CZECH - NYMPHING, pro und contra
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Royal Coachman
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CZECH - NYMPHING, pro und contra
Hallo Freunde !
Da in letzter Zeit in einigen Threads dieses Thema vermehrt auftaucht, sollten wir versuchen es emotionslos und sachlich zu diskutieren .
mit tight lines
euer eingeschneiter und schockgefrosteter
Royal Coachman
Da in letzter Zeit in einigen Threads dieses Thema vermehrt auftaucht, sollten wir versuchen es emotionslos und sachlich zu diskutieren .
mit tight lines
euer eingeschneiter und schockgefrosteter
Royal Coachman
Der immer auf Seiten der Fische steht!
Hallo Gebhard, sorry aber ich verstehe deine Umfrage nicht ganz. Warum sollte denn CZ Nymphing überhaupt verboten werden und was verstehst du überhaupt darunter ? Wenn ich mit hoher, langer Rute und kurzer Schnur mit schweren Nymphen (und evtl. Springer) über Grund fische, dann kommt das auf die Gewässerstruktur darauf an (Strömung,Tiefe usw.) und nicht auf die Gewässergröße. Im schnellen Gebirgsbach macht man das ja automatisch (high sticking) während man in größeren Gewässern auch mit Sinkschnur o.ä. auf Grund kommt. Heute ist übrigens Saisonstart an meinem Hauswasser, es hatte -23°C und 50cm Schnee, ich hab den Fluß garnicht gefunden
(
Eure Frostigkeit Karl
Eure Frostigkeit Karl
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RolandT
Hallo Royal Coachman, da möchte ich doch mal den Anfang machen. (ups, der Karl war schneller!) Da ich mich mit diesem Thema seid nun mehr 15 Jahren beschäftige, denke ich, das ich dazu berechtigt bin auch in der Öffentlichkeit ab und zu mal meine Meinung kundtun zu dürfen.
Ganz am Anfang möchte ich dazu sagen, das ich absolut nichts gegen diese Methode einzuwenden habe, wenn diese verantwortungsvoll eingesetzt wird. Bei meinen unzähligen Reisen nach CZ, der Slowakei und Polen habe ich in den zurückliegenden 15 Jahren, mich mit der Technik der PL bzw. CZ Nymphe, in allen 3 genannten Ländern nehmen es eine Vielzahl Fliegenfischer für sich in Anspruch, diese Art des Nymphenfischens erfunden zu haben. Wie dem auch sei, ich finde das dies doch nicht so wichtig ist. Jedenfalls wird in Polen, Tschechien und der Slowakei fast ausschließlich und ziemlich Intensiv mit dieser Art des Nymphenfischens geangelt. Ich hatte in den zurückliegenden Jahren genügend Gelegenheiten, mich in das so genannte Geheimnis dieser Art des Fliegenfischens Unterweisen zu lassen. Hierbei handelt es sich, wie vielerorts bekannt, mit zwei Nymphen, mit einem doch relativ schweren Strecker und einem Springer an kurzer Leine, das Gewässer Meter für Meter Intensivst abzufischen. Vergleichen kann man diese Angelart mit der Methode des Angelns mit einem Tiroler Hölzl. Das dies nicht so sei, wird von allen die diese Methode anwenden, fast immer bestritten.
Ich persönlich sehe keine Probleme, wenn diese Art des Fliegenfischens in großen Flüssen praktiziert wird. Problematischer wird es erst, wenn man auf diese weise kleinere Flüsse und Bäche befischt, wo letztendlich ein jeder Fisch auf diese Trügerische Art des Angelns hereinfällt. Ich bin in den ganzen Jahren die ich in Polen, Tschechien und der Slowakei mit der Fliegenrute in der Hand unterwegs gewesen bin, an einer Vielzahl von Gewässern zum fischen gewesen, die auf diese Art und weise leergefischt wurden. Und hier bin ich an dem Punkt angelangt, wo ich einige Zeilen weiter oben sagte, das es ein Problem ist, wenn man nicht an sich halten kann und ein jeder Fisch dem Wasser entnommen wird. Jetzt sollte der ein oder andere nicht gleich anfangen Rumzumotzen. So ist es nun einmal. Und wer heute hergeht und diese Art des Fischens versucht bei uns salonfähig zu machen, verdient in meinen Augen nicht den Namen eines Fischgerechten Fliegenfischers. Aber Bitte: Wer sein Wasser Ruinieren lassen möchte, der soll ruhig hergehen und diese Art des Nymphenfischens als Gut zu bezeichnen.
Als ich vor etwa 30 Jahren angefangen habe mit der Fliegenfischerei, da durchlief man die ersten Jahre als Trockenfliegenfischer. Der Weg war steinig genug bis man die erste Forelle an die Fliege bekam. Erst viel später kam dann das Thema Nymphen und Nassfliegenfischen dazu. Da haben die Lehrmeister, die man damals noch hatte, penibel darauf geachtet. Und heute: Eine Vielzahl der Fliegenfischer, die mit diesem wunderschönen Hobby beginnen, bei den geht es gleich mit der Nymphe los. Schließlich ist das die Erfolgreichste Art des Fliegenfischens. Wenn ich am Wasser die meisten Fliegenfischer beobachte, so ist heutzutage kaum noch jemand in der Lage, vom Stilistischen her gesehen eine einigermaßen saubere Leinenführung hinzubekommen. Aber 1 Meter vor sich, bis unter die Axeln im Wasser stehend, mit kurzer Leine und schwerer Nymphe zu fischen, das beherrscht fast ein jeder. Vom Ufer aus eine steigende Forelle anzufischen, die 12 Meter entfernt am anderen Ufer steht, das kann auch kaum noch einer. Aber bis auf einen Meter heranwaten um den Fisch die Fliege auf die Nase zu klatschen, das bezeichnen viele als Fliegenfischereiliche Meisterleistung. Was ist nur aus dieser Art des Angelns geworden? Naja so ist das nun mal.
Das soll es ersteinmal von meiner Seite gewesen sein. Mal sehen, was für eine Diskussion hier zustande kommt. Ich jedenfalls hoffe, das es auf einer vernünftigen Basis abläuft, die fachlich und vorallem sachlich geführt wird.
Schauen wir mal. In diesem Sinne auf eine Vernünftige Diskussionsrunde.
Petri Heil und Gut Wasserwaid wünscht
RolandT
Ganz am Anfang möchte ich dazu sagen, das ich absolut nichts gegen diese Methode einzuwenden habe, wenn diese verantwortungsvoll eingesetzt wird. Bei meinen unzähligen Reisen nach CZ, der Slowakei und Polen habe ich in den zurückliegenden 15 Jahren, mich mit der Technik der PL bzw. CZ Nymphe, in allen 3 genannten Ländern nehmen es eine Vielzahl Fliegenfischer für sich in Anspruch, diese Art des Nymphenfischens erfunden zu haben. Wie dem auch sei, ich finde das dies doch nicht so wichtig ist. Jedenfalls wird in Polen, Tschechien und der Slowakei fast ausschließlich und ziemlich Intensiv mit dieser Art des Nymphenfischens geangelt. Ich hatte in den zurückliegenden Jahren genügend Gelegenheiten, mich in das so genannte Geheimnis dieser Art des Fliegenfischens Unterweisen zu lassen. Hierbei handelt es sich, wie vielerorts bekannt, mit zwei Nymphen, mit einem doch relativ schweren Strecker und einem Springer an kurzer Leine, das Gewässer Meter für Meter Intensivst abzufischen. Vergleichen kann man diese Angelart mit der Methode des Angelns mit einem Tiroler Hölzl. Das dies nicht so sei, wird von allen die diese Methode anwenden, fast immer bestritten.
Ich persönlich sehe keine Probleme, wenn diese Art des Fliegenfischens in großen Flüssen praktiziert wird. Problematischer wird es erst, wenn man auf diese weise kleinere Flüsse und Bäche befischt, wo letztendlich ein jeder Fisch auf diese Trügerische Art des Angelns hereinfällt. Ich bin in den ganzen Jahren die ich in Polen, Tschechien und der Slowakei mit der Fliegenrute in der Hand unterwegs gewesen bin, an einer Vielzahl von Gewässern zum fischen gewesen, die auf diese Art und weise leergefischt wurden. Und hier bin ich an dem Punkt angelangt, wo ich einige Zeilen weiter oben sagte, das es ein Problem ist, wenn man nicht an sich halten kann und ein jeder Fisch dem Wasser entnommen wird. Jetzt sollte der ein oder andere nicht gleich anfangen Rumzumotzen. So ist es nun einmal. Und wer heute hergeht und diese Art des Fischens versucht bei uns salonfähig zu machen, verdient in meinen Augen nicht den Namen eines Fischgerechten Fliegenfischers. Aber Bitte: Wer sein Wasser Ruinieren lassen möchte, der soll ruhig hergehen und diese Art des Nymphenfischens als Gut zu bezeichnen.
Als ich vor etwa 30 Jahren angefangen habe mit der Fliegenfischerei, da durchlief man die ersten Jahre als Trockenfliegenfischer. Der Weg war steinig genug bis man die erste Forelle an die Fliege bekam. Erst viel später kam dann das Thema Nymphen und Nassfliegenfischen dazu. Da haben die Lehrmeister, die man damals noch hatte, penibel darauf geachtet. Und heute: Eine Vielzahl der Fliegenfischer, die mit diesem wunderschönen Hobby beginnen, bei den geht es gleich mit der Nymphe los. Schließlich ist das die Erfolgreichste Art des Fliegenfischens. Wenn ich am Wasser die meisten Fliegenfischer beobachte, so ist heutzutage kaum noch jemand in der Lage, vom Stilistischen her gesehen eine einigermaßen saubere Leinenführung hinzubekommen. Aber 1 Meter vor sich, bis unter die Axeln im Wasser stehend, mit kurzer Leine und schwerer Nymphe zu fischen, das beherrscht fast ein jeder. Vom Ufer aus eine steigende Forelle anzufischen, die 12 Meter entfernt am anderen Ufer steht, das kann auch kaum noch einer. Aber bis auf einen Meter heranwaten um den Fisch die Fliege auf die Nase zu klatschen, das bezeichnen viele als Fliegenfischereiliche Meisterleistung. Was ist nur aus dieser Art des Angelns geworden? Naja so ist das nun mal.
Das soll es ersteinmal von meiner Seite gewesen sein. Mal sehen, was für eine Diskussion hier zustande kommt. Ich jedenfalls hoffe, das es auf einer vernünftigen Basis abläuft, die fachlich und vorallem sachlich geführt wird.
Schauen wir mal. In diesem Sinne auf eine Vernünftige Diskussionsrunde.
Petri Heil und Gut Wasserwaid wünscht
RolandT
Zuletzt geändert von RolandT am 01.03.2005, 17:43, insgesamt 1-mal geändert.
Original geschrieben von RolandT
......
Ich persönlich sehe keine Probleme, wenn diese Art des Fliegenfischens in großen Flüssen praktiziert wird. Problematischer wird es erst, wenn man auf diese weise kleinere Flüsse und Bäche befischt, wo letztendlich ein jeder Fisch auf diese Trügerische Art des Angelns hereinfällt....
RolandT
jede art des angelns ist trügerisch. wäre sie es nicht, würde man keine fische fangen!
ab davon, dass diese art des fischens auch nicht meine wäre-allerdings nicht aus ästhetischen gründen, sondern weil das, genau wie du schreibst, mit nem wiener wurfholz besser geht und für mich kein fliegenfischen (völlig ohne wertung) ist.
roland, ich finde einfach deine , nennen wir es beim namen, bigotterie schlecht.
absteigerangeln auf braune, ausgelaugte, hungrige fische ist in ordnung, weil man als süddeutscher ja nur einmal im jahr zum meerforellen- lachsangeln kommt-da zählt jeder fisch, da brauch ich keine "erhobenen zeigefinger" und menschen die "steine in den weg " legen oder eine verkomplizierung der "angelfischerei".
aber fischen mit überschweren nymphen an kurzer leine im bach (an deinem hausbach??) stehend ist verwerflich und trügerisch? weil man da so viel fängt?
letzlich gibst du die antwort doch selbst.
es zählt der verantwortungsvolle ansatz. dann ist jede methode in ordnung-auch absteigerangeln.
ohne verantwortungsvollen ansatz ist auch dry-only-upstream abzulehnen; denn auch damit kann man sackweise fingerlinge verangeln.
amen
c&df
mk
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Royal Coachman
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Sachliche Diskussion
Hallo Emka !
Indem Du gebetsmühlenartig immer wieder dieselben Vorwürfe gegen jemand erhebst, wiegen diese deshalb nicht schwerer. Wir sollten, wie schon anfangs erwähnt mit sachlichen Argumenten und nicht mit Emotionen diskutieren um zu einem Ergebnis zu kommen.
Hallo Karl !
Die Sinkschnur oder auch High Sticking sind etwas ganz anderes, hier geht es um die Gewichtsverteilung, das schwere Gewicht als Nymphe getarnt am Ende des Vorfachs und darüber die Springer. Wenn ich den Strecker gegen ein Hölzl ( Bleidraht usw ) austausche, habe ich eine klassische " Tiroler Hölzl" Montage, nun wird das Wurfgerät ( da das Zeug sehr schwer ist ) entsprechend verstärkt, und schon fischt jemand mit einem 11er Gerät im Forellenbach. Die Springernymphen können unbebleit und feindrähtig sein und steigen durch die ruckartige Fortbewegungweise des Streckers auf dem Gewässergrund im wieder kurz auf.
Besonders Grundäschen in den Größen um die fünfzig Zentimeter, die kaum mehr steigen, können diesem Bißanreiz nicht widerstehen. Wer nun weiß, wie sich eine 50iger Äsche im Drill verausgabt, dem muß einfach klar sein, daß hier massiv das Fischkapital ( Laichfische ! ) eines Gewässers geschädigt wird, auch bei schonungsvollstem Zurücksetzen werden das einige nicht überleben . Erschwerend kommt hinzu, daß durch die feindrähtigen Haken und die dünnen Springervorfächer eine längere Drillzeit bei einer Äsche angenommen werden muß.
Da man den Wert einer Äschenrognerin mit ca 250-300 Euros ansetzen kann, muß man von einer extremen Schädigung des Gewässerkapitals ausgehen .
Theoretisch kan man mit dieser Art zu Fischen jeden x-beliebigen Naturköder anbieten ( Maden, Käse, Mais usw. ) , warum soll man das als Fliegenfischen bezeichnen ? Wenn jemand mit einer feinen Spinnrute einen Streamer mit Vorblei durchs Wasser zieht, wird niemandem einfallen zu behaupten , das wäre Fliegenfischen. Die Fliegenrute hat doch ihre Bedeutung , weil man mit ihr extrem leichte Köder über große Strecken transportieren kann , was eben mit der Spinnrute ohne zusätzliche Bebleiung nicht möglich ist. In einem Wehr kann man diese Montage auch seelenruhig sich selbst überlassen und da sind wir dann schon beim Stippangeln mit Paternostermontage.
Ich finde es einfach blauäugig mit Spinnmontagen zu fischen und zu behaupten dies sei "Fliegenfischen".
Nochmals zum Schluß, ich will keinesfalls diese Methoden ächten, aber jeder der damit fischt, sollte wissen, was er damit anrichtet und überlegen, ob ihm das die Sache wert ist.
Euer immer auf Seiten der Fische stehender
Royal Coachman
Indem Du gebetsmühlenartig immer wieder dieselben Vorwürfe gegen jemand erhebst, wiegen diese deshalb nicht schwerer. Wir sollten, wie schon anfangs erwähnt mit sachlichen Argumenten und nicht mit Emotionen diskutieren um zu einem Ergebnis zu kommen.
Hallo Karl !
Die Sinkschnur oder auch High Sticking sind etwas ganz anderes, hier geht es um die Gewichtsverteilung, das schwere Gewicht als Nymphe getarnt am Ende des Vorfachs und darüber die Springer. Wenn ich den Strecker gegen ein Hölzl ( Bleidraht usw ) austausche, habe ich eine klassische " Tiroler Hölzl" Montage, nun wird das Wurfgerät ( da das Zeug sehr schwer ist ) entsprechend verstärkt, und schon fischt jemand mit einem 11er Gerät im Forellenbach. Die Springernymphen können unbebleit und feindrähtig sein und steigen durch die ruckartige Fortbewegungweise des Streckers auf dem Gewässergrund im wieder kurz auf.
Besonders Grundäschen in den Größen um die fünfzig Zentimeter, die kaum mehr steigen, können diesem Bißanreiz nicht widerstehen. Wer nun weiß, wie sich eine 50iger Äsche im Drill verausgabt, dem muß einfach klar sein, daß hier massiv das Fischkapital ( Laichfische ! ) eines Gewässers geschädigt wird, auch bei schonungsvollstem Zurücksetzen werden das einige nicht überleben . Erschwerend kommt hinzu, daß durch die feindrähtigen Haken und die dünnen Springervorfächer eine längere Drillzeit bei einer Äsche angenommen werden muß.
Da man den Wert einer Äschenrognerin mit ca 250-300 Euros ansetzen kann, muß man von einer extremen Schädigung des Gewässerkapitals ausgehen .
Theoretisch kan man mit dieser Art zu Fischen jeden x-beliebigen Naturköder anbieten ( Maden, Käse, Mais usw. ) , warum soll man das als Fliegenfischen bezeichnen ? Wenn jemand mit einer feinen Spinnrute einen Streamer mit Vorblei durchs Wasser zieht, wird niemandem einfallen zu behaupten , das wäre Fliegenfischen. Die Fliegenrute hat doch ihre Bedeutung , weil man mit ihr extrem leichte Köder über große Strecken transportieren kann , was eben mit der Spinnrute ohne zusätzliche Bebleiung nicht möglich ist. In einem Wehr kann man diese Montage auch seelenruhig sich selbst überlassen und da sind wir dann schon beim Stippangeln mit Paternostermontage.
Ich finde es einfach blauäugig mit Spinnmontagen zu fischen und zu behaupten dies sei "Fliegenfischen".
Nochmals zum Schluß, ich will keinesfalls diese Methoden ächten, aber jeder der damit fischt, sollte wissen, was er damit anrichtet und überlegen, ob ihm das die Sache wert ist.
Euer immer auf Seiten der Fische stehender
Royal Coachman
Zuletzt geändert von Royal Coachman am 01.03.2005, 20:59, insgesamt 1-mal geändert.
Der immer auf Seiten der Fische steht!
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Werner
Hallo,
"es zählt der verantwortungsvolle ansatz. dann ist jede methode in ordnung-auch absteigerangeln.
ohne verantwortungsvollen ansatz ist auch dry-only-upstream abzulehnen; denn auch damit kann man sackweise fingerlinge verangeln."
Dieser Position kann ich eigentlich viel abgewinnen.
Andererseits verstehe ich eure Sorge, dass mit Czech-Nymphing eine Menge Unheil angerichtet werden kann.
Ich mache es in der "klassischen" Form nicht, weil ich von der Trockenfliege her komme, und mich die ganze Geschichte an das Angeln mit Paternoster auf Makrelen erinnert.
Aber was mir mittlerweile zutiefst zuwider ist, ist die mit der Länge der Schonzeit zunehmende Tendenz, allgemeingültige Regeln für alle Fliegenfischer und für alle Situationen aufstellen zu wollen.
Das läuft hier immer nach dem gleichen Schema ab :
Wer xy tut bzw. nicht tut ist ein/kein guter/richtiger Fliegenfischer/Naturschützer/ Gewässerpfleger
Wäre es nicht einfach möglich zu akzeptieren,
dass es unterschiedliche Gewässer gibt
dass es unterschiedliche Methoden gibt
dass es unterschiedliche Fliegenfischer gibt
dass es unterschiedliche Maßnahmen gibt, Fische und Gewässer zu hegen
dass ich diese Reihe nahezu endlos fortsetzen könnte und fürchte, mein Vorsatz ein "guter Mensch" zu werden eine Endlosaufgabe ist.
Ich möchte darauf aufmerksam machen, dass im heiligen Krieg darum, was die rechte Lehre für den Fliegenfischer ist, man nach dem Totärgern nicht sofort an die Seite Allahs gelangt und auch keine 72 Jungfrauen auf den für die rechte Lehre im Kampf gegen die Ungläubigen gestorbenen Fliegenfischer warten.
Ja, und wenn das nicht der Fall ist, könnte man sich vielleicht doch auf die Position einigen, dass man von generalisierenden Aussagen a la, xy ist gut oder schlecht, die Finger lassen sollte.
Gruß Werner
"es zählt der verantwortungsvolle ansatz. dann ist jede methode in ordnung-auch absteigerangeln.
ohne verantwortungsvollen ansatz ist auch dry-only-upstream abzulehnen; denn auch damit kann man sackweise fingerlinge verangeln."
Dieser Position kann ich eigentlich viel abgewinnen.
Andererseits verstehe ich eure Sorge, dass mit Czech-Nymphing eine Menge Unheil angerichtet werden kann.
Ich mache es in der "klassischen" Form nicht, weil ich von der Trockenfliege her komme, und mich die ganze Geschichte an das Angeln mit Paternoster auf Makrelen erinnert.
Aber was mir mittlerweile zutiefst zuwider ist, ist die mit der Länge der Schonzeit zunehmende Tendenz, allgemeingültige Regeln für alle Fliegenfischer und für alle Situationen aufstellen zu wollen.
Das läuft hier immer nach dem gleichen Schema ab :
Wer xy tut bzw. nicht tut ist ein/kein guter/richtiger Fliegenfischer/Naturschützer/ Gewässerpfleger
Wäre es nicht einfach möglich zu akzeptieren,
dass es unterschiedliche Gewässer gibt
dass es unterschiedliche Methoden gibt
dass es unterschiedliche Fliegenfischer gibt
dass es unterschiedliche Maßnahmen gibt, Fische und Gewässer zu hegen
dass ich diese Reihe nahezu endlos fortsetzen könnte und fürchte, mein Vorsatz ein "guter Mensch" zu werden eine Endlosaufgabe ist.
Ich möchte darauf aufmerksam machen, dass im heiligen Krieg darum, was die rechte Lehre für den Fliegenfischer ist, man nach dem Totärgern nicht sofort an die Seite Allahs gelangt und auch keine 72 Jungfrauen auf den für die rechte Lehre im Kampf gegen die Ungläubigen gestorbenen Fliegenfischer warten.
Ja, und wenn das nicht der Fall ist, könnte man sich vielleicht doch auf die Position einigen, dass man von generalisierenden Aussagen a la, xy ist gut oder schlecht, die Finger lassen sollte.
Gruß Werner
Zuletzt geändert von Werner am 01.03.2005, 21:13, insgesamt 1-mal geändert.
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Carsten S.
Aha, jetzt versteh ich worauf es dir ankommt, es sollte jeder der sich als Fliegenfischer bezeichnet kategorisch ablehnen, wer es praktiziert sollte die Fliegenrute in die Ecke stellen und zur Spinnrute greifen. Ich denke viele haben es mißverstanden, daß es dir ums Springerfischen geht sondern eher an beschwerte Nymphen ala high sticking. Auf vielen Karten heißt es mit nur einer Fliege. Ist eher Sache des Vereins/Bewirtschafters das zu regeln.
@ RolandT : wenn das CZ Nymphing so erfolgreich ist, würde mich mal interessieren, wie so die Fänge in PL,CZ und Slowakei sind. War mal einen Tag am Oberlauf Moldau (schönes Wasser) und hab nur kl. Fische gefangen, worauf ein Einheimischer meinte, die werden hier nicht größer.
Gruß Karl
@ RolandT : wenn das CZ Nymphing so erfolgreich ist, würde mich mal interessieren, wie so die Fänge in PL,CZ und Slowakei sind. War mal einen Tag am Oberlauf Moldau (schönes Wasser) und hab nur kl. Fische gefangen, worauf ein Einheimischer meinte, die werden hier nicht größer.
Gruß Karl
Hallo Werner, wenn ganze Äschenpopulationen ausgelöscht werden ist es vollkommen egal an welchem Gewässer, welcher Fliegenfischer es mit welchen Methoden geschafft haben (und anschließend kommt von eben diesen der Aufschrei nach schlechtem Besatz, denn Jahreskarte=X kilo Fisch), es ist einfach ne Sauerei und gehört reklementiert.
Gruß Karl
Gruß Karl
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RolandT
Hallo Karl, und was meinst Du, warum in einen so schönen Wasser wie es die obere Moldau ist, die Fische nicht größer werden? Übrigens auch so ein Gewässer, wo diese Methode von einigen Fliegenfischern effektiv eingesetzt wird. Findest Du nicht, das bei diesem doch guten Insektenvorkommen und der guten Gewässerstruktur die Forellen und Äschen nicht zu guten Exemplaren abwachsen müssten? Fische die mit 25cm in die Pfanne wandern, können nun mal nicht größer werden. Gruß RolandT:(
Zuletzt geändert von RolandT am 01.03.2005, 20:41, insgesamt 1-mal geändert.
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thomas t.
Hallo,
für mich ist diese Diskussion nicht wirklich sinnspendend! Zum Schutz der Äschenrognerin wäre ja nun alternativ auch eine saisonale Beschränkung hilfreich. Meines Erachtens nach liegt die Verantwortung jedoch, wie Karl schon sagte, in den Händen der Vereine und Bewirtschafter.
Generell bin auch ich dafür, daß man von Zeit zu Zeit sein Handeln überdenkt, wobei die Betonung auf "sein" liegt; ohne jedoch gleich eine neue Religion für andere daraus zu formen.
gruß Thomas
für mich ist diese Diskussion nicht wirklich sinnspendend! Zum Schutz der Äschenrognerin wäre ja nun alternativ auch eine saisonale Beschränkung hilfreich. Meines Erachtens nach liegt die Verantwortung jedoch, wie Karl schon sagte, in den Händen der Vereine und Bewirtschafter.
Generell bin auch ich dafür, daß man von Zeit zu Zeit sein Handeln überdenkt, wobei die Betonung auf "sein" liegt; ohne jedoch gleich eine neue Religion für andere daraus zu formen.
gruß Thomas
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Royal Coachman
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Hallo Freunde !
Die Verantwortung an die Vereine und Bewirtschafter abzuschieben ist eine lustige Idee; wer sind denn die Vereine, das seid doch wieder ihr, meine Freunde , als Mitglieder , Vorstände usw. !
Also laßt euch bitte etwas besseres einfallen !
Ein belustigter
Royal Coachman
Die Verantwortung an die Vereine und Bewirtschafter abzuschieben ist eine lustige Idee; wer sind denn die Vereine, das seid doch wieder ihr, meine Freunde , als Mitglieder , Vorstände usw. !
Also laßt euch bitte etwas besseres einfallen !
Ein belustigter
Royal Coachman
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Werner
Hallo Gebhard,
Was ist denn besser ? Und wäre es zu viel verlangt, wenn du dir das einfallen ließest. ( Ohne den Einfall in den Status eines Grundgesetzartikels zu erheben ).
Das war jetzt polemisch, ich weiß, aber siehst du einen Sinn darin, dass die Teilnehmer des Threads sich etwas einfallen lassen müssen, während du huldvoll ( wieder polemisch ) je nach Tendenz des Einfalls "Fleißkärtchen" verteilst ?
Ab sofort bin ich wieder sachlich, (wenn ich von dir eine Antwort kriege.)
Gruß Werner
Also laßt euch bitte etwas besseres einfallen !
Was ist denn besser ? Und wäre es zu viel verlangt, wenn du dir das einfallen ließest. ( Ohne den Einfall in den Status eines Grundgesetzartikels zu erheben ).
Das war jetzt polemisch, ich weiß, aber siehst du einen Sinn darin, dass die Teilnehmer des Threads sich etwas einfallen lassen müssen, während du huldvoll ( wieder polemisch ) je nach Tendenz des Einfalls "Fleißkärtchen" verteilst ?
Ab sofort bin ich wieder sachlich, (wenn ich von dir eine Antwort kriege.)
Gruß Werner
Hallo zusammen,
warum geht hier eigentlich gleich jeder davon aus, dass mit dieser Art des Fischens nur unseren Salmoniden nachgestellt werden soll/kann? Ich habe vor einiger Zeit auch diesen Bericht über CZ Nymphing gelesen und mir dabei gedacht, dass es sich hier um eine nicht schlechte Methode handeln dürfte um im Neckar den dort vorhandenen Barben und Nasen nachzusteigen. Auf die herkömmliche Weise habe ich dort bisher jedenfalls noch keinen dieser Fische erwischt obwohl es dort jede Menge davon gibt. Im Frühjahr habe ich vor das dort einmal zu versuchen. Für Forellen und Äschen lehne ich diese Methode eher ab, auch wenn es dadurch ein paar mehr würden, die erwische ich auch anders. Ich kann mir nur nicht vorstellen, dass diese Art der Fischerei, die im Radius wohl eher begrenzt ist, mir auf Dauer Spass machen könnte, kommt mir mehr so vor wie "heben und senken", hat mir auch noch nie auf Dauer Spass gemacht. Ist wohl eher etwas für Wettfischer oder Fleischmacher. Aber ein Versuch auf Barbe und Nase reizt mich schon, zumindest mal um zu testen, ob ich damit überhaupt etwas fange.
Gruß Gerry
warum geht hier eigentlich gleich jeder davon aus, dass mit dieser Art des Fischens nur unseren Salmoniden nachgestellt werden soll/kann? Ich habe vor einiger Zeit auch diesen Bericht über CZ Nymphing gelesen und mir dabei gedacht, dass es sich hier um eine nicht schlechte Methode handeln dürfte um im Neckar den dort vorhandenen Barben und Nasen nachzusteigen. Auf die herkömmliche Weise habe ich dort bisher jedenfalls noch keinen dieser Fische erwischt obwohl es dort jede Menge davon gibt. Im Frühjahr habe ich vor das dort einmal zu versuchen. Für Forellen und Äschen lehne ich diese Methode eher ab, auch wenn es dadurch ein paar mehr würden, die erwische ich auch anders. Ich kann mir nur nicht vorstellen, dass diese Art der Fischerei, die im Radius wohl eher begrenzt ist, mir auf Dauer Spass machen könnte, kommt mir mehr so vor wie "heben und senken", hat mir auch noch nie auf Dauer Spass gemacht. Ist wohl eher etwas für Wettfischer oder Fleischmacher. Aber ein Versuch auf Barbe und Nase reizt mich schon, zumindest mal um zu testen, ob ich damit überhaupt etwas fange.
Gruß Gerry
Hallo Gebhard, na da haste wieder was losgetreten 
Die Vereine sind nicht wir, wir sind eine kleine Minderheit, die Spaß am Fischen haben und ab und zu einen Fisch mitnehmen. Die anderen haben das Sagen und müssen sich der Masse, welche Fleisch sehen wollen für ihr Geld, fügen. Dementsprechend sind auch die Bestimmungen bei den vereinen. Oder glaubst du etwa, daß sich kl. Grüppchen von Fliegenfischern z.B. die Gespließten welche sich ein Wasser gepachtet haben, selber das Wasser leer fischen ? Wohl kaum. An die Vernunft brauchst du nicht appelieren, da helfen bloß strenge Regeln. Allerdings wer soll die Regeln aufstellen, wenn das Bewußtsein für sinnvolle Gewässerbewirtschaftung nicht in den Köpfen der Vorstandschaft drin ist? Bei uns wurden mal versuchsweise Äschen gesetzt, anschließend stürmten zig Angler den betreffenden Abschnitt und fingen die 15cm Äschen wieder raus, ganz stolz auch mal ne Äsche erwischt zu haben. In der Ammer sind sie vielleicht was die Größe betrifft wählerischer, aber Fisch muß her und nicht zu knapp. Aber es ist schon besser geworden (glaub ich). Grüßchen Karl
Die Vereine sind nicht wir, wir sind eine kleine Minderheit, die Spaß am Fischen haben und ab und zu einen Fisch mitnehmen. Die anderen haben das Sagen und müssen sich der Masse, welche Fleisch sehen wollen für ihr Geld, fügen. Dementsprechend sind auch die Bestimmungen bei den vereinen. Oder glaubst du etwa, daß sich kl. Grüppchen von Fliegenfischern z.B. die Gespließten welche sich ein Wasser gepachtet haben, selber das Wasser leer fischen ? Wohl kaum. An die Vernunft brauchst du nicht appelieren, da helfen bloß strenge Regeln. Allerdings wer soll die Regeln aufstellen, wenn das Bewußtsein für sinnvolle Gewässerbewirtschaftung nicht in den Köpfen der Vorstandschaft drin ist? Bei uns wurden mal versuchsweise Äschen gesetzt, anschließend stürmten zig Angler den betreffenden Abschnitt und fingen die 15cm Äschen wieder raus, ganz stolz auch mal ne Äsche erwischt zu haben. In der Ammer sind sie vielleicht was die Größe betrifft wählerischer, aber Fisch muß her und nicht zu knapp. Aber es ist schon besser geworden (glaub ich). Grüßchen Karl






