Gegenüberstellung verschiedener Wufstile

Fliegenwerfen - wie geht das eigentlich? Wie kann ich meine Leine effektiver ausbringen und Fehler ausmerzen? Was hat es mit den AFTMA-Klassen auf sich? Was sind Spezial- und Trickwürfe? Fragen über Fragen! Hier könnt Ihr Euch gegenseitig helfen.

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Jens2001
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Gegenüberstellung verschiedener Wufstile

Ungelesener Beitrag von Jens2001 »

Hallo Flifi Gemeinde

hat jemand von euch irgendwo z.B. im Web ne Übersicht verschiedener Wufstiele gefunden? Also z.B. Gebetsroiter Stil usw. bzw. können wir ja hier mal die Thematik diskutieren und zusammentragen. Und die unterschiedlichen Variaotionen Vor- und Nachteile Vergleichen. Denke mal die Varianten haben sich ja an unterschiedlichen Orten der Erde infolge der ortlichen Erfordernisse entwickelt. Nun ob und welchen Wurstiel ich habe, keine Ahnung denn, ich habe nie eine Fliegenfischerschule von innen gesehen und das wird auch so bleiben. Habe aber in jungen Jahren (zu DDR Zeiten) nen bischen aktiven Castingsport auch mit Trainingswochen an einer Sportschule usw. hinter mir. Und mein Werfen variiert sehr stark von der Art des Gewässers, der Methode (Trockenfliege oder stark beschwerte Nymphe), dem Gerät #0 - #7, höhere Schnurklassen fische ich nicht und hat sich im praktischen Fischen über ca. 25 Jahre entwickelt und muß sich in der Praxis beweisen (werfen in Hindernisse, super sanftes aufsetzen der Fliege, kompensieren unterschiedlicher Strömungen, auswerfen der Schnur bis zum Backing usw.) Würde mich aber mal interesiern, was ihr meint für Stile zu werfen und warum (Vor- und Nachteile). In Deutschland und Zentraleuropa wird ja eigentlich nur über den Gebetsroiter Stil geschrieben.....

Gruß Jens
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Michael.
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Ungelesener Beitrag von Michael. »

Dies zu beschreiben, wäre doch mal eine bahnbrechende Aufgabe für die zahlreichen Fliegenfischerschulen in Deutschland und anderswo.
Gerne auch in mehreren Teilen / Folgen.
Also: Fliegenfischer-Schulen-Inhaber / -Instruktoren: was sagt ihr dazu ?

Gruß
Michael
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Rolf Renell
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Ungelesener Beitrag von Rolf Renell »

Grundsätzlich gerne,ein grösseeres Thema dann ,welches sich allerdings von der Thematik rel. schlecht nur auf Stile begrenzen lässt ,weil viele versch. Einflüsse hier keine Dogmatik sinnvoll werden lassen,dies alleine ist schon in meinen Augen wichtiger Punkt,in Abhängigkeit eigener Mobilität,Anatomie,koordination etc.Keine Dogmatik der Stile sondern ein sinnvolles Eindenken in die versch. Gegebenheiten.Ich sammle alte bis neuzeitliche Fliegenfischerliteratur(1850- heute),auch hier alleine ist zu sehen das es bestimmte Entwicklungen natürlich aufgrund von Neuerungen in Materialien gab als auch Gedanken in Richtung Taktik/Zielfisch.Sehr auffallend sind z.Teil Beschreibungen von "Stilen" die oftmals das gleiche meinen,die genaue Beschreibung in der Literatur allerdings verlorengeht und an anderer Stelle wieder auftaucht und mit einer anderen Rutenhaltung als neuer "Stil" beschrieben wird oder wurde.Falls es hier zu Interesse kommen sollte bin ich gerne dabei sofern die Zeit reicht hier mit daran zu arbeiten.Dies Thema ist in unseren Seminaren oftmals behandelt und angesprochen,und wird auch mit Interesse nachgefragt sodas ich denke das man hier etwas Arbeit leisten kann im Sinne der Aufklärung und Unterbreitung.
Beste Grüsse ,Rolf
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Thomas aus Hamm
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Ungelesener Beitrag von Thomas aus Hamm »

Original geschrieben von Rolf Renell
Grundsätzlich gerne,ein grösseeres Thema dann ,welches sich allerdings von der Thematik rel. schlecht nur auf Stile begrenzen lässt ,weil viele versch. Einflüsse hier keine Dogmatik sinnvoll werden lassen,dies alleine ist schon in meinen Augen wichtiger Punkt,in Abhängigkeit eigener Mobilität,Anatomie,koordination etc.Keine Dogmatik der Stile sondern ein sinnvolles Eindenken in die versch. Gegebenheiten.Ich sammle alte bis neuzeitliche Fliegenfischerliteratur(1850- heute),auch hier alleine ist zu sehen das es bestimmte Entwicklungen natürlich aufgrund von Neuerungen in Materialien gab als auch Gedanken in Richtung Taktik/Zielfisch.Sehr auffallend sind z.Teil Beschreibungen von "Stilen" die oftmals das gleiche meinen,die genaue Beschreibung in der Literatur allerdings verlorengeht und an anderer Stelle wieder auftaucht und mit einer anderen Rutenhaltung als neuer "Stil" beschrieben wird oder wurde.Falls es hier zu Interesse kommen sollte bin ich gerne dabei sofern die Zeit reicht hier mit daran zu arbeiten.Dies Thema ist in unseren Seminaren oftmals behandelt und angesprochen,und wird auch mit Interesse nachgefragt sodas ich denke das man hier etwas Arbeit leisten kann im Sinne der Aufklärung und Unterbreitung.
Beste Grüsse ,Rolf

Hallo Rolf,

hättest Du Lust über dieses Thema bei dem Treffen :schwein: in Hamm am 13.11.
einen kleinen Vortrag zu halten???

Fände ich klasse.

Schönes WE

TaH
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Rolf Renell
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Ungelesener Beitrag von Rolf Renell »

Hi Thomas ,wenn ich das zeitlich schaffe gerne,bin aber in der zeit anderweitig gut eingespannt und halbe Sachen ;wär nicht gut.
Man könnte aber mal über dieses posting erfahren wer welche Stil oder Wurftechniken kennt oder nicht kennt und genaueres drüber erfahren möchte soweit machbar,dann könnte ich das zumindest in einem Script einmal zum nachlesen zusammenstellen,inwieweit das jetzt einigen hilft oder nicht ,schwer zu sagen,es müsste mehr auf den Punkt gebracht werden was der Inhalt hier bzw. in einem Script sein soll.Allein über Webseiten,zwar nett,ist das für einen Einzelnen nicht zu machen ,da sollte man Literatur für wälzen wenn man wirklich Details über Entstehung ,Pflege,Anwendung und Sinn eines Wurfstils oder Wurftechnik erfahrewn will.
vielleicht äussern sich mal Kollegen zu Interesse und Meinungen darüber,beste Grüsse ,Rolf
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Jens2001
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Ungelesener Beitrag von Jens2001 »

@ Roll Renell
nun, dass es sich hier wohl ein sehr umfangreiches und schwieriges Thema handelt, das ist mir schon klar! Und auch dass es hier wohl keine 100 %ige Abgrenzung geben kann, bin da ja selber nen Paradebeispiel für, da komplett selbst erarbeitet.
@ Alle
Nur um die Thematik mal anzupacken und aufzuarbeiten (so richtig traut sich offenbar niemand) wäre es vielleicht (um mal akademisch an die Sache ran zu gehen) sinnvoll, bekannte Wurfstile zu benennen also z.B. „Gebetsreuter Stil“. Als nächstes wäre interessant wo die geographische Herkunft (z.B. Zentraleuropa, USA, Skandinavien usw. ) sowie die Art der Fischerei die ihm zu Grunde liegt (z.B. große Flüsse auf Lachs, Küste mit starkem Wind usw. ). Der nächste Punkt könnte sein was sind die typischen Elemente und welches Gerät passt zum jeweiligen Stil……. Dabei wird dann sicherlich eines der Ergebnisse sein, dass es unterschiedliche Benennungen für ein und die selbe Sache geben wird….
Also nur mut das Ding beißt nicht hoffe ich jedenfalls! Und ich will nicht dass hier wieder nen paar Leute übereinander herfallen und den Schulmeister raus hängen lassen…….
Bin mal gespannt ob jetzt nen bisschen mehr kommt und wir es schaffen das Thema mal aufzuarbeiten.

Gruß Jens
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Rolf Renell
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Ungelesener Beitrag von Rolf Renell »

Hi Jens ,ja bin auch mal gespannt was so gepostet wird.
wichtig ist z.B. sprechen wir über 1)Wurfstile oder2)Wurftechniken oder3) über beides,bei einigen Sachen ist dabei ein und dasselbe gemeint ,d.h. eigentliche Wurfstile gibt es eh nicht viele,alles andere sind dann Varianten bzw. wurftechniken die sicherlich in vielen wurfstilen machbar sind.gleichzeitig gibt es kein "richtig" oder"falsch" sondern eher "effizient" und uneffizient",alles nicht so einfach...also wenn was passiert bin ich gerne mit dabei ,beste Grüsse ,Rolf
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Jens2001
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Ungelesener Beitrag von Jens2001 »

@ Rolf
Nun, ich würde mal sagen 3) beides.... denn nur so denke ich lassen sich die Vor- und Nachteile wiklich erarbeiten! Na mal ein Beispiel ich fische sehr gerne meine SPL und SP Ruten von Sage habe aber auch als Weitenjäger oder für ordentlich Wind ne SAGE TCR in meinem Bestand. Die ich eben auch komplett anders werfe, was der steife Stock ja auch erfordert. Was mit der TCR aber nicht wirklich gut geht (jedenfalls für mich) sind Rollwürfe, die wiederum liebe ich mit den weichen SP(L)'s auch auf größere Entfernungen an Gewäsern und Raum nach hinten....
Und Rof hat vollkommen Recht, ein "Richtig" und "Falsch" gibt es nicht! Richtig ist alles was irgendwie zum Ziel führt!

Gruß Jens
Henrik

Ungelesener Beitrag von Henrik »

hat jemand von euch irgendwo z.B. im Web ne Übersicht verschiedener Wufstiele gefunden?

Hier habe ich mal Seite gefunden, die sich zumindest mit dem Werfen beschäftigt
Link

Das war es aber auch im Web. Die Meisten Beschreibungen zu Wurfstilen und Arten findet man eher in Fachliteratur.

Gruß, Henrik
Zuletzt geändert von Henrik am 11.07.2004, 12:31, insgesamt 1-mal geändert.
Jens2001
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Ungelesener Beitrag von Jens2001 »

@ Henrik

nun die Seite kenne ich und ich zitiere sie hier mal:

„Was sind z.B. der "Englische Wurfstil", der "Amerikanische Wurfstil" oder der "Gebetsroither Wurfstil" ? Begriffe die man immer wieder liest und hört. "Underhand Cast", "Technica di Lancio totale", "Spey Cast" sind weitere Begriffe, die zum Teil als Wurftechnik oder auch als eigenständiger Wurfstil bezeichnet werden."

Nun aber was macht nun die Stile aus worin grenzen sie sich voneinander ab.... welches Gerät paß zu welchem Stil..... usw. ist eben ein Versuch mal Ordnung ins Durcheinander zu bringen, die Sache ein bisschen zu ent- glorifizieren! Nun auf die Einschlägigen Begriffe trifft man ja so fast aller Orten im Fliegenfischen angefangen beim Katalog über Fachliteratur und in div. Diskussionen. Fürchte nur die wenigsten wissen (mich eingeschlossen) immer was da wirklich gemeint ist!

Zitat weiter:

„Machen wir den Versuch diese Stile/Techniken zu beschreiben. Daß die Meinungen stark auseinander gehen, welcher Stil/Technik denn nun die bessere ist, ist mehr eine philosophische Frage, denn jeder Wurfstil und jede Technik hat eine Daseinsberechtigung, denn sie sind allesamt aus Notwendigkeiten und örtlichen Gegebenheiten heraus entstanden.“

Nun das ist sicherlich richtig… denke aber ne wirklich Erklärung würde für weniger Verwirrung in der Thematik sorgen….

Zitat weiter:
„Um seine eigene Art zu Werfen zu verbessern, sollte man sich nicht auf einen Stil fixieren, sondern aus allen Vorteile ziehen. Jeder Stil und jede Technik hat Vor- und Nachteile. Wir brauchen nur auszuwählen und zur richtigen Zeit am richtigen Ort die richtige Technik einzusetzen.

Dabei fällt mir wieder ein toller Satz von Heinz Weiland (Casting-Meister und Instruktor an der Wiesent) ein:

Der beste Wurfstil ist der, den man beherrscht.

Dem habe ich nichts mehr hinzuzufügen.“

Mit Sicherheit richtig….

Der Originaltext ist von "http://ourworld.compuserve.com/homepage ... wstile.htm" zitiert

Gruß Jens
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Rolf Renell
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Ungelesener Beitrag von Rolf Renell »

Jo,so sieht das aus,es gibt im Web versch. auch gute Beschreibungen die muss man aber suchen und Interesse zeigen ,man muss halt drauf achten was persönlich eingefärbt ist ,was wirkliche Neuerungen waren oder sind,worin lag die Idee und konzeption des Ganzen,wenn wir hier über eine längere Zeit einmal vorschläge von Wurfstilen und Wurftechniken bzw. Namensbezeichnungen für versch. Würfe sammeln könnte man dazu etwas in Reihenfolge schreiben und michael könnte dies archivieren.bin die nächsten wochen in Urlaub,wenn sich also postings hierzu sammeln kann man mit arbeiten,also wenns tatsächlich Interesse gibt,und das mein ich so wie es gedacht ist ,ansonsten lohnt sich der Aufwand nicht,denn es wäre ein Haufen Arbeit der nicht über Nacht entsteht.Steht eine solche Beschreibung mit Erklärung folgt ja dann noch die Zeit der unerbittlichen Meldungen der Besserwisser,Neunmalklugen und Nörgler...kennt man ja ,natürlich und darauf hofft man auch ein begründetes
beisteuern von Fakten oder Richtigstellungen soweit dies überhaupt nachvollziehbar ist,dies nur zum Bedenken...also wie im richtigen Leben;-))
Gruss Rolf
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Harald aus LEV
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Ungelesener Beitrag von Harald aus LEV »

@Rolf,
ein solches Werk würde meines Erachtens ein richtiger Wälzer werde, zumindest wenn es richtig angefasst werden sollte. Es würde eine Unmenge Zeit an Recherche benötigen und es müßten entsprechende Bibliotheken zur Verfügung stehen. Denn nur das Hörensagen ist keine verläßliche Quelle.
Auf der anderen Seite, würde es vielleicht etwas Licht ins Dunkel bringen zumal in den letzten Jahren der Trend besteht, jede kleine Änderung oder Modifikation eines bestehenden bzw. allgemein bekannten Wurfstiles bzw -technik mit einem neuen Namen zu versehen.
Grundsätzlich hat der Gedanke schon seinen Reiz, aber zeitlich dürfte es eher eng werden. Aber wenn genug mitmachen??
Harald
Fliegenfischen - Der natürliche Weg
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Ungelesener Beitrag von Jens2001 »

@ Rolf @ harry57

nun, vielleicht wird das Ergebnis des ganzen ja mal ein "deutsches" Fachbuch zu dem Thema..... das endlich mal unvoreingenommen Licht ins Dunkel bringt!? Einen Verlag hätte ich an der Hand...... Normalerweise sollte es doch hier genug ambitionierte Leute haben um soetwas auf die Beine zu stellen!

Gruß Jens
TorstenHtr

Ungelesener Beitrag von TorstenHtr »

Hallo Jens!

Ich persöhnlich finde das ganz schön übertrieben wird und zu viel Kult um einzelne Wurfstile gemacht wird. Da fällt mir vor allem der "Gebetsroiter" Wurfstil auf, ich finde es generell schlecht wenn eine Form des Werfens personengebunden ist. Ich denke das dort dabei auch komerzielle Aspekte eine Rolle spielen, vielleicht kann man es so besser verkaufen.

Ich finde ein guter Instruktor sollte an keinen bestimmten Stil gebunden sein oder dem Schüler aufzwängen, ein Beispiel ist Paul Arden der verschiedene Varianten des Fliegenwerfens beherrscht.

Ich finde die Unterschiede z.B. wenn man Überkopfwürfe vergleicht nicht besonders ausgeprägt.
Alle besitzen ähnliche physikalische Grundlagen, in der Hinsicht finde ich die 5 Essentials von Bill Gammel genial, weil sie eben nicht an einen bestimmten Stil gebunden sind:

5 Essentials

Ansonsten hat jeder Stil seine Vor- und Nachteile, ich persöhnlich finde den Gebetsroiter nicht so gut vom Ufer aus geeignet weil man durch den tiefen Rückwurf eher irgendwo hängen bleibt und schweres Gerät würde ich nicht mit dem Zeigefingergriff werfen auch wenn das im Buch von Heinz Lorenz dargestellt wird.

Wie habt ihr denn im Castingsport geworfen?

Bis dann..
Torsten
Werner

Ungelesener Beitrag von Werner »

hallo,
ich komme erst jetzt dazu, diesen Thread zu lesen und möchte auf die Gefahr hin, der nachträglichen Besserwisserei "überführt" zu werden, einige Anmerkungen dazu loswerden.

1. Wie oben schon erwähnt müsste im Sinne der Begriffsvereinheitlichung- genau wie bei einer wissenschaftlichen Arbeit- definiert werden, was Stile eigentlich sind. ( Dabei kämen vermutlich die oben schon erwähnten 4 verschiedenen heraus.

2. Alsdann müsste der Autor eine "Stoffsammlung" der geplanten Inhalte des Buches erstellen.

3. Diesen Stoff müsste er sinnvoll in ein Inhaltsverzeichnis gliedern und auf diese Weise am Thema orientiert den Inhalt begrenzen.
( Ein Unterthema müssten z.B. die historischen und geographischen Bedingungen sein, unter denen die Stile entstanden sind, ein weiteres die Übergänge zwischen ihnen. )

4. Der Autor müsste sich von der Vorstellung verabschieden, im gleichen Buch auch noch alle Wurftechniken und -varianten behandeln zu wollen, weil das "Werk" zu umfangreich würde.

5. Der Autor muss sich klar machen, dass Verlage sehr genau abschätzen, ob sich ein Buch verkaufen lässt. Fliegenfischer sind nach der Erfahrung der Verlage nicht übermäßig lesefreudig und die Thematik dürfte nur Fortgeschrittene interessieren. Außerdem sind Fliegenfischer nur eine kleine Gruppe unter den Anglern, mithin stellt der Verlag ein "Nischenprodukt" her, was es zu verkaufen gilt.

6. Um die Unterschiede zwischen den Stilen deutlich zu machen, bedarf es aufwändiger Zeichnungen. Das kostet.

7. Da es sich überwiegend um "Stilreflektionen" im Buch handelt, kann man daraus kaum ein "buntes" Buch mit hohem Kaufanreiz machen.

Wer es dennoch versuchen möchte, ein Buch für eine "Nischenpopulation" in einer "Nische" zu machen, soll es versuchen, eine interessante Aufgabe wäre es in jedem Fall, aber interessant wären die Ergebnisse allenfalls für einen relativ kleinen Kreis fortgeschrittener, am Fachsimpeln interessierter Fliegenfischer. Wir sind hier nicht in den USA oder England, und die Verlage wissen das.



Gruß Werner
Zuletzt geändert von Werner am 11.07.2004, 12:06, insgesamt 1-mal geändert.
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