Gmundner Traun ?

Ihr sucht ein Plätzchen, wo es sich gut Fliegenfischen läßt? Oder habt Ihr im Urlaub besonders gute oder schlechte Erfahrungen gemacht und möchtet diese weitergeben? Inklusive Salzwasser- (Süden-) Fliegenfischen.

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Royal Coachman
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Gmundner Traun ?

Ungelesener Beitrag von Royal Coachman »

Hallo Freunde, lest euch das mal durch, wann könnte das gewesen sein ?

FISCHEREIGEBIET GMUNDEN - TRAUNFALL

( erstklassiges Sportwasser .)

Die Traun vom Ausflusse des Traunsees in Gmunden 13 km flußabwärts bis zum Traunfall, der eine Sehenswürdigkeit ersten Ranges bildet.
Die Traun ist hier bereits ein mächtiger Fluß von 60 bis 70 m Breite geworden, in welchem die Edelfische durchschnittlich ein höheres Gewicht erreichen als in den meisten übrigen Fischwässern der nördlichen Alpengebiete. Die weitaus beste Strecke des Fischwassers liegt unmittelbar bei und unterhalb Gmunden. Bei nicht zu hohem Wasserstande kann auch vom Kahn aus gefischt werden.

SPORTFISCHE und KÖDER

Die meisten Forellen besitzen in diesem Teile der Traun ein Stückgewicht von ca 1/2 kg, doch werden jedes Jahr auch viele Forellen ( zumeist Kreuzungen mit der Seeforelle des Traunsees) von 1 - 1 1/2 kg Gewicht und vereinzelt auch größere von 2 1/2 - 3 1/2 kg gefangen. Auch starke Äschen im Gewichte von 3/4 kg aufwärts sind nächst Gmunden zahlreich, Hechte bis zu 4 kg vereinzelt vorhanden; der Äschenbestand überwiegt.
Von künstlichen Fliegen haben sich bei vieljähriger Berufsfischerei in der Traun : March Brown im Frühjahre und Red Spinner sowie Wickhams Fancy das ganze Jahr über vortrefflich bewährt. Gut verwendbar sind ferner :
Governer, Alder Fly, May Fly, August Dun, Orange Dun, Blue Upright, Dark Sedge, Oakfly, Fern Fly, Orange Sedge und Wasp Fly.

SPORTLIZENZ und FÜHRER

Sportlizenzen werden in der Forstdirektion in Gmunden täglich zwischen 9 - 12 Uhr vormittags und 3 - 5 Uhr nachmittags, an Sonn- und Feiertagen jedoch nur vormittags ausgegeben. Lizenzausgabe beschränkt .
Führer erhält man nach erfolgtem Ankauf der Sportlizenz stets beim Fischereipächter Herrn Anton Höplinger, welcher den Fischverschleiß an der großen Traunbrücke in Gmunden betreibt und im Bedarfsfalle auch ein Boot beistellt. Fischereipächter Höplinger, welcher den Sportfischer nach Möglichkeit selbst als Führer begleitet oder einen seiner vorzüglich ausgebildeten Fischer als Führer beistellt, besitzt ein reiches Sortiment selbst angefertigter, bewährter Fliegen. Bei Kahnbenützung, welche nur für das mit den Strömungsverhältnissen vertraute Fischereipersonal ungefährlich ist, erfolgt kein Zuschlag zur Führergebühr. Das Fischwasser verläuft entlang der Lokalbahnstrecke Gmunden - Lambach ( Haltestelle am Traunfall ) .
_____________________________________________________________


Wer das löst, kriegt leider keinen Preis, ich hoffe es interessiert ein paar
Traunverrückte .


Euer in Winterruhe verharrender

Royal Coachman

PS: dieser Beitrag wurde aus einer offiziellen Broschüre entnommen !
Zuletzt geändert von Royal Coachman am 08.12.2004, 23:28, insgesamt 1-mal geändert.
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Thomas aus Hamm
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Ungelesener Beitrag von Thomas aus Hamm »

Ganz einfach Gebhard,

das war 1999, weil ab dem Jahr 2000 hatten die Leihboote 60 PS Mercury
Außenborder:D


meint der Hammer, der im Juli 2000 die Motorleistung des Außenborders
getestet hat und direkt am Seeablauf mit dem Boot übers Holzwehr
gesprungen ist......die Tungsten NYmphe im Schlepp.....is klar:D
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Wehrsprung !

Ungelesener Beitrag von Royal Coachman »

:D :D

Hallo Thomas !

Das war schon ganz knapp, aber doch vorbei !
Aber mit der Nymphe im Schlepp ist mal was Neues !




tight lines

Gebhard

:D :D
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Markus H.

Ungelesener Beitrag von Markus H. »

Hallo R.C.,

da hast Du uns ja ein feines Rätsel gestellt. Ich werde gleich noch im "Ritz" und in "Hans Gebetsroither-Ein Leben dem Fliegenfischen" wälzen. Vielleicht finde ich da etwas. Denke es könnte so gegen Ende der 30er Jahre (1935-1940) gewesen sein. Melde mich morgen nochmal !


So long....;)
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Harald aus LEV
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Ungelesener Beitrag von Harald aus LEV »

Hallo RC,
als "Flachlandtiroler" kenne ich die Gegebenheiten an der Traun zwar nicht, aber anhand des Schreibstiles und anhand der Fliegenmuster schätze ich, daß es spätestens in den 1940er Jahren war.
Gruß Harald
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Ungelesener Beitrag von Royal Coachman »

Hallo Harald!

Man muß die Traun nicht gesehen haben um in etwa auf das Erscheinugsjahr dieser Broschüre zu kommen, in welcher dieser Beitrag veröffentlicht wurde.
Aber rund um 1940 wäre wohl zu einfach .

mit freundlichem tight lines
Gebhard
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Markus H.

Ungelesener Beitrag von Markus H. »

Hallo R.C.,


ich habe nochmal nachgelesen aber recht viel mehr habe ich nicht gefunden.
Lege mich jetzt einfach mal auf 1938 fest ! Damals hat C. Ritz noch bei Höplingers nachgefragt ob H. Gebetsroither als Führer noch zu haben ist. Nachzulesen ist das im Ritz unter dem Kapitel "Nachtfischen an der Traun".
Also bis bald und eine schöne Weihnachtszeit.:p
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Ungelesener Beitrag von Royal Coachman »

Hallo Wooly Bugger !

Was Du da gefunden hast ist schon richtig , aber diese Abhandlung über die Fischerei im Salzkammergut ist nicht aus dieser Zeit, außerdem gab es zu diesem Zeitpunkt den Traunfall nicht mehr ( Kraftwerksbau ). Die Frage nach dem Zeitpunkt ist von mir vieleicht falsch gestellt, es sollte heißen Jahrzehnt .

Morgen kommt die Auflösung, mit einigen interessanten Details , ich will das Ganze nicht in die Länge ziehen.

mit tight lines
Gebhard
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RolandT

Ungelesener Beitrag von RolandT »

,,Die meisten Forellen besitzen in diesem Teile der Traun ein Stückgewicht von ca 1/2 kg, doch werden jedes Jahr auch viele Forellen ( zumeist Kreuzungen mit der Seeforelle des Traunsees) von 1 - 1 1/2 kg Gewicht und vereinzelt auch größere von 2 1/2 - 3 1/2 kg gefangen. Auch starke Äschen im Gewichte von 3/4 kg aufwärts sind nächst Gmunden zahlreich, Hechte bis zu 4 kg vereinzelt vorhanden; der Äschenbestand überwiegt.
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Hallo royal coachman, nach dieser Passage zu urteilen, müßte die Zeitspanne zwischen 1920-1930 sein. Ich dachte, das ich diese Beschreibung in einem der Traunjournale gelesen habe. Konnte jedoch nichts finden. Dieser Bericht könnte auch aus einer Angelzeitschrift der 20er und 30er Jahre Stammen. Bin jedoch leider bei meiner Suche danach nicht fündig geworden. Dabei kommt mir das doch so bekannt vor. Naja, Du wirst das Geheimnis bald lüften, dann kommt vielleicht der große Aha Effekt. Bin mal neugierig wo es gestanden ist!! Herzlichst RolandT
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Auflösung

Ungelesener Beitrag von Royal Coachman »

Hallo Freunde !

Diese Abhandlung wurde aus der Broschüre, " die Sportfischerei in Österreich " herausgegeben vom k.u. k. Ackerbauministerium Wien 1910 entnommen.

Ich bin durch Zufall auf dieses Büchlein im Taschenbuchformat gestoßen, das wahrscheinlich der erste Werbeprospekt für die kommmerzielle Fischerei war. Es sind darin die Fischwässer der Monarchie beschrieben ( von Südtirol bis Galizien ), sowie die darin zu fangenden Fische und die genaue Anfahrt mit dem Zug, Auto gab's ja damals noch nicht . Die Lizenzpreise in Kronen und Heller kann man nicht nachvollziehen, da uns die Vergleichswerte fehlen , so eine Jahreskarte kostete damals so um die 5 - 8 Kronen .
Doch nun zur Traun : an der Traun gab es fünf Beruffischer, die aber , und das ist einzigartig, nicht mit Netzen, Reusen und Legangeln den Markt und die Gastronomie versorgten, sondern ausschließlich durch angestellte Fischer, die mit der Fliege an der Fliegenrute die Fische fingen.
Was muß da für ein Fischreichtum geherrscht haben , für heutige Begriffe nicht leicht vorstellbar, doch erklärt es die große Tradition der Fliegenfischerei in dieser Gegend, die solch hervorragende Fischerpersönlichkeiten wie unter anderen Gebetsroither alias
" Neger Hans " hervorgebracht hat. Was nun die Fliegen betrifft, finden sich diese mit genauester Bindeanleitung im Buch von Dr. Heintz " der Angelsport im Süßwasser " 1903 ( richtig getippt : Heintzblinker ! ) , sie tauchen als Behmfliegen auch in den Katalogen bis ungefähr 1925 auf und sind generell etwas buschig gebunden.

Das mit dem Rätsel hat sich während des Schreibens so ergeben, ich hoffe euch nicht gelangweilt zu haben und verbleibe mit Grüßen aus der Winterruhe euer

Royal Coachman
Zuletzt geändert von Royal Coachman am 12.12.2004, 21:03, insgesamt 1-mal geändert.
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Harald aus LEV
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Ungelesener Beitrag von Harald aus LEV »

Hallo R.C.,

ich finde die Abhandlung sehr interessant.
Allerdings ist das so lange her, da wäre ich nicht darauf gekommen.
1910 war das Geburtsjahr meines längst verstorbenen Opas.
Er hat mir als Kind erzählt, daß er sich aus seiner Kindheit erinnere, daß der Rhein im Bereich Köln-Leverkusen (LEV-gab´s damals noch gar nicht) im Winter gelegentlich zugefroren sei - heute undenkbar! - und daß der Rheinsalm zum Laichen regelmäßig aufgestiegen sei. In den 60 er - 70 er Jahren konnte ich das nicht so recht glauben, aber jetzt weiß ich daß es war war, denn auch heute steigen sie wieder auf!
Gruß Harald
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