Moin Gemeinde,
mal ein paar Fragen zum Thema Korkbremsen:
1. Zunächst interessiert mich, wie die Vielfischer und Kenner unter Euch Korkbremsen im Vergleich zu Karbonbremsen und anderen Systemen von der Leistungsfähigkeit her einschätzen. Kork war ja jahrzehntelang so etwas wie der "Gold standard" bei hochwertigen Fliegenrollen (Abel, Tibor etc.). Jetzt scheint der Trend eher zu anderen Bremssystemen zu gehen. Mit Recht?
2. Wie pflegt ihr Eure Korkmodelle? Insbesondere nach längerem Salzwassereinsatz?
3. Was kommt zum schmieren des Korks zum Einsatz, wenn die meist lächerlich kleinen "Pröbchen" des mitgelieferten Öls aufgebraucht sind? Ich habe zwei Rollen mit Korkbremsen (Shilton, Bauer) und habe sowohl Balistol Classic als auch Leinöl probiert. Leinöl verharzt starkt, scheint sonst aber gut zu funktionieren. Bei der Bauer löst sich außerdem der Korkbelag an den Rändern auf. Alterserscheinung oder Auswirkungen eines falschen Öls?
Danke für Eure nimmer ermüdend wollende Auskunftsfreunde..
Toby
Korkbremsen, Pflege und "Abschmieren"
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Sixgunner
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Re: Korkbremsen, Pflege und "Abschmieren"
Hallo Toby,
Zu deiner Frage qua "Korkbremsen": Früher war Kork effektiv das Nonplusultra für eine progressive Bremsleistung (und ist heutzutage immer noch nicht "schlecht"), die modernen Komposit- und Keramik- und Teflon-Materialien sind aber hitzeresistenter und meistens "maintenance-free" benötigen also weit weniger Pflege als Korkbremsen, bzw, müssen nicht geschmiert werden. Deshalb können diese dann auch als komplett abgeschlossenen (teils wasserdichte) Systeme funktionieren und eine hohe bis sehr hohe Bremsleistung ermöglichen, welche man aber als Fliegenfischer aber nur im Extremfall braucht.
Trotzdem sind Bremssysteme mit Korkscheiben aber immer noch eine tolle Lösung, da bei richtiger Pflege ein sehr niedriger Anlaufwiderstand möglich ist und gleichzeitig am oberen Ende eine ordentliche Bremsleistung ermöglicht wird, siehe Abel, Hayden, Islander, Shilton, Tibor, usw...!
Pflege: Nach jedem Einsatz empfiehlt es sich, die Rolle zuerst wollständig mit Süsswasser zu reinigen (z.B: unter der Dusche!!) und nach dem abtrocknen die Korkscheibe mit "Neatsfoot Oil" , also mit dem mitgelieferten Öl dünn einzureiben. Dieses Öl wird aus den Schienbeinknochen und Klauen von Rindern gewonnen (deutsch: Klauenöl) und ist besonders rein, es wird ebenfalls als hochwertige Lederpflege verwendet. In der Bucht finden sich Produkte, die man dafür (Rollenpflege) nehmen kann, insbesonders aus USA und Grossbrittannien (Reitsportzubehör, nach "pure Neatsfoot Oil" suchen).
Zur Bauer: relativ oft habe ich schon gehört, dass bei verschiedenen Bauer-Rollen dieses Problem Auftritt, es kommt sogar vor, dass sich die ganze Korkscheibe lösen kann. Ich glaube, dass es der Kleber unterhalb der Korkscheibe ist, der sich nach einiger Zeit auflöst. Der Grund dafür könnte durchaus ein Schmierprodukt sein, welches noch Lösungsmittel enthält und den Kleber anlöst...
Gruss,
Eric
Zu deiner Frage qua "Korkbremsen": Früher war Kork effektiv das Nonplusultra für eine progressive Bremsleistung (und ist heutzutage immer noch nicht "schlecht"), die modernen Komposit- und Keramik- und Teflon-Materialien sind aber hitzeresistenter und meistens "maintenance-free" benötigen also weit weniger Pflege als Korkbremsen, bzw, müssen nicht geschmiert werden. Deshalb können diese dann auch als komplett abgeschlossenen (teils wasserdichte) Systeme funktionieren und eine hohe bis sehr hohe Bremsleistung ermöglichen, welche man aber als Fliegenfischer aber nur im Extremfall braucht.
Trotzdem sind Bremssysteme mit Korkscheiben aber immer noch eine tolle Lösung, da bei richtiger Pflege ein sehr niedriger Anlaufwiderstand möglich ist und gleichzeitig am oberen Ende eine ordentliche Bremsleistung ermöglicht wird, siehe Abel, Hayden, Islander, Shilton, Tibor, usw...!
Pflege: Nach jedem Einsatz empfiehlt es sich, die Rolle zuerst wollständig mit Süsswasser zu reinigen (z.B: unter der Dusche!!) und nach dem abtrocknen die Korkscheibe mit "Neatsfoot Oil" , also mit dem mitgelieferten Öl dünn einzureiben. Dieses Öl wird aus den Schienbeinknochen und Klauen von Rindern gewonnen (deutsch: Klauenöl) und ist besonders rein, es wird ebenfalls als hochwertige Lederpflege verwendet. In der Bucht finden sich Produkte, die man dafür (Rollenpflege) nehmen kann, insbesonders aus USA und Grossbrittannien (Reitsportzubehör, nach "pure Neatsfoot Oil" suchen).
Zur Bauer: relativ oft habe ich schon gehört, dass bei verschiedenen Bauer-Rollen dieses Problem Auftritt, es kommt sogar vor, dass sich die ganze Korkscheibe lösen kann. Ich glaube, dass es der Kleber unterhalb der Korkscheibe ist, der sich nach einiger Zeit auflöst. Der Grund dafür könnte durchaus ein Schmierprodukt sein, welches noch Lösungsmittel enthält und den Kleber anlöst...
Gruss,
Eric
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Re: Korkbremsen, Pflege und "Abschmieren"
Meine Eltern hatten eine Drogerie. Dort wurde das Öl als "Knochenöl" verkauft.(deutsch: Klauenöl)
Das Öl dürfte heute schwer zu bekommen sein, doch evtl. kann man bei einem Uhrmacher etwas Knochenöl bekommen.
TL
Thomas
Angler sterben nie, die riechen nur so.
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Hardy
Re: Korkbremsen, Pflege und "Abschmieren"
Ach, jetzt wird mir einiges klar...webwood hat geschrieben:...Meine Eltern hatten eine DROGErie...
TL
Thomas
Groetjes
D.Ealer






