Ruten- und Schnurklassenverwirrung z. B. Loop Multi

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stalling-frank
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Ruten- und Schnurklassenverwirrung z. B. Loop Multi

Ungelesener Beitrag von stalling-frank »

Hallo liebe Flifi-Gemeinde,

wie immer habe ich mit großem Interesse den aktuellen Rutentest der Loop Multi gelesen. An dieser Stelle auch von mir großen Dank an Michael für die zahlreichen Gerätetests =D> .

Nach dem es zunehmend Probleme mit den AFTM-Klassen gab, sind einige Hersteller dazu übergangen, dass Wurfgewicht mit anzugeben (z.B. Loop, Scierra). Eine sehr sinnvolle Sache wie ich bisher gedacht habe. Doch nach der Lektüre des o.g Tests bin ich am zweifeln: ](*,)

Die Rute ist bezeichnet mit #5 und 10-13 g. Man sollte also davon ausgehen, dass es sich um eine sehr kräftige 5er Rute handelt, die auch problemlos eine 6er Schnur (10,4 g) und sogar eine 7er Schnur (12 g) wirft. Eigentlich müßte die Rute mit #6 bezeichnet sein. Nun gut, dieses alte Problem kennen wir ja....
Jetzt aber das neue Problem: Die Tester haben festgestellt, dass sich die Rute tatsächlich am besten mit einer 5er Schnur werfen läßt. Dazu passt aber nicht die Angabe 10-13 g......
Was denn nun?????????????? :smt067 :smt068 :smt071

TL

Frank
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fluefiske
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Ungelesener Beitrag von fluefiske »

Hallo Frank !

Wenn die Rute mit einem WG von 10-13g angegeben ist,paßt das.Dieses Gewicht bezieht sich auf die ganze Keule und nicht auf die ersten 9.14m.Meine 3M GPX #5 hat z.B. eine Keulenlänge von 11.50m bei einem Gew. von 12.4g und paßt sehr gut zu meiner Loomis GLX #5.
Eine Schnur mit einem Keulengewicht in der Nähe von 10g,also untere Grenze, würde ich fürs Trockenfischen bevorzugen.

Gruß Erich
Fyggi
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Ungelesener Beitrag von Fyggi »

Hai
Dazu passt aber nicht die Angabe 10-13 g......
Doch, für die Praxis schon, nur eben nicht nach AFTMA (neu: AFFTA) :lol:

Mark

(Weg mit AFFTA, her mit Angaben über Keulenlänge und -gewicht!)
Ralph Hertling
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Ungelesener Beitrag von Ralph Hertling »

Moin!

Für meinen Geschmack sollten die Rutenhersteller ein Wurfgewicht mit maximal +/-2 Gramm Toleranz(oder meinetwegen das Äquivalent in Unzen) angeben müssen und die Leinenhersteller auf der Verpackung neben dem Profil der Leine das jeweilige Gewicht der Leine für jeden Meter Leine von der Spitze ausgehend für die ersten 20 Meter angeben.
Daran könnte sich jeder präzise orientieren.

Aber was ich vermute ist, dass ein klein wenig Verwirrung und viel Unsicherheit dem Leinen- und auch RutenMarkt von den Verkaufszahlen her sehr gut tut.

Man könnte das m.E. möglicher Weise noch viel übersichtlicher gestalten wenn man denn nur wollte, und das seit vielen Jahren.
Keiner will der Erste sein bei dem man genau weiß was man bekommt und demzufolge nur noch das gekauft wird was zusammenpasst bei rückläufigen Umsätzen.

TL
Ralph
TorstenHtr
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Ungelesener Beitrag von TorstenHtr »

Hallo Leute,

Meiner Meinung nach ist eine Gewichts-Angabe nicht wesentlich sinnvoller als die Schnurklassenangabe und ist mit den gleichen Problemen verbunden. Und bringt daher recht wenig ..
Es ist unmöglich exakt ein bestimmtes Gewicht zu spezifizieren!
Warum? - weil dieser Wert stark abhängig vom dem jeweiligen Werfer ist und dessen Wurfstil. Auch ist das Gewicht - solange man keine Schussköpfe benutzt - nicht fixiert sondern abhängig von der Schnur ausserhalb der Ringe.
So können diese Angaben nur Schätzwerte vom Testwerfer der jeweiligen Firma sein.

Sinnvoll ist eine objektive Angabe über die Rute selbst - wie z.B. die mittlere Steifigkeit - aus dieser Variable lässt sich eine gute Wahl für eine Schnur bestimmen. Siehe auch das Thema über Messverfahren für Fliegenruten.
Noch ist die Klassifikation über die Effektive Rutennummer (ERN) kein Industriestandard - aber schon recht weit verbreitet.

Bis dann..
Torsten
Fyggi
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Ungelesener Beitrag von Fyggi »

Hai
Man könnte das m.E. möglicher Weise noch viel übersichtlicher gestalten wenn man denn nur wollte, und das seit vielen Jahren.Keiner will der Erste sein bei dem man genau weiß was man bekommt und demzufolge nur noch das gekauft wird was zusammenpasst bei rückläufigen Umsätzen.
Warum sollten die Hersteller auch? Scheint ja lediglich einige, wenige FliFi`s zu interessieren und was sind schon bis 98 Euro Kaufpreis für eine nicht zur Rute/Werfer passende Schnur?

@Thorsten

Na, auch wieder hier :wink:
Es ist unmöglich exakt ein bestimmtes Gewicht zu spezifizieren!
Bei den Schnüren würde eine Gewichtsangabe ja schon reichen. Wäre doch ein Anfang. Und für die, die meinen "das paßt schon, AFTMA gab es schon immer und ist deshalb gut" kann man ja weiterhin die Schnurklasse angeben.

Ich glaube schon, dass es für die Bestimmung von Ruten weit schwieriger ist.

Wenn ich aber meine Rute (kein Verbrauchsgegenstand) mit einer Schnur (Verbrauchsgegenstand) x werfe und für gut befinde müßte ich mich bei einer Gewichtsangabe nicht immer wie beim Kauf eines Überraschungseies fühlen, wenn ich eine neue Schnur nach AFTMA kaufe.

Ich könnete eine Schnur y mit dem gleichen Gewicht kaufen und wüßte zumindest, wie die Rute bei ausserhalb des Spitzenringes befindlicher Keule arbeitet. Anhand der Keulenbeschreibung könnte ich mit ein wenig Erfahrung das Verhalten der Schnur einschätzen. Ich könnte eine Schnur gezielt nach meinen Vorstellungen vom Werfen (eher beschaulich oder schnell oder wie auch immer) kaufen.

Und je weniger Keule/Spitze sich ausserhalb des Spitzenringes befindet, desto mehr ist der Werfer als die Rute gefragt.


Mark
Ralph Hertling
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Ungelesener Beitrag von Ralph Hertling »

Moin nochmal!

Ich würde schon sagen dass der Hersteller fest stellen kann ab welchem Belastungsgewicht eine Rute zu arbeiten beginnt, wann sie optimal belastet ist, und ab wann sie eher überlastet ist, also ein entsprechender Wurf nicht mehr weiter sondern eher kürzer gehen würde.

Ich würde mir zutrauen dies für die von mir benutzten Ruten austesten zu können.
Sicher ist dies alles ein wenig subjektiv. Aber spätestens die Überbelastung hat nichts mehr mit Wurfkönnen oder Subjektivität zu tun.

TL
Ralph
TorstenHtr
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Ungelesener Beitrag von TorstenHtr »

Hallo Ralph,

Was ist denn Überbelastung? Die Briten mit Paul Arden usw. haben ein Experiment gemacht und eine 10er Lachsschnur auf eine 3er Rute gepackt und er hat trotzdem weit damit geworfen und die Rute ist nicht gebrochen ..
Es gibt schon einen Gewichtsbereich, den ein Werfer als "angenehm" empfindet - das ist aber auch recht abhängig vom jeweiligen Wurfstil usw. Daher fallen Ruten für eine bestimmte Schnurklasse z.b. #5 oft unterschiedlich aus - es gibt eine große Streuung. Im Bereich von ERN 4 (sehr weiche Ruten) bis etwa ERN 7 (z.B. Sage TCR).
Die meisten Hersteller arbeiten mit Testwerfern, die ensprechende Ruten beurteilen es gibt schon Verfahren mit Biegekurven etc. aber dann firmentintern.

Mark:
Ich glaube schon, dass es für die Bestimmung von Ruten weit schwieriger ist.
Es funktioniert IMHO schlicht nicht, weil es keine objektiv messbare Größe ist. Das "optimale" Wurfgewicht - wenn es so etwas gibt - ist abhängig von vielen Faktoren. Eine Angabe des Schusskopfgewichtes ist zwar interessant, aber nur eine Minorität verwendet Schussköpfe. Und du hättest hier wieder das Problem nach welchem Kriterium es fest zu setzen.
Wie soll man z.B. bei einer DT das optimale Gewicht festlegen, wenn ich von 5m bis 25m alle Distanzen abdecken will?

Was du messen kannst ist die mittlere Steifigkeit und den Aktionswinkel einer Rute - das wäre eine wesentlich bessere Angabe.

Bis dann..
Torsten
Ralph Hertling
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Ungelesener Beitrag von Ralph Hertling »

Grüß' Dich, Torsten!
TorstenHtr hat geschrieben:Hallo Ralph,
Was ist denn Überbelastung? Die Briten mit Paul Arden usw. haben ein Experiment gemacht und eine 10er Lachsschnur auf eine 3er Rute gepackt und er hat trotzdem weit damit geworfen und die Rute ist nicht gebrochen. ...
Ist es tatsächlich so?
Ich habe es noch nie probiert eine 10er Leine mit einer 3er Rute zu werfen. Wie weit war in diesem Falle "weit"?

Die Leine wird ja immer von der mehr oder weniger optimal aufgeladenen Rute geworfen.

Aber ich würde meinen dass eine Überbelastung dann vorliegt wenn das die Rute belastende Gewicht so groß ist, dass die Rüchstellgeschwindigkeit der Rute in der Entladungsphase durch die/das geworfene Masse/Gewicht der Leine so stark verlangsamt wird dass die Leine nicht mehr weiter fliegen kann (was natürlich auch ein wenig von der Schußfreudigkeit der Leine (Reibung in den Ringen) mit begrenzt wird) als es ihr mit etwas weniger WurfGewicht/Masse möglich wäre.

TL
Ralph
P.S.: Es ist sehr interessant sich mit Dir darüber zu unterhalten. Danke.
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Michael.
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Ungelesener Beitrag von Michael. »

Hallo,

egal, was die Hersteller für Werte angeben, es hilft nur eines: ausprobieren! So war es schon immer und so wird es auch bleiben. Das Einkaufen unter 100%igen Verlass auf die Herstellerangaben kann ohne das vorherige Ausprobieren des Zusammenspiels des Gerätes mit den eigenen Ansprüchen zur bösen Überraschungsnummer werden... Beim neuen Opti-Fliegenschnurtest z.B. wird das einmal mehr deutlich... Wenn Werte dermaßen stark abweichen, sind auch wir verblüfft...

Gruß
Michael
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Ungelesener Beitrag von Tisie »

Hallo,
Michael. hat geschrieben:Beim neuen Opti-Fliegenschnurtest z.B. wird das einmal mehr deutlich... Wenn Werte dermaßen stark abweichen, sind auch wir verblüfft...
aber aus genau diesem Grund sind diese - in meinen Augen maßlos überteuerten - Schnüre so erfolgreich. Der Durchschnittsfliegenfischer beschäftigt sich doch gar nicht oder nur am Rande mit Schnurgewichten, Auslegung der Rutenklassifizierung, usw. ... er geht in den Laden, kauft sich eine moderne Rute mit "schneller Aktion" und eine Schnur in der zur Angabe auf der Rute passenden Klasse. Und das Ergebnis am Wasser wird ihn i.d.R. überzeugen, weil die überschwere Schnur die schnelle Rute auch bei einem Anfänger ohne große Wurfkünste auflädt, die kurze Keule schnell ausgebracht ist und eine passable Weite erreicht wird.

Für die Spezialisten, die genau wissen, welche Kombination aus Keulengewicht und -länge in einer bestimmten Situationen die Rute mit ihrem Wurfstil optimal auflädt, ist es natürlich schwieriger und man kommt um's Ausprobieren nicht mehr herum. Das führt dann dazu, daß die Schnur - wie im Test der Optis auch angedeutet - in einer niedrigeren Klasse sogar besser passen kann. Wenn früher die Keule einer 7er Schnur gut 15g gewogen hat, muß man inzwischen bei vielen Schnüren zu einer 6er greifen, um dieses Gewicht zu bekommen.

Gruß, Matthias
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fheizer
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Ungelesener Beitrag von fheizer »

Hallo,

da ich mir vor ca. 2 Stunden ein neues Stöckchen gegönnt habe und in den vorherigen Wochen ca. 20 Ruten aller Preislagen und Hersteller geworfen habe, durfte ich diese Grauen gerade erleben.
Ich bin mit meiner Rolle und einer 7er Scierra HMT Schnur (15,5g) losgezogen und hab getestet. In der Tat sind viele schnelle 7er Ruten eher gute 8er und die besten 7er Ruten sind schnelle 6er.
Selbst die Rutenserien eines Herstellers können sehr unterschiedlich ausfallen. Da die Schnüre auch noch unterschiedliche Lange Keulen haben, ist AFTMA Klasse völlig überflüssig, da ich nicht genau 9,14 m schwinge, sondern im Idealfall die gesamte Keule.
Mein Tipp an alle: Testen, Testen, Testen und Spaß macht das ja auch noch.

Viele Grüße

Jörg
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Ungelesener Beitrag von Tisie »

Hallo Jörg,
fheizer hat geschrieben:Ich bin mit meiner Rolle und einer 7er Scierra HMT Schnur (15,5g) losgezogen und hab getestet. In der Tat sind viele schnelle 7er Ruten eher gute 8er und die besten 7er Ruten sind schnelle 6er.
das ist interessant und bestätigt den Trend zur Unterzeichnung der Ruten und Schnüre. Die Schußköpfe, die ich mir damals für eine ältere & recht moderate 7/8er Rute gebastelt habe (auch ~15,5g), verkraftet eine moderne schnelle 6er Rute ebenso (es ist nicht optimal, aber es geht ganz gut).

Viele Grüße, Matthias

P.S.: Für welche Rute hast Du Dich denn letztendlich entschieden?
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Daniel1983
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Ungelesener Beitrag von Daniel1983 »

bei schnüren hilft wirklich nur ausprobieren, selber hab auf der SLTzZ eine opti schnur drauf und das ganze ist das beste was ich je in der hand hatte... davor hab ich eine andere schnur getestet in klasse #5 der stock war einfach nicht zu gebrauchen mit dieser leine....
TL Daniel
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fheizer
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Ungelesener Beitrag von fheizer »

Hallo Matthias,

ich habe mich für eine TFO Lefty Kreh TiCr in 6 mit Full Wells und Fighting Butt entschieden. Zum einen weil die mit der Schnur einfach super harmoniert, zum anderen wegen dem Griff (es gibt nicht viele 6er mit Full Wells und Fighting Butt) und natürlich weil der Preis super ist. Ich habe etliche andere Ruten getestet, darunter das gesamte Scierra Programm, T&T, diverse Winston, Scott Ruten und auch Sage und Loomis. Die TFO hat IMHO die harmonischste Kraftentfaltung mit meinem Wurfstill. Das Teil schmeisst ohne Zugunterstützung gut 20 m Schnur raus, ohne das die vorher schon mal in der Hand hatte. Mit Zug geht die ganze Leine raus und macht richtig geile Loops. Mein Fokus liegt naturlich eher auf einer vernünftigen Weite ohne viel Krafteinsatz für die MeFo's. Es gibt sicherlich Ruten mit mehr Gefühl.

Viele Grüße

Jörg
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