quicik 45 und einer 6er WF wurde erworben - ich glaube mein Vater hat noch was draufgelegt - aber die Rute und Rolle steht noch im Keller, wenn auch ungefischt.

Nun fische ich mit meinem Kumpel Micha seit 23 Jahren mit der Fliege - und er baut sehr schöne Splitcanes und nun fische ich edler - aber meine erste Äsche vergesse ich nie!

TL
Ralf
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