Aitel (Döbel) und scheu?

Hier gehts rund um den Fisch. Besonderheiten, spezielle Techniken und Köderwahl auf unterschiedliche Fischarten, u.s.w.

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squid77
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Aitel (Döbel) und scheu?

Beitrag von squid77 »

Hallo Leute.

Ich lese hier im Forum immer wieder, dass Aitel/ bzw. Döbel
scheu sein sollen.
Ich meinerseits habe hier in meinem Hausgewässer total andere
Erfahrungen gemacht.
Bei und Fressen sie einfach alles was ihnen vor die Schnauze fällt.
So z.B. diesen Sonntag einen 50er Brocken auf einen Hechtstreamer.
Alles was auf die Oberfläche klatscht wird attackiert.
Also wenn nichts mehr geht, dann können locker 5-10Döbel gefangen werden.
Nun interessiert mich mal eure Meinung zu diesem Thema.

Grüsse aus der Schweiz
cgx

Beitrag von cgx »

Kann ich nahezu bestätigen. Vor allem, wenn sie als schmatzende Schlemmertruppe unterwegs sind ...
Gastun

Beitrag von Gastun »

Genau das, ich hatte auch nur selten Probleme, ein Aitel an die Fliege oder an den Goldkokpf zu kriegen.

Gastun
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Csfather
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Beitrag von Csfather »

Scheu würde ich nicht sagen.
Ich habe die Erfahrung gemacht, nachdem ich einen gefangen hatte, biss kein Zweiter mehr auf die angebotene Fliege - wird zwar beäugt aber nicht mehr genommen.
Fliegenwechsel oder dünneres Vorfach mit kleinerem Muster brachte dann erst wieder Erfolge.
An anderen Tagen konnte ich ihnen anbieten was ich wollte - DIE wollten einfach nicht.
G C
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Friedemann
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Beitrag von Friedemann »

Wir müssen hier mal unterscheiden ob es sich um halbwüchsige Döbel oder um die Grossen ab ca. 50 cm+ handelt.
Bei den Grossen kann es richtig schwer werden und wenn die nicht
in Beißlaune sind haben wir kaum ne Chance.
Weiterhin müssen wir berücksichtigen ob die Döbel stark und ständig befischt
werden. Da entwickeln sie eine unheimliche Scheu und sind sehr vorsichtig.
Meine besten Erfolge ( auf grosse Döbel ) hatte ich bis jetzt mit dünnen
Vorfachspitzen und kleinen Fliegen. Das Muster spielte eingtlich eine
untergeordnete Rolle.
Gruß aus Hessen
Friedemann
RolandT

Beitrag von RolandT »

Hallo, ich kann mich der Meinung von Friedemann nur Anschließen. In den Gewässern, die ich bisher befischt habe, sind die Döbel schon sehr scheu. Habt ihr schon mal Erlebt, wenn 5-10 große Döbel auf einer Sohlschwelle, die in eine Gumpen führt, stehen, Ihr Präsentiert die Fliege, eine falsche Bewegung und die Jungs sind weg. Dann sitzt Ihr am Ufer und wartet und wartet und wartet und nichts tut sich. Kaum seit Ihr Aufgestanden und 50Meter weit weg, natürlich haben die Jungs mitbekommen, wie Ihr Euern Hinter gedreht habt, schon sind diese wieder an Ort und Stelle um weiter zu futtern als währe nix gewesen. Das habe ich schon oft Erlebt! Und jetzt sag mal noch jemand, die Kameraden seien einfach zu Überlisten. Ich Rede hier allerdings von Döbeln über die 50cm. Döbel können einem schon eine verdammt spannende Fischwaid bieten. Also, Raus mit Euch ans Wasser um den ein oder anderen wirklich schlauen Döbel zu verführen. In diesem Sinne eine ständige spannende Fischwaid auf jene Fischarten, die außer Forellen und Äschen noch so im heimischen Bach vorkommen. Petri Heil und Gut Wasserwaid sagt RolandT
Andreas aus B

Beitrag von Andreas aus B »

Und auch ich kann mich nach dem gestrigen Tag nur meinen beiden Vorrednern anschließen.

Ich habe in den Abendstunden ca. drei Stunden an unserem Gewässer verbracht. Es waren viele Aitel zu sehen. Genau genommen waren NUR Aitel zu sehen. Sonst war nichts unterwegs.

Auch ich habe am Ende einer Rieselstrecke eine Gruppe von ca.10 Aiteln stehen sehen. Ich habe den Rand der Gruppe sehr vorsichtig angeworfen. Leider war der kleinste auch der schnellste und hat die Goldkopfnymphe inhaliert.

Danach war es an dieser Stelle vorbei. Keiner mehr zu sehen.

An einer anderen Stelle war ein recht großes Exemplar zu sehen. Er ließ sich aber mit nichts zum Beissen verleiten. Er hat alles an sich vorbeischwimmen lassen, als wäre er blind.

Als ich weitergezogen war, kam nach etwa 10 Minuten ein Wobblernder Kollege hinter mir hergerannt und hatte "meinen" Aitel an der Schnur baumeln; er wollte mich nur fragen, ob das der Aitel war, den ich die ganze Zeit zu fangen versucht habe. Erstens fand ich es beschissen, dass er mir den Fisch "weggefangen" hat ( :-) ) und zweitens fand ich es noch viel beschissener, dass er den Aitel lebenderweise mit dem Wobbler im Maul ca. 100 m zu mir getragen hat, um ihn mir zu zeigen. Vor mir hat er ihn dann abgeschlagen. Naja...

Um wieder zum Thema zurückzukommen habe also auch ich festgestellt, dass die Schwierigkeit, einen Aitel zu fangen direkt proportional mit dessen Größe steigt. Zumindest bei uns...

Andreas, der jetzt überlegt, ob er auch einen Wobbler hätte einsetzen sollen. ;-)
Whackerking

Beitrag von Whackerking »

Hallo,
am Neckar variert das stark. Gerade im Mai und juni gelingt es hervorragend große Döbel mit der Trockenfliege zu erwischen. Mit Fortschreiten der Saison werden die Fische immer mißtrauischer und steigen nur noch zögerlich. Wesentlich unvoreingenommener gehen sie nun aber auf kleine Streamer oder große Goldkopfnymphen

gruß Jürgen
Flyfisher Flo

Beitrag von Flyfisher Flo »

Ich kann da aus viel Erfarung beim Fang von Döbeln nur sagen Grose Brocken an sehr viel befischten Gewässern ist sehr schwer beizukommen aber mit etwas geduld und guter Gewässerkenntnis sind auch richtig dicke zu fangen gute erfahrungen habe ich zum beispiel schon bei einsetzendem Frost gemacht da stehn die Döbel fast immer an den gleichen Plätzen
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Matthias M.
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Beitrag von Matthias M. »

Hallo,
ich fische in der letzten Zeit bedingt durch die Schonzeit der Salmoniden,
sehr viel in einem kleinen Bach dessen Bestand fast zu 100% aus Döbeln besteht. Selbst momentan steigen in den flacheren Bereichen die kleinen Döbel (bis 30 cm) auf fast alles was man ihnen anbietet, bevorzugstweise auf Buck Caddis größe 12.
Nur an den größeren Exenplaren beiße ich mir die Zähne aus. In den warmen Monaten hatte ich damit Erfolg, dass ich solange Gewartet habe, bis sich ein Größerer mal aus dem Schwarm abgesondert hat, und ich ihn dann mit der Trockenen geziehlt angeworfen habe.
In den letzten Zeit konnte ich einige größere Döbel mit hell grünen Wooly Buggern,die ich unbewegt auf die Döbel zutreiben lies überlisten.

Gruß Matthias
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Beitrag von Olaf Kurth »

Original geschrieben von Matthias Meyer
Hallo,
ich fische in der letzten Zeit bedingt durch die Schonzeit der Salmoniden,
sehr viel in einem kleinen Bach dessen Bestand fast zu 100% aus Döbeln besteht. .........

Hallo Matthias,

ein kleiner Bach (!) dessen Bestand fast ausschließlich aus Döbeln besteht??????????? ...... und der nicht unter die Salmonidenschonzeit fällt?????????

Ein dreifach donnerndes Helau!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!! :suprise: :D :D


Guter Rosenmontagwitz, auch für hessische Verhältnisse. :cool: :rolleyes:


Gruß, Olaf
Und Gott sprach zu den Steinen im Fluss: "Wollt ihr Mitglieder der UNERSCHROCKENEN werden?" Und die Steine antworteten: "Nein Herr, dafür sind wir nicht hart genug."
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Beitrag von Matthias M. »

Hallo Olaf,

von der Gewässerstruktur her ist es ein sehr schönes kleines Gewässer, nur halt leider nicht von der Gewässerqualität. Da von einigen größeren Städten, auch Frankfurter Stadtteilen, die Wässerchen einlaufen. An diesem Gewässer findest du so gut wie keine Salmoniden, höchstens im Oberlauf.

Des Weiteren gibt es dort noch vereinzelnt Rotaugen sowie Barsche, die wie die Döbel aus der Nidda aufgestiegen sind.

Gastkarten erhälst du das ganze Jahr über.

Gruß Matthias und ein dreifaches Hellauuuuu :jeck:
Olaf Kurth
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Beitrag von Olaf Kurth »

Hallo Matthias,

na dann passt's ja wieder!!!!!
Nach deinen Beschreibungen klang das fast schon wie ein Perpetuum mobile für Fliegenfischer. Denn wer von uns wünscht sich nicht in der Salmonidenschonzeit einen kleinen Bach an dem wir die ultraleichten Ruten schwingen könnten.

Aber wenn die Gewässerqualität durch diverse wohlriechende Wässerchen getrübt wird, nehme ich dankend Abstand und wünsche eine schöne Fischerei. :rolleyes: :cool:

Gruß, Olaf (nochfünfWochenwartenbisdieRotgetupftenimGrasliegendürfen)
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