Haken biegen

Zwei schier unerschöpfliche Themen. Achtung! Hier tauschen nicht nur die Profi-"Tüddeler" ihre Geheimtipps aus.

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Mike Connor

Haken biegen

Ungelesener Beitrag von Mike Connor »

Man kann Haken biegen wie man will, wenn man sie erst einmal ausglüht. Allerdings, muss man die nachher wieder härten, und temperieren.

Einfach kalt biegen ist nicht gut, und ausglühen ist sinnlos wenn man sie nicht nachher wieder härtet und temperiert.

Es ist allerdings ganz einfach, wenn man es will.

TL
MC
Jens2001
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Ungelesener Beitrag von Jens2001 »

Hm, im Griunde genommen hat Mike ja recht, ausglühen biegen neu härten!
Nur gute Haken zu härten ist eine Kunst für sich und es gibt viele viel schlecht gehärtete Haken entweder zu weich sie biegen auf oder zu hart und spröde und sie brechen........
Nun un um einen Haken vernünftige zu härten und anschließend anzulassen muss ich erst einmal den Stahl kennen aus dem der Haken ist, danach richtet sich das Abschreckmittel (Oel, Wasser, Luft (wohl nicht bei Angelhaken, bei gehärteten Werkzeugen aus HSS aber schon)) weiterhin muss ich den Stahl kennen um die erforderliche Wärmeführung beim Härten und Anlassen zu kennen.... weiterhin sind Angelhaken sehr scharf und meist chemisch geschärft diese Schärfe geht aber beim erhitzen verloren, der Haken versundert und ist stumpf..... auch kann das chemische schärfen sich ungünstig auf eine erneute Wärmebehandlung auswirken......
und ....
but last not least, sind die Haken Oberflächenvergüttet, meistens Bronziert, teilweise auch verzinnt, vernickelt oder schwarz vernickelt.... diese Oberflächenbehandlungen würden beim erneuten Härten aber auch verbrennen........ und die Haken würden Rosten wie sau...... also Finger weg!!!
Wenn ihr einen haken unbedingt mal biegen müsst, dann ganz vorsichtig mit großem Biegeradius und KALT!!!!
Ich biege mit unter auch Haken und zwar den Schrank bei Karpfenhaken weg um um Mudlerminow darauf zu binden....... Aber mehr nciht!!!!

LG Jerns
Mike Connor

Ungelesener Beitrag von Mike Connor »

Ist ja meistens richtig, aber es ist keine grosse kunst normale Stahlhaken neu zu härten und temperieren. Es gibt auch eine menge Leute die Haken selbst gemacht haben, und machen, aus Nähnadeln, Kohlenstahldraht etc.

Es geht nur schlecht mit sehr kleinen Haken. Ab etwa grosse 12 geht es gut.

Schärfen kann man mit einen Diamantfeile, oder selbst chemisch schärfen. Dazu taucht man die Haken in Säure.

Um die Oberfläche zu säuebern, schüttelt man die haken in Scharfsand. Bronzieren ist auch nicht schwerig, und es gibt auch andere Oberflächenveredelungen die man selbst machen kann.

Zum härten braucht man nur die heisse Haken( rot glühend) in Eiswasser zu kippen.

Um zu temperieren genügt ein Stahlplatte mit Thermometer, oder man kann die Oxidationsfarben beachten. Und die Haken werden dann wieder in Eiswasser gekippt.

Ich kenne einige Leute die Ihre Lachshaken selber machen, und habe selbst etliche haken gemacht.

Hakenbauen war mal ein ganz normales Handwerk.

TL
MC
Zuletzt geändert von Mike Connor am 11.02.2006, 09:06, insgesamt 1-mal geändert.
Jens2001
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Ungelesener Beitrag von Jens2001 »

Nun, die Haken in kaltes Wasser zu kippen funktioniert aber nur, sollange es ein Kohlenstoffstahl ist, für bestimmte legierte und hochlegierte Stähle, ist das Abschreckmittel Wasser einfach zu schroff!!!! Diese Staähle müssen dann im Ölbad abgeschreckt werden, sonst enstehen Härterisse!!!!
Nun, alles was Du so aufgeführt hast, ist sicherlich machbar..... nur für den normalen Fliegenbinder sicherlich etwas zu aufwendig und es bedarf auch beim Härten und Anlassen einer gewissen Erfahrung, um wirklich gute Haken hinzubekommen, besonders, wenn sie klein ujnd dünndrätig sein sollen....
Teilweise haben das die Industriellen Hersteller nicht einmal so wirklich gut im Griff.......
Eine Kunst und Zauberei ist es mit Sicherheit nicht, nur um sich mal eben 100 Haken zu machen lohnt der ganze Aufwand wohl nicht, wenn ich das was ich suche fertig kaufen kann.......

LG Jens
Mike Connor

Ungelesener Beitrag von Mike Connor »

Original geschrieben von Jens2001

Eine Kunst und Zauberei ist es mit Sicherheit nicht, nur um sich mal eben 100 Haken zu machen lohnt der ganze Aufwand wohl nicht, wenn ich das was ich suche fertig kaufen kann.......

LG Jens [/B]
Sicherlich, aber dann wäre es ja eh sinnlos etwas überhaupt zu biegen.......

TL
MC
t.z.

Ungelesener Beitrag von t.z. »

..
Zuletzt geändert von t.z. am 24.07.2007, 01:47, insgesamt 2-mal geändert.
Jens2001
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Ungelesener Beitrag von Jens2001 »

@ T.Z. mit Feuerzeug und Wasser ist es eben nicht getan, dannach muß der Haken noch angelassen werden dann ist er stumpf, also schärfen und dann ist die Oberflächenveredelung auch noch weg..... allo schon nen bisschen Arbeit um einen Haken in der Qualität von Original Haken hin zu bekommen....
....und wenn Du beim Härten, Anlassen Fehler machst dann ist er hin....
Ich habe mal als Student nen Praktikum in einer Härterei gemacht, stellt euch das mal nciht so einfach vor...... die optimalen Ergebnisse aus einem Stück Stahl raus zu holen......

LG Jens
Mike Connor

Ungelesener Beitrag von Mike Connor »

Hi Thomas!

So trifft man sich wieder!:)

Jens hat recht. So ganz einfach ist es auch nicht. Es bedarf einiges an Vorbereitungen, und Kenntnisse.

Es ist aber auch nicht so schwer.

Manchmal will man irgendeine Idee ausprobieren, und dazu braucht man irgendeine besondere Hakenform.

Es ist relativ einfach nur ein dutzend haken so zu präparieren.

Man kann die Dinge kompliziert, oder auch einfach gestalten, das ist jeden persönlich überlassen.

TL
MC
t.z.

Ungelesener Beitrag von t.z. »

..
Zuletzt geändert von t.z. am 24.07.2007, 01:49, insgesamt 1-mal geändert.
Mike Connor

Ungelesener Beitrag von Mike Connor »

Na ja, es will nicht Jeder ein "Doktorarbeit" machen! :)

Die ( der, das, ? ) ich bitte vielmals um Entschuldigung für mein ausgesprochen mieses Deutsch!

Die Begeisterungsgrade für alle mögliche Sachen sind sehr verschieden, und man kann nicht erwarten das alle die selbe ( dasselbe? Verdammt !!!), Begeisterung teilen. Erst recht nicht die Meinungen, wäre ja auch langweilig! :)

TL
MC
t.z.

Ungelesener Beitrag von t.z. »

..
Zuletzt geändert von t.z. am 24.07.2007, 01:49, insgesamt 1-mal geändert.
Jens2001
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Ungelesener Beitrag von Jens2001 »

@ T.Z. an nem bisschen Draht rum machen ist nicht so schwierig....

gebe ich Dir Recht und sich die Haken aus nem "Stück Draht" neu selber zu biegen würde ich mehr beführworten als fertige "gute Haken" auszuglühen um drann rum zu machen.... der Haken wird selten besser werden......

hingegen, wenn Du selber welche machst, um was neues auszuprobieren.... dann weißt Du mit großer Wahrscheinlichkeit um welchen Stahl es sich handelt und wie mit ihm umzugehen ist.....

LG Jens
t.z.

Ungelesener Beitrag von t.z. »

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Zuletzt geändert von t.z. am 24.07.2007, 01:49, insgesamt 1-mal geändert.
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Daniel1983
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Ungelesener Beitrag von Daniel1983 »

Also was Jens sagt stimmt voll und ganz (kenn mich da auch en bissel aus bin als Metallograph/Werkstoffprüfer beruflich tätig).

Mit feuerzeug warm machen und wasser reinwerfen is nix getan....schon allein von der Temp. her!

am besten schon wie oben beschrieben im kalten zustand den haken verformen und hoffen das die nen guten Elastizitätsbereich aufweisen (was die ja meistens sowieso haben) .

Mfg Daniel
TL Daniel
Makenshi

Ungelesener Beitrag von Makenshi »

Original geschrieben von Jens2001
... sich die Haken aus nem "Stück Draht" neu selber zu biegen würde ich mehr beführworten als fertige "gute Haken" auszuglühen um drann rum zu machen.... der Haken wird selten besser werden......
Hallo,

das stelle ich mir nicht so besonders leicht vor. Schließlich will man auch einen gut auf die Anwendung abgestimmten Stahl haben. Und Timeco, Mustad und Co. machen aus ihren Rezepturen sicher nicht umsonst so ein riesiges Geheimnis.
Ich würde sicher nciht auf die industriell hergestellten Haken verzichten wollen, weil ich bei den selbstgebauten zu viel Angst hätte, dass der Haken bricht oder aufgebogen wird.

Gruß,
Tristan
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