Put & Take oder Catch & Release ?
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Ralph Hertling
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Markus H.
Hallo Leute,
ich habe es bis jetzt immer so gehalten, wie die meisten hier. Hin und wieder habe ich einen oder auch mal zwei Fische für den Herd oder Räucherofen entnommen. Auf einen frischen Fisch, schmackhaft zubereitet oder geräuchert möchte ich auch nicht ganz verzichten. Wenn ich einen Fisch entnehme ( und nur dann ) wird er zügig abgedrillt, gekeschert, betäubt und getötet.
Einen Großteil der gehakten Fische aber setze ich zurück. Und zwar schonend ! Das bedeutet für mich fischen ohne Widerhaken und auch keinen Kescher zu verwenden ! Ich habe schon Angler erlebt, die den gehakten Fisch keschern, ihm dann die Fliege ( mit Widerhaken ) rausoperieren ( den Fisch im Netz und schön fest zudrücken ) um ihn dann zurückzusetzen ! Wenn solche Angler dann von Catch & Release reden könnte ich glatt kotzen. Ganz zu schweigen von den Fischen die nach der Erfahrung schöne Pilzinfektionen in Netzform haben.
ich habe es bis jetzt immer so gehalten, wie die meisten hier. Hin und wieder habe ich einen oder auch mal zwei Fische für den Herd oder Räucherofen entnommen. Auf einen frischen Fisch, schmackhaft zubereitet oder geräuchert möchte ich auch nicht ganz verzichten. Wenn ich einen Fisch entnehme ( und nur dann ) wird er zügig abgedrillt, gekeschert, betäubt und getötet.
Einen Großteil der gehakten Fische aber setze ich zurück. Und zwar schonend ! Das bedeutet für mich fischen ohne Widerhaken und auch keinen Kescher zu verwenden ! Ich habe schon Angler erlebt, die den gehakten Fisch keschern, ihm dann die Fliege ( mit Widerhaken ) rausoperieren ( den Fisch im Netz und schön fest zudrücken ) um ihn dann zurückzusetzen ! Wenn solche Angler dann von Catch & Release reden könnte ich glatt kotzen. Ganz zu schweigen von den Fischen die nach der Erfahrung schöne Pilzinfektionen in Netzform haben.
Moin Zusammen!
Auch wenn ich mir jetzt bestimmt jede Menge Feinde mache: Von reinem C&R halte ich garnichts.Wie Olaf schon geschrieben hat mutiert der Fisch zum Sportgerät.Keine schöne Sache.Mir würde es auch widerstreben, wenn ein Reiter mir sein Lasso um den Hals wirft und mich durch die Gegend zerrt,nur weil es ihm Spaß macht.
Genauso verabscheue ich das Wort Sportfischer.Auch wenn der Fisch wieder zurückgesetzt wird hat er während des Drills Angst.Wenn ich einer Kreatur Angst zufüge ist es Tierquelerei.So etwas kann kein Sport sein.
Die Fische die ich fange werden auch gegessen (wenn natürlich das Maß stimmt usw.).
Wenn ich schon nach 10min was schönes gefangen habe,habe ich halt Pech gehabt,dann fahre ich halt wieder nach hause oder schaue mir die Gegend an und freue mich wie schön es hier ist.
Ich weiss daß ich manchmal komische Ansichten habe-aber das macht nunmal ein Individuum.
Beste Grüße-
Micha
Ach ja: C&R ist bei uns eh verboten.Jeder zulässige Fisch muß verwertet werden.
Auch wenn ich mir jetzt bestimmt jede Menge Feinde mache: Von reinem C&R halte ich garnichts.Wie Olaf schon geschrieben hat mutiert der Fisch zum Sportgerät.Keine schöne Sache.Mir würde es auch widerstreben, wenn ein Reiter mir sein Lasso um den Hals wirft und mich durch die Gegend zerrt,nur weil es ihm Spaß macht.
Genauso verabscheue ich das Wort Sportfischer.Auch wenn der Fisch wieder zurückgesetzt wird hat er während des Drills Angst.Wenn ich einer Kreatur Angst zufüge ist es Tierquelerei.So etwas kann kein Sport sein.
Die Fische die ich fange werden auch gegessen (wenn natürlich das Maß stimmt usw.).
Wenn ich schon nach 10min was schönes gefangen habe,habe ich halt Pech gehabt,dann fahre ich halt wieder nach hause oder schaue mir die Gegend an und freue mich wie schön es hier ist.
Ich weiss daß ich manchmal komische Ansichten habe-aber das macht nunmal ein Individuum.
Beste Grüße-
Micha
Ach ja: C&R ist bei uns eh verboten.Jeder zulässige Fisch muß verwertet werden.
Fischen ist kein Hobby.Es soll eine Leidenschaft sein!!! (Alexander Spoerl)
Hallo!
hast Du schon recht, also zurück zum Thema:
Bei mir steht im Verein demnächst Jahreshauptversammlung an. Wenn die Fangkarten zurückgegeben werden, schaut man mich immer erst so mitleidig an "Hast wohl nix gefangen?" (Ich entnehme kaum einen Fisch).
Von den Vereinskameraden (kaum FliFi's) würde keiner auf die Idee kommen, einen maßigen Fisch zurück zu setzen. Da wird eher "Catch&Eat" praktiziert. Es gibt auch solche Hintergedanken wie, 'man müsse seine Jahresbeiträge in Form von Fisch wieder reinholen'.
Für mich würde es nicht in Frage kommen, 100 km zu fahren und nach 10 min das Wasser wieder zu verlassen, da mein Tagesfanglimit erreicht ist.
Wenn es gleich beißt wie wild, stecke ich mir selbst andere (höhere) fischereiliche Ziele oder ich teste die Fliegendose durch. Wie will man sich sonst weiter entwickeln?
Natürlich erliege ich nicht der Illusion, dass 100%ig jeder zurück gesetzte Fisch überlebt. Im Bezug auf die schonende Behandlung ist es m.E. am Wichtigsten die Drillzeit so kurz wie möglich zu halten. Ich habe schon von langjährigen FliFi's gesehen, wie 20er Forellen ausgedrillt wurden, um sie dann zurück zusetzen.
Interessant ist dies auch bei Äschen. Wenn die noch sehr fitt sind, winden sie sich stark beim Abhaken. Auch bei der Handlandung wird u.U. die Schleimhaut berührt. Auch wenn für den Beobachter eine schnell gedrillte, sich windende, Äsche beim Abhaken weniger schonend aussieht, halte ich diese Praxis für besser. Dies beweist auch das unmittelbare Fortschwimmen des Fisches.
Ich fische grundsätzlich ohne Widerhaken - versteht sich von selbst.
In dem Zusammenhang vielleicht nicht uninteressant: "taesen" (sinngemäß: Fischen ohne Haken) - "die Steigerung von widerhakenlosem C&R"?
Viele Grüße
Rob
Die Diskussion über die Diskussion...
Bei mir steht im Verein demnächst Jahreshauptversammlung an. Wenn die Fangkarten zurückgegeben werden, schaut man mich immer erst so mitleidig an "Hast wohl nix gefangen?" (Ich entnehme kaum einen Fisch).
Von den Vereinskameraden (kaum FliFi's) würde keiner auf die Idee kommen, einen maßigen Fisch zurück zu setzen. Da wird eher "Catch&Eat" praktiziert. Es gibt auch solche Hintergedanken wie, 'man müsse seine Jahresbeiträge in Form von Fisch wieder reinholen'.
Für mich würde es nicht in Frage kommen, 100 km zu fahren und nach 10 min das Wasser wieder zu verlassen, da mein Tagesfanglimit erreicht ist.
Wenn es gleich beißt wie wild, stecke ich mir selbst andere (höhere) fischereiliche Ziele oder ich teste die Fliegendose durch. Wie will man sich sonst weiter entwickeln?
Natürlich erliege ich nicht der Illusion, dass 100%ig jeder zurück gesetzte Fisch überlebt. Im Bezug auf die schonende Behandlung ist es m.E. am Wichtigsten die Drillzeit so kurz wie möglich zu halten. Ich habe schon von langjährigen FliFi's gesehen, wie 20er Forellen ausgedrillt wurden, um sie dann zurück zusetzen.
Interessant ist dies auch bei Äschen. Wenn die noch sehr fitt sind, winden sie sich stark beim Abhaken. Auch bei der Handlandung wird u.U. die Schleimhaut berührt. Auch wenn für den Beobachter eine schnell gedrillte, sich windende, Äsche beim Abhaken weniger schonend aussieht, halte ich diese Praxis für besser. Dies beweist auch das unmittelbare Fortschwimmen des Fisches.
Ich fische grundsätzlich ohne Widerhaken - versteht sich von selbst.
In dem Zusammenhang vielleicht nicht uninteressant: "taesen" (sinngemäß: Fischen ohne Haken) - "die Steigerung von widerhakenlosem C&R"?
Viele Grüße
Rob
"In der Kürze liegt die Würze"
ich gehöre auch zu der sorte, der nicht nur c&r betreibt, sondern fischen geht, wenn er den fisch verwerten will. ohne wiederhaken, ohne kescher, ohne den fisch zu berühren beim abhaken ist eine selbstverständlichkeit.
jetzt eine grundsätzliche frage. wer gibt uns das recht über die tiere (nicht nur die fische) zu herrschen? bzw. sie als spaßobjekt zu benutzen?
klar, in der genesis steht, dass der mensch die welt verwalten soll. decartes sagt, dass die welt und umwelt dem menschen gehört. aber das problem ist, dass die genesis von einem menschen verfasst wurde und nicht von einem tier. und decartes war auch ein mensch. also, wer gibt uns eigentlich das recht überhaupt tiere zu töten oder zu benutzen. sind wir nicht die größten und schlimmsten parasiten der tiere?! ( ich bin übrigens kein vegetarier!!!)
so manch einer wird diesen ansatz als quatsch sehen, aber denkt trotzdem mal drüber nach und sagt mir eure meinung dazu!
gruß, niko
jetzt eine grundsätzliche frage. wer gibt uns das recht über die tiere (nicht nur die fische) zu herrschen? bzw. sie als spaßobjekt zu benutzen?
klar, in der genesis steht, dass der mensch die welt verwalten soll. decartes sagt, dass die welt und umwelt dem menschen gehört. aber das problem ist, dass die genesis von einem menschen verfasst wurde und nicht von einem tier. und decartes war auch ein mensch. also, wer gibt uns eigentlich das recht überhaupt tiere zu töten oder zu benutzen. sind wir nicht die größten und schlimmsten parasiten der tiere?! ( ich bin übrigens kein vegetarier!!!)
so manch einer wird diesen ansatz als quatsch sehen, aber denkt trotzdem mal drüber nach und sagt mir eure meinung dazu!
gruß, niko
- hechtmichel
- Beiträge: 351
- Registriert: 01.11.2006, 20:18
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Hallo,
ich setze meine Fische eigentlich auch immer zurück.
Wäre im Grunde auch für Catch&Release, aber wenn das nicht geht für ein zwischenmaß.
So könnte man einen naürlichen Fischbestand erreichen.
Weil ich es sinnlos finde, Fische aus der Fischzucht einzusetzen und die dann 2 Wochen später auf die hässlichsten, aufälligsten und unnatürlichsten Fliegen zu fangen, das ist nicht Fliegenfischen! dann soll derjenige in den Fischladen und sich seinen Fisch kaufen.
Kann aber auch diejenigen verstehen die ihren Fisch mitnehmen, wenn sie ihn sich schön zubereiten und auch essen und der Fisch dann nicht am Ende auch dem Komposthaufen landet.
Und die Fische gehen auch beim zurücksetzen nicht ein.
Haben Fotos von Äschen die schon das 2te mal gefangen wurden.
Ich fische allerdigns wie gesagt auch ohne Widerhaken und ohne Kescher.
TL Michi
ich setze meine Fische eigentlich auch immer zurück.
Wäre im Grunde auch für Catch&Release, aber wenn das nicht geht für ein zwischenmaß.
So könnte man einen naürlichen Fischbestand erreichen.
Weil ich es sinnlos finde, Fische aus der Fischzucht einzusetzen und die dann 2 Wochen später auf die hässlichsten, aufälligsten und unnatürlichsten Fliegen zu fangen, das ist nicht Fliegenfischen! dann soll derjenige in den Fischladen und sich seinen Fisch kaufen.
Kann aber auch diejenigen verstehen die ihren Fisch mitnehmen, wenn sie ihn sich schön zubereiten und auch essen und der Fisch dann nicht am Ende auch dem Komposthaufen landet.
Und die Fische gehen auch beim zurücksetzen nicht ein.
Haben Fotos von Äschen die schon das 2te mal gefangen wurden.
Ich fische allerdigns wie gesagt auch ohne Widerhaken und ohne Kescher.
TL Michi
c&r soll meiner meinung nach diskutiert werden, denn heisse diskussionen zu meiden trägt zu keiner lösung allfälliger konflikte bei, und fördert inkeinster weise das verständnis für die eine oder anderen meinung (standpunkte).
dass c&r zukünftig ein thema wird, ist wohl nicht zu vermeiden. beispiel; die schweiz untersagt ab 2009 c&r offiziell, heisst es steht erstmals deutsch und deutlich in einem gesetz ("das beabsichtige fangen und freilassen von fischen ist verboten").
die schweiz will, wzumindest nach meiner rücksprache mit einem vertreter der gesetzgebenden behörde, keinenfalls c&r im einzelfall verbieten, aber systematisches c&r. dies heisst c&r strecken/gewässer wo eine fischentnahme untersagt ist, werden verboten. das schweizer c&r verbot gilt übrigens für alle öffentlichen (staatlichen) wie privaten gewässer. die behörde will auch genau beobachten, ob "schein-schonmasse" verhängt werden, um c&r (schein-)legal zu praktizieren. heisst sie kann jederzeit prüfen, ob beispielsweise eine mindestschonmass von 50 cm für eine bachforelle im gebirge realitätsnah oder fern ist, und entsprechend eingreiffen (z.b abfischungen zur beweisführung) verlangen.
wie allerdings der "einzelfall" von "systematik" unterschieden wird, müssen die vollzugsorgane (fischereiaufseher) noch handhaben, wie weiss man noch nicht. es ist anzunehmen, dass wenn jemand z.b. auf die kinderstube der fische angelt (habe ich leider oft selbst beobachtet), also wo nur kleine fische vorkommen und dann nicht den platz wechselt weil nur kleine an den haken gehen, betreibt er systematik. dann setzt es potentiell eine busse (bei nicht-schweizer wird diese sofort eingezogen, oder bis zur vollständigen bezahlung der busse das gerät beschlagnahmt).
persönlich könnte ich gut mit einem solchen c&r verbot leben, denn es betrifft beileibe nicht nur uns flifis, denn auch alle karpfen-freaks sind künftig genauso angehalten, sich zu bändigen. die schönen fotos in der presse mit dem ewig gleichen kommentar wie "der fisch wurde selbstverständlich zurückgesetzt", birgt immer mehr munition für den tierschutz. dieser war es auch, der letztendlich und erfolgreich ein c&r verbot in der schweiz durchgesetzt hat. nein, es war nicht der "extreme tierschutz", sondern als eher gemässigt geltende und allseits anerkannte organisation.
persönlich finde ich ebenso und pflichte einigen vorpostern zu, dass der fisch kein sportgerät und spielball ist, noch ein solcher für unser hobbys sein darf. ich unterscheide aber auch zum erwähnten reiter der ein pferd zu hobbyzwecken reitet und hält. es handelt sich hier nicht um wildpferde, sondern um tiere die für das menschliche vergnügen gezüchtet wurden. ob das ethisch verwerflich ist oder nicht, sei mal dahingestellt, zumindest aus artenschützerischer sicht gilt es diese pferde nicht zu schützen oder zu fördern, im gegensatz zu wildpferden. solche brauchen zur haltung durch den menschen denn auch eine spezialbewilligung. übrigens auch unsere haushunde und kaninchen sind zuchtformen. allerdings setzt das tierschutzgesetz hier schon viel früher und deutlicher als in der fischerei grenzen.
in der jagd gibt es kein c&r, also auf ein tier schiessen unter verwendung von betäubungsmuni und den bock danach wieder freilassen, der schuss also nur zur freude des schützen. wieso soll es in der fischerei anders sein?
ich finde man kann und soll durchaus fische entnehmen, allerdings braucht es klare und forschere entnahmegrenzen und regelungen seiten des bewirtschafters, damit nicht alles entnommen wird. selbst habe ich mich auch selbst mit den jahren bändigen müssen. nach der entnahme eines fisches den platz zu wechseln (mindestens 5-10 km), um dann andernorts allenfalls wieder einen fisch zu entnehmen. oder gar das gewässer zu wechseln. die chance dann einen bestand nachhaltig zu dezimieren ist so viel kleiner. bin ich selbst zu faul (und es ist nichts anderes), und will am selben ort/der gewässerstelle weiter fischen, dann benutze ich die hakenlose fliege. ein drill beim etnommenen fisch reicht mir dann, die restlichen fische brauche ich nicht noch und nur aus freude zu drillen.
wer entgegnet man würde einen fischbestand durch c&r schonen, hat schon recht, aber eine echte schonung erfolgt nur durch gänzliches nicht-befischen eines bestandes. c&r hilft keinem bestand über die runden zu kommen, den dieser hat rein gar nichts von c&r ausser die drillfreuden eines anglers zu befriedigen. potentiell kann er durch c&r sogar schaden erleiden, denn c&r muss wie ebenso in vorpostings erwähnt, gekonnt sein. gestern lief auf irgend einem französischen sender eine reportage über einen fischereiverein ("team of no kill" oder äh., weiss nicht mehr). alle landeten die fische (döbel und rapfen) am sogenannten lip-grip, viele davon fassten die fische aber dann mit trockenen händen an und/oder legten sie ins gras für foto- und filmzwecke. mich schaudert extrem, wie da eine jugend eine komische art des umgangs mit tieren propagiert, und was sie damit potentiell für zeichen setzt. für mich ist dies nicht besser als die handy-filmerei in strassenbahnen wo man leute drangsaliert und diese attacken zum spass und zur angeberei unter kollegen filmt und auf you tube stellt.
c&r in österreich ist für mich insofern ein sonderfall, weil dort die fischerei- und jagdgesetzgebung ausdrücklich vom tierschutzgesetz ausgenommen sind, was aber ebenso dskutiert wird und glaube ich auch von der eu angeprangert und eine änderung verlangt wird (was aber dauern kann). zudem wird der fischerei-tourismus in österreich stark gefördert, und jede einschneidende änderung könnte jederzeit von der tourismuslobby als behinderung der gewerbefreiheit bekämpft werden (wird es vermutlich auch).
all jene die jetzt morgenluft wittern und denken, man könnte die fischerei in d oder der ch nun auch vom tierschutzgesetz ausnehmen, werden wohl schief liegen, denn dies wird kaum umgesetzt oder toleriert werden.
ich erinnere an das hervorragende buch von r. arlinghaus (http://www.amazon.de/unterschätzte-Angl ... 72&sr=8-10) sowie in einigen seiner vorträge. er selbst notabene ein c&r`ler, der aber c&r nur als sinnvoll erachtet, wenn es nicht als alleinige massnahme zur schonung eines fischbestandes hinhalten muss.
intakte gewässer ertragen sehr wohl eine selektive entnahme, allerdings machen wir auch nach wie vor massive fehler in der besatzwirtschaft (viel rein gleich viel raus), was unterdessen auch immer mehr offengelegt werden.
bei arlinghaus liest und erfährt man auch, dass über 20% der bevölkerung deutschlands fischen als tierquälerei empfinden. c&r hilft sicher nicht, diesen zahl zu minimieren. in meiner nicht gerade kleinen nichtfischenden bekanntschaft wird c&r denn auch als völlig sinnlos angesehen, und es wird mir immer mehr entgegnet "dann solle man den fisch in ruhe lassen oder gar nicht auf ihn fischen". der drill als spass an der fischerei begreift kaum ein "normalo", vielleicht zu recht.
heute haben wires immer mehr mit einer ethik-diskussion (http://de.wikipedia.org/wiki/Ethik), oder auch mit einer moral-diskussion (http://de.wikipedia.org/wiki/Moral) zu tun. war vor 50 jahren c&r als konter- massnahme für die bekämpfung von überfischung und gewässerverschmutzungen (sportfischen wurde nach dem wwII zu einem breitensport) vemutlich "ethisch" haltbar, ist es dies heute zunehmends weniger. kann sein, dass es in weiteren 50 jahren wieder angesagt und ethisch einwandfrei ist c&r zu betreiben, allerdings glaube ich dies persönlich nicht.
nein, ich bin heute sogar eher dafür die sportfischerei wieder zu verteuern, heisst ein angelschein soll über tausend teuronen kosten (steinigt mich) und jede fischentnahme zusätzlich (z.b mit zu kaufenden tags wie bei einigen lachsfischereien). der dauer- c&r fischer, und genau so auch der fleischfischer, wird damit wieder ausgeschieden. ein seriöser jäger gibt heute ein vielfaches für lizenzen von dem aus, was wir für unsere fischerei bezahlen. und er praktiziert trotzdem kein c&r.
die pöbel- und fleischfischerei soll an den forellenteich mit entnahmezwang fischen, wer eine lizenz für andere, sogenannte freie gwässer hat oder will, soll dafür bezahlen, und wenn er seine tages-/entnehmemengen ausgeschöpt hat, soll er halt hakenlos weiter fischen.
die "hakenlos" diskussion findet schon länger, wenn auch erst in den anfängen statt, auch im heiligen land des C&R den usa;
http://query.nytimes.com/gst/fullpage.h ... A96F958260
http://www.njflyfishing.com/vBulletin/f ... shing.html
http://www.deseretnews.com/article/1,51 ... 21,00.html
http://www.thefreelibrary.com/Hookless+ ... 1610798510
http://www.fisheyesoup.com/article_details/325.html
denken wir nach, petri "kill but be moderate"; oder k&m statt c&r
berner
dass c&r zukünftig ein thema wird, ist wohl nicht zu vermeiden. beispiel; die schweiz untersagt ab 2009 c&r offiziell, heisst es steht erstmals deutsch und deutlich in einem gesetz ("das beabsichtige fangen und freilassen von fischen ist verboten").
die schweiz will, wzumindest nach meiner rücksprache mit einem vertreter der gesetzgebenden behörde, keinenfalls c&r im einzelfall verbieten, aber systematisches c&r. dies heisst c&r strecken/gewässer wo eine fischentnahme untersagt ist, werden verboten. das schweizer c&r verbot gilt übrigens für alle öffentlichen (staatlichen) wie privaten gewässer. die behörde will auch genau beobachten, ob "schein-schonmasse" verhängt werden, um c&r (schein-)legal zu praktizieren. heisst sie kann jederzeit prüfen, ob beispielsweise eine mindestschonmass von 50 cm für eine bachforelle im gebirge realitätsnah oder fern ist, und entsprechend eingreiffen (z.b abfischungen zur beweisführung) verlangen.
wie allerdings der "einzelfall" von "systematik" unterschieden wird, müssen die vollzugsorgane (fischereiaufseher) noch handhaben, wie weiss man noch nicht. es ist anzunehmen, dass wenn jemand z.b. auf die kinderstube der fische angelt (habe ich leider oft selbst beobachtet), also wo nur kleine fische vorkommen und dann nicht den platz wechselt weil nur kleine an den haken gehen, betreibt er systematik. dann setzt es potentiell eine busse (bei nicht-schweizer wird diese sofort eingezogen, oder bis zur vollständigen bezahlung der busse das gerät beschlagnahmt).
persönlich könnte ich gut mit einem solchen c&r verbot leben, denn es betrifft beileibe nicht nur uns flifis, denn auch alle karpfen-freaks sind künftig genauso angehalten, sich zu bändigen. die schönen fotos in der presse mit dem ewig gleichen kommentar wie "der fisch wurde selbstverständlich zurückgesetzt", birgt immer mehr munition für den tierschutz. dieser war es auch, der letztendlich und erfolgreich ein c&r verbot in der schweiz durchgesetzt hat. nein, es war nicht der "extreme tierschutz", sondern als eher gemässigt geltende und allseits anerkannte organisation.
persönlich finde ich ebenso und pflichte einigen vorpostern zu, dass der fisch kein sportgerät und spielball ist, noch ein solcher für unser hobbys sein darf. ich unterscheide aber auch zum erwähnten reiter der ein pferd zu hobbyzwecken reitet und hält. es handelt sich hier nicht um wildpferde, sondern um tiere die für das menschliche vergnügen gezüchtet wurden. ob das ethisch verwerflich ist oder nicht, sei mal dahingestellt, zumindest aus artenschützerischer sicht gilt es diese pferde nicht zu schützen oder zu fördern, im gegensatz zu wildpferden. solche brauchen zur haltung durch den menschen denn auch eine spezialbewilligung. übrigens auch unsere haushunde und kaninchen sind zuchtformen. allerdings setzt das tierschutzgesetz hier schon viel früher und deutlicher als in der fischerei grenzen.
in der jagd gibt es kein c&r, also auf ein tier schiessen unter verwendung von betäubungsmuni und den bock danach wieder freilassen, der schuss also nur zur freude des schützen. wieso soll es in der fischerei anders sein?
ich finde man kann und soll durchaus fische entnehmen, allerdings braucht es klare und forschere entnahmegrenzen und regelungen seiten des bewirtschafters, damit nicht alles entnommen wird. selbst habe ich mich auch selbst mit den jahren bändigen müssen. nach der entnahme eines fisches den platz zu wechseln (mindestens 5-10 km), um dann andernorts allenfalls wieder einen fisch zu entnehmen. oder gar das gewässer zu wechseln. die chance dann einen bestand nachhaltig zu dezimieren ist so viel kleiner. bin ich selbst zu faul (und es ist nichts anderes), und will am selben ort/der gewässerstelle weiter fischen, dann benutze ich die hakenlose fliege. ein drill beim etnommenen fisch reicht mir dann, die restlichen fische brauche ich nicht noch und nur aus freude zu drillen.
wer entgegnet man würde einen fischbestand durch c&r schonen, hat schon recht, aber eine echte schonung erfolgt nur durch gänzliches nicht-befischen eines bestandes. c&r hilft keinem bestand über die runden zu kommen, den dieser hat rein gar nichts von c&r ausser die drillfreuden eines anglers zu befriedigen. potentiell kann er durch c&r sogar schaden erleiden, denn c&r muss wie ebenso in vorpostings erwähnt, gekonnt sein. gestern lief auf irgend einem französischen sender eine reportage über einen fischereiverein ("team of no kill" oder äh., weiss nicht mehr). alle landeten die fische (döbel und rapfen) am sogenannten lip-grip, viele davon fassten die fische aber dann mit trockenen händen an und/oder legten sie ins gras für foto- und filmzwecke. mich schaudert extrem, wie da eine jugend eine komische art des umgangs mit tieren propagiert, und was sie damit potentiell für zeichen setzt. für mich ist dies nicht besser als die handy-filmerei in strassenbahnen wo man leute drangsaliert und diese attacken zum spass und zur angeberei unter kollegen filmt und auf you tube stellt.
c&r in österreich ist für mich insofern ein sonderfall, weil dort die fischerei- und jagdgesetzgebung ausdrücklich vom tierschutzgesetz ausgenommen sind, was aber ebenso dskutiert wird und glaube ich auch von der eu angeprangert und eine änderung verlangt wird (was aber dauern kann). zudem wird der fischerei-tourismus in österreich stark gefördert, und jede einschneidende änderung könnte jederzeit von der tourismuslobby als behinderung der gewerbefreiheit bekämpft werden (wird es vermutlich auch).
all jene die jetzt morgenluft wittern und denken, man könnte die fischerei in d oder der ch nun auch vom tierschutzgesetz ausnehmen, werden wohl schief liegen, denn dies wird kaum umgesetzt oder toleriert werden.
ich erinnere an das hervorragende buch von r. arlinghaus (http://www.amazon.de/unterschätzte-Angl ... 72&sr=8-10) sowie in einigen seiner vorträge. er selbst notabene ein c&r`ler, der aber c&r nur als sinnvoll erachtet, wenn es nicht als alleinige massnahme zur schonung eines fischbestandes hinhalten muss.
intakte gewässer ertragen sehr wohl eine selektive entnahme, allerdings machen wir auch nach wie vor massive fehler in der besatzwirtschaft (viel rein gleich viel raus), was unterdessen auch immer mehr offengelegt werden.
bei arlinghaus liest und erfährt man auch, dass über 20% der bevölkerung deutschlands fischen als tierquälerei empfinden. c&r hilft sicher nicht, diesen zahl zu minimieren. in meiner nicht gerade kleinen nichtfischenden bekanntschaft wird c&r denn auch als völlig sinnlos angesehen, und es wird mir immer mehr entgegnet "dann solle man den fisch in ruhe lassen oder gar nicht auf ihn fischen". der drill als spass an der fischerei begreift kaum ein "normalo", vielleicht zu recht.
heute haben wires immer mehr mit einer ethik-diskussion (http://de.wikipedia.org/wiki/Ethik), oder auch mit einer moral-diskussion (http://de.wikipedia.org/wiki/Moral) zu tun. war vor 50 jahren c&r als konter- massnahme für die bekämpfung von überfischung und gewässerverschmutzungen (sportfischen wurde nach dem wwII zu einem breitensport) vemutlich "ethisch" haltbar, ist es dies heute zunehmends weniger. kann sein, dass es in weiteren 50 jahren wieder angesagt und ethisch einwandfrei ist c&r zu betreiben, allerdings glaube ich dies persönlich nicht.
nein, ich bin heute sogar eher dafür die sportfischerei wieder zu verteuern, heisst ein angelschein soll über tausend teuronen kosten (steinigt mich) und jede fischentnahme zusätzlich (z.b mit zu kaufenden tags wie bei einigen lachsfischereien). der dauer- c&r fischer, und genau so auch der fleischfischer, wird damit wieder ausgeschieden. ein seriöser jäger gibt heute ein vielfaches für lizenzen von dem aus, was wir für unsere fischerei bezahlen. und er praktiziert trotzdem kein c&r.
die pöbel- und fleischfischerei soll an den forellenteich mit entnahmezwang fischen, wer eine lizenz für andere, sogenannte freie gwässer hat oder will, soll dafür bezahlen, und wenn er seine tages-/entnehmemengen ausgeschöpt hat, soll er halt hakenlos weiter fischen.
die "hakenlos" diskussion findet schon länger, wenn auch erst in den anfängen statt, auch im heiligen land des C&R den usa;
http://query.nytimes.com/gst/fullpage.h ... A96F958260
http://www.njflyfishing.com/vBulletin/f ... shing.html
http://www.deseretnews.com/article/1,51 ... 21,00.html
http://www.thefreelibrary.com/Hookless+ ... 1610798510
http://www.fisheyesoup.com/article_details/325.html
denken wir nach, petri "kill but be moderate"; oder k&m statt c&r
berner
Ich habe mir jetzt (noch) nicht die Mühe gemacht, alle (meistens sicherlich sehr klugen) Beiträge zu lesen, sondern ich möchte hier einfach mal meine eigene Meinung posten; so wie ich es am Wasser handhabe:
den kategorischen C&R lehne ich strikte ab, schliesslich gehe ich nicht fischen, um einem Fisch Leid zuzufügen. Allerdings entnehme ich auch nicht jeden Fisch. Nehmen wir zum Beispiel mein Heimgewässer, die Aare bei Olten. Hier gehen die Forellen von Jahr zu Jahr zurück, weil es (wir nennen sie so) Fleischfischer gibt, welche das Mass nicht kennen gibt und die jedes Jahr gegen 150 Forellen mit nach Hause nehmen. (kann man in einzelnen Fischereistatistiken sehen) Allerdings möchte ich deswegen nicht ganz auf meinen Fisch verzichten. Ich mache das so, dass ich mir selber ein individuelles Fenster gebe, welches ich meist dann auch einhalte:
Untermassige: release
Massige bis 40cm: entnehmen
Grosse Exemplare über 40cm: releasen
Was das bringen soll, mögen sich nun einige von euch fragen. Ganz einfach: Ich schone durch das Zurücksetzen grosser Fische die starken Laichtiere mit 2 Vorteilen:
1. Diese Fische geben besonders viel Nachwuchs,
2. wurden sie nicht umsonst so gross, was heisst, sie müssen gute Gene haben, welche sie dann wieder weitergeben können.
Aber so als Faustregel mache ich es so, dass ich in erster Linie den gefangenen Fisch auch esse, jedoch auch mit Verstand die guten Fische wieder zurücksetze; so wie ich es für das jeweilige Gewässer als am Besten erachte.
den kategorischen C&R lehne ich strikte ab, schliesslich gehe ich nicht fischen, um einem Fisch Leid zuzufügen. Allerdings entnehme ich auch nicht jeden Fisch. Nehmen wir zum Beispiel mein Heimgewässer, die Aare bei Olten. Hier gehen die Forellen von Jahr zu Jahr zurück, weil es (wir nennen sie so) Fleischfischer gibt, welche das Mass nicht kennen gibt und die jedes Jahr gegen 150 Forellen mit nach Hause nehmen. (kann man in einzelnen Fischereistatistiken sehen) Allerdings möchte ich deswegen nicht ganz auf meinen Fisch verzichten. Ich mache das so, dass ich mir selber ein individuelles Fenster gebe, welches ich meist dann auch einhalte:
Untermassige: release
Massige bis 40cm: entnehmen
Grosse Exemplare über 40cm: releasen
Was das bringen soll, mögen sich nun einige von euch fragen. Ganz einfach: Ich schone durch das Zurücksetzen grosser Fische die starken Laichtiere mit 2 Vorteilen:
1. Diese Fische geben besonders viel Nachwuchs,
2. wurden sie nicht umsonst so gross, was heisst, sie müssen gute Gene haben, welche sie dann wieder weitergeben können.
Aber so als Faustregel mache ich es so, dass ich in erster Linie den gefangenen Fisch auch esse, jedoch auch mit Verstand die guten Fische wieder zurücksetze; so wie ich es für das jeweilige Gewässer als am Besten erachte.
Gruss Börni
"Fish, I'll stay with you until I am dead." [The Old Man and the Sea, Ernest Hemingway]
"Fish, I'll stay with you until I am dead." [The Old Man and the Sea, Ernest Hemingway]
-
Hardy
MoinBörni hat geschrieben:
Untermassige: release
Massige bis 40cm: entnehmen
Grosse Exemplare über 40cm: releasen
Dazu nur eine Frage: Wie sollen die maßigen bis 40 cm über 40cm groß werden, wenn sie vorher eine über den Schädel kriegen? Vielleicht haben sie ja auch "gute Gene" um groß und stark zu werden, dürfen es aber nicht.
Groetjes
Hardy
Hallo HardyHardy hat geschrieben:Moin
Dazu nur eine Frage: Wie sollen die maßigen bis 40 cm über 40cm groß werden, wenn sie vorher eine über den Schädel kriegen? Vielleicht haben sie ja auch "gute Gene" um groß und stark zu werden, dürfen es aber nicht.
Groetjes
Hardy
Es werden ja nicht alle mittleren Forellen gefangen, die sich im Gewässer befinden und diejenigen, welche sich dem Gefangen- und Gefressenwerden so lange widersetzen konnten müssen auf irgendeine Weise halt eben etwas klüger oder scheuer gewesen sein oder einfach nur Glück gehabt haben.
Es ist einfach so, dass diese durch ihr Überleben sich als besser den Bedingungen angepasst erwiesen haben; aus welchem Grund dann auch immer. Und wenn diese Fische das dann weitergeben, stärke ich somit auch ein bisschen den Bestand.
Natürlich ist es kein Patentrezept, aber ich finde schon, dass es etwas dazu beiträgt, den Bestand zu schonen.
Und die Sache wegen dem "würden-können-aber-nicht": Das ist dann halt etwas Pech gewesen... Oder um mit dem oben im Post geschirebenen zu argumentieren: Sie haben sich somit als nicht optimal angepass erwiesen.
Gruss Börni
"Fish, I'll stay with you until I am dead." [The Old Man and the Sea, Ernest Hemingway]
"Fish, I'll stay with you until I am dead." [The Old Man and the Sea, Ernest Hemingway]
@börni
ich finde deine idee/einstellung nicht schlecht, allerdings wenn alles unter 40 cm abgeschöpft wird gibt es bal nur noch gewässer mit einer zahl von sehr wenigen fischen unter 40 cm und nur noch mit grossen. ein gesundes ökosystem besteht auch bei fischen aus gut durchmischten jahrgängen. ein gewässer welches nur "trophy-fische" beinhaltet ist zwar touristisch (siehe z.b. österreich) interessant, aber ökologisch fragwürdig.
ich bin für fangfesnster, heisst z.b. für 4 jahre gilt alles muss releast werden was zwischen 28 und 34 cm liegt, danach wechselt dieses fangfenster beiospielsweise mit der auflage dass alles was zwischen 34 und 42 cm liegt releast werden muss, nach wiederum 4 jahren alles was zwischen 22 und 28 cm liegt. begleitet von einer entnahmezahlbegrenzung, z.b. 1 fisch pro tag, max. 5 pro monat, maximal 10 pro saison und angler. selbstverständlich kann/muss dies alles gewässerindividuell angepasst werden und nicht verallgemeinend.
soviel ich weiss geht ab einer gewissen grösse auch bei fischen die zahl der fruchtbaren spermienzahl zurück (wie bei uns männlichen flifis), und die zahl der produzierten eier. alte fische sind also nicht nur gute laichfische (eine bafo wird unter normalen umständen zwischen 6-8 jahren alt, mit 40 cm steht sie, bei durchschnittlichem wachstum, öfter schon im rentenalter), was wiederum für einen durchmischten fischbestand gilt.
@alle anderen;
das c&r verbot in der schweiz wird von der obersten behörde in einer info an mich wie folgt erläutert/ausgelegt;
Es ist tierschutzwidrig;
-nur aus Lust an Fang und Drill zu fischen
-Verboten ist alles, wo eine solche Absicht erkennbar ist
-Verboten ist desweiteren:
Fischen in Gewässern wo jede Entnahme verboten ist (No kill)
Fischen auf geschonte und geschützte Fische
Fischen/ Weiterfischen an Stellen, wo sich hauptsächlich Untermassige befinden
-Ebenso Weiterfischen nach Erreichen des Kontingentes (z.B. Tagesfangzahl)
-Gezieltes Fischen auf Fische ohne Entnahmeabsicht
-Verwenden von Köderarten und Fischereitechniken, mit welchen mit hoher Wahrscheinlichkeit geschonte oder geschützte Fische gefangen werden
-Teilnahme an Wettfischen, wo das Zurücksetzen zum Wettkampfreglement gehört
Als Anstiftung zu tierschutzwidrigen Verhalten gilt zudem:
-Herausgabe von Fischereierlaubnissen mit der Auflage, dass alle Fische zurückgesetzt werden
-Veranstaltung von Wettfischen, Kursen etc. mit dieser Auflage
(Ausnahmen bei Ausblildungs- Kursen vertretbar)
-Übermässige Erhöhung von Schonmassen als Umgehung von Art. 23a (z.B. 50 cm für Bachforellen)
aber- die Schweiz hat kein Entnahmegebot:
Kein Entnahmegebot !
Kantone können aber Entnahmegebote aussprechen
(ev. sinnvoll bei Massenfischarten ohne Schonmass (Weissfische, Barsche), bei Fischen, welche in grosser Tiefe gefangen werden (z.B. Trüschen), sowie bei Fischen, die als Massfische ausgesetzt werden
(z.B. Regenbogenforellen in Bergseen)
beim Zurücksetzen gelten aber auch die Vorschriften zum Tierschutzgerechten Umgang;
-Zurückgesetzt werden dürfen (individueller Entscheid des Fischers) :
Zufällig erbeutete, wenig verletzte, schonend behandelte Fische (wenn ein ökologischer Grund geltend gemacht werden kann)*
Der Fisch muss sofort nach dem Anlanden zurückgesetzt werden (Hältern, wiederholtes Messen, Fotografieren ausserhalb des Wassers verboten (toleriert wird Bild wo Fische mit nassen Händen angefasst werden, keine Zeitverzögerung, kein Druck auf Fisch)
* es kann durchaus auch bei Weissfischen ein ökologischer Grund vorliegen- z.B. sind auch Barben und Döbel ein wichtiger Teil des Oekosystems)
____________________
gruss
berner
ich finde deine idee/einstellung nicht schlecht, allerdings wenn alles unter 40 cm abgeschöpft wird gibt es bal nur noch gewässer mit einer zahl von sehr wenigen fischen unter 40 cm und nur noch mit grossen. ein gesundes ökosystem besteht auch bei fischen aus gut durchmischten jahrgängen. ein gewässer welches nur "trophy-fische" beinhaltet ist zwar touristisch (siehe z.b. österreich) interessant, aber ökologisch fragwürdig.
ich bin für fangfesnster, heisst z.b. für 4 jahre gilt alles muss releast werden was zwischen 28 und 34 cm liegt, danach wechselt dieses fangfenster beiospielsweise mit der auflage dass alles was zwischen 34 und 42 cm liegt releast werden muss, nach wiederum 4 jahren alles was zwischen 22 und 28 cm liegt. begleitet von einer entnahmezahlbegrenzung, z.b. 1 fisch pro tag, max. 5 pro monat, maximal 10 pro saison und angler. selbstverständlich kann/muss dies alles gewässerindividuell angepasst werden und nicht verallgemeinend.
soviel ich weiss geht ab einer gewissen grösse auch bei fischen die zahl der fruchtbaren spermienzahl zurück (wie bei uns männlichen flifis), und die zahl der produzierten eier. alte fische sind also nicht nur gute laichfische (eine bafo wird unter normalen umständen zwischen 6-8 jahren alt, mit 40 cm steht sie, bei durchschnittlichem wachstum, öfter schon im rentenalter), was wiederum für einen durchmischten fischbestand gilt.
@alle anderen;
das c&r verbot in der schweiz wird von der obersten behörde in einer info an mich wie folgt erläutert/ausgelegt;
Es ist tierschutzwidrig;
-nur aus Lust an Fang und Drill zu fischen
-Verboten ist alles, wo eine solche Absicht erkennbar ist
-Verboten ist desweiteren:
Fischen in Gewässern wo jede Entnahme verboten ist (No kill)
Fischen auf geschonte und geschützte Fische
Fischen/ Weiterfischen an Stellen, wo sich hauptsächlich Untermassige befinden
-Ebenso Weiterfischen nach Erreichen des Kontingentes (z.B. Tagesfangzahl)
-Gezieltes Fischen auf Fische ohne Entnahmeabsicht
-Verwenden von Köderarten und Fischereitechniken, mit welchen mit hoher Wahrscheinlichkeit geschonte oder geschützte Fische gefangen werden
-Teilnahme an Wettfischen, wo das Zurücksetzen zum Wettkampfreglement gehört
Als Anstiftung zu tierschutzwidrigen Verhalten gilt zudem:
-Herausgabe von Fischereierlaubnissen mit der Auflage, dass alle Fische zurückgesetzt werden
-Veranstaltung von Wettfischen, Kursen etc. mit dieser Auflage
(Ausnahmen bei Ausblildungs- Kursen vertretbar)
-Übermässige Erhöhung von Schonmassen als Umgehung von Art. 23a (z.B. 50 cm für Bachforellen)
aber- die Schweiz hat kein Entnahmegebot:
Kein Entnahmegebot !
Kantone können aber Entnahmegebote aussprechen
(ev. sinnvoll bei Massenfischarten ohne Schonmass (Weissfische, Barsche), bei Fischen, welche in grosser Tiefe gefangen werden (z.B. Trüschen), sowie bei Fischen, die als Massfische ausgesetzt werden
(z.B. Regenbogenforellen in Bergseen)
beim Zurücksetzen gelten aber auch die Vorschriften zum Tierschutzgerechten Umgang;
-Zurückgesetzt werden dürfen (individueller Entscheid des Fischers) :
Zufällig erbeutete, wenig verletzte, schonend behandelte Fische (wenn ein ökologischer Grund geltend gemacht werden kann)*
Der Fisch muss sofort nach dem Anlanden zurückgesetzt werden (Hältern, wiederholtes Messen, Fotografieren ausserhalb des Wassers verboten (toleriert wird Bild wo Fische mit nassen Händen angefasst werden, keine Zeitverzögerung, kein Druck auf Fisch)
* es kann durchaus auch bei Weissfischen ein ökologischer Grund vorliegen- z.B. sind auch Barben und Döbel ein wichtiger Teil des Oekosystems)
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gruss
berner
Zuletzt geändert von Berner am 27.05.2008, 06:18, insgesamt 1-mal geändert.






