Bernd Ziesche hat geschrieben:Die Sage XP in #10 wt. und 9' Länge hat einen ERN (effective rod number) von 9,6 und einen AA (action angle) von 63.
Diese Werte stehen für eine Rute mit relativ geringer Steifigkeit (im Verhältnis zur auf dem Blank aufgedruckten Schnurklassenempfehlung) und einer moderaten (durchgehenden) Rutenaktion (Biegekurve).
Hingegen die TiCr Serie steht mit im Schnitt "Rutenlabel + 1,5" im ERN und der AA liegt um die 70. Ergo haben diese Ruten eine (wieder im Vergleich zur aufgedruckten Schnurklassenempfehlung) höhere Steifigkeit und eine mehr in Richtung Spitzenaktion übergehende Rutenaktion (Biegekurve).
Die #10 wt. in 9' TFO Professionel hat sehr ähnliche Werte wie die XP in '10wt. und 9' von Sage. Insofern ist diese auch relativ moderat in der Steifigkeit und hat einen Tick mehr Spitzenaktion als die XP.
Hallo Elchvieh,
je geringer die Steifkeit, dest mehr Biegung entsteht im Wurf. Biegung bedeutet Zeitverzögerung vom Rutengriff zur Rutenspitze im Hinblick auf die Energieübertragung auf die zu beschleunigende Fliegenschnur. Die TFO Professional ist da eher nicht in die Kategorie der schnellen Energieübertragung einzuordnen (siehe obige Daten...)
Beste Grüße,
Bernd
Danke, aber ehrlich gesagt, versteh ich nur ungefähr was du meinst, kann es aber nicht für nicht umsetzen.
Bitte ned böse sein - aber ich hab nur ein zu kleines bisschen akd. Ausbildung (und die war nicht Mathematik) und komm ansonsten vom reinen Handwerk her. D.h. ich kann dir sagen ob eine Schaufel gut zu dir paßt und ob es eine gute Schaufel ist, aber ich kanns Dir nicht erklären
Was ich sagen kann ist, daß die Sage die ich (allerdings in Kl Acht) davor verwendete, sich anfühlte, als ob man einen durchweichten Weidenzweig als Rute nähme- unglaublich träge. Bzw. zwischen Rück- u Vorschwung konnte man Kaffee trinken gehen und eine halbe Pfeife rauchen

Was aber natürlich auch eine Rolle spielen wird, ist mein eigener Stil - der irgendwo zwischen Gebetsroither und Maorikanupaddelwurf pendelt. Mit der Tfo gelingen mir die Präsentationen, gleich ob von ganz feinen Trockenmustern oder schwerer Streamer, sehr viel leichter und sauberer.
Wobei mir in den letzen Tagen, als ich mich Minivideos ansehend durch Internet wühlte eines sehr stark aufgefallen ist und auch zu denken gibt. In den meisten dieser Filme sieht man (auch Guides) Fischer ihre Schnüre mit einer unglaublichen Verbissenheit und Ausdauer übers Wasser schwenken. 7, 8, bis zu 12 Leerwürfe (beim 10 klatscht die Fliege das erste mal aufs Wassser) bevor das Muster dann tatsächlich präsentiert wird (im Wasser - in der Luft haben es die Fische mittlerweile gründlich kennengelernt).Da wird gewedelt was das Zeug hält und bei jedem Schwung kaum ein par Zentimeter Schnur von der Rolle genommen als wäre die Leute in einem Widerstreit mit sich selbst: Soll ich die Leine los lassen oder muß ich sie festhalten und was passiert hier überhaupt?
Also ich als Laie tu mir mit diesem Bildern schwer. Mit den modernen Schnüren, den feinsten Ruten die es je gab, (und das sind nicht unbedingt die handvergoldeten teuren

ist es doch ohne weiteres möglich den gesamten Körper der Schnur, bis zur Runningline in max. drei/vier Leerwürfen auf dem Wasser zu haben. Wobei der gesamte Körper (ausgenommen Meerforelle u Lachs) kaum je wirklich auf Wasser muß. Mit der ganzen Wedlerei verscheuch ich doch noch den gutmütigsten Fisch und erreiche gar nichts. Oder?
Schönen Tag wünscht das Elchvieh
(das nach 6t Erdeschaufeln ein par Tage weder Schaufel noch Rute zu Hand nimmt)