Wie ich gerade erfahren habe, wird an der Großen Mühl in Öberösterreich gerade eine Studie durchgeführt, in wie weit der Pflanzenwuchs in Gewässern ein Fischsterben bei sehr hohen Wassertemperaturen verhindern kann.
Ausgangspunkt war, daß die Wassertemperaturen in der Großen Mühl Spitzenwerte von bis zu 26 Grad erreichten. Trotzdem gab es kein Fischsterben. Die große Mühl zeichnet sich durch einen hervorragenden Wildfischbestand aus. Es werden keine Fische besetzt. Der Leitfisch ist die Bachforelle, die auch in großer Zahl und in allen Altersklassen vorkommt. Aber auch die Äsche hat dort noch stabile, selbst reproduzierende Bestände.
Eigentlich dürften diese Firscharten keine so hohen Temperaturen vertragen, da dann die Sauerstoffsättigung unter den Wert fällt, der ein Überleben dieser Fischarten gewährleistet. Insbesondere, wenn die Fische nicht in andere Gewässerabschnitte mit niedrigeren Wassertemperaturen ausweichen könne, da unüberwindliche Querverbauungen das verhindern, was an der Großen Mühl der Fall ist.
Erste Untersuchungen haben gezeigt, daß der Wasserpfanzenbewuchs in der Großen Mühl offensichtlich zu einer Sauerstoff-Übersättigung führt, die eine Überleben der Fischarten gewähleistet, die einen hohen Sauerstoffbedarf haben. Der Wasserhahnenfuß ist da anscheinend die Pflanze, die am meisten Sauerstoff produziert.
Schön, wenn es auch mal positive Meldungen gibt. Und besonders schön ist es, zu erfahren, wie die Natur Probleme selber regeln kann, wenn man sie nur läßt.
LG Sepp
Hohe Wassertemperaturen: Wasserpflanzen verhindern Fischsterben
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Fliifi-Sepp
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Re: Hohe Wassertemperaturen: Wasserpflanzen verhindern Fischsterben
Hi Sepp,
danke für das Überbringen der guten Nachrichten,
gibt es dazu schon irgenwo einen Artikel, Studie, Auswertung?
würde mich interessieren.
LG
Alex
danke für das Überbringen der guten Nachrichten,
gibt es dazu schon irgenwo einen Artikel, Studie, Auswertung?
würde mich interessieren.
LG
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Re: Hohe Wassertemperaturen: Wasserpflanzen verhindern Fischsterben
Wie bereits geschrieben, gibt es dazu nur erste Untersuchungen, welche die genannten Ergbnisse aufzeigten. Jetzt wird dazu eine wissenschaftliche Studie gemacht. Ich bekomme die und werde Euch auf dem Laufenden halten.
Ich habe aber schon vor einigen Jahren von Bächen in einem Auengebiet gehört, in dem bei elektrischen Abfischungen Bachforellen bei 25 Grad Wassertemperatur gefangen wurden. Auch diese Bäche hatten eine starken Bewuchs mit Wasserpflanzen. Die damalige Info stufe als zuverlässig ein, war aber eher der Meinung, daß sich die Bachforellen eher in Bereichen aufhalten, wo kälteres Quellwasser austritt, was es ja auch gibt.
Da kenne ich auch einige Gewässer ohne Wasserpflanzenbewuchs, wo sich Bachforellen an Stellen halten können, wo die Gewässer zwar eigentlich im Sommer zu warm sind. Eben da, wo kälteres Wasser aus unterirdischen Quellen zuströmt. Aber das sind dann halt wenige Bachforellen auf eine lange Strecke. Die Große Mühl dagegen hat einen schon fast sensationell hohen Bachforellenbestand, das ist ganz was Anderes.
Für die Gewässer, die man regelmäig befischt, schadet es vielleicht nicht, mal ein Thermometer mitzunehmen und immer mal wieder die Wassertemperatur an unterschiedlichen Stellen zu messen. Manchmal erstaunlich, was man da für Ergebnisse ablesen kann.
LG Sepp
Ich habe aber schon vor einigen Jahren von Bächen in einem Auengebiet gehört, in dem bei elektrischen Abfischungen Bachforellen bei 25 Grad Wassertemperatur gefangen wurden. Auch diese Bäche hatten eine starken Bewuchs mit Wasserpflanzen. Die damalige Info stufe als zuverlässig ein, war aber eher der Meinung, daß sich die Bachforellen eher in Bereichen aufhalten, wo kälteres Quellwasser austritt, was es ja auch gibt.
Da kenne ich auch einige Gewässer ohne Wasserpflanzenbewuchs, wo sich Bachforellen an Stellen halten können, wo die Gewässer zwar eigentlich im Sommer zu warm sind. Eben da, wo kälteres Wasser aus unterirdischen Quellen zuströmt. Aber das sind dann halt wenige Bachforellen auf eine lange Strecke. Die Große Mühl dagegen hat einen schon fast sensationell hohen Bachforellenbestand, das ist ganz was Anderes.
Für die Gewässer, die man regelmäig befischt, schadet es vielleicht nicht, mal ein Thermometer mitzunehmen und immer mal wieder die Wassertemperatur an unterschiedlichen Stellen zu messen. Manchmal erstaunlich, was man da für Ergebnisse ablesen kann.
LG Sepp
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Michl
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Re: Hohe Wassertemperaturen: Wasserpflanzen verhindern Fischsterben
Hallo,
das ist nix Neues.
Photosynthese ist allgemein bekannt.
Das funktioniert dann, wenn die Temperaturen am Abend sinken und die Srömung ein gewisses Maß nicht unterschreitet, am besten in turbulentem Wasser.
Nachts, ohne Photosynthese, verbrauchen Planzen Sauerstoff, dann sollte anderweitig das Gas ins Wasser kommen.....
Wenn, und das ist meist der Fall, hohe Wassertemperaturen mit Niedrigwasser und geringer Strömung einhergehen, ist das eher nix.
Ich kenne einen Fall in dem es zu einem nächtlichen Fischsterben wegen zu vielen Wasserpflanzen kam, allerdings in einem Teich.
Im Fliesgewässer kann ich mir das in sehr ruhigen Zonen auch vorstellen, ohne das ich dazu Erfahrungen habe, einfach von der Logik her.
Wenn das Wasser eigentlich zu warm ist, passt das wenn eine Übersättigung da ist, da geht es ja um den absoluten Wert in mg/l den die Fische brauchen. Aber dazu muss wie oben geschrieben nachts die Temperatur deutlich sinken und es sollte noch Strömung mit Sauerstoffeintrag da sein.
Eine höhere Sauerstoffübersättigung bei eigentlich passenden Wasserttemperaturen schadet übrigens den Fischen, das nennt sich Gasblasenkrankheit.
Geht nur temporär, aber auch nicht schön.......
Es gibt mit Sicherheit Gewässer wo das funktioniert, aber insgesamt ändert das nix an der Situation, denn erstens sind viele Gewässer der Forellenregion aufgrund felsigem Untergrund gar nicht für einen Bewuchs in dem Maß, dass sich dieser entsprechend auswirkt geeignet, und zum zweiten ist der niedrige Wasserstand auch kontraproduktiv.
Und wenn es dann nachts über 20° hat bringt es eigentlich nix, dann wird das Wasser sogar nachts noch wärmer an den flacheren Stellen.
Gruß Michl
das ist nix Neues.
Photosynthese ist allgemein bekannt.
Das funktioniert dann, wenn die Temperaturen am Abend sinken und die Srömung ein gewisses Maß nicht unterschreitet, am besten in turbulentem Wasser.
Nachts, ohne Photosynthese, verbrauchen Planzen Sauerstoff, dann sollte anderweitig das Gas ins Wasser kommen.....
Wenn, und das ist meist der Fall, hohe Wassertemperaturen mit Niedrigwasser und geringer Strömung einhergehen, ist das eher nix.
Ich kenne einen Fall in dem es zu einem nächtlichen Fischsterben wegen zu vielen Wasserpflanzen kam, allerdings in einem Teich.
Im Fliesgewässer kann ich mir das in sehr ruhigen Zonen auch vorstellen, ohne das ich dazu Erfahrungen habe, einfach von der Logik her.
Wenn das Wasser eigentlich zu warm ist, passt das wenn eine Übersättigung da ist, da geht es ja um den absoluten Wert in mg/l den die Fische brauchen. Aber dazu muss wie oben geschrieben nachts die Temperatur deutlich sinken und es sollte noch Strömung mit Sauerstoffeintrag da sein.
Eine höhere Sauerstoffübersättigung bei eigentlich passenden Wasserttemperaturen schadet übrigens den Fischen, das nennt sich Gasblasenkrankheit.
Geht nur temporär, aber auch nicht schön.......
Es gibt mit Sicherheit Gewässer wo das funktioniert, aber insgesamt ändert das nix an der Situation, denn erstens sind viele Gewässer der Forellenregion aufgrund felsigem Untergrund gar nicht für einen Bewuchs in dem Maß, dass sich dieser entsprechend auswirkt geeignet, und zum zweiten ist der niedrige Wasserstand auch kontraproduktiv.
Und wenn es dann nachts über 20° hat bringt es eigentlich nix, dann wird das Wasser sogar nachts noch wärmer an den flacheren Stellen.
Gruß Michl
Die Beute ist unwesentlich, entscheidend ist nur das Gefühl.






