Trockenfliegen-Vorfach

Fliegenwerfen - wie geht das eigentlich? Wie kann ich meine Leine effektiver ausbringen und Fehler ausmerzen? Was hat es mit den AFTMA-Klassen auf sich? Was sind Spezial- und Trickwürfe? Fragen über Fragen! Hier könnt Ihr Euch gegenseitig helfen.

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Achim Stahl
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Beitrag von Achim Stahl »

Hallo Gebhard,


zugegeben, ich habe diese Situation selbst auch schon erlebt. Zum Beispiel spät im Jahr an der Isar.

Dennoch, in ungefähr 90% der Fälle, in denen meine Mitangler glaubten, es mit vorfachscheuen Fischen zu tun zu haben, war lediglich die Präsentation nicht perfekt.

Das Gleiche erlebe ich bei dem Hype, immer kleinere Fliegenmuster zu fischen.



Viele Grüße!


Achim
Früher war mehr Lametta!
LuckyLoop

Beitrag von LuckyLoop »

Achim Stahl hat geschrieben:Ich fische auch in glasklarem Wasser nicht unter 0,16 mm Fluorcarbonspitzen.
Moin Achim,
Warum benutzt du Fluorcarbon ?
Ausser der geringeren Sichtigkeit im (!) Wasser und dass es schneller einsinkt sind mir bisher nur Nachteile bekannt ...
Gruß, Frank
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Achim Stahl
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Beitrag von Achim Stahl »

Moin,
LuckyLoop hat geschrieben: Moin Achim,
Warum benutzt du Fluorcarbon ?
Ausser der geringeren Sichtigkeit im (!) Wasser und dass es schneller einsinkt sind mir bisher nur Nachteile bekannt ...
Gruß, Frank
Nachteile (außer dem Preis) gibt es eigentlich nur bei minderwertigem Fluorcarbon. Davon tummelt sich allerdings eine Menge auf dem Markt.

Minderwertiges FC hat eine miese Tragkraft, miese Knotenfestigkeit, splisst auf, und die Angaben auf der Spule entsprechen fast nie den Meßwerten.

Das ist ähnlich wie bei minderwertigem Monofil. Ich beobachte immer, dass die Angler beim Kauf von normalem Mono sehr viel Wert auf Qualität legen und nicht zur 1000-Meter-Spule für 2,99 greifen. Bei Fluorcarbon scheint das anders zu sein.

Wenn ich sehe, dass ein Angellabel, das sein komplettes Geraffel in China einkauft, ein Fluorcarbon anbietet, bin ich immer eher skeptisch ...:?

Ich habe sehr gute Erfahrungen mit Riverge Grand Max und Frog Hair FC gemacht. Beide sind sehr knotenfest, haben eine ordentliche Tragkraft, schwimmen nicht auf der Oberfläche (entfetten ist nicht nötig) und sind viel schlechter sichtbar als normales Mono. Deshalb kann ich auch dickere Spitzen verwenden.


Viele Grüße!


Achim
Zuletzt geändert von Achim Stahl am 19.06.2011, 13:26, insgesamt 1-mal geändert.
Früher war mehr Lametta!
LuckyLoop

Beitrag von LuckyLoop »

Hallo Achim !
Danke für die Antwort ! Serious ! :wink:
Ich werde das "richtige" Fluo nochmal prüfen.
Was der confused-smiley da macht ist mir aber nicht klar.
Anyway
Gryße an die Kyste,
Frank

P.S.: :idea: Mein Nick hat rein garnichts mit der Firma zu tun sondern bezieht sich mehr auf dieses "out she goes" ... War es das ?
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Achim Stahl
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Beitrag von Achim Stahl »

Hallo Frank,
LuckyLoop hat geschrieben: Was der confused-smiley da macht ist mir aber nicht klar.
Anyway
Gryße an die Kyste,
Frank

P.S.: :idea: Mein Nick hat rein garnichts mit der Firma zu tun sondern bezieht sich mehr auf dieses "out she goes" ... War es das ?
Uuups, weit gefehlt, mein Fehler!


Der ist runtergerutscht - von dem China-Geraffel Statement! :oops:


Viele Grüße!


Achim
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Maggov
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Beitrag von Maggov »

Tatonka hat geschrieben:
Maggov hat geschrieben:Hi Dirk,

es gibt diverse Mittelchen zu kaufen, als Gel oder Paste. Ich selbst habe das "Mud" von Orvis das neben dem Entfetten auch das Vorfach etwas anraut und somit den Glanz etwas rausnimmt.

LG
Markus
Hallo Markus

Gibst du etwas Mud auf deine Finger und ziehst es dann durch ??
wie oft machst du das
last du die Rückstände auf denn Vorfach ??

Habe auch das Mud aber so richtig sinken will das Vorfach nicht

grus Robert
Servus Robert,

ich spucke auf den Finger oder tauch ihn ins wasser, löse damit rührend etwas Mud aus dem Klumpen (ist bei mir schon ziehmlich eingetrocknet) bis ich einen Film auf dem Finger habe und den schrubbel ich dann an die Tippetspitze. Rückstgände in Form von kleineren Bröseln lasse ich dran denn die sind nach wenigen Leerwürfen/Kontakt mit dem Wasser weg. Bei dem Mud sieht man ganz gut wo man schon war aufgrund der Verärbung.

Ich habe kein Standardvorgehen sondern entfette wenn ich sehe dass Kringel aufschwimmen oder Schatten am Kies sichtbar sind, die Fische verweigern und ich auf das Vorfach tippe, also kurz: wenn ich denke dass es notwendig ist. Wenn ich davor Sonnencreme oder anderes Fett an den Fingern hatte entfette ich grundsätzlich. Gerade das Essen am Wasser (auch Schokolade am Vorfach schwimmt prima!) ist beim nächsten Fliegenwechsel ein Grund zu entfetten.

LG

Markus

p.S: Ich denke ein kringelndes Tippet ist am Schlimmsten - das liegt dann punktweise auf und erzeugt die stärksten Reflektionen.
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Beitrag von Tatonka »

Servus Markus

habe mal Spuke genommen und ein paar mal mehr durchgezogen
Vorfach angeschaut
Haste recht , man sieht deutlich wo das Mud war
Und nicht mehr Sauber gemacht
Und siehe da , es Sinkt langsam aber sicher ein

:D :D :D :D :D

Grus Robert
t.z.
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Beitrag von t.z. »

Hi,

falls nicht schon erwähnt - Fullers Earth mit ein bisschen Spülmittel vermischt funktioniert sehr gut.

http://de.wikipedia.org/wiki/Bleicherde
http://en.wikipedia.org/wiki/Fuller%27s_earth

Das Zeugs wird in der Kosmetik und im Militär eingesetzt. http://www.naturallygreen.co.uk/fullers ... p-340.html
So 250g langen für drei Fischerleben und 25 Kumpels.

Ich fische zu 95% trocken weil die Gewässer hier es auch erlauben. Nymphenfischen ist eher ein Ausnahme.

Vorfächer die auf der Wasseroberfläche liegen und somit einen Schatten werfen, haben eine nachvollziehbare Scheuchwirkung. Deshalb entfette ich mein Vorfach grundsätzlich. Das hilft in der Regel, wobei es auch langsam fliessende, sehr klare Gewässer gibt wo selbst dies nicht hilft und man besser stromab fischt.

Herzlich,
Thomas
... ein schlechter Tag am Wasser ist immer noch besser als der beste Arbeitstag
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Beitrag von Olaf Kurth »

Liebe Kollegen,

etwas Zahnpasta (zum mattieren) und etwas Spüli (zum entfetten) an das gute GTM Stroft und gut iss.....................

Groetjes, Olaf
Und Gott sprach zu den Steinen im Fluss: "Wollt ihr Mitglieder der UNERSCHROCKENEN werden?" Und die Steine antworteten: "Nein Herr, dafür sind wir nicht hart genug."
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Beitrag von Ulf »

Olaf Kurth hat geschrieben:Liebe Kollegen,

etwas Zahnpasta (zum mattieren) und etwas Spüli (zum entfetten) an das gute GTM Stroft und gut iss.....................

Groetjes, Olaf
So isses, oder Scheuermilch. Ich nehme Mud. Alles funktioniert, und ist auch beim Trockenfliegenfischen ein Muss. Meine Meinung.
und wieder ein Schnacker weniger.
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Beitrag von BrownTrout »

Ich hab jetzt auch nochmal ein wenig experimentiert und bin nun dazu übergegangen ein 5,5 bis 6m Vorfach mit 13er Spitze zu fischen
(neuseeland style, wenn man das so sagen darf).
Das funktioniert richtig gut auch ohne Mud etc.
Tl dirk
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gespliesste
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Beitrag von gespliesste »

Hallo Dirk,
Ich hab jetzt auch nochmal ein wenig experimentiert und bin nun dazu übergegangen ein 5,5 bis 6m Vorfach mit 13er Spitze zu fischen
(neuseeland style, wenn man das so sagen darf).
Das funktioniert richtig gut auch ohne Mud etc.
ob man Mud oder nicht verwendet, ist unabhängig von der Länge des Vorfachs. Eine Schnur die im Oberflächenfilm liegt, erzeugt Lichtreflexe (auch 0,13mm) und das sollte man durch Behandlung der letzten 10-20cm mit Mud (o.ä. Mitteln) zumindest in der Nähe der Fliege vermeiden.

6m Vorfach bringt natürlich auch Nachteile mit sich. Das macht meines erachtens höchstens in glasklaren, langsam fliessenden und dazu sehr tiefen Pools Sinn (so genannten Aquarien), in normalen Situationen kann man nach meiner Meinung schon mit einem max. 4m Vorfach die Flugschnur aus dem Sichtkegel des Fisches raushalten.

LG,

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Beitrag von BrownTrout »

Ich werd das mit dem Mud einfach mal im Auge behalten.
Aber welche Nachteile soll so ein langes vorfach denn haben ausser vielleicht das werfen bei wenig Platz.
Das Gewässer, welches ich befische ist klein, flach und sehr klar.
tl dirk
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gespliesste
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Beitrag von gespliesste »

Hallo Dirk,
Aber welche Nachteile soll so ein langes vorfach denn haben ausser vielleicht das werfen bei wenig Platz.
unter 10m Fischdistanz hast du ja eigentlich nur Vorfach vor dem Spitzenring, also das lässt sich bestimmt nicht gut werfen.

Dazu überträgt ein Vorfach lange nicht die Kraft wie eine gut getaperte Fliegenschnur, also ist es allgemein viel schwerer das ganze gestreckt abzulegen, insbesondere bei Gegenwind und auf grössere Entfernungen.

Die Kraft muss sich ja vom Ende der Fliegenschnur noch 6m durch das Vorfach arbeiten. Dazu müsste es schon optimal verjüngt sein und selbst dann sind 6m eine grosse Herausforderung.

3m ist für mich so eine Standardlänge für Vorfächer, wobei ich je nach Situation auch mal auf 2m oder 4m gehe ...

LG,

Olaf
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Re: Trockenfliegen-Vorfach

Beitrag von BrownTrout »

Ok das mit der Wurfdistanz macht Sinn.
Aber wie gesagt das Gewässer, welches ich befische ist sehr klar und flach, weshalb ich meistens auf Distanz fischen muss.
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