Vermehrung von NATURNAHRUNG

Hier geht es um wichtige Belange wie Naturschutz, sinnvolle Gewässer-Bewirtschaftung, schonender Umgang mit Umwelt und Kreatur, Ärgernisse (Schlagthemen) wie Klein-Wasserkraft & Kormoran und Rechtliches.

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forelle1707

Vermehrung von NATURNAHRUNG

Ungelesener Beitrag von forelle1707 »

Jeder(fast) möchte immer mehr Fische besetzen!obwohl es in den meisten Gewässern nur eine bestimmte Menge an Fressbahrem gibt!
Wie könnte man den für mich richtig anfangen?Wenn man mehr Naturnharung einbringen könnte,durch z.b.einbringen von Reisig oder Rieselstrecken bauen(z,b,für Bachflohkrebse u,s,w,) oder????Gibt es jemand der schon Erfahrung hat?
thomas t.

Ungelesener Beitrag von thomas t. »

Habe einen alten Bericht gelesen, ging um die Renaturierung eines Baches, der nach der naturnahen baulichen Gestaltung (Totholzeintrag, Steinschüttungen) im Uferbereich stellenweise mit Uferpflanzen bestückt wurde und dann, darauf legte der Autor besonderen Wert das Ufer mit Erlen bepflanzt wurde. Lt. Aussage des Autors begünstigen die Erlen durch Ihren Laubabwurf die Ansiedlung von Bachflohkrebsen, die sich vom im Wasser verrottendem Laub ernähren und dabei Erlenlaub bevorzugen.
Wie gesagt, nur gelesen keine eigenen Erfahrungen aber vielleicht hilft es.

Gruß Thomas
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Rattensack
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Ungelesener Beitrag von Rattensack »

Servus Forelle1707,

möchte dich nur darauf hinweisen, dass in fast allen Fälle nicht die Nahrung den Fisch- bzw. Salmonidenbestand limitiert, sondern die Lebensraumverfügbarkeit (Laichplätze, Jungfisch- und Adultfischhabitate). Ausnahmen fallen mir nur versauerte Urgesteinsbäche ein und massiv durch anderwärtige menschliche Einflüsse (Chemieabwässer oder so) veränderte Gewässer. Durch Regulierung, Einstau, Restwasser, Schwall und die ganzen anderne netten Sachen, die man unseren Fließgewässern so angetan hat, wird in der Regel die Habitatqualität weit stärker verringert als das Nahrungsangebot.

Ein Beispiel, wie man die Lebensraumverfügbarkeit in Salmonidengewässern verbessern kann (unter optimalen Rahmenbedingungen, sprich Geld, Grund & Wille), findest auf unserer Homepage.

http://www.ezb-fluss.at/downloads/Renat ... tzbach.pdf
(viele Bilder, darum sehr großes File, 4 MB)

Lg,
Clemens
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Rattensack
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Ungelesener Beitrag von Rattensack »

P.S.: Natürlich verbessert man durch eine derartige, am natürlichen Leitbild orientierte Renaturierung, zusätzlich auch die Verfühgbarkeit von Naturnahrung. Z.B. eingebaute Rauhbäume, haben eine enorme innere Oberfläche, hier sammeln sich die von Thomas angesprochenen Laubpakete, und es kommt zu einer Massenentwicklung z.b. von Flohkrebsen.

Clem
Graylinglover

Ungelesener Beitrag von Graylinglover »

Hallo Clem ;)

So hört man ja wieder etwas voneinander.
Kann Dich nur mal wieder bestätigen. Zuerst der Lebensraum!
Vielleicht nur soviel - Erlenlaub ist extrem stickstoffhaltig (Erlen haben eine Symbiose mir Strahlenpilzen, die den Luft-N fixieren können und daher wird das Laub auch Grün abgeworfen. Haben schließlich genug davon). Dieses Laub wird von allen Zerkleinerern bevorzugt und schnell vertilgt. Weiden- und Pappellaub hingegen sind schwer "verdaulich". Bei kleineren Fließgewässern sollten bei Renaturierungsmaßnahmen also immer Erlen direkt ans Ufer gepflanzt werden. Nicht nur zur Uferbefestigung und Erzeugung von Unterständen, sondern auch zur Laubproduktion. Zu viel des Guten ist aber auch schlecht, da permanente Beschattung im Sommer verhindert, das Algen und Wasserpflanzen wachsen können. Da müssen die Tiere dann bis zum Herbst "hungern", da das Laub schon überwiegend abgebaut ist. An größeren Fließgewässern wachsen natürlicherweise kaum Erlen direkt am Fluß und die Produktion innerhalb des Gewässers ist viel entscheidender als der (kurzzeitige) Laubeintrag. Dort hilft sowieso nur Renaturierung ...

Beste Grüße

Robert
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Rattensack
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Ungelesener Beitrag von Rattensack »

Ahhh, tatsächlich eine praktische Anwendung des gutenalten RCC!
Wer hätte das gedacht?
Grüße, Clemens
Graylinglover

Ungelesener Beitrag von Graylinglover »

Clem ;) :) :D

Man ich mußte vielleicht lange überlegen. Royal Country Club, Royal Coachman Concept ...

Für Nichtgewässerbiologen: RCC bedeutet River Continuum Concept. Hat man sich in den 80ern ausgedacht. Auf gut Deutsch: Alles (Nährstoffe, Nahrung, Geschiebe) geht den Bach (Fluß) runter, und das ist auch gut so! Das die pazifischen Lachse die Oberläufe mit Material aus dem Meer "düngen" ist darin allerdings noch nicht berücksichtigt :D

Beste Grüße

Robert
forelle1707

Reschbeckt

Ungelesener Beitrag von forelle1707 »

Hallo rattensack+Kollegen
Was ihr an/in eurem Gewässer gemacht habt,ist Wahnsinn!!!Wenn man ein zwar viel kleineres aber halt auch ein schönes Gewässer hat(2-4m breit+20cm-3m tief) , da weiss man um die wahnsinnige Vorarbeiten! Diese würde ich sagen mind: 95% der Personen nicht Einschätzen können!!Hut ab vor euren tatkräftigen Mitgliedern+vermutlich auch Beamten/Bürgermeister!Ich hab das ja alles noch voll im laufen!!!Gespräche mit Anwohnern+Bürgermeitern+Bauern+Fischwilderer+Grünschnitt+Müllentsorger(war halt immer so!!)"meine" Renaturierung besteht im moment daraus die alten an der seite liegende Störsteine wieder einzubringen ! Schwellen wieder an die früher mal vorhanden Plätze eizubringen um z,b, sauerstoff zu Fördern+Unterstellplätze für Fische vorhandenes Wurtzelwerk einbringen+Totholz in stammform einbringen!das alles mit Flaschenzüge/selbstkonstruierte Wannenschlitten für Steinetransport+viel Muskelkrafffffft!!(danach Kreutzwehhhh!!)mein Bächlein ist zu 80%nicht mit großem Gerät zu bearbeiten!alles in Privatgrundstückern drinn!!aber Gut Ding will Weile!!mein neuster Versuch besteht darin in kleinere Holzpalette Erlen/alten Grünschnitt dicht aneinander wie ein grosser Reisigbesen zu Stopfen/befestigen und mit Steinen/Eisenpfählen als kleine Schwelle + HammHamm für z,b, Bachflohkrebse u,s,w,einzubringen!Im Frühjahr mal Prüfen ob meine Idee erfolgreich ist!?Bin für weitere Ideen immer offen!!
Michael
Graylinglover

Ungelesener Beitrag von Graylinglover »

@ forelle1707

Hallo Michael,
ich komme ja aus dem Odenwald (Altenbacher Kochlöffelschnitzer). Ist das die Weschnitz von der Du sprichts? Schick mir doch 'ne PN. Ich melde mich dann morgen bei Dir.

Beste Grüße

Robert
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