Krankheiten und Parasiten durch Fischinnereien im Wasser

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Werner

Krankheiten und Parasiten durch Fischinnereien im Wasser

Ungelesener Beitrag von Werner »

Hallo,
in einem anderen Thread geht es um das Ausnehmen der Fische am Wasser.
Dabei stellt sich heraus, dass auf unterschiedliche Weise verfahren wird.

Eine schlüssige Antwort auf folgende Fragen aber ist auch in besagtem Thread nicht zu erhalten, deshalb stelle ich sie hier noch einmal konkreter :

Die einzige einleuchtende Antwort, die ich fand, war, dass durch Fischinnereien im Wasser Parasiten und Krankheiten verbreitet werden.

( Ich gehe hier von der einzelnen am Wasser ausgenommenen "Pfannenforelle" aus, nicht von einer Tonne Bresen.")

Kann jemand konkrete Fakten nennen, aus denen man ersehen kann, welche Rolle das Parasitenproblem auch mengenmäßig spielt ?

Kann jemand konkrete Fakten nennen, aus denen man ersehen kann, welche Rolle Krankheiten auch mengenmäßig spielen ?

Bisher habe ich den Eindruck, dass wir Fliegenfischer uns um der politisch-fischereilichen Korrektheit willen auch da wieder mit einem Scheinproblem herumschlagen und in Plastiktütchen die zu entsorgenden Innereien nach Hause tragen.

Ich lasse mich aber gerne eines Besseren belehren, wenn mir- ein sachkundiger Gewässerwart vielleicht- anhand von quantifizierbaren Aussagen erläutert, dass obiges "Problem" tatsächlich ein solches ist.

Gruß Werner
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Harald aus LEV
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Ungelesener Beitrag von Harald aus LEV »

Hallo Werner,
die Umfrage im besagten Thread steht z.Zt. 15 Stimmen dafür, 14 dagegen, also knapp 52% dafür. Es war klar, daß hier nicht alle nach der gleichen Methode verfahren. Natürlich sind 29 abgegebene Stimmen kein repräsentatives Ergebnis. Übrigens ging es mir bei der Umfrage gar nicht darum, was der Eine oder Andere mit den Innereien macht, sondern wie er mit seinen Fischen verfährt.
Zu Deinen Fragen: Mir ist nicht bekannt, ob es durch das Wegwerfen von vereinzelten Fischinnereien zu Ausbreitung von Parasiten oder Krankheiten kommt. Meiner Meinung nach ist dies auch kaum nachzuweisen. Wie ich in dem besagten Thread gerade eben geschrieben habe, was passiert denn, wenn der Fisch auf natürliche Weise im Wasser verendet? Dann sind die Parasiten ebenfalls in dem gleichen Wasser enthalten.
In einigen Gewässern/Gebieten ist es jedoch durch Verordnungen oder Lizenzauflagen verboten, Fischinnereien ins Wasser zu bringen. Dann hast Du nur die Möglichkeit, die Innereien mitzunehmen, wenn Du Deine Fische am Wasser schlachten willst.
Gruß Harald
Fliegenfischen - Der natürliche Weg
Werner

Ungelesener Beitrag von Werner »

Hallo Harald,
"Übrigens ging es mir bei der Umfrage gar nicht darum, was der Eine oder Andere mit den Innereien macht, sondern wie er mit seinen Fischen verfährt."

deshalb hatte ich auch zur Problematik einen neuen Thread eröffnet und gehofft, dass jemand über sinnvolle Fakten zum Thema verfügt, damit ich mir ein realistisches Bild vom tatsächlichen Problem machen kann.

Aber es ist merkwürdig still, woraus ich zunächst schließen muss, dass niemand nichts wissen tut. Mir behagt die Vorstellung aber nicht, als mündiger Fliegenfischer Innereien in Plastiktütchen mit nach Hause zu nehmen, ohne dass ich weiß, wozu das gut sein soll, bzw. welchem Zweck die o.g. Verordnungen dienen.

Gruß Werner
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Harald aus LEV
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Ungelesener Beitrag von Harald aus LEV »

Hallo Werner,

>>Aber es ist merkwürdig still, woraus ich zunächst schließen muss, dass niemand nichts wissen tut.<<

Ich glaube auch nicht, daß darauf viele Antworten können.
Da der Fisch aus demselben Gewässer stammt, sind evtl. Parasiten oder Krankheiten eh schon drin. Etwas anderes wäre es, wenn der Fisch aus einem anderen Gewässer/Ökosystem stammen würde, welches keinerlei Verbindung mit Deinem Gewässer hat. Aber dies ist auszuschließen, da es keinen Sinn macht, einen Fisch an ein anderes Gewässer zu schleppen, um ihn dort auszunehmen.
Ich persönlich finde die Argumentation bezgl. der Parasiten/Krankenheiten auch für aus der Luft gegriffen.
Aber wenns in der Angellizenz/Gewässerordnung so abgedruckt ist, dann meinetwegen.
Gruß Harald
Fliegenfischen - Der natürliche Weg
gue

Ungelesener Beitrag von gue »

@Werner:
Danke für deine Fragestellung. Ich wollte auch schon einen solche Thread eröffnen ... hast mir Arbeit erspart ... Danke ;)

Falls die Forummitglieder keine vernünftigen Gründe für das Innereien-Mitschleppen wissen hätte ich folgende Idee:

- Was ist die Begründung der Verfasser von Lizenz-Auflagen und Verordnungen zu diesem Thema? Du kennst ja so viele Leute .. hat da keiner eine Ahnung?

- In der Zwischenzeit werde ich mich mal im Netz schlau machen. Kann man zwar auch nicht alles für bare Münze nehmen ...

TL
Werner

Ungelesener Beitrag von Werner »

Hallo,
"- Was ist die Begründung der Verfasser von Lizenz-Auflagen und Verordnungen zu diesem Thema? Du kennst ja so viele Leute .. hat da keiner eine Ahnung?"

Von den Verfassern höre ich dieselben "Vermutungen" wie hier im Forum.
Fakten haben die auch nicht außer : "Das haben wir schon immer so gemacht" und "damit sind wir jedenfalls auf der sicheren Seite".

Gruß Werner
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Dirk Janßen
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Re: Krankheiten und Parasiten durch Fischinnereien im Wasser

Ungelesener Beitrag von Dirk Janßen »

Original geschrieben von Werner

Die einzige einleuchtende Antwort, die ich fand, war, dass durch Fischinnereien im Wasser Parasiten und Krankheiten verbreitet werden.
...
Kann jemand konkrete Fakten nennen, aus denen man ersehen kann, welche Rolle das Parasitenproblem auch mengenmäßig spielt ?
...
Ich lasse mich aber gerne eines Besseren belehren, wenn mir- ein sachkundiger Gewässerwart vielleicht- anhand von quantifizierbaren Aussagen erläutert, dass obiges "Problem" tatsächlich ein solches ist.
Moin Werner,

jeder angesteckte Fisch ist ein angesteckter Fisch zuviel, ok?
Ein großes Problem sind m.E. Bandwürmer. Diese parasitieren im Magendarmtrakt und stellen wenig Probleme für andere Fische da - sie haben ja ihren Wirt.
Wenn der Fisch getötet wird, gehen die Bandwürmer innerhalb von 1-2 Stunden durch Magen- und/oder Darmwand ins Fleisch. Damit wird der Esser zum nächsten Wirt. :( Also Fische kurzfristig ausnehmen.
Werden die Gedärme ins Wasser entsorgt, wird irgend ein Fisch oder Krebs die Eingeweide fressen und sich infizieren usw.

Deswegen sollten wir diese Kette unterbrechen und die Fische kurzfristig ausnehmen und die Eingeweide nicht ins Wasser entsorgen.

Gruß
Dirk

PS: Ich habe o.g. Zusammenhänge aus dem Gedächtnis aufgeschrieben, der eine oder andere kleine Fehler mag drin stecken , aber prinzipiell stimmt es.
Fliegenfischen ist der Weg und das Ziel.
stekus

Ungelesener Beitrag von stekus »

du kannst adulte bandwürmer durchkauen und schlucken - die wahrscheinlichkeit, dass du einen Bandwurm bekommst ist gering. du musst Fleisch mit einem Zwischenstadium essen - alles andere wird mit deinen magensäuren keine Freuden haben!
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Dirk Janßen
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Ungelesener Beitrag von Dirk Janßen »

Original geschrieben von stekus
du kannst adulte bandwürmer durchkauen und schlucken - die wahrscheinlichkeit, dass du einen Bandwurm bekommst ist gering. du musst Fleisch mit einem Zwischenstadium essen - alles andere wird mit deinen magensäuren keine Freuden haben!
Guten Appetit,

Quelle: http://hausarzt.qualimedic.de/Fischbandwurm.html

Der Fischbandwurm, Diphyllobothrium latum, ist ein Dünndarmparasit von Mensch, Hund, Fuchs, Katze, Schwein, Bär und Meeressäugetieren. Der Fischbandwurm ist weltweit verbreitet und wird für den Menschen in den Regionen bedeutsam, wo wildgefangene Süßwasserfische ein wichtiges Nahrungsmittel darstellen. Der Fischbandwurm ist 6 bis 12 Meter lang, wobei sich seine Größe der seines Wirtes anpasst. Der Fischbandwurmbefall führt zu einer sogenannten Diphyllobothriasis und ist vom Infektionsweg her als Zoonose anzusehen. Die Diphyllobothriasis kann beim Menschen unter Umständen zu schwerwiegenden Beschwerden führen.

Entwicklungszyklus vom Fischbandwurm
Diphyllobothrium latum sucht aufeinanderfolgend verschiedene Zwischenwirte auf: einen bestimmten planktonfressenden Kleinkrebs und ein oder zwei verschiedene Süßwasserfischarten. Im Endwirt Mensch, Hund, Fuchs, Katze, Schwein, Bär und Meeressäugetieren entwickelt er sich zu erwachsenen (adulten), geschlechtsreifen Tieren. Die befallenen Patienten leiden unter einer Diphyllobothriasis, die meist nur mit geringen Beschwerden einhergeht. In unserem Artikel "Fischbandwurm: Entwicklungszyklus" finden sie hierzu eingehende Informationen.

Übertragung und Verbreitung des Fischbandwurms
Die Ansteckung des Menschen mit dem Fischbandwurm setzt den Verzehr von rohem und halbrohem Fisch voraus und hängt demzufolge von seinen Ernährungsgewohnheiten ab.

Beschwerden des Menschen bei einer Diphyllobothriasis
Der Fischbandwurmbefall löst beim Menschen eine Diphyllobothriasis aus, die sich oft nur durch abnormale Müdigkeit und geringfügige Magen-Darmstörungen unterschiedlicher Natur bemerkbar macht. Ein Hinweis auf einen Fischbandwurmbefall zeigt sich in der Regel durch die starke Vermehrung der eosinophilen Granulozyten im Blutbild des Patienten. Gelegentlich können allergische Reaktionen auftreten, sofern der Patient gegen das Bandwurmprotein sensibilisiert ist. Bleibt der Fischbandwurmbefall über längere Zeit bestehen, dann tritt spezifisch eine lebensbedrohliche (perniziöse) Anämie aufgrund eines Vitamin-B12-Mangels ein. Dieses Symptom wird daher auch als Vitamin-B12-Mangel-Syndrom bezeichnet.

Diagnose der Diphyllobothriasis beim Menschen
Ein Befall mit Diphyllobothrium latum lässt sich durch Untersuchung einer Stuhlprobe auf Fischbandwurmeier feststellen.

Therapie der Diphyllobothriasis beim Menschen
Die Behandlung der Diphyllobothriasis erfolgt mit einem entsprechenden Anthelminthikum, z.B. Niclosamid.

Prophylaxe
Um eine Übertragung und Verbreitung des Fischbandwurms einzuschränken, sollte der Genuss von rohem oder halbrohem Fisch, z.B. Sushi, vermieden werden. Des weiteren sollte Fisch beim Zubereiten immer ausreichend erhitzt werden. Da das Pleroceroid als larvales Endstadium im Fisch unempfindlich gegen Frost ist, werden diese nur durch gründliches Tiefgefrieren unter -10°C durch die eintretende Eiskristallbildung im Gewebe des Fisches abgetötet.

Autor: Dipl.-Biol. Cornelia Loos, Fachredakteurin [Qualimedic.com AG]



Wie gesagt, guten Appetit

Dirk
Zuletzt geändert von Dirk Janßen am 08.10.2005, 18:19, insgesamt 1-mal geändert.
Fliegenfischen ist der Weg und das Ziel.
Royal Coachman
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Ungelesener Beitrag von Royal Coachman »

Hallo Dirk !

Wie oft hast Du denn bei Deinen gefangenen Fischen einen Bandwurm festgestellt ?

Ich untersuche die Eingeweide meiner entnommenen Fische sehr genau,
nehme die Fische unmittelbar nach der Entnahme aus und habe in fünfzig Jahren niemals einen Bandwurm feststellen können !( alle Fischarten !)

tight lines
Gebhard
Der immer auf Seiten der Fische steht!
Werner

Ungelesener Beitrag von Werner »

@Dirk,
alle Achtung, du hast dir ja wirklich Mühe gegeben, das Problem ein wenig zu erhellen und deine Antwort ist bislang die substantiell weitgehendste, aber ich habe dann immer noch ein Problem mit dieser Aussage :

"Werden die Gedärme ins Wasser entsorgt, wird irgend ein Fisch oder Krebs die Eingeweide fressen und sich infizieren usw."

Kann man tatsächlich davon ausgehen, dass der Bandwurm in nennenswertem Maße dadurch auf andere Fische übertragen wird oder ist das - ich nehme das an- nur der "Rand eines Randproblems", weil die Fische ohnehin einander fressen und weil man in der Realität nicht davon ausgehen kann, dass nur wenige Fische (ausgerechnet die, deren Innereien ich ins Wasser entsorge) bereits infiziert sind.
Verstehe mich recht, natürlich ist es möglich, dass ich andere Fische infiziere, aber meine Frage war im Grunde, ob das ein Problem ist, was quantitativ eine Rolle spielt.

"jeder angesteckte Fisch ist ein angesteckter Fisch zuviel, ok?"

So kann ich das nicht unbedingt akzeptieren, denn diese Argumentation ließe sich fortsetzen mit : jeder im Drill verlorene Fisch ist ein Fisch zu viel, jeder gefangene untermaßige Fisch ist ein Fisch zu viel, jeder...........usw. usf.

Diese Argumentationsweise würde zwangsläufig dazu führen, dass man das Fischen einstellen muss.

In einer rein pragmatischen Sichtweise würde ich die Innereienangelegenheit als wirkliches Problem erst ansehen können, wenn das Entsorgen der Eingeweide ins Wasser den Bestand ernsthaft beeinträchtigt.

Gruß Werner
Zuletzt geändert von Werner am 21.06.2004, 23:23, insgesamt 1-mal geändert.
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Dirk Janßen
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Ungelesener Beitrag von Dirk Janßen »

Original geschrieben von royal coachman
Wie oft hast Du denn bei Deinen gefangenen Fischen einen Bandwurm festgestellt ?
Einmal (Meerforelle auf Fehmarn), die war richtig heißhungrig und ging einem Bekannten in meinem Beisein an die Fliege.

TL
Dirk
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Ungelesener Beitrag von Dirk Janßen »

Original geschrieben von Werner

1. Verstehe mich recht, natürlich ist es möglich, dass ich andere Fische infiziere, aber meine Frage war im Grunde, ob das ein Problem ist, was quantitativ eine Rolle spielt.

2. "jeder angesteckte Fisch ist ein angesteckter Fisch zuviel, ok?"
So kann ich das nicht unbedingt akzeptieren, denn diese Argumentation ließe sich fortsetzen mit : jeder im Drill verlorene Fisch ist ein Fisch zu viel, jeder gefangene untermaßige Fisch ist ein Fisch zu viel, jeder...........usw. usf.
Diese Argumentationsweise würde zwangsläufig dazu führen, dass man das Fischen einstellen muss.

3. In einer rein pragmatischen Sichtweise würde ich die Innereienangelegenheit als wirkliches Problem erst ansehen können, wenn das Entsorgen der Eingeweide ins Wasser den Bestand ernsthaft beeinträchtigt.
Moin Werner,

zu 1. ich denke quantitativ wird es nicht so sein, dass ein Dominoeffekt entsteht und plötzlich eine Explosion an Krankheiten entsteht.

zu 2. Du bringst mich zu keiner Grundsatzdiskussion :D

zu 3. ernsthafte Bestandsgefährdungen wird es wohl selten geben, wenn das Gewässer an sich intakt ist, aber ich persönlich versuche gutes Vorbild zu sein und entsorge die Eingeweide nicht ins Gewässer.

Gruß
Dirk
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Werner

Ungelesener Beitrag von Werner »

Hallo Dirk

"zu 2. Du bringst mich zu keiner Grundsatzdiskussion"

Das hatte ich nicht vor. ( scheint ja ganz was Schlimmes zu sein)

Im Prinzip sind wir damit so weit wie mit vielen anderen Ansprüchen auch schon ( Widerhaken, Catch and Release, waten ) . Es bleibt den persönlichen Vorlieben des einzelnen Fliegenfischers überlassen, was dieser am und im Wasser tut, weil es einfach keine hieb- und stichfesten, überprüfbaren und quantifizierbaren zwingenden Gründe gibt, all die genannten Dinge zu lassen oder zu tun.

Gruß Werner
stekus

Ungelesener Beitrag von stekus »

@ dirk:

es gibt mehr als eine bandwurmart im Wasser! Wie in deinem Beitrag zu lesen, ist der Fisch bei Diphyllobothrium latum nur Zwischenwirt und der Mensch der "Endwirt" - d.h. der Wurm ist beim Fisch nicht im Darm sondern im Fleisch (Muskel) und den schmeissen wir auch nicht in den See zurück - ausserdem würde er einen anderen Fisch, wenn er von diesem als Zwischenstadium gefressen wird kaum aufgenommen - also kein Argument gegen die Entsorgung der Innereien in das Wasser.

Der Bandwurm der bei den Fischen im Darm sitzt ist nur solange schädlich wie er seine Fortpflanzungsprodukte über den Darm eines Lebenden Fisches abgeben kann. Stirbt der Fisch, dann auch der adulte Bandwurm im Darm. Wenn der Darm aber gefressen wird bevor der Adultus stirbt läuft der Wurm zuerst im Kieferbereich grosse Gefahr zerkleinert zu werden, ausserdem wird er von den Verdauungssäften ein bischen angeätzt!
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