Wie der Name schon sagt: Vor der Haustür fischt es sich fast immer am besten. In Deutschland gibt es eine Vielzahl großartiger "Fliegenwasser". Habt Ihr Fragen oder wollt Ihr eine Empfehlung aussprechen?
Ich habe im Gastkartenverzeichniss diese beiden Seen gefunden, laut dortiger Angaben besetzt mit Salmoniden. Kann mir jemand was zu diesen Seen sagen, und zur Fischerei dort? In einem Angelladen meinte jemand Schönbrunn sei mit riesigen "Seeforellen" besetzt, das werde schon zum Problem.
Bei riesig würd ich mich wohl zum Helfen überreden lassen...
Nun, die Talsperre Deesbach liegt ja nun direkt vor meiner Tür....
kann jedoch leider nix dazu sagen...... habe es beim Fliegenfischen nicht so mit stehendem oder langsam fließenden Wasser interesiere mich aber selber für das Teil und werde da mal nen bißchen nachforschen....
Denke aber, daß das Gewässer nicht bewatbar ist (auf Grund der schnell steigenden Wassertiefe und wohl auch nur wenig Raum zum werfen im Rücken vorhanden ist (steil ansteigende bewachsene Berghänge)..... wäre eigentlich nen super Gewässer für Bellyboat....... aber das ist leider verboten so...... mehr weiß ich im Moment nicht, der Fischbestand soll aber recht gut sein!
Hallo Jens,
falls du noch weieres in Erfahrung bringst lass es mich wissen. Ist fischen vom Boot aus generell verboten oder gibts nur Bestimmungen gegen Belly-Boote?
Ich werde versuchen mir beide Gewässer in den nächsten Wochen mal anzusehen, mich reizt es schon mal im Stillwaser zu fischen...
da ich in Folge entsprechender Erlebnisse in Schweden und Österreich seit einigen Jahren recht begeistert von der Fliegenfischerei im Stillwasser bin, suche ich schon länger nach einer Möglichkeiten in Deustchland. Dabei bin ich im Frühjahr auch auf die Talsperre Deesbach gestoßen. Von Leipzig ist die in etwa 2h zu erreichen.
Habe dann im Juni dort 1/2 Tag geschaut und gefischt.
Mir wurde mitgeteilt, es dürfe nicht mit Boot gefischt werden. Belly habe ich nicht explizit erfragt. Aus der Formulierung des Boots-Verbotes läßt sich jedoch schließen, dass auch Bellys unter dieses Verbot fallen.
Somit habe ich versucht vom Ufer zu fischen. Dies ist zeimlich schwierig. Wie schon von Jens vermutet ist kein Platz für Rückschwung. Lediglich an einer Stelle befindet sich eine kleine Wiese am Ufer (etwa 20 m Uferstrecke).
Waten ist aufgrund des steil abfallenden Ufers und den teilweise weit überhängenden Büschen und Bäumen sowie zahlreicher tückischer Hindernisse unter Wasser kaum möglich. Zudem ist im Uferbereich etwas Schlamm am Grund, was zu einer raschen Eintrübung im Umfeld des Fischenden führt. Entsprechend fischen die Einheimischen dort mit Wurm, Teig, toten Köderfischchen etc, oder mit der Spinnrute.
Beobachten konnte ich einige gute Karpfen, zwei sehr große Schleien, und Unmengen kleine Barsche.
Gefangen habe ich auf einen klienen Streamer eine Bachforelle um 30. Wohlgemerkt habe ich dafür einige Stunden gebraucht und mich nach einem schwierigen, nicht ungefährichen Abstieg durch dichtes Gestrüpp an steilem Hang bis zur Brust in´s Wasser gewagt.
Es sind weiter draußen ganz gelegentlich Fische gestiegen. Ganz gelegentlich soll heißen, dass in meinem Blickfled (nicht Wurffeld!) in etwa drei Stunden 5 bis 10 mal ein Fisch von der Oblefläche genommen hat. Dies waren aus meiner Sicht recht sicher Forellen, die große, helle Fliegen von der Oberfläche nahmen. In Wurfweite habe ich nur ein einziges Mal einen schönen Ringe ausmachen können.
Es werden in der Talsperree Deesbach regelmäßig Forellen von den heimischen Fischern gefangen. Fliegenfischer sind dort nahezu nie zu finden. Große Fische sind nicht an der Tagesordnung (Fische über 40). Allerdings sind diese vorhanden. Fänge von Fischen bis um die 60cm sind bekannt und verbrieft.
Um an die Taalspere zu gelangen ist die eine kleine Wanderung von Nöten (10-15 Minuten) wobei man sich für ien der beiden Seiten zu entscheiden hat. Beide Seiten sind Steilufer. Auf der vom Einflauf gesehenen rechten Seite liegt zwar die Bucht mit kleiner wiese, danach macht eine steile und hohe Felswand den Zugang zum See jedoch unmöglich.
Die meißten Plätz der Ansitzangler liegen auf der linken Seite.
Fazit: Wie bereits vermutet wäre der See mit dem Belly sehr interessant. Allerdings wird gezielte Trockenfischerei auch dann nur in Sternstunden eines Schlupfes Sinn machen. Das Belly müßte eine ganze Ecke getragen werden. Vom Ufer kann die Fischeri eventuell dann interessant sein wenn wirklich rege Obeflächenaktivität in Ufernähe vorhanden ist. Darauf zu spekulieren ist jedoch sehr gewagt. Wenn sich in Erfahrung bringen lasssen könnte, wann (möglichst exakt in welcher Jahreszeit) üblicherweise ein regelmäßiger, nahezu planbarer Schlupf stattfindet, wäre es einen Versuch wert. Ansonsten bleibt Streamefischeri vom Ufer die nur wenig Erfolg verspricht und an ganz wenigen Stellen möglich ist.
Über Infos und Erfahrungen von Euch erfreut
Jan
PS: Im See sind auch Saiblinge vorhanden. Diese stehen jedoch tief, kommen nur ganz selten in Ufernähe und werden auch von den Einheimischen nur in Ausnahmefällen gefangen.