Geschichte des Fliegenfischens??!!
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davidpil
Geschichte des Fliegenfischens??!!
hi
weiß jemand von euch was über die Geschichte des Fliegenfischens?
Oder weiß jemand ein link wo ich was darüber finden kann?
mfg david
weiß jemand von euch was über die Geschichte des Fliegenfischens?
Oder weiß jemand ein link wo ich was darüber finden kann?
mfg david
- Daniel/Bonn
- Beiträge: 843
- Registriert: 28.09.2006, 11:03
- Wohnort: Bonn
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Schöne Frage. Ja, ich weiß was.
Wenn Du auch was drüber wissen willst, empfehle ich Dir
The Fly
von Andrew Herd
The Meddlar Press LTD
Ellesmere
Gabs mal in einer limitierten Auflage als gebundenes Buch, als TB z. Zt. bei Amazon zu finden. Da findest Du eine ziemlich gute Darstellung.
Viel Spaß beim Schmökern,
daniel
Wenn Du auch was drüber wissen willst, empfehle ich Dir
The Fly
von Andrew Herd
The Meddlar Press LTD
Ellesmere
Gabs mal in einer limitierten Auflage als gebundenes Buch, als TB z. Zt. bei Amazon zu finden. Da findest Du eine ziemlich gute Darstellung.
Viel Spaß beim Schmökern,
daniel
RheinischerFliegenfischerStammtisch
Fuldaer Fliegenfischerstammtisch
Fuldaer Fliegenfischerstammtisch
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RolandT
Hallo David,
schau mal auf die Homepage von Andrew Herd:
http://www.flyfishinghistory.com
Herzlichst RolandT
schau mal auf die Homepage von Andrew Herd:
http://www.flyfishinghistory.com
Herzlichst RolandT
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Royal Coachman
- Beiträge: 2885
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Geschichte der Fliegenfischerei
Hallo David !
Hier eine Kurzform der Geschichte der Fliegenfischerei!
(erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit)
Die erste Erwähnung der Fliegenfischerei findet sich bei dem römischen Erzähler Martial im ersten Jahrhundert nach Christus:
"Wer sah nicht den Scarus (Papageienfisch) getäuscht und aufgestiegen
An der Angel hangen mit falschen Fliegen?"
Sehr ausführlich beschrieb Aelianus, römischer Dichter des zweiten und Anfang dritten Jahrhundertts n.Ch., in seinem 15. Buch über Tiere, dass in Mazedonien auf sehr ungewöhnliche Weise Fische gefangen werden. Diese Fische (variis coloribus) getüpfelt oder gesteift, wahrscheinlich Forellen im Fluss Axios in der Nähe von Saloniki, hatten anscheinend die Fähigkeit entwickelt, knapp über dem Wasserspielgel jagende Hornissen (Hippurus) im Sprung zu erbeuten.
Hier nun die von Aelianus überlieferte Bindeanleitung der Eingeborenen original übersetzt: "Sie umkleideten den Haken mit pupurfarbener Wolle und banden zwei passende Hahnenfedern von Wachsfarbe , wie sie uner dem Kamme und den Lappen der Hähne wachsen und die das entsprechende Aussehen und die Ähnlichkeit hatten, dazu und knüpften dies an die Schnur."
Mit einer vier Ellen langen Rute ließen sie diesen Köder in der Strömung treiben und original :"boten durch ihren Fang den unerbittlichen Fischern Befriedigung".
Der "alte" Römer hat hier meiner Meinung nach schon eine sehr treffende Schilderung des Wesen der Fliegenfischerei verfasst.
Aber auch in unseren Landen war die Fischerei mit der Fliege sicher nicht unbekannt, in alten Weistümern begegnen wir immer wieder dem Ausdruck "Federschnur", bei Karl dem Großen auch als "Föderschnur" erwähnt.
Der nächste in der Reihe ist Wolfram v. Eschenbach mit seinem Titurel:
"Schionatulander mit einem vederangel viene äschen und vörchen (Forellen)"
Wie gefischt wurde erfahren wir auch:
"Schionatulander die grozen und die kleinen vische mit dem angel vienc, da er stuont uf blozen blanken beinen durch die kuele in lutersnellen Bache"
Im Tegernseer Fischbüchlein, wahrscheinlich erschienen im 14. oder 15. Jahrhundert und im anknüpfenden Salzburger Fischereibüchlein (es ist ungeklärt, welches früher erschienen ist!) werden schon Bindeanleitungen gegeben, sowie Anweisungen über die Führung der Fliegen im Wasser und das erste Mal wird Gold als Bindematerial erwähnt.
Mit der Erfindung des Buchdrucks erschienen in vielen sogenannten Hausbüchern kurze Abhandlungen über die Angelfischerei und in einem der ersten heißt es, man soll eine kleine Forellenangel mit Entrich- oder Pfauenferden mit roter Seide befestigen, so daß die Federn "vorgehen".
"Wäre aber die Angel von Messing und vergüldet, so zeucht die Fohre darnach eines Steinwurfs lang".
Der vielseitigste Gelehrte des 16.Jahrhundets war Conrad Gesner, er lebte in Zürich und brachte unter anderem ein Fischbuch heraus,in dem er sich schon sehr genau mit den Fliegen auseinandersetzte.
Hier möchte ich kurz auf einen lustigen Irrtum eingehen, der Konrad Forer dem Übersetzer Gesner's 1580 (1.deutsche Ausgabe) unterlaufen ist (original): " Etliche der Alten (Weistümer) haben geschrieben, die Äschen werden nit anderst gefangen, denn mit einem Floh an die Angel gesteckt, man müßte subtil mit umbgehen."
Dies hat wahrscheinlch zu der irrigen Meinung geführt, das Äschen nur auf kleine und kleinste Fliegen beißen, sie nehmen aber Eintagsfliegen und Steinfliegen auch in beträchtlichen Größen, wenn diese grad schlüpfen.
Gessner bezog sich auf den schon erwähnten Aelianus und schrieb "culex" was Mücke bedeutet, Forer aber übersetzte "pulex"!
In England wurde nachweislich erstmals in Dame Juliana Barnes
"Treatyse of Fysshynge wyth an Angle" das Fliegenfischen erwähnt, darauf folgte im Jahre 1653 Isaac Walton's "The Compleate Angler" und abschließend sei noch die "Fly Fisher's Entomologie" von Ronald's erwähnt.
Von da an (Gesner,Dame Juliana Barnes) gingen die Fliegenfischerei in England und auf dem Kontinent (leider) getrennte Wege. In England gehört es heute noch zur Ausbildung eines "Gentleman", dass er die Fliegenrute führen kann, berühmte Männer widmeten sich Ihr und förderten dies. Bei uns auf dem Kontinent war aber die Fischerei an die Klöster abgegeben worden, da der Adel das Privileg der Jagd hatte.
Abschließend möchte ich noch an die reizende Szene im ersten Sissi-Film erinnern, wie Sissi ihrem Franzl das erste Mal begegnet, natürlich in Bad Ischl!:D
Wie schon anfangs erwähnt, erhebt dieser Auszug keinerlei Anspruch auf Vollständigkeit, aber ich hoffe es war für jeden etwas dabei.
freundlichst
Royal Coachman
Hier eine Kurzform der Geschichte der Fliegenfischerei!
(erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit)
Die erste Erwähnung der Fliegenfischerei findet sich bei dem römischen Erzähler Martial im ersten Jahrhundert nach Christus:
"Wer sah nicht den Scarus (Papageienfisch) getäuscht und aufgestiegen
An der Angel hangen mit falschen Fliegen?"
Sehr ausführlich beschrieb Aelianus, römischer Dichter des zweiten und Anfang dritten Jahrhundertts n.Ch., in seinem 15. Buch über Tiere, dass in Mazedonien auf sehr ungewöhnliche Weise Fische gefangen werden. Diese Fische (variis coloribus) getüpfelt oder gesteift, wahrscheinlich Forellen im Fluss Axios in der Nähe von Saloniki, hatten anscheinend die Fähigkeit entwickelt, knapp über dem Wasserspielgel jagende Hornissen (Hippurus) im Sprung zu erbeuten.
Hier nun die von Aelianus überlieferte Bindeanleitung der Eingeborenen original übersetzt: "Sie umkleideten den Haken mit pupurfarbener Wolle und banden zwei passende Hahnenfedern von Wachsfarbe , wie sie uner dem Kamme und den Lappen der Hähne wachsen und die das entsprechende Aussehen und die Ähnlichkeit hatten, dazu und knüpften dies an die Schnur."
Mit einer vier Ellen langen Rute ließen sie diesen Köder in der Strömung treiben und original :"boten durch ihren Fang den unerbittlichen Fischern Befriedigung".
Der "alte" Römer hat hier meiner Meinung nach schon eine sehr treffende Schilderung des Wesen der Fliegenfischerei verfasst.
Aber auch in unseren Landen war die Fischerei mit der Fliege sicher nicht unbekannt, in alten Weistümern begegnen wir immer wieder dem Ausdruck "Federschnur", bei Karl dem Großen auch als "Föderschnur" erwähnt.
Der nächste in der Reihe ist Wolfram v. Eschenbach mit seinem Titurel:
"Schionatulander mit einem vederangel viene äschen und vörchen (Forellen)"
Wie gefischt wurde erfahren wir auch:
"Schionatulander die grozen und die kleinen vische mit dem angel vienc, da er stuont uf blozen blanken beinen durch die kuele in lutersnellen Bache"
Im Tegernseer Fischbüchlein, wahrscheinlich erschienen im 14. oder 15. Jahrhundert und im anknüpfenden Salzburger Fischereibüchlein (es ist ungeklärt, welches früher erschienen ist!) werden schon Bindeanleitungen gegeben, sowie Anweisungen über die Führung der Fliegen im Wasser und das erste Mal wird Gold als Bindematerial erwähnt.
Mit der Erfindung des Buchdrucks erschienen in vielen sogenannten Hausbüchern kurze Abhandlungen über die Angelfischerei und in einem der ersten heißt es, man soll eine kleine Forellenangel mit Entrich- oder Pfauenferden mit roter Seide befestigen, so daß die Federn "vorgehen".
"Wäre aber die Angel von Messing und vergüldet, so zeucht die Fohre darnach eines Steinwurfs lang".
Der vielseitigste Gelehrte des 16.Jahrhundets war Conrad Gesner, er lebte in Zürich und brachte unter anderem ein Fischbuch heraus,in dem er sich schon sehr genau mit den Fliegen auseinandersetzte.
Hier möchte ich kurz auf einen lustigen Irrtum eingehen, der Konrad Forer dem Übersetzer Gesner's 1580 (1.deutsche Ausgabe) unterlaufen ist (original): " Etliche der Alten (Weistümer) haben geschrieben, die Äschen werden nit anderst gefangen, denn mit einem Floh an die Angel gesteckt, man müßte subtil mit umbgehen."
Dies hat wahrscheinlch zu der irrigen Meinung geführt, das Äschen nur auf kleine und kleinste Fliegen beißen, sie nehmen aber Eintagsfliegen und Steinfliegen auch in beträchtlichen Größen, wenn diese grad schlüpfen.
Gessner bezog sich auf den schon erwähnten Aelianus und schrieb "culex" was Mücke bedeutet, Forer aber übersetzte "pulex"!
In England wurde nachweislich erstmals in Dame Juliana Barnes
"Treatyse of Fysshynge wyth an Angle" das Fliegenfischen erwähnt, darauf folgte im Jahre 1653 Isaac Walton's "The Compleate Angler" und abschließend sei noch die "Fly Fisher's Entomologie" von Ronald's erwähnt.
Von da an (Gesner,Dame Juliana Barnes) gingen die Fliegenfischerei in England und auf dem Kontinent (leider) getrennte Wege. In England gehört es heute noch zur Ausbildung eines "Gentleman", dass er die Fliegenrute führen kann, berühmte Männer widmeten sich Ihr und förderten dies. Bei uns auf dem Kontinent war aber die Fischerei an die Klöster abgegeben worden, da der Adel das Privileg der Jagd hatte.
Abschließend möchte ich noch an die reizende Szene im ersten Sissi-Film erinnern, wie Sissi ihrem Franzl das erste Mal begegnet, natürlich in Bad Ischl!:D
Wie schon anfangs erwähnt, erhebt dieser Auszug keinerlei Anspruch auf Vollständigkeit, aber ich hoffe es war für jeden etwas dabei.
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Royal Coachman
Zuletzt geändert von Royal Coachman am 18.01.2006, 09:05, insgesamt 1-mal geändert.
Der immer auf Seiten der Fische steht!
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Royal Coachman
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Buch
Hallo David !
Da mußt Du jetzt schon etwas genauer werden, ich habe nämlich nicht vor ein Buch zu schreiben. :rolleyes:
freundlichst
Royal Coachman
Da mußt Du jetzt schon etwas genauer werden, ich habe nämlich nicht vor ein Buch zu schreiben. :rolleyes:
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davidpil
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davidpil
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Maggov
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Hallo David,
Respekt! in meiner Klasse war ich der Einzige, der was von Fischen wissen wollte... geschweige denn Lehrkräfte.
Ich drücke Dir alle Daumen für Dein Referat - mit Gebhards Hilfe kann da eigentlich nichts schiefgehen
...
Viele Grüsse
Markus
Respekt! in meiner Klasse war ich der Einzige, der was von Fischen wissen wollte... geschweige denn Lehrkräfte.
Ich drücke Dir alle Daumen für Dein Referat - mit Gebhards Hilfe kann da eigentlich nichts schiefgehen
Viele Grüsse
Markus
Reflection is a broad deep and quiet pool into which the stream of an angler's thought opens out from time to time.
A. A. Lucas in Fishing and Thinking, 1959
A. A. Lucas in Fishing and Thinking, 1959
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davidpil
hey Roya lCoachman willst du dir wirklich die Mühe machen? Wäre natürlich sehr net aber das musst du wirklich nicht.
hi Markus
ich bin auch der einzige Fliegenfischer in meiner Klasse. Man darf sein Hobby vorstellen und da hab ich mir gedacht ich mach Fliegenfischen. Da der Vortrag wie eine Arbeit zählt fang ich auch jetzt schon an, damit ich es gut hinbekomme. Die anderen finden das bestimmt ein interessantes Thema und wenn nicht dann is es mir auch egal.
mfg david
hi Markus
ich bin auch der einzige Fliegenfischer in meiner Klasse. Man darf sein Hobby vorstellen und da hab ich mir gedacht ich mach Fliegenfischen. Da der Vortrag wie eine Arbeit zählt fang ich auch jetzt schon an, damit ich es gut hinbekomme. Die anderen finden das bestimmt ein interessantes Thema und wenn nicht dann is es mir auch egal.
mfg david
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Maggov
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Hi David,
vielleicht kannst Du ja neben der Historie auch die Beweggründe für Deine Leidenschaft darstellen, z.B. die Nähe zur Natur, das Bemühen einen Kreislauf zu verstehen, die Technik beim Werfen, die Art zu Fischen, was Dich halt einfach reizt. Ich bin mir sicher die meisten deiner Kollegen sehen Dich im Moment eher als "Fischmörder" oder Tierquäler und kommen vielleicht dann auf den Trichter was Dich daran reizt.
Viele Grüsse
Markus
vielleicht kannst Du ja neben der Historie auch die Beweggründe für Deine Leidenschaft darstellen, z.B. die Nähe zur Natur, das Bemühen einen Kreislauf zu verstehen, die Technik beim Werfen, die Art zu Fischen, was Dich halt einfach reizt. Ich bin mir sicher die meisten deiner Kollegen sehen Dich im Moment eher als "Fischmörder" oder Tierquäler und kommen vielleicht dann auf den Trichter was Dich daran reizt.
Viele Grüsse
Markus
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A. A. Lucas in Fishing and Thinking, 1959
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