Schußköpfe für Einhand-Ruten
Moderatoren: Maggov, Forstie, Michael., Olaf Kurth
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Matthias
Schußköpfe für Einhand-Ruten
Hallo,
angeregt durch die vielfältigen Meinungen und Erfahrungen im Zweihand-Schußkopf-Thread, habe ich gestern mal diverse Literatur gewälzt, um ähnliches für Einhand-Schußköpfe in Erfahrung zu bringen. Dabei ist mir aufgefallen, daß die empfohlenen Schußkopf-Gewichte teilweise erheblich über dem entsprechenden Gewicht der AFTM-Klasse der Rute liegen und selbst für eine Rutenklasse oft recht unterschiedlich ausfallen. Besonders krass fand ich die Empfehlung eines GuideLine-Experten mit 21-25g für #8/9 (Einhand!!!). Das Verhältnis von Länge und Gewicht des Schußkopfes hängt von den Bedingungen am Wasser ab, die Profis treiben es sogar soweit, den Schußkopf auf die Körpergröße und Rutenlänge/-aktion abzustimmen.
Mir würde es sehr helfen, einfach mal ein Bild über Eure Erfahrungen zu bekommen, also welche Rute benutzt Ihr mit welchem Schußkopf (Hersteller, Modell, AFTM-Klasse, Länge, Gewicht) unter welchen Bedingungen?
Vielen Dank, Matthias
angeregt durch die vielfältigen Meinungen und Erfahrungen im Zweihand-Schußkopf-Thread, habe ich gestern mal diverse Literatur gewälzt, um ähnliches für Einhand-Schußköpfe in Erfahrung zu bringen. Dabei ist mir aufgefallen, daß die empfohlenen Schußkopf-Gewichte teilweise erheblich über dem entsprechenden Gewicht der AFTM-Klasse der Rute liegen und selbst für eine Rutenklasse oft recht unterschiedlich ausfallen. Besonders krass fand ich die Empfehlung eines GuideLine-Experten mit 21-25g für #8/9 (Einhand!!!). Das Verhältnis von Länge und Gewicht des Schußkopfes hängt von den Bedingungen am Wasser ab, die Profis treiben es sogar soweit, den Schußkopf auf die Körpergröße und Rutenlänge/-aktion abzustimmen.
Mir würde es sehr helfen, einfach mal ein Bild über Eure Erfahrungen zu bekommen, also welche Rute benutzt Ihr mit welchem Schußkopf (Hersteller, Modell, AFTM-Klasse, Länge, Gewicht) unter welchen Bedingungen?
Vielen Dank, Matthias
Hallo Matthias!
Also ich fische auf einer RST M3 9ft. #8/9 einen Loop Adapted Clear #9 Intermediate 9,9m Schusskopf, der lädt die Rute bestens auf und lässt sich fein werfen. Hab einmal einen #10 Floating ausprobiert mit dem war's aber schon fast an der Grenze der "Beladbarkeit".
Auf einer Orvis TL Midflex 7.0 9ft. #7 habe ich einen Loop Adapted #8 Floating 10,4m , der ebenfalls bestens funktioniert obwohl die Rute doch eher weich ist.
Prinzipiell ist es, meiner Meinung nach, immer eine "Rumprobiererei" bis man die passenden Schussköpfe für seine Ruten findet. Mit Custom Shooting heads (selber beschnitten usw) habe ich keine Erfahrungen.
Weiters ist die Schwimmeigenschaft des Loop Adapted nicht besonders prickelnd (Spitze sinkt recht bald ein, sehr pflegebedürftig). Bei beiden Köpfen ist aber die Verarbeitung sehr gut (extrem glattes Coating).
Ich habe beide Ruten mit den Schussköpfen beim Bellyboot Fischen in diversen Seen und bei unterschiedlichsten Windbedingungen gefischt, wobei keine Unterschiede im Wurfverhalten zu merken waren. Beim Flussfischen mit grösseren, beschwerten Streamern muss man mit der Orvis teilweise schon ziemlich anrupfen um das Getackle sauber vom Wasser abzuheben was aber nicht weiter stört.
Was noch zu erwähnen wäre, ist, dass die zur Artunterscheidung (Schusskopfklasse) farblich unterschiedlich gefärbten, vorgefertigten Loop-on-Junctions recht steif sind und teilweise in den Ringen haken. Ich habe diese durch Dacron-Loops ersetzt.
Also ich fische auf einer RST M3 9ft. #8/9 einen Loop Adapted Clear #9 Intermediate 9,9m Schusskopf, der lädt die Rute bestens auf und lässt sich fein werfen. Hab einmal einen #10 Floating ausprobiert mit dem war's aber schon fast an der Grenze der "Beladbarkeit".
Auf einer Orvis TL Midflex 7.0 9ft. #7 habe ich einen Loop Adapted #8 Floating 10,4m , der ebenfalls bestens funktioniert obwohl die Rute doch eher weich ist.
Prinzipiell ist es, meiner Meinung nach, immer eine "Rumprobiererei" bis man die passenden Schussköpfe für seine Ruten findet. Mit Custom Shooting heads (selber beschnitten usw) habe ich keine Erfahrungen.
Weiters ist die Schwimmeigenschaft des Loop Adapted nicht besonders prickelnd (Spitze sinkt recht bald ein, sehr pflegebedürftig). Bei beiden Köpfen ist aber die Verarbeitung sehr gut (extrem glattes Coating).
Ich habe beide Ruten mit den Schussköpfen beim Bellyboot Fischen in diversen Seen und bei unterschiedlichsten Windbedingungen gefischt, wobei keine Unterschiede im Wurfverhalten zu merken waren. Beim Flussfischen mit grösseren, beschwerten Streamern muss man mit der Orvis teilweise schon ziemlich anrupfen um das Getackle sauber vom Wasser abzuheben was aber nicht weiter stört.
Was noch zu erwähnen wäre, ist, dass die zur Artunterscheidung (Schusskopfklasse) farblich unterschiedlich gefärbten, vorgefertigten Loop-on-Junctions recht steif sind und teilweise in den Ringen haken. Ich habe diese durch Dacron-Loops ersetzt.
tl Ricci
Instant flyfisher, just add water!
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TorstenHtr
Hallo Mathhias,
21g-24g für ne 8er finde ich ziemlich heftig, schon fast unseriös diese Auskunft (Überlastung der Rute). Ich hab das schon so ziemlich offiziell, von Bruce Richards (3M Scientific Anglers) 2 AFTMA Klassen höher von dem Rutenlabel (18-19 Gramm bei ner 8er). So designt auch 3M ihre WF's.
Das deckt sich auch mit meiner Erfahrung.
Wenn du sehr schwere Fliegen fischst, lieber noch eine Klasse weniger.
Nur musst du wissen was deine Rute eigentlich für eine Schnurklasse hat, bei manchen (vor allem billigen) Ruten weicht das erheblich von dem Rutenlabel ab - dafür gibts z.B. die Common Cents Methode.
Was da bei Scierra mit ihrem Schusskopfprogramm steht finde ich ziemlichen Quatsch (was ist die Berechnungsgrundlage?), mich wundert es blos das die nicht noch die Schuhgröße als Variable genommen haben
Naja, das ist auch eine Firma die absichtlich gegen die AFTMA Norm verstösst.
Wie lang dein Schusskopf ist hängt vom Anwendungszweck und nicht von der Körpergröße ab - z.B. würde ich einen längeren Kopf wählen bei Gegenwind und einen kurzen bei starkem Rückenwind (unter 8m).
Am besten und universellsten finde ich bisher Schussköpfe um 10 - 10.50m.
Die neuen Hardy Schussköpfe liegen exakt in diesem Bereich (10.3m), waren mir blos zu teuer, vielleicht aber was für dich weil du ein komplettes Set bekommen kannst für deine Rute.
Bis dann..
Torsten
21g-24g für ne 8er finde ich ziemlich heftig, schon fast unseriös diese Auskunft (Überlastung der Rute). Ich hab das schon so ziemlich offiziell, von Bruce Richards (3M Scientific Anglers) 2 AFTMA Klassen höher von dem Rutenlabel (18-19 Gramm bei ner 8er). So designt auch 3M ihre WF's.
Das deckt sich auch mit meiner Erfahrung.
Wenn du sehr schwere Fliegen fischst, lieber noch eine Klasse weniger.
Nur musst du wissen was deine Rute eigentlich für eine Schnurklasse hat, bei manchen (vor allem billigen) Ruten weicht das erheblich von dem Rutenlabel ab - dafür gibts z.B. die Common Cents Methode.
Was da bei Scierra mit ihrem Schusskopfprogramm steht finde ich ziemlichen Quatsch (was ist die Berechnungsgrundlage?), mich wundert es blos das die nicht noch die Schuhgröße als Variable genommen haben
Naja, das ist auch eine Firma die absichtlich gegen die AFTMA Norm verstösst.
Wie lang dein Schusskopf ist hängt vom Anwendungszweck und nicht von der Körpergröße ab - z.B. würde ich einen längeren Kopf wählen bei Gegenwind und einen kurzen bei starkem Rückenwind (unter 8m).
Am besten und universellsten finde ich bisher Schussköpfe um 10 - 10.50m.
Die neuen Hardy Schussköpfe liegen exakt in diesem Bereich (10.3m), waren mir blos zu teuer, vielleicht aber was für dich weil du ein komplettes Set bekommen kannst für deine Rute.
Bis dann..
Torsten
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Matthias
Hallo Ricci und Torsten,
vielen Dank für Eure Antworten, das ist schonmal ein guter Anhaltspunkt für mich. Ich hatte zwar gehofft, daß die Resonanz größer ist, aber vielleicht kommt ja noch was?! Es muß ja kein langes Posting sein, eine Zeile mit Rute und passendem Schußkopf genügt ja ...
Die Angabe von 3M Scientific Anglers deckt sich auch mit den Angaben von Vision für deren Salzwasserruten (19g für 'ne 8er). Ich denke, daß man mit 20g für 'ne #8/9er Rute ganz gut klarkommen müßte. Gibt es irgendwo eine gute Beschreibung der Common Cents Methode?
Viele Grüße, Matthias
vielen Dank für Eure Antworten, das ist schonmal ein guter Anhaltspunkt für mich. Ich hatte zwar gehofft, daß die Resonanz größer ist, aber vielleicht kommt ja noch was?! Es muß ja kein langes Posting sein, eine Zeile mit Rute und passendem Schußkopf genügt ja ...
Die Angabe von 3M Scientific Anglers deckt sich auch mit den Angaben von Vision für deren Salzwasserruten (19g für 'ne 8er). Ich denke, daß man mit 20g für 'ne #8/9er Rute ganz gut klarkommen müßte. Gibt es irgendwo eine gute Beschreibung der Common Cents Methode?
Viele Grüße, Matthias
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Benny
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Nico (Berlin)
Moin!
Kann zwar nicht soviel über Einhandköpfe sagen, aber bei Zwohändern kommt das mit 21-25g für 8/9 schon hin, viell. sogar eher die 25. War gestern noch etwas testen: Mit der 7er DS2 ging ein Sk mit 17g sehr gut, hatte noch einen Intermed. mit 21g, das war zuviel. Finde, bei der Sage stimmt die Klasse, die angegeben ist. Habe aber auch schon anderes erlebt. Ich finde aber auch, das das sehr mit dem Werfer und der Distanz zusammenhängt.
Nico
Kann zwar nicht soviel über Einhandköpfe sagen, aber bei Zwohändern kommt das mit 21-25g für 8/9 schon hin, viell. sogar eher die 25. War gestern noch etwas testen: Mit der 7er DS2 ging ein Sk mit 17g sehr gut, hatte noch einen Intermed. mit 21g, das war zuviel. Finde, bei der Sage stimmt die Klasse, die angegeben ist. Habe aber auch schon anderes erlebt. Ich finde aber auch, das das sehr mit dem Werfer und der Distanz zusammenhängt.
Nico
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Benny
Hallo,
habe ne 4teilige DS Kl 5 9Ft (alte Serie) die wirft ne 5èr Schnur erst ab über 15 Metern (DT) sauber mit ner 6 DT ist sie aber auch bei mehr wie 20 Metern (braucht man vielleicht für 5% der Fische) nicht überladen.
Ich finde die Schnurklasse sollte sich auf die Fischereidistanz beziehen und das ist bei einer Forellenrute für Bach und Fluss in der Regel unter 20m.
Ne gute Kohle Faser steckt dann bei 25 M würfen (die man in der Regel nicht in der Luft hält) auch noch die 2-3 Gramm mehr weck.
Gruß
Benny
habe ne 4teilige DS Kl 5 9Ft (alte Serie) die wirft ne 5èr Schnur erst ab über 15 Metern (DT) sauber mit ner 6 DT ist sie aber auch bei mehr wie 20 Metern (braucht man vielleicht für 5% der Fische) nicht überladen.
Ich finde die Schnurklasse sollte sich auf die Fischereidistanz beziehen und das ist bei einer Forellenrute für Bach und Fluss in der Regel unter 20m.
Ne gute Kohle Faser steckt dann bei 25 M würfen (die man in der Regel nicht in der Luft hält) auch noch die 2-3 Gramm mehr weck.
Gruß
Benny
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uwe fraas
Moin Matthias,
um deine Frage nach Rute und Schusskopfgewicht mal präzise zu beantworten, hier meine Zusammenstellung Scierra HM2 Saltwater mit 17,5--19 gramm Schussköpfen zwischen 8 metern und 10,5 metern . Die Schweren und kurzen bei "schweren " Wind an der Küste , die leichten und langen bei weniger Wind . Bei normalen Winden nehme ich eine WF 8 . Alle Schnüre und Schussköpfe sind von furchtbar unseriösen Normverletzern , funktionieren aber gut und ich bin zufrieden.
Gruss Uwe
P.s
Eine DT 8 Schnur wiegt bei einer Länge von 15 metern ca 20,6-bis 23,1 gramm , das ist eine gute Berechnungsgrundlage um seinen Schusskopf zu schnippeln , hast du eine Rute die auch an der Obergrenze liegt kannst du auch mal auf 25 gramm kommen .
um deine Frage nach Rute und Schusskopfgewicht mal präzise zu beantworten, hier meine Zusammenstellung Scierra HM2 Saltwater mit 17,5--19 gramm Schussköpfen zwischen 8 metern und 10,5 metern . Die Schweren und kurzen bei "schweren " Wind an der Küste , die leichten und langen bei weniger Wind . Bei normalen Winden nehme ich eine WF 8 . Alle Schnüre und Schussköpfe sind von furchtbar unseriösen Normverletzern , funktionieren aber gut und ich bin zufrieden.
Gruss Uwe
P.s
Eine DT 8 Schnur wiegt bei einer Länge von 15 metern ca 20,6-bis 23,1 gramm , das ist eine gute Berechnungsgrundlage um seinen Schusskopf zu schnippeln , hast du eine Rute die auch an der Obergrenze liegt kannst du auch mal auf 25 gramm kommen .
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TorstenHtr
Hi!
Nico, bei Zwohändern kommt das hin, weil diese anders spezifiziert sind -
eine Zwohandschnur (WF) hat nen wesentlich schwereren Belly als eine Einhandschnur. Wahrscheinlich ist das historisch zu begründen weil man DT's geworfen hat mit Zweihändern und dabei wesentlich mehr Schnur und daher Masse im D-Loop gehalten hat als bei ner Einhand.
Z.B. die Vision Schussköpfe für die Einhand sind daher wesentlich leichter als die Zweihand-Schussköpfe.
Die Vision Angaben für die Schussköpfe sehen sehr ordentlich aus, wie generell Vision eine gute Firma zu sein scheint (wahrscheinlich haben die die kompetenteren Entwickler).
Zumindestens habe ich noch kein schlechtes Vision Produkt gesehen ..
Bis dann..
Torsten
Nico, bei Zwohändern kommt das hin, weil diese anders spezifiziert sind -
eine Zwohandschnur (WF) hat nen wesentlich schwereren Belly als eine Einhandschnur. Wahrscheinlich ist das historisch zu begründen weil man DT's geworfen hat mit Zweihändern und dabei wesentlich mehr Schnur und daher Masse im D-Loop gehalten hat als bei ner Einhand.
Z.B. die Vision Schussköpfe für die Einhand sind daher wesentlich leichter als die Zweihand-Schussköpfe.
Die Vision Angaben für die Schussköpfe sehen sehr ordentlich aus, wie generell Vision eine gute Firma zu sein scheint (wahrscheinlich haben die die kompetenteren Entwickler).
Zumindestens habe ich noch kein schlechtes Vision Produkt gesehen ..
Bis dann..
Torsten






