Original geschrieben von Dirk/WHV
... Was hat denn die Sichttiefe mit Fliegenfischen oder Blinkern zu tun? ...
Hallo Dirk,
ein normaler Streamer spricht vor allem das Auge der Räuber an und verbreitet im Vergleich zu anderen Kunstködern (Wobbler, Spinner, ...) nur sehr schwache Druckwellen. Folglich ist die Wirkung von Streamern auf Raubfische in trübem Wasser auch nicht so stark, wie mit Ködern, welche starke Druckwellen aussenden und so den Raubfisch auch anlocken, wenn er den Köder noch nicht sieht. Soweit meine Theorie ... in der Praxis habe ich bei stark angetrübten Wasser auch noch nie gut mit der Fliege gefangen habe. Ich habe im Sommer an einem Kanal (wo das Kraut fast bis zur Oberfläche stand) mal einen Vergleichstest gemacht. Erst habe ich mit leichten Streamern gefischt und bekam keine Bisse. Später habe ich dann mit Poppern gefischt und an den vorher befischten Stellen Hechte gefangen. Ein anderes Mal fischte ich mit einem kleinen Popper(7cm) und ein Freund mit einem größeren(9cm), welcher wesentlich mehr Radau machte und dessen "ploppen" über das ganze Gewässer schallte. Auf den lauteren, auffälligeren Köder kamen viel mehr Bisse, als auf meinen kleineren (Köder

). Sicher müßte man das noch öfter testen, um daraus wirklich etwas allgemeingültiges ableiten zu können, aber ich denke schon, daß es meine Theorie bestätigt.
Viele Grüße, Matthias
P.S.: Und die genannten Hinweise gehen ja auch in die Richtung, dem Streamer ein "wobblerähnliches" Verhalten für mehr Spiel und Druckwellen einzubauen ...