In Norwegen an der Surna im Sommer 2015
Ein Foto-Reisereport von Erwin Behrens
Auch in diesem Jahr reiste ich wie schon so oft in den vergangenen 26 Jahren nach Norwegen, um an der Surna eine Woche auf Lachs und Meerforelle zu fischen. Die Aussichten auf  eine erfolgreiche Fischerei waren auf Grund der herrschenden Verhältnisse nicht besonders gut. In den Bergen von Møre og Romsdal lag zur Zeit meiner Anreise auf Grund des viel zu kühlen Frühlings immer noch reichlich Schnee. Da die Surna zu 80% aus zwei Speicherseen gespeist wird, steigt die Wassertemperatur auch in normalen Sommern  selten über 10 Grad an. Auf Grund der anhaltend niedrigen Temperaturen in diesem Jahr stieg die Wassertemperatur im Fluss während meines Aufenthaltes nicht höher als 8,3 Grad an. Der Lachsaufstieg im Juni war mehr als bescheiden, erst im Juli nahm der Aufstieg dann zahlenmäßig zu und stabilisierte sich auf hohem Niveau.
Berglandschaft nahe Trollheimen im Juli 2015
Am oberen Bergbauernhof (Øvre Sæter) in den frühen Morgenstunden.
Schöner Lachs von ca. 5 kg und 80 cm Länge. Sicher im Maulwinkel gehakt und nach forderndem Drill von einem dänischen  Fischerfreund gekonnt gekeschert. Alles lief perfekt ab, so soll es sein.
Der frisch gestiegene Lachs trägt meist transparente Lachsläuse mit sich. Die Stadien des körperlichen Verfalls der Lachsläuse weist auf die Aufenthaltsdauer der Lachse im Fluss hin. Transparent- bräunlich dunkelbraun- schwarz, danach fallen sie vom Fisch ab.
Perfekter Wasserstand.  Jetzt ist an diesem Pool wirklich alles möglich.
In der reißenden Strömung nahm der Grils meine Fliege sehr tief, bis in die Kiemen. Leider blutete er stark und ich musste ihn entnehmen. Der Befall mit Lachsläusen ist auch hier noch deutlich sichtbar. Der Grils war meiner Frau und mir am nächsten Tag ein leckeres Mittagessen.
Der Advokat: Mit Sicherheit einer der besten Fliegenpools Norwegens.
Snap T Cast, bei den herrschenden Verhältnissen, an dieser Stelle, ohne echte Alternative.
Lachs von 7,4 kg und  90 cm Länge. Bei Hochwasser von der Brandwand aus gehakt. Einige Lachsläuse befinden sich noch am Schwanz des prächtigen Fisches.
Vor Jahren (1997) habe ich auf Anraten von Seffen Juhl, damals Camp Manager an der Kharlovka auf Kola, heute Salmon Junkies, bei ähnlichen Verhältnissen wie oben beschrieben, mit einer Floating/Intermediate Tip Leine querab gefischt und das war sehr erfolgreich. Steffen erläuterte, dass die frisch gestiegenen Wildlachse auch bei Wassertemperaturen unter der magischen Grenze von 10 Grad (Floating Line) besser nach der hoch angebotenen, schnell geführten Fliege greifen, als nach der tiefgeführten langsamen. Ich selbst fische seit Mitte der 80er Jahre mit Sink Tip Leinen und das bei allen fischbaren Wasserständen, mit angepassten Tips. Bezüglich  meiner Ausstattung habe ich eine eher konservative, qualitätsorientierte Einstellung. Das gilt für Ruten, Rollen und  Watbekleidung  ebenso, wie für das weitere Equipment.
Zum Schluss noch einige Sätze zu meiner neuen Fliegenrolle: Hardy ULTRALITE 10000 SDS. Das Design und die Qualität der verarbeiteten Komponenten haben mich überzeugt. Besonders begeistert bin ich vom Bremssystem, ruckfrei, seidenweich, einfach nur gut, das Teil. Eine tolle Rolle, die in Norwegen jeder Situation gerecht wurde. Ich freue mich auf den Sommer 2016, dann werde ich mit der ULTRALITE 10000 SDS in BC Kanada auf Steelhead fischen.
Erwin Behrens 
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Nachtrag:
Ich konnte mit meiner Hardy Angel 2 und der ULTRALITE SDS 10000 in der 35ten Woche 2015 in Norwegen bei einem erneuten Besuch an der Surna einen sensationellen Wochenfang an Lachs machen. Seit 1972 war es scheinbar keinem Fliegenfischer mehr gelungen, 9 Lachse in einer Woche zu fangen. (Mehr dazu: https://www.facebook.com/ovresaeter). 
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Anm.d.Red.: Mehr Reiseberichte zum Thema "Lachs & Norwegen" im Fliegenfischer-Forum finden Sie hier: (KLICK)



Ein Reisebericht von Erwin Behrens für www.fliegenfischer-forum.de - September 2015.
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