Kurzbericht über Temple fork outfitters

Alles rund um Stärken & Schwächen, Marken, Klassen, Aktionen u.s.w. der für unser Hobby unverzichtbaren "Gerten" und "Schnuraufwickler". Du hast allgemeine oder spezielle Fragen, gute oder schlechte Erfahrungen zu bestimmten Gerätschaften mitzuteilen? Hier ist Platz dafür und Du bekommst die Antworten, die Du suchst...

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Markus V.

Kurzbericht über Temple fork outfitters

Ungelesener Beitrag von Markus V. »

Liebe Gemeinde,

ich konnte während meines Alaska Urlaubs eine TFO TiCr #10 in 9ft testen und ich muß sagen, dass ich begeistert bin. Von der Aktion möchte ich sagen, dass diese meiner SAGE XP gleicht, wenn man das bei unterschiedlichen Schnurklassen sagen kann. Also eine ehr schnelle Aktion. Ich habe die Rute mit Teeny Leinen T200, T300 und T400 geworfen. Man konnte sogar mit der kleinen Leine gut werfen. Auch im Drill hat die Rute enormes Rückrat bewiesen und man konnte dadurch sehr viel Druck machen. Durch schwere Fliegen kann man die Rute nicht beeindrucken.
Alles in Allem wirklich zu empfehlen bei einem vergleichsweise günstigem Preis.

Gruß Markus
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elchvieh
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Re: Kurzbericht über Temple fork outfitters

Ungelesener Beitrag von elchvieh »

da core!

ich hab dieses Jahr (nach einer vielleicht nicht zu mir passenden SAGE) die 9"er tf professional Serie Kl 8 erworben und bin von Stund an begeistert. Wunderbar zum Werfen - auch mit schweren Schnüren/Mustern, gut im Handhaben beim Menden - wenn doch schon etwas mehr Schnur auf dem Wasser liegt, zäh und doch geduldig im Drill... ich geb die nicht mehr her! =D>
Anfängerrute ist sie aber wahrscheinlich keine - denn sie bringt die Energie sehr schnell auf die fliegende Schnur und je exacter/sauberer der Wurf desto leichter arbeitet sie. Schlamperei in der Wurftechnik überträgt sie aber ebensoschnell in die Schnur...

euer Elchvieh
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Faber
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Re: Kurzbericht über Temple fork outfitters

Ungelesener Beitrag von Faber »

Danke für diese Aussage da ich mir die TicrX in gleicher Klasse die Woche bestellen will. Über die Pro Serie hab ich auch lange nachgedacht.
Hat denn jemand zu der BVK ein paar Erfahrungen?
Ich denke das TFO für den Preis echt einen super Job macht. Bin schon gespannt auf meine eigenen Erfahrungen mit den Ruten.

Beste Grüße!
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Sixgunner
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Re: Kurzbericht über Temple fork outfitters

Ungelesener Beitrag von Sixgunner »

:D :D :D :D :D


Die TiCr-Serie gibt es aber am 2012-2013 (leider) nicht mehr, aber wohl noch die Blanks. Zuschlagen, wenn ihr eine in einer euch ansprechenden Schnurklasse findet.

Zur BVK: vielleicht nicht den gleichen Dampf wie die TiCr aber dafür ist die Aktion sehr viel feiner, raffinierter und schneller. Die Blanks sind zudem (viel) leichter.

Die Pro-Serie sind echt gute Ruten für wenig Geld; einfach, unkompliziert, komfortabel und dennoch beeindruckend, was man damit anstellen kann!!

Gruss,

Eric
Bernd Ziesche

Re: Kurzbericht über Temple fork outfitters

Ungelesener Beitrag von Bernd Ziesche »

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Zuletzt geändert von Bernd Ziesche am 31.07.2013, 11:27, insgesamt 1-mal geändert.
ois isi
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Re: Kurzbericht über Temple fork outfitters

Ungelesener Beitrag von ois isi »

Boah!
Ich bin hier ja hauptsächlich Mitleser, aber das will ich jetzt loswerden.
Bernd - ich staune immer wieder über Dein enormes Fachwissen!
Respekt!

Gruß aus Bayern
Sepp
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elchvieh
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Re: Kurzbericht über Temple fork outfitters

Ungelesener Beitrag von elchvieh »

Bernd Ziesche hat geschrieben:Die Sage XP in #10 wt. und 9' Länge hat einen ERN (effective rod number) von 9,6 und einen AA (action angle) von 63.
Diese Werte stehen für eine Rute mit relativ geringer Steifigkeit (im Verhältnis zur auf dem Blank aufgedruckten Schnurklassenempfehlung) und einer moderaten (durchgehenden) Rutenaktion (Biegekurve).
Hingegen die TiCr Serie steht mit im Schnitt "Rutenlabel + 1,5" im ERN und der AA liegt um die 70. Ergo haben diese Ruten eine (wieder im Vergleich zur aufgedruckten Schnurklassenempfehlung) höhere Steifigkeit und eine mehr in Richtung Spitzenaktion übergehende Rutenaktion (Biegekurve).

Die #10 wt. in 9' TFO Professionel hat sehr ähnliche Werte wie die XP in '10wt. und 9' von Sage. Insofern ist diese auch relativ moderat in der Steifigkeit und hat einen Tick mehr Spitzenaktion als die XP.

Hallo Elchvieh,
je geringer die Steifkeit, dest mehr Biegung entsteht im Wurf. Biegung bedeutet Zeitverzögerung vom Rutengriff zur Rutenspitze im Hinblick auf die Energieübertragung auf die zu beschleunigende Fliegenschnur. Die TFO Professional ist da eher nicht in die Kategorie der schnellen Energieübertragung einzuordnen (siehe obige Daten...)
Beste Grüße,
Bernd

Danke, aber ehrlich gesagt, versteh ich nur ungefähr was du meinst, kann es aber nicht für nicht umsetzen.
Bitte ned böse sein - aber ich hab nur ein zu kleines bisschen akd. Ausbildung (und die war nicht Mathematik) und komm ansonsten vom reinen Handwerk her. D.h. ich kann dir sagen ob eine Schaufel gut zu dir paßt und ob es eine gute Schaufel ist, aber ich kanns Dir nicht erklären :?
Was ich sagen kann ist, daß die Sage die ich (allerdings in Kl Acht) davor verwendete, sich anfühlte, als ob man einen durchweichten Weidenzweig als Rute nähme- unglaublich träge. Bzw. zwischen Rück- u Vorschwung konnte man Kaffee trinken gehen und eine halbe Pfeife rauchen :)
Was aber natürlich auch eine Rolle spielen wird, ist mein eigener Stil - der irgendwo zwischen Gebetsroither und Maorikanupaddelwurf pendelt. Mit der Tfo gelingen mir die Präsentationen, gleich ob von ganz feinen Trockenmustern oder schwerer Streamer, sehr viel leichter und sauberer.

Wobei mir in den letzen Tagen, als ich mich Minivideos ansehend durch Internet wühlte eines sehr stark aufgefallen ist und auch zu denken gibt. In den meisten dieser Filme sieht man (auch Guides) Fischer ihre Schnüre mit einer unglaublichen Verbissenheit und Ausdauer übers Wasser schwenken. 7, 8, bis zu 12 Leerwürfe (beim 10 klatscht die Fliege das erste mal aufs Wassser) bevor das Muster dann tatsächlich präsentiert wird (im Wasser - in der Luft haben es die Fische mittlerweile gründlich kennengelernt).Da wird gewedelt was das Zeug hält und bei jedem Schwung kaum ein par Zentimeter Schnur von der Rolle genommen als wäre die Leute in einem Widerstreit mit sich selbst: Soll ich die Leine los lassen oder muß ich sie festhalten und was passiert hier überhaupt?
Also ich als Laie tu mir mit diesem Bildern schwer. Mit den modernen Schnüren, den feinsten Ruten die es je gab, (und das sind nicht unbedingt die handvergoldeten teuren :-) ist es doch ohne weiteres möglich den gesamten Körper der Schnur, bis zur Runningline in max. drei/vier Leerwürfen auf dem Wasser zu haben. Wobei der gesamte Körper (ausgenommen Meerforelle u Lachs) kaum je wirklich auf Wasser muß. Mit der ganzen Wedlerei verscheuch ich doch noch den gutmütigsten Fisch und erreiche gar nichts. Oder?

Schönen Tag wünscht das Elchvieh
(das nach 6t Erdeschaufeln ein par Tage weder Schaufel noch Rute zu Hand nimmt)
Vita brevis, ars longa, occasio praeceps, experntia fallax, iudicium difficile....
Bernd Ziesche

Re: Kurzbericht über Temple fork outfitters

Ungelesener Beitrag von Bernd Ziesche »

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Zuletzt geändert von Bernd Ziesche am 31.07.2013, 11:27, insgesamt 1-mal geändert.
Fischfinder
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Re: Kurzbericht über Temple fork outfitters

Ungelesener Beitrag von Fischfinder »

Sag mal wisst Ihr wie alt mein Thread ist 2004!!
Gruß Markus
Sixgunner
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Re: Kurzbericht über Temple fork outfitters

Ungelesener Beitrag von Sixgunner »

Markus,

Das Jahr spielt keine Rolle, Bernd hat es wieder auf den Punkt gebracht, und eine Möglichkeit geschildert, Ruten messtechnisch relativ präzise zu vergleichen!
Man muss es nur auch "verstehen" :D (Keine Kritik, Bernd, im Gegenteil!).

Gruss an alle,

Eric
CPE

Re: Kurzbericht über Temple fork outfitters

Ungelesener Beitrag von CPE »

Bernd Ziesche hat geschrieben:MOI (moment of inertia): Dieser Wert steht für das "Swingweight" (ein anderer/alternativer Begriff), also das Gewicht, welches wir über die Längsachse der Rute hin und her schwingen.
Lieber Bernd,

Das für das Wedeln relevante Trägheitsmoment ist der Widerstand, den die Rute uns entgegensetzt, wenn die Rute um eine Achse gedreht wird, die senkrecht zur Längsachse, quer durch Rutengriff und Hand geht, so eine Art Beharrungsvermögen beim Kippen der Rute. Dieser Wert hängt quadratisch von der Entfernung der Masseelemente von der Drehachse ab.

http://www.sexyloops.com/articles/swingweight.shtml

Warum das ganze?

http://www.physics.usyd.edu.au/~cross/P ... edvsSW.pdf

Es könnte bedeuten, daß Ruten mit niedrigem MOI sich leichter anfühlen, aber auch schlicht eine höhere Schnurgeschwindigkeit generieren...

Gruß, Norbert
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