Euer abgelegenstes Reiseziel, eure abenteuerlichste angelakt
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maruoff
Euer abgelegenstes Reiseziel, eure abenteuerlichste angelakt
hallo,
als reisenarr in sachen fliegenfischen interessiert ich euer verrücktestes reiseziel. an welchen abgelegenen orten habt ihr schon die rute geschwungen und gefangen?
als reisenarr in sachen fliegenfischen interessiert ich euer verrücktestes reiseziel. an welchen abgelegenen orten habt ihr schon die rute geschwungen und gefangen?
- Michael.
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Da kann ich nur sagen: Grönland Sommer 2000 (siehe Bericht), wo wir bald umgekommen wären
Egal: ich würde sofort wieder hinfahren :yes:
Michael
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Michael
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Matthias
- Michael Pohl
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Tach zusammen,
bin im Jahr 2002 in Mexico extra um 4:00 Uhr aufgestanden um in der
Ascension Bay auf eigene Faust in den Flats zu fischen.
Nach zwei Stunden Autofahrt (davon eineinhalb Stunden durch Dschungel)
kam ich an.
An der perfekten Stelle, an der ich einwaten wollte, musste ich erst
einen Aligator verscheuchen. Zum Glück werden die dort nicht ganz so riesig.
Danach wurde man immer extrem aufgeschreckt von Rochen, welche erst
im letzten Moment und kurz vorm "drauftreten" Platz machten und davon
schwammen. Sie hatten sich sozusagen eingebuddelt und man konnte sie
nicht sehen.
bin im Jahr 2002 in Mexico extra um 4:00 Uhr aufgestanden um in der
Ascension Bay auf eigene Faust in den Flats zu fischen.
Nach zwei Stunden Autofahrt (davon eineinhalb Stunden durch Dschungel)
kam ich an.
An der perfekten Stelle, an der ich einwaten wollte, musste ich erst
einen Aligator verscheuchen. Zum Glück werden die dort nicht ganz so riesig.
Danach wurde man immer extrem aufgeschreckt von Rochen, welche erst
im letzten Moment und kurz vorm "drauftreten" Platz machten und davon
schwammen. Sie hatten sich sozusagen eingebuddelt und man konnte sie
nicht sehen.
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Noellgen, H
Hallo Leute,
die Bullenstory von Dirk erinnert mich an ein ähnliches Erlebnis aus jüngster
Zeit.Mich bedrohte ein Bulle allerdings während einer Treibjagd, aber da
ich einen Drilling(Gewehr) in der Hand hielt, war mir erheblich wohler als mit
der Fliegenrute.
Diese Bullen sind übrigens echt gefährlich, unlängst wurde bei uns ein Bauer
auf die Hörner genommen, dem zu Hilfe eilenden Schwiegersohn ging es nicht
besser.
Erst als der Sohn des Bauern den Bullen mit dem schweren Geländewagen
rammte, sah dieser seine Unterlegenheit ein und trollte sich.
Die Geschichte ging "glücklicherweise" mit Knochenbrüchen und wochenlangen Krankenhausaufenthalten ab, es kommen aber alljährlich einige Menschen durch die Bullen zu Tode.
Tight lines,
Heiner
die Bullenstory von Dirk erinnert mich an ein ähnliches Erlebnis aus jüngster
Zeit.Mich bedrohte ein Bulle allerdings während einer Treibjagd, aber da
ich einen Drilling(Gewehr) in der Hand hielt, war mir erheblich wohler als mit
der Fliegenrute.
Diese Bullen sind übrigens echt gefährlich, unlängst wurde bei uns ein Bauer
auf die Hörner genommen, dem zu Hilfe eilenden Schwiegersohn ging es nicht
besser.
Erst als der Sohn des Bauern den Bullen mit dem schweren Geländewagen
rammte, sah dieser seine Unterlegenheit ein und trollte sich.
Die Geschichte ging "glücklicherweise" mit Knochenbrüchen und wochenlangen Krankenhausaufenthalten ab, es kommen aber alljährlich einige Menschen durch die Bullen zu Tode.
Tight lines,
Heiner
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Robert F.
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Hallo Dirk, hallo Heiner,
als stängiger Besucher in DK kenn ich diese Problematik natürlich auch. Dazu eine kleine Geschichten:
An einem herrlichen Sommerabend gehe ich an der Ansager Au (Oberlauf) entlang. In 20m Entfernung sehe ich eine schöne Forelle beim "emergern". Leider ist der Wind zu böig um sie anzuwerfen. Ich entschließe mich am Ufer in 20m Entfernung bei Kaffe und Zigarette zu warten. Als der Wind etwas nachlässt versuche ich die Forelle die immer noch aktiv ist anzuwerfen. Bei meinen Versuchen vernehme ich plötzlich eine Geräusch. aus ca. 80m kommt ein Bulle auf mich zu, immer schneller werdend. In meiner panik hol ich die ausgeworfene Fliege schnell ein, die Forelle verfolgt sie und dreht drei Meter vor mir ab (schöner Fisch, ca.40 cm). Mit Rute unter dem Arm spring ich über einen matschigen Entwässerungsgraben und gleichzeitig über einen 1 m hohen Elektrozaun. Diese sportliche Leistung hätte ich mir gar nicht zugetraut. Rute und ich selbst blieben unverletzt. Forelle leider auch.
In DK muss man eben jederzeit damit rechen.
Gruss Robert
als stängiger Besucher in DK kenn ich diese Problematik natürlich auch. Dazu eine kleine Geschichten:
An einem herrlichen Sommerabend gehe ich an der Ansager Au (Oberlauf) entlang. In 20m Entfernung sehe ich eine schöne Forelle beim "emergern". Leider ist der Wind zu böig um sie anzuwerfen. Ich entschließe mich am Ufer in 20m Entfernung bei Kaffe und Zigarette zu warten. Als der Wind etwas nachlässt versuche ich die Forelle die immer noch aktiv ist anzuwerfen. Bei meinen Versuchen vernehme ich plötzlich eine Geräusch. aus ca. 80m kommt ein Bulle auf mich zu, immer schneller werdend. In meiner panik hol ich die ausgeworfene Fliege schnell ein, die Forelle verfolgt sie und dreht drei Meter vor mir ab (schöner Fisch, ca.40 cm). Mit Rute unter dem Arm spring ich über einen matschigen Entwässerungsgraben und gleichzeitig über einen 1 m hohen Elektrozaun. Diese sportliche Leistung hätte ich mir gar nicht zugetraut. Rute und ich selbst blieben unverletzt. Forelle leider auch.
In DK muss man eben jederzeit damit rechen.
Gruss Robert
- dreampike
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Kuh-Drill
Vor vielen Jahren stand ich eines schönen Sommertages an einem Bach in der Nähe von Freising und war völlig vertieft in das Anwerfen einer immer wieder steigenden Äsche. Hinter mir war frei, so daß ich ohne ständiges Umblicken werfen konnte. Wieder eine neue Fliege angebunden (ein "Oarscherl" = Hexe mit rotem Püschel), Rückschwung, Verlängern, neuer Rückschwung, Mist, hinten hängen geblieben. Mich umblickend gewahrte ich eine Horde von Kühen, die sich hinter mir unbemerkt (!) in einem Halbkreis aufgestellt hatten. Und eines dieser Prachtexemplare hatte ich nun am Hinterteil gehakt, die Fliege sass bombenfest. Und erschreckt von meinem Umdrehen und Rutehochhalten nahm die ganze Bande Reißaus. In einem ersten Reflex ich hinterher, die Rolle kreischte, ein einziges Chaos. Wie drillt man nun eine Kuh am 14er-Vorfach? Reicht der Kescher oder eher Handlandung (das Gaff hatte ich wie immer im Auto liegen lassen)? Während mir weitere bange Fragen einfielen (Schonzeit, Mindestmaß?), blieb die ganze Bande stehen, auch "meine" Kuh. Alle Versuche, sie durch seitlichen Zug aus der Herde zu isolieren und allmählich mürbe zu machen, scheiterten, das Vieh blieb einfach stehen und rührte sich nicht. Als mir klar wurde, dass sie unter keinen Umständen in meinen Kühlschrank passen würde, riß ich die Fliege mit einem entschlossenem Ruck ab. Nicht mal gezuckt hat sie...
Wolfgang (der seitdem, egal wo, immer seinen Rückschwung kontrolliert!)
Vor vielen Jahren stand ich eines schönen Sommertages an einem Bach in der Nähe von Freising und war völlig vertieft in das Anwerfen einer immer wieder steigenden Äsche. Hinter mir war frei, so daß ich ohne ständiges Umblicken werfen konnte. Wieder eine neue Fliege angebunden (ein "Oarscherl" = Hexe mit rotem Püschel), Rückschwung, Verlängern, neuer Rückschwung, Mist, hinten hängen geblieben. Mich umblickend gewahrte ich eine Horde von Kühen, die sich hinter mir unbemerkt (!) in einem Halbkreis aufgestellt hatten. Und eines dieser Prachtexemplare hatte ich nun am Hinterteil gehakt, die Fliege sass bombenfest. Und erschreckt von meinem Umdrehen und Rutehochhalten nahm die ganze Bande Reißaus. In einem ersten Reflex ich hinterher, die Rolle kreischte, ein einziges Chaos. Wie drillt man nun eine Kuh am 14er-Vorfach? Reicht der Kescher oder eher Handlandung (das Gaff hatte ich wie immer im Auto liegen lassen)? Während mir weitere bange Fragen einfielen (Schonzeit, Mindestmaß?), blieb die ganze Bande stehen, auch "meine" Kuh. Alle Versuche, sie durch seitlichen Zug aus der Herde zu isolieren und allmählich mürbe zu machen, scheiterten, das Vieh blieb einfach stehen und rührte sich nicht. Als mir klar wurde, dass sie unter keinen Umständen in meinen Kühlschrank passen würde, riß ich die Fliege mit einem entschlossenem Ruck ab. Nicht mal gezuckt hat sie...
Wolfgang (der seitdem, egal wo, immer seinen Rückschwung kontrolliert!)
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Ulli Zedd
Ich hatte mal in Florida einen Aligator am Bass Popper. Das war auch witzig (für ca. 8,3 Sekunden). Er ist auch einwandfrei gestiegen da ich ihm den Popper beim ersten Versuch vor der Nase weggezogen habe (vor Schreck). Beim zweiten Mal ist er nicht dahinter aufgetaucht sondern hat ihn sich von unten geschnappt.
- Harald aus LEV
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1999 am Clark Fork River in Montana. An einer Steilböschung wate ich in den Fluß und werde von der Strömung erfaßt und um eine Landzunge herumgedrückt. wegen der starken Strömung kann ich nicht mehr stromauf zurück. Am Ende des Abschnitts kann ich auch nicht weiter und hätte in das noch tiefere Wasser gemußt, was nur schwimmend (mit Wathose, Weste und Gerät) gegangen währe. Erst einmal beruhigen und etwas fischen. Es folgen ein paar unkontrollierte Würfe, da ich mich überhaupt nicht aufsWerfen konzentrieren kann. Die einzige Möglichkeit hier weg zu kommen ist die Steilwand hinaufzuklettern( ca 10 -12 Meter hoch), die sich in meinem Rücken befindet. Gesagt - getan. Nachdem ich etwa 8 Höhenmeter überwunden habe, setzt sich der ganze Hang (mit mir) in Bewegung und rutscht in Richtuing Fluß ab. Meine Beine sind bis zu den Knien in Geröll und Erde versunken. Glücklicherweise bleibt die Lawine kurz vor dem Wasser stehen. Wäre sie in den Fluß gerutscht, hätte sie mich mitgerissen. Ich weiß nicht, wie lange ich regungslos auf allen Vieren verweile, aber es dauerrt eine ganze Weile, bis sich mein Puls halbwegs normalisiert und ich mich wage, mich zu bewegen. Danach das ganze noch einmal und seeeehr vorsichtig und langsam bewegen. Kurz vor dem oberen Rand in kann ich eine Baumwurzel fassen und mich daran über den Rand ziehen und bin in Sicherheit. Bilanz: Rolle verkratzt; Wathose, Weste und Kleidung total voller Schmutzt und sehen aus wie S..; total verschwitzt, aber ausser Schürfwunden an den Händen und Unterarmen keine Schäden. Und vor allem um eine Riesenerfahrung reicher. Gefischt habe ich an dem Tag nicht mehr...
Harald
Harald
Fliegenfischen - Der natürliche Weg
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Jochen
das weiteste Reiseziel: Chile (6 Wochen im Dez./Januar 97/98). Südlich von Puert Montt wird´s sehr geil, sehr wild und einsam mit unglaublich großen Forellen. Das Abgefahrenste war das Fliegenfischen auf Lachse und Meerforellen im Nationalpark Torres del Paine (kurz vor Feuerland). Da war soviel Wind , dass es einfach nur weh tat "einigermaßen" aufrecht im Wind zu stehen (Der Windmesser zeigte zwiscehn 9 und 11 bft.). Stelle mit Rückenwind suchen....Schnur vorsichtig ´rauswehen lassen und tatsächlich innerhalb von 30 Minuten einen Lachs und eine Meerforelle gefangen.
abgefahrenstes Drillerlebnis: Fliegende Ente! (Eine Ente ist mir in´ Vorfach geschwommen (hatte mich gerade über die Schulter unterhalten), mit den Beinen verheddert, ist dann abgehoben und gottseidank ist mein 12er Vorfach schnell gerissen. Ich hab´ mich danach richtig mies gefühlt.
abgefahrenstes Drillerlebnis: Fliegende Ente! (Eine Ente ist mir in´ Vorfach geschwommen (hatte mich gerade über die Schulter unterhalten), mit den Beinen verheddert, ist dann abgehoben und gottseidank ist mein 12er Vorfach schnell gerissen. Ich hab´ mich danach richtig mies gefühlt.
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Cornelius
Hallo Marcus, hallo zusammen,
vor etwa 8-9 Jahren war ich mal Ende März an einer Privatstrecke der Mörrum viele km obehalb der AssiDomän-Strecke zum Fischen. Damals aus verschiedenen Gründen noch mit Spinn-Gerät und nicht mit Fliege. Jedenfalls war es ein sehr kaltes Frühjahr, und an einer sehr breiten und langsam fließenden Stelle (fast ein Stillwasser-See) ragte das dicke Eis von den Ufern weit hinaus auf Wasser. Wir angelten damals von dieser Eiskante aus. Nach vier Tagen war die Eisdecke so abgeschmolzen und "breiig" geworden, dass die Sache langsam haarig wurde.
Aber im Jagdfieber (ich hatte jeden Tag ein bis zwei schöne Meerforellen-Kelts um die 5 Kilo erwischt) wird man leichtsinnig, und so bin ich schließlich am letzten Tag drei Mal hintereinander durch die S*****eisdecke gebrochen. Das erste mal in Neopren. Wasser bis zum Hals aber Boden unter den Füßen. Das bedeutete einen 1500-Meter-Marsch in der zwar warmen aber ätzend schweren Hose.
Frisch umgezogen und abgetrocknet mit Wanderschuhen und normaler warmer Hose wieder ans Wasser. Mein Vater hatte einen Biss und kam nicht klar. Hilfreicher Sohn eilt älterem Herr mit großem Fisch an der Angel zu Hilfe. Knirsch.. knacks.. platsch! Wasser bis zum Bauch. Alles nass, Außentemperatur 0 Grad.
Zweiter Dauerlauf. Diesmal mit halb abgefrorener unterer Hälfte.
Am Ofen aufwärmen. Letzte Lage Klamotten und Gummistiefel anziehen. Wieder runter zum Fluss.
Eine schwedische Freundin, die seit ihrer Kindheit nicht mehr an ihrem eigenen Wasser gefischt hatte, wollte, durch unsere guten Fänge inspiriert, endlich mal wieder ihr Glück versuchen. Mit einer 2 m Kinderrute (die mit dem Pistolengriff) und einer Abumatic Kapselrolle mit 22er oder 25er Schnur drauf, die auch noch seit Jahren unbenutzt im Schrank gelegen hatte.
Natürlich hat sie einen Biss! Natürlich stürze ich mich mit den Kescher vor. Natürlich bricht die vorderste Eiskannte. Vollbad bis über den Scheitel. Zu dritt ziehen wir mich und den gerade noch erwischten Fisch aus dem Fluss.
Letzter Dauerlauf des Tages. Raus aus den Klamotten. Rein ins Bett. Halber Liter Schnaps. Lauter glückliche Leute um mich rum. Vor allem Nini, die seit dem Tod ihres Vaters vor 25 Jahren nicht mehr auf diese Wahnsinnsfische geangelt hatte.
So gut hab ich in meinem Leben nie wieder geschlafen.
Schöne Grüße,
Cornelius
vor etwa 8-9 Jahren war ich mal Ende März an einer Privatstrecke der Mörrum viele km obehalb der AssiDomän-Strecke zum Fischen. Damals aus verschiedenen Gründen noch mit Spinn-Gerät und nicht mit Fliege. Jedenfalls war es ein sehr kaltes Frühjahr, und an einer sehr breiten und langsam fließenden Stelle (fast ein Stillwasser-See) ragte das dicke Eis von den Ufern weit hinaus auf Wasser. Wir angelten damals von dieser Eiskante aus. Nach vier Tagen war die Eisdecke so abgeschmolzen und "breiig" geworden, dass die Sache langsam haarig wurde.
Aber im Jagdfieber (ich hatte jeden Tag ein bis zwei schöne Meerforellen-Kelts um die 5 Kilo erwischt) wird man leichtsinnig, und so bin ich schließlich am letzten Tag drei Mal hintereinander durch die S*****eisdecke gebrochen. Das erste mal in Neopren. Wasser bis zum Hals aber Boden unter den Füßen. Das bedeutete einen 1500-Meter-Marsch in der zwar warmen aber ätzend schweren Hose.
Frisch umgezogen und abgetrocknet mit Wanderschuhen und normaler warmer Hose wieder ans Wasser. Mein Vater hatte einen Biss und kam nicht klar. Hilfreicher Sohn eilt älterem Herr mit großem Fisch an der Angel zu Hilfe. Knirsch.. knacks.. platsch! Wasser bis zum Bauch. Alles nass, Außentemperatur 0 Grad.
Zweiter Dauerlauf. Diesmal mit halb abgefrorener unterer Hälfte.
Am Ofen aufwärmen. Letzte Lage Klamotten und Gummistiefel anziehen. Wieder runter zum Fluss.
Eine schwedische Freundin, die seit ihrer Kindheit nicht mehr an ihrem eigenen Wasser gefischt hatte, wollte, durch unsere guten Fänge inspiriert, endlich mal wieder ihr Glück versuchen. Mit einer 2 m Kinderrute (die mit dem Pistolengriff) und einer Abumatic Kapselrolle mit 22er oder 25er Schnur drauf, die auch noch seit Jahren unbenutzt im Schrank gelegen hatte.
Natürlich hat sie einen Biss! Natürlich stürze ich mich mit den Kescher vor. Natürlich bricht die vorderste Eiskannte. Vollbad bis über den Scheitel. Zu dritt ziehen wir mich und den gerade noch erwischten Fisch aus dem Fluss.
Letzter Dauerlauf des Tages. Raus aus den Klamotten. Rein ins Bett. Halber Liter Schnaps. Lauter glückliche Leute um mich rum. Vor allem Nini, die seit dem Tod ihres Vaters vor 25 Jahren nicht mehr auf diese Wahnsinnsfische geangelt hatte.
So gut hab ich in meinem Leben nie wieder geschlafen.
Schöne Grüße,
Cornelius
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Peter Olbrich
- Beiträge: 207
- Registriert: 28.09.2006, 17:25
- Wohnort: Hamburg
- Kontaktdaten:
- Frank.
- Ehren-Moderator
- Beiträge: 5843
- Registriert: 28.09.2006, 11:35
- Wohnort: Niedersachsen
- Hat sich bedankt: 353 Mal
- Danksagung erhalten: 573 Mal
- Kontaktdaten:
Meine exotischste Fliegenfischerreise kam leider (oder zum Glück?) nicht zustande ...
Als ich vor 12 Jahren (ungefähr) Ende März mit großer Rutentasche im Gepäck und sehr dicker, wind- und regendichter Kleidung einen Flug nach Dublin gebucht hatte, ist durch einen kleinen Bedienungsfehler im Reisebüro etwas sehr schief gelaufen.
Vom Flughafen aus starteten fast oder sogar genau zeitgleich Flieger nach Dublin (IATA-Code DUB) und nach Dubai (IATA-Code DXB).
Erst in buchstäblich letzter Sekunde merkte ich, daß auf meinem Ticket DXB stand ...
Aber Eure Antworten geben Gelegenheit für Träume und Pläne. Hübscher Thread!
Euer Frank
Als ich vor 12 Jahren (ungefähr) Ende März mit großer Rutentasche im Gepäck und sehr dicker, wind- und regendichter Kleidung einen Flug nach Dublin gebucht hatte, ist durch einen kleinen Bedienungsfehler im Reisebüro etwas sehr schief gelaufen.
Vom Flughafen aus starteten fast oder sogar genau zeitgleich Flieger nach Dublin (IATA-Code DUB) und nach Dubai (IATA-Code DXB).
Erst in buchstäblich letzter Sekunde merkte ich, daß auf meinem Ticket DXB stand ...
Aber Eure Antworten geben Gelegenheit für Träume und Pläne. Hübscher Thread!
Euer Frank
Das sind Deine Beobachtungen, mein Lieber, andere haben andere Beobachtungen gemacht.
Franz Kafka
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