Greased Line-Rute (historisch)
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Greased Line-Rute (historisch)
Liebe Freunde,
auf der Suche nach Informationen über eine meiner ererbten Ruten (um Missverständnissen vorzubeugen: Nein, sie ist strikt unverkäuflich!) bin ich im Netz nicht recht weitergekommen. Vielleicht kann jemand helfen? - Es handelt sich um ein ziemlich rares Stück. Ich habe sie schon lange; bisher habe ich eine respektvolle Distanz zu ihr bewahrt. Nun soll sie aber auch mal ans Wasser. Einige Trockenversuche ergaben jedenfalls, dass sie eine geradezu urgewaltige Power hat.
Die Rute ist eine - selbstverständlich gespließte - Pezon&Michel, Modell Parabolic Sawyer Greased Line. Sie wurde fertiggestellt am 13.12.1962 und trägt die Stücknummer 13 - also wurden in diesem Jahr 1962 bis kurz vor Weihnachten nur 13 Exemplare dieses Typs gebaut.
Sie ist dreiteilig (wobei ein Teil lediglich aus dem Griff besteht), hat die ehrfurchtseinflößende Länge von 10,4 ft. und dürfte ungefähr der Rutenklasse 10 oder 11 zuzuordnen sein. Sie ist eine Einhandrute, konzipiert für Lachs und Meerforelle bzw. Steelhead.
Nun meine Fragen: Was eigentlich ist das Charakteristische an einer Greased-Line-Rute (also für gefettete, schwimmende Schnur)? Und: Gab es einen speziellen Wurfstil dafür? - Heute findet man diese Bezeichnung, soweit ich sehe, nur noch bei Zweihändern für Spey Cast Spezialisten.
Für Unterstützung dankbar wäre
Euer Frank
auf der Suche nach Informationen über eine meiner ererbten Ruten (um Missverständnissen vorzubeugen: Nein, sie ist strikt unverkäuflich!) bin ich im Netz nicht recht weitergekommen. Vielleicht kann jemand helfen? - Es handelt sich um ein ziemlich rares Stück. Ich habe sie schon lange; bisher habe ich eine respektvolle Distanz zu ihr bewahrt. Nun soll sie aber auch mal ans Wasser. Einige Trockenversuche ergaben jedenfalls, dass sie eine geradezu urgewaltige Power hat.
Die Rute ist eine - selbstverständlich gespließte - Pezon&Michel, Modell Parabolic Sawyer Greased Line. Sie wurde fertiggestellt am 13.12.1962 und trägt die Stücknummer 13 - also wurden in diesem Jahr 1962 bis kurz vor Weihnachten nur 13 Exemplare dieses Typs gebaut.
Sie ist dreiteilig (wobei ein Teil lediglich aus dem Griff besteht), hat die ehrfurchtseinflößende Länge von 10,4 ft. und dürfte ungefähr der Rutenklasse 10 oder 11 zuzuordnen sein. Sie ist eine Einhandrute, konzipiert für Lachs und Meerforelle bzw. Steelhead.
Nun meine Fragen: Was eigentlich ist das Charakteristische an einer Greased-Line-Rute (also für gefettete, schwimmende Schnur)? Und: Gab es einen speziellen Wurfstil dafür? - Heute findet man diese Bezeichnung, soweit ich sehe, nur noch bei Zweihändern für Spey Cast Spezialisten.
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Das sind Deine Beobachtungen, mein Lieber, andere haben andere Beobachtungen gemacht.
Franz Kafka
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Hallo Frank
Hallo Frank !
Unter "greased line" fischen versteht man mit Fliegen an der schwimmenden Schnur auf Lachs und Meerforellen zu fischen.
Das muß man heute noch können, wenn man z.B. am North Umpqua im September/Oktober auf Steelheads fischt.
Das sind alle Beschwerungen an Fliege, Vorfach und Schnur verboten.
Die Fliege wird diagonal stromab ausgebracht und sofort stark gemendet u.U. auch mit einem "Z-Mend", sodann wird sie quer über geführt.
Die Ruten müssen logischerweise sehr gut geeignet sein für Speys, Snake Rolls, Switch Casts und dergl. , denn man steht grundsätzlich auf der falschen Flußseite
freundlichst
Gebhard
Unter "greased line" fischen versteht man mit Fliegen an der schwimmenden Schnur auf Lachs und Meerforellen zu fischen.
Das muß man heute noch können, wenn man z.B. am North Umpqua im September/Oktober auf Steelheads fischt.
Das sind alle Beschwerungen an Fliege, Vorfach und Schnur verboten.
Die Fliege wird diagonal stromab ausgebracht und sofort stark gemendet u.U. auch mit einem "Z-Mend", sodann wird sie quer über geführt.
Die Ruten müssen logischerweise sehr gut geeignet sein für Speys, Snake Rolls, Switch Casts und dergl. , denn man steht grundsätzlich auf der falschen Flußseite
freundlichst
Gebhard
Der immer auf Seiten der Fische steht!
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Danke, lieber Gebhard!
Natürlich kann man mit einem Stecken von 10.4 ft. eine gewaltige Menge Schnur in der Luft halten und wirklich richtig weit werfen. Das Menden langer Schnüre ist damit gut zu machen, auch bei starker Strömung. Sehr einleuchtend.
Körperlich ist der Gebrauch der Rute, sagen wir mal: anspruchsvoll, aber sie braucht (das kennst du von unseren gespließten Schätzchen) sehr, sehr wenig Aufwand, um sich aufzuladen, was Gewicht und Länge ausgleicht. Sie wirft sich kinderleicht und überaus "elegant"; mit einem modernen Schusskopf (eine passende Seidenschnur habe ich leider nicht) hat sie enormes Potential.
Wäre die "Sawyer Greased Line" entsprechend sozusagen eine kräftige "Weitwurfrute" klassischer Bauart?
Herzlich grüßt
Dein Frank
Natürlich kann man mit einem Stecken von 10.4 ft. eine gewaltige Menge Schnur in der Luft halten und wirklich richtig weit werfen. Das Menden langer Schnüre ist damit gut zu machen, auch bei starker Strömung. Sehr einleuchtend.
Körperlich ist der Gebrauch der Rute, sagen wir mal: anspruchsvoll, aber sie braucht (das kennst du von unseren gespließten Schätzchen) sehr, sehr wenig Aufwand, um sich aufzuladen, was Gewicht und Länge ausgleicht. Sie wirft sich kinderleicht und überaus "elegant"; mit einem modernen Schusskopf (eine passende Seidenschnur habe ich leider nicht) hat sie enormes Potential.
Wäre die "Sawyer Greased Line" entsprechend sozusagen eine kräftige "Weitwurfrute" klassischer Bauart?
Herzlich grüßt
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Weitwurfrute
Hallo Frank !
Ja, das könnte man so sehen, man muß aber den Wurfstil berücksichtigen.
Mit den heutigen Vorstellungen von "Weitwerfen", geht das natürlich nicht zusammen, da Gespließte anders reagieren als Kohlefaserruten.
In Bad Berka kann ich Dir das zeigen.
freundlichst
Gebhard
Ja, das könnte man so sehen, man muß aber den Wurfstil berücksichtigen.
Mit den heutigen Vorstellungen von "Weitwerfen", geht das natürlich nicht zusammen, da Gespließte anders reagieren als Kohlefaserruten.
In Bad Berka kann ich Dir das zeigen.
freundlichst
Gebhard
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Re: Weitwurfrute
Sag bloß ...Royal Coachman hat geschrieben: da Gespließte anders reagieren als Kohlefaserruten.
Danke! Ich freue mich auf BB!
Herzlichst, Frank
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Franz Kafka
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Hallo Frank,
die parabolische Aktion kann man nach meiner Erfahrung sehr gut mit einem Katapult vergleichen.
Die wesentliche Ladung der Rute findet dabei kurz über dem Handteil statt, wobei der Teil danach, hin zur Spitze sich im Vergleich weniger auflädt.
Danach kamen die progressiven Rutentaper und heute haben wir es wohl vorwiegend mit spitzenbetonten Aktionen zu tun. Stichwort Switchcast.
Parabolische Aktion ist die Handschrift von dem guten alten Charles und als Wurfstil hat er ja bekanntermassen HSHL (High Speed, High Line) für seine Ruten propagiert.
Ich habe auch noch eine alte Pezon&Michel, die bringe ich auch gerne nach Bad Berka mit und wir vergleichen mal. Da muss ich aber noch mit vollen Champangerflaschen üben oder ich geh noch mal in die Mukibude das ich da auch ein wenig Schnur rausbekomme.
Ich galube viele können sich kaum noch vorstellen, das Fliegenfischen damals Hochleistungsport war.
LG,
Olaf
die parabolische Aktion kann man nach meiner Erfahrung sehr gut mit einem Katapult vergleichen.
Die wesentliche Ladung der Rute findet dabei kurz über dem Handteil statt, wobei der Teil danach, hin zur Spitze sich im Vergleich weniger auflädt.
Danach kamen die progressiven Rutentaper und heute haben wir es wohl vorwiegend mit spitzenbetonten Aktionen zu tun. Stichwort Switchcast.
Parabolische Aktion ist die Handschrift von dem guten alten Charles und als Wurfstil hat er ja bekanntermassen HSHL (High Speed, High Line) für seine Ruten propagiert.
Ich habe auch noch eine alte Pezon&Michel, die bringe ich auch gerne nach Bad Berka mit und wir vergleichen mal. Da muss ich aber noch mit vollen Champangerflaschen üben oder ich geh noch mal in die Mukibude das ich da auch ein wenig Schnur rausbekomme.
Ich galube viele können sich kaum noch vorstellen, das Fliegenfischen damals Hochleistungsport war.
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Olaf
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"When fishing becomes a competition it gets worse than work ... " - Charles Ritz
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Lieber Olaf,gespliesste hat geschrieben:oder ich geh noch mal in die Mukibude das ich da auch ein wenig Schnur rausbekomme.
nach gut 15 Jahren Fischen mit Gespließten kann ich dir sagen: Es geht definitiv auch ohne Muckibude!
Danke!
Herzlich grüßt
Dein Frank
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Franz Kafka
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Lieber Frank,
sondern eher meine alte Pezon&Michel im speziellen.
Meine Superparabolic PPP, Power Plus, Type Creusevaut, #6, 2,52m ist mit 150gr. auf keinen Fall ein Leichtgewicht.
LG,
Olaf
nicht das du es falsch verstehst, ich meinte nicht das man Gespliesste im allgemeinen nur mit einem Mörderbizeps überhaupt anheben kann,Frank. hat geschrieben: nach gut 15 Jahren Fischen mit Gespließten kann ich dir sagen: Es geht definitiv auch ohne Muckibude!
sondern eher meine alte Pezon&Michel im speziellen.
Meine Superparabolic PPP, Power Plus, Type Creusevaut, #6, 2,52m ist mit 150gr. auf keinen Fall ein Leichtgewicht.
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Lieber Olfa,gespliesste hat geschrieben: Meine Superparabolic PPP, Power Plus, Type Creusevaut, #6, 2,52m ist mit 150gr. auf keinen Fall ein Leichtgewicht.
das ist für eine P&M wirklich eine ganze Menge! Ich habe gerade mal spaßeshalber ein paar meiner Ruten gewogen. Meine Ritz-PPP dieser Klasse bring 120 gr. auf die Wage, auch die anderen vergleichbaren Ruten (aus den Jahren 1947 - 1959) variieren zwischen 110 und 130 gr.
Was ist deine Creusevaut denn für ein Baujahr, wenn ich fragen darf?
Der oben beschriebene Stecken, um den es mir geht, wiegt allerdings 190 gr. Da weiß man am Abend, was man getan hat. Aber da muss ich wohl durch ...
Dein Frank
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Franz Kafka
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Hallo Freunde !
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Die Palakona 2m03 wiegt 90g Bj. 1979-1984
Die Hardy Phantom 6'10 ebenfalls 90g Bj. 1966
Die Phantom 2m12 wiegt 100g Bj. 1964
Die Marvel 7'1/2 dreiteilig(!) wiegt nur 90g Bj 1966
Das sind Leichtgewichte, die kann man schon einen ganzen Tag mühelos bewegen.
freundlichst
Gebhard
Die Palakona 2m03 wiegt 90g Bj. 1979-1984
Die Hardy Phantom 6'10 ebenfalls 90g Bj. 1966
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Die Marvel 7'1/2 dreiteilig(!) wiegt nur 90g Bj 1966
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Re: Hallo Freunde !
Na, dann mache ich mal den Joke, bevor es ein anderer tut: Youngtimer für Oldtimer!Royal Coachman hat geschrieben:Das sind Leichtgewichte, die kann man schon einen ganzen Tag mühelos bewegen.
Nee, mal im Ernst: Gerade durch die enorme Effizienz, die die Ruten beim Werfen haben, fällt das Gewicht (Achtung: Kalauer!) nicht ins Gewicht.
Ich würde meine Ruten gegen keine anderen tauschen wollen. Und die paar Gramm machen den Kohl auch nicht fett.
Herzlichst grüßt
Euer Frank
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Franz Kafka
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