Wurffehler durch falsch angegebene AFTMA-Klasse?

Alles rund um Stärken & Schwächen, Marken, Klassen, Aktionen u.s.w. der für unser Hobby unverzichtbaren "Gerten" und "Schnuraufwickler". Du hast allgemeine oder spezielle Fragen, gute oder schlechte Erfahrungen zu bestimmten Gerätschaften mitzuteilen? Hier ist Platz dafür und Du bekommst die Antworten, die Du suchst...

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stechapfel
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Wurffehler durch falsch angegebene AFTMA-Klasse?

Ungelesener Beitrag von stechapfel »

Hallo liebe Forengemeinde,
ich bin ja Fliegenfischerneuling und habe mich beim Kauf meiner Rute von einem Bekannten beraten lassen, der passionierter Werfer ist...

Die Rute ist eine Balzer Jewel IM12 2,55m 5/6 (ich weiß es gibt bessere aber auch teurere Ruten) als Schnur wurde mir eine Greys GRXi WF6F nahegelegt.

Erste Wurfversuche gelingen so einigermaßen, bei Schnurlängen jenseits der 9m habe ich sehr große Schwierigkeiten die Leine in der Luft zu halten. Dabei achte ich aber peinlich auf korrekte Stops, gerader Beschleunigungsweg etc. (hab mir Lehrvideos aufs iPhone geladen und schaue direkt in den Pausen am Übungsplatz)
Leider gibt es keinen Wurfkurs in absehbarer Zeit in meiner Gegend.

Nun bin ich bei meinen feierabendlichen Streifzügen durchs Fifi-forum auf die korrekte Bestimmung von AFTMA-Klasse gestoßen und habe ganz spontan meine Rute mal nach dieser Methode "vermessen" http://www.solitip.de/doc/08tips/98powe ... 5grad.html

Zu meiner Überraschung ermittelte ich trotz mehrfachem Nachmessen, daß meine Rute zwischen AFTMA-Klasse 4 und 5 liegt :shock: ....

Kann es sein, daß meine Wurfkünste sich verbessern wenn ich nun z.B. eine WF5F statt einer WF6F verwende???

Danke!
posti
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Re: Wurffehler durch falsch angegebene AFTMA-Klasse?

Ungelesener Beitrag von posti »

Servus,
stechapfel hat geschrieben:.....
Kann es sein, daß meine Wurfkünste sich verbessern wenn ich nun z.B. eine WF5F statt einer WF6F verwende???
...
kurze Antwort: Nein, weil deine "Wurfkünste" nix mit der Schnur zu tun haben.
Deine Wurfkünste verbessern sich nur, wenn du die Grundbegriffe beherrscht! Dazu gehört aber nicht, möglichst viel Schnur in der Luft halten zu können. Es genügt, wenn du die Keule (dicker Teil der Schnur) in der Luft halten kannst!
Mit herzlichem Gruß
Maggov
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Ungelesener Beitrag von Maggov »

Hallo Axel,

die Anfrage ist sehr schwer einzuschätzen da man sehen muss wie sich die Schnur verhält.

Du Kannst Stops und Wurfebene sauber einhalten - wenn Du dabei nicht wartest bis sich die Leine streckt und die Rute sich lädt dann fällt Dir der Wurf einfach zusammen.

Moderne Kohlefaserruten haben eigentlich kein Problem wenn es darum geht ein paar Schnurklassen drüber oder drunter zu werfen. Bei 9 Meter Flugschnur sollte eine halbwegs schnelle Rute auch noch 2 Klassen drüber "vertragen".

Ich kenne die Schnur leider ebenfalls nicht - Fakt ist dass einige Schnüre sich nicht mehr exakt an die Gewichtsvorgaben der AFTMA halten sondern etwas "mogeln" und die Schnüre schwerer machen.

In Deinem Fall (Du schreibst Du bist am Anfang der Wurflaufbahn) ist ein Fehler beim Werfen wahrscheinlicher als ein Abstimmungsproblem.

Vorschlag: Lass Deinen Bekannten mal werfen und beobachte die Schnur - wenn er es auch nicht schafft die 9 Meter auszulegen, dann geh mit der Rute in einen Laden und frag ob er evtl. eine 5-er zum Probewerfen hat.

Viele Grüsse

Markus
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stechapfel
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Ungelesener Beitrag von stechapfel »

Danke erstmal...So wie ich das verstehe ist das Wasser nicht dran schuld dass die Ente nicht schwimmen kann. :lol:

Die Keule kann ich auch draussen halten, nur aber nicht mehr viel mehr...dann nur noch mit viel Kraft beim schieben bzw. ziehen (inkl. Muskelkater in der Schulter), sonst berühre ich mit der Schnurspitze den Boden. Darum dachte ich, dass könnte evtl. mit falscher Schnurklasse zusammenhängen...
posti
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Ungelesener Beitrag von posti »

Servus,
stechapfel hat geschrieben:Die Keule kann ich auch draussen halten, nur aber nicht mehr viel mehr...dann nur noch mit viel Kraft beim schieben bzw. ziehen (inkl. Muskelkater in der Schulter), sonst berühre ich mit der Schnurspitze den Boden. Darum dachte ich, dass könnte evtl. mit falscher Schnurklasse zusammenhängen...
alles klar - dir fehlt die Basis. Wer beim Werfen Kraft benötigt (jeder Anfänger macht das falsch) macht schonmal den schlimmsten Kardinalfehler. Es muss die Rute arbeiten, nicht der Werfer - sprich: du musst die Rute ganz locker aufladen lassen!
Nimm die Rute gaaanz locker (3 - Finger) in die Hand, und wirf ganz locker OHNE KRAFT! Dann wirst du mit der Zeit das Gewicht der Schnur spüren, dann gehts aufwärts.
Mit herzlichem Gruß
Maggov
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Ungelesener Beitrag von Maggov »

Hallo Axel,

ich fürchte Du & posti liegen richtig - allerdings kann schlecht abgestimmtes Gerät den Einstieg deutlich erschweren.

Wenn Du Vergleichsmöglichkeiten schaffen kannst (Dein Bekannter lässt Dich mit seiner Rute werfen, Du geht in nen Laden der Ruten verkauft oder ähnliches) dann kannst Du für Dich den Unetrschied beim Gerät bestimmen.

Nicht aufgeben - einfach weiter probieren.

Viele Grüsse

Markus
strongbow
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Ungelesener Beitrag von strongbow »

Nur ganz kurz: Für einen Anfänger ist es generell sogar etwas einfacher, mit einer leicht "überladenen" Rute zu werfen, weil die Rute dann in der üblichen "Anfängerübungsentfernung" besser arbeitet und vor allem: der Anfänger das "Arbeiten" der Rute unter Belastung besser spürt.

Ich halte es also für eher unwahrscheinlich, dass Deine Probleme aus der unpassenden Kombination herrühren. Mit einer gut abgestimmten Kombination lernt es sich aber auf jeden Fall leichter..

Strongelchen
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P.S.:

Ungelesener Beitrag von strongbow »

Ich lese gerade, Du kommst aus Radebeul. Dem Millionärsvorort von DD. :lol: :lol:

Schick mir mal ne PN, ich glaube ich kenne da jemanden, der Dir zeigen kann, wie`s geht..
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O. Roger

Ungelesener Beitrag von O. Roger »

Persönlich denk ich, dass die Anschaffung einer DT5F sich lohnen würde.
-Viele Anfänger tun sich mit einer DT leichter.
-Du du kaufst dir eine DT5F sowieso früher oder später.
-Du lernst die Unterschiede und unterschiedlichen Vorzüge von DT und WF kennen
- Überschwere WF ist für den "schnellen Erfolg" evtl hilfreich doch gut abgestimmtes und evtl "Einsteiger unfreundliches" Gerät könnte evtl dich schneller zu einem guten Werfer machen und könnte evtl verhindern das sich Kraftfehler am Anfang einschleichen auch wen der Erfolg dafür etwas länger auf sich warten lässt.

Gruß
R. Oniell
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greypanther
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Ungelesener Beitrag von greypanther »

R. Oniell hat's auf den Punkt gebracht!
Mir läuft immer eine Gänsehaut über den Rücken, wenn ich höre oder lese, dass blutige Anfänger sich mit Keulenschnüren abmühen, deren korrekte Benutzung selbst fortgeschritteneren Werfern nicht ganz unproblematisch ist.
Mir ist bis zum heutigen Tag schleierhaft, wie man einem Noob eine Keulenschnur zum Anfang seiner Wurfübungen enpfehlen kann (ja,ja ich weiß. Angeblich wirft man mit ihr leichter und vor allem weiter :lol:). Wenn einmal die Keule "draußen" ist, dann müht sich der Anfänger vergeblich damit ab, die Kraft über die dünne Running Line auf die Keule zu übertragen. Endergebnis: siehe Posting von Stechapfel. Und so habe ich es unzählige Male auch in der Praxis am Wasser mit ansehen müssen.
Stechapfel, lege Dir eine DT5 oder DT6 zu und Du wirst sehen, die Werferei gelingt wesentlich besser und bringt Dir großen Spaß.
Gruß
Klaus


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Platon (panta rhei)
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Rolf Renell
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Ungelesener Beitrag von Rolf Renell »

....@Klaus ,ist ebenso meine Einschätzung aus Erfahrung was die Basics angeht zum Lernen - DT 6 ,
beste Grüsse,
Rolf
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...a fisherman`s dream , is a trout in the stream ...
Frithjof

Ungelesener Beitrag von Frithjof »

Moin,
ich hab auch erst vor 2 jahren angefangen.
Das Werfen habe ich mir ohne Persönliche hilfe nur mit einem guten Buch erlernt!
Mein Buchtipp ist von Hans Eiber und heißt : Das ist Fliegenfischen!
Ich übe damit fast jeden Tag mit einer alten Schur auf einer Wiese und werde immer besser!
lg Frithjof
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stechapfel
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Ungelesener Beitrag von stechapfel »

Leute ihr seid Spitze!
Vielen Dank für die hilfreichen Antworten! Ich werde weiter üben und evtl. mir ne DT zulegen.
Ich habe bis jetzt immer genau das Gegenteil gehört, sprich WF für den Anfänger, später DT...ich lasse mich aber gern eines Besseren belehren.

@Frithjof: Genau dieses Buch war meine allererste Anschaffung gewesen! :daumen
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Rolf Renell
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Ungelesener Beitrag von Rolf Renell »

Hallo Frithjof ,
das goldenene Ei gibts so nicht ,du wirst immer versch. Meinungen und erfahrungen hören ,mach dir dein eigenens Bild ,probier Beides ,jedes Taper hat seine Vor- und Nachteile beim Start ,
wünsch dir gutes Gelingen ,
beste Grüsse,
Rolf
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Frithjof

Ungelesener Beitrag von Frithjof »

hi,
ich würde es zwar cool finden mal nen Kumpel zu haben der auch Fliegenangelt aber es geht auch alleine....:(!
Naja ich versuch schon nen Kumpel vom mir zu übereden.....er ist noch mit Pose und Wurm unterwegs;)
lg Frithjof
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