Wurfweitenlatein
Moderatoren: Maggov, Forstie, Michael., Olaf Kurth
Wurfweitenlatein
Hallo Leute,
in letzter Zeit stolpere ich hier im Forum immer wieder über Angaben von Distanzwürfen, die mich ehrlich gesagt ziemlich stark zweifeln lassen.
Da wird von 40-Meterwürfen gepostet, als wäre das das natürlichst der Welt, ich werde gefragt, ob ich 30 Meter mit einer 8er Rute etwa weit finde und so fort.
Ich persönlich kenne niemanden, der mit normalem Gebrauchsgerät beim Fischen 40 Meter weit wirft, und selbst 30 Meter habe ich bisher nur höchstselten erlebt. Meine Erfahrung ist, dass wenn mal seriös nachgemessen wird, die Meisten sich ganz bös die Karten legen. Auch stimmen die Schnurlängen oft nicht mit den Angaben auf der Verpackung überein - meine Guideline Tri Cast ist statt 33 Metern nur schlappe 28 Meter lang(!!!).
Die meisten Schnüre sind ja gerade mal 25 Meter lang, und wenn man die "raushaut" heißt das ja noch lange nicht, dass sie gestreckt vor einem liegt.
Also mal Butter bei die Fische: Wer wirft wirklich wie weit - und unter welchen Bedingungen; Auf der Wiese, beim Fischen, mit WF-Schnur, mit Schußkopf und monofiler Mogelrunningline...
Vielleicht kann ja auch jemand mal berichten, was für Weiten bei dem Wurfturnier in Hamburg erzielt wurden. Interessiert mich brennend, ob dort meine Theorie, dass einige Leute maßlos übertreiben verifiziert wurde.
Ich gebe auch gerne als erster Zeugnis ab: Ich werfe auf der Wiese deutlich weiter als beim Fischen und bringe, wenn ich einen guten Tag habe, fast mit jeder meiner Ruten die ganze Schnur raus. Aber jeder Meter mehr fällt mir ersthaft schwer. Ich hab mir auch schon mal einen 12 Meter Schußkopf mit einer monofilen Runningline fertig gemacht, das flog bis kurz vor den Horizont, 38 Meter von meinem Standplatz. Aber das ist meiner Meinung nach eine Mogelpackung, weil mir so eine Runningline bein Fischen auf den Geist gehen würde.
Beim Meerforellenfischen benutze ich eine Teeny Wf #8. Die werfe ich auch beim Fischen wenn es sein muß ganz raus. Normalerweise muß es aber nicht sein, und ich gebe mich mit etwa 18 bis 22 Metern + Vorfach zufrieden.
Beim Nymphen- und Trockenfliegenfischen werfe ich selten weiter als 20 Meter.
Berichtet mir doch mal ehrlich und ohne zu übertreiben von euren Erfahrungen!
Viele Grüße
Micha
in letzter Zeit stolpere ich hier im Forum immer wieder über Angaben von Distanzwürfen, die mich ehrlich gesagt ziemlich stark zweifeln lassen.
Da wird von 40-Meterwürfen gepostet, als wäre das das natürlichst der Welt, ich werde gefragt, ob ich 30 Meter mit einer 8er Rute etwa weit finde und so fort.
Ich persönlich kenne niemanden, der mit normalem Gebrauchsgerät beim Fischen 40 Meter weit wirft, und selbst 30 Meter habe ich bisher nur höchstselten erlebt. Meine Erfahrung ist, dass wenn mal seriös nachgemessen wird, die Meisten sich ganz bös die Karten legen. Auch stimmen die Schnurlängen oft nicht mit den Angaben auf der Verpackung überein - meine Guideline Tri Cast ist statt 33 Metern nur schlappe 28 Meter lang(!!!).
Die meisten Schnüre sind ja gerade mal 25 Meter lang, und wenn man die "raushaut" heißt das ja noch lange nicht, dass sie gestreckt vor einem liegt.
Also mal Butter bei die Fische: Wer wirft wirklich wie weit - und unter welchen Bedingungen; Auf der Wiese, beim Fischen, mit WF-Schnur, mit Schußkopf und monofiler Mogelrunningline...
Vielleicht kann ja auch jemand mal berichten, was für Weiten bei dem Wurfturnier in Hamburg erzielt wurden. Interessiert mich brennend, ob dort meine Theorie, dass einige Leute maßlos übertreiben verifiziert wurde.
Ich gebe auch gerne als erster Zeugnis ab: Ich werfe auf der Wiese deutlich weiter als beim Fischen und bringe, wenn ich einen guten Tag habe, fast mit jeder meiner Ruten die ganze Schnur raus. Aber jeder Meter mehr fällt mir ersthaft schwer. Ich hab mir auch schon mal einen 12 Meter Schußkopf mit einer monofilen Runningline fertig gemacht, das flog bis kurz vor den Horizont, 38 Meter von meinem Standplatz. Aber das ist meiner Meinung nach eine Mogelpackung, weil mir so eine Runningline bein Fischen auf den Geist gehen würde.
Beim Meerforellenfischen benutze ich eine Teeny Wf #8. Die werfe ich auch beim Fischen wenn es sein muß ganz raus. Normalerweise muß es aber nicht sein, und ich gebe mich mit etwa 18 bis 22 Metern + Vorfach zufrieden.
Beim Nymphen- und Trockenfliegenfischen werfe ich selten weiter als 20 Meter.
Berichtet mir doch mal ehrlich und ohne zu übertreiben von euren Erfahrungen!
Viele Grüße
Micha
Nicht vergessen:
Fliegenfischen findet am Wasser statt!
Fliegenfischen findet am Wasser statt!
-
Meiermann
Hi,
finde ich sehr interessant deine Aussage, ich sehe das übrigens genauso und habe es auch in der Praxis oft genug erlebt, dass sich die meisten Leute schwer damit tun die gesamte Schnur sauber auszubringen und mal ehrlich wann braucht man das wirklich und in welchen Situationen ist es tatsächlich erforderlich!
Ich für meinen Teil habe keine Probleme damit auf der Wiese die gesamte Schnur auszubringen und auch am Wasser ist das eigentlich kein Thema mit dem richtig aufeinander abgestimmten Gerät und dem nötigen werferischen können.
Gruß Meiermann!
finde ich sehr interessant deine Aussage, ich sehe das übrigens genauso und habe es auch in der Praxis oft genug erlebt, dass sich die meisten Leute schwer damit tun die gesamte Schnur sauber auszubringen und mal ehrlich wann braucht man das wirklich und in welchen Situationen ist es tatsächlich erforderlich!
Ich für meinen Teil habe keine Probleme damit auf der Wiese die gesamte Schnur auszubringen und auch am Wasser ist das eigentlich kein Thema mit dem richtig aufeinander abgestimmten Gerät und dem nötigen werferischen können.
Gruß Meiermann!
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Maggov
- Moderator
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- Registriert: 28.09.2006, 14:21
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Servus,
endlich was zum Thema werfen wo ich mitreden kann
.
Ich werfe im Schnitt um die 10 Meter (ohne Vorfach) beim Fischen. "Weit" finde ich schon Würfe über 15 Meter (auch ohne Vorfach) und werfen auf der Wiese oder ausserhalb des Wassers nur wenn ich eine Rute kaufen will.
Ich finde den Reiz am Werfen auch nicht in der Ferne oder dem Auslegen von 30 Meter gestreckter Schnur. Ich finde es toll auf engstem Raum zu werfen oder die Präsentation über geeignete Tricks (Reachen, Parachute, Bogen, etc.) an die Ströungsverhältnisse anzupassen.
Die Jungs an Nord- und Ostsee werden damit sicherlich nicht happy!
Viele Grüsse und v.a. Spaß am Hobby!
Markus
endlich was zum Thema werfen wo ich mitreden kann
Ich werfe im Schnitt um die 10 Meter (ohne Vorfach) beim Fischen. "Weit" finde ich schon Würfe über 15 Meter (auch ohne Vorfach) und werfen auf der Wiese oder ausserhalb des Wassers nur wenn ich eine Rute kaufen will.
Ich finde den Reiz am Werfen auch nicht in der Ferne oder dem Auslegen von 30 Meter gestreckter Schnur. Ich finde es toll auf engstem Raum zu werfen oder die Präsentation über geeignete Tricks (Reachen, Parachute, Bogen, etc.) an die Ströungsverhältnisse anzupassen.
Die Jungs an Nord- und Ostsee werden damit sicherlich nicht happy!
Viele Grüsse und v.a. Spaß am Hobby!
Markus
- Mario Mende / Sachsen
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- Registriert: 10.10.2006, 14:21
- Wohnort: Leipziger Land
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Hallo Micha, ich stimme dir völlig zu.
Weit werfen sollte man etwa an der Küste oder vielleicht noch am See. Wobei es aber selten unbedingt notwendig ist. Man muß sich eingestehen, es gibt ganz normale physikalische Grenzen beim Fliegenfischen.
Ich fische an mittelgroßen 20-30 m breit und kleinen 3-8 m breiten Flüssen. Den Großteil meiner Fische fange ich fast vor meinen Füßen, sagen wir mal im Bereich von 5-10 m. Rechnen wir mal + 5 m, dann brauche ich sehr selten Weiten über 15 m.
Wer mehr als 25 m wirft, ich meine hier das saubere Werfen, wo das Vorfach sauber gestreckt ist, der ist doch SPITZE!
Ich kenne auch Leute, die sich nur an Weite orientieren, besonders Anfänger unserer Passion.
Die Weite kommt von allein, der saubere und für den Zuschauer "erotische Wurf" sollte gepaart mit guten Fängen das Ziel sein!
Und jetzt noch einen Überheblichen aus der untersten Schublade:
Wir sind doch nicht irgendwer-wir sind Fliegenfischer!

Weit werfen sollte man etwa an der Küste oder vielleicht noch am See. Wobei es aber selten unbedingt notwendig ist. Man muß sich eingestehen, es gibt ganz normale physikalische Grenzen beim Fliegenfischen.
Ich fische an mittelgroßen 20-30 m breit und kleinen 3-8 m breiten Flüssen. Den Großteil meiner Fische fange ich fast vor meinen Füßen, sagen wir mal im Bereich von 5-10 m. Rechnen wir mal + 5 m, dann brauche ich sehr selten Weiten über 15 m.
Wer mehr als 25 m wirft, ich meine hier das saubere Werfen, wo das Vorfach sauber gestreckt ist, der ist doch SPITZE!
Ich kenne auch Leute, die sich nur an Weite orientieren, besonders Anfänger unserer Passion.
Die Weite kommt von allein, der saubere und für den Zuschauer "erotische Wurf" sollte gepaart mit guten Fängen das Ziel sein!
Wir sind doch nicht irgendwer-wir sind Fliegenfischer!
Vergräme den Kormoran, nicht den Fisch!
Mario
Mario
-
horstie honk
hi micha,
ich bin auch voll deiner meinung. es gibt wirklich zu viele leute die einfach total mit ihren wurfleistungen übertreiben. meiner meinung nach sind 30 m mit einer 8er schnur richtig weit wenn die dann noch sauber liegen echt perfekt.
bei mir ist es auch so dass ich auf der wiese eindeutig weiter werfe als beim fischen was sicherlich auch dadurch zu stande kommt dass man hierbei wie du schon sagtest in einer wesentlich geringeren distanz benötigt. auch ich kenne kaum leute die wirklich 30m weit werfen können. ich werfe auf der wiese eine 25m wf mit max. aber wirklich max. 2m backing aus + vorfach von 2,5-3,00 m wären das ca. 30 m. und das kann ich sicher nur von 2-3 würfen von 10 absolut sauber. und andere leute wollen behauten 38 m weit zu werfen und das bei jedem wurf meiner meinung nach ist das mit normalen gerät einfach nicht möglich oder ich mach mir auch einen schusskopf mit mono runningline auf die rolle.
aber ich finde echt toll von dir dass du dieses thema mal angeschnitten hast.
flo
ich bin auch voll deiner meinung. es gibt wirklich zu viele leute die einfach total mit ihren wurfleistungen übertreiben. meiner meinung nach sind 30 m mit einer 8er schnur richtig weit wenn die dann noch sauber liegen echt perfekt.
bei mir ist es auch so dass ich auf der wiese eindeutig weiter werfe als beim fischen was sicherlich auch dadurch zu stande kommt dass man hierbei wie du schon sagtest in einer wesentlich geringeren distanz benötigt. auch ich kenne kaum leute die wirklich 30m weit werfen können. ich werfe auf der wiese eine 25m wf mit max. aber wirklich max. 2m backing aus + vorfach von 2,5-3,00 m wären das ca. 30 m. und das kann ich sicher nur von 2-3 würfen von 10 absolut sauber. und andere leute wollen behauten 38 m weit zu werfen und das bei jedem wurf meiner meinung nach ist das mit normalen gerät einfach nicht möglich oder ich mach mir auch einen schusskopf mit mono runningline auf die rolle.
aber ich finde echt toll von dir dass du dieses thema mal angeschnitten hast.
flo
- Barramundi
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Hallo alle,
ehrlich gesagt ist es mir völlig wurscht, wer wann mit welchem Gerät wie weit wirft. Ich denke es geht um die Freude am Fischen. Ich fische mit einer siebener oder achter Rute fast ausschliesslich an der Küste und habe es ehrlich gesagt noch nie geschafft, meine gesamte Schnur rauszuwerfen. Auf der Wiese habe ich bisher noch nie wirklich geworfen, weil mir dazu einfach die Zeit und der Platz fehlt. ich weiß, dass ich üben müsste und gestehe mir auch ein, dass ich viele Fehler mache (die ich gern in der nächsten Zeit beseitigen möchte), aber ich fange immer noch meine Fische und davon viele auf Vorfachlänge.
Also, an der Küste ist es sicher manchmal von Vorteil, weit werfen zu können (möchte ich daher ja auch verbessern), aber wenn ich meine 20m plus Vorfach rausbekomme, dann reicht das auch normalerweise.
Liebe Grüsse und TL
Flow
Na ja, dennoch denke ich, dass es wohl viele Aufsprecher gibt, aber wie gesagt, wem es Spaß macht. Schadet mir ja nicht, wenn einer behauptet, er wirft 35m und schafft eigentlich nur 25m. Zugegeben, es könnte Anfänger vielleicht ein bisschen verunsichern.
ehrlich gesagt ist es mir völlig wurscht, wer wann mit welchem Gerät wie weit wirft. Ich denke es geht um die Freude am Fischen. Ich fische mit einer siebener oder achter Rute fast ausschliesslich an der Küste und habe es ehrlich gesagt noch nie geschafft, meine gesamte Schnur rauszuwerfen. Auf der Wiese habe ich bisher noch nie wirklich geworfen, weil mir dazu einfach die Zeit und der Platz fehlt. ich weiß, dass ich üben müsste und gestehe mir auch ein, dass ich viele Fehler mache (die ich gern in der nächsten Zeit beseitigen möchte), aber ich fange immer noch meine Fische und davon viele auf Vorfachlänge.
Also, an der Küste ist es sicher manchmal von Vorteil, weit werfen zu können (möchte ich daher ja auch verbessern), aber wenn ich meine 20m plus Vorfach rausbekomme, dann reicht das auch normalerweise.
Liebe Grüsse und TL
Flow
Na ja, dennoch denke ich, dass es wohl viele Aufsprecher gibt, aber wie gesagt, wem es Spaß macht. Schadet mir ja nicht, wenn einer behauptet, er wirft 35m und schafft eigentlich nur 25m. Zugegeben, es könnte Anfänger vielleicht ein bisschen verunsichern.
Water is the origin of life. Thus it is the most important element on earth - so let us take care!
- Friedemann
- Beiträge: 662
- Registriert: 28.09.2006, 18:14
- Wohnort: Hessen
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Hallo,
von wo misst man eigentlich die Wurfweite?
Von der Fussspitze aus gemessen oder von
der Spitze der Fliegenrute?
Das macht ja immerhin schon knapp 3 Meter.
Gruß aus Hessen
Friedemann
Ach so Wurfweite: Vor vielen Jahren sagte mir ein
älterer Däne:" Mach doch nicht so eine Hektik am
Wasser nur weil du 2 Meter weiter werfen willst".
von wo misst man eigentlich die Wurfweite?
Von der Fussspitze aus gemessen oder von
der Spitze der Fliegenrute?
Das macht ja immerhin schon knapp 3 Meter.
Gruß aus Hessen
Friedemann
Ach so Wurfweite: Vor vielen Jahren sagte mir ein
älterer Däne:" Mach doch nicht so eine Hektik am
Wasser nur weil du 2 Meter weiter werfen willst".
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Fly-Only
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- Wohnort: Südnorwegen
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Mal so:
Die Weite kommt von allein
Von was ganz allein denn? Von ganz allein üben, von ganz allein rausfinden, ob man vielleicht eine Schnurklasse runtergehen sollte, wenn man vielleicht ein paar Meter weiter werfen will, von allein ob sich der Arbeitswinkel ändert, der Doppelzug richtig sitzt und und und... Also, mit der Aussage würde ich niemanden allein lassen.
Sorry, Mario, ich glaube, mit gutem Getackel wirft man mit etwas Übung relativ problemlos seine 20 Meter (bei welchen Bedingungen, ist noch eine andere Sache).
Aber jenseits der 25 Meter-Grenze kommt nüscht mehr von allein, sondern erforder sauviel werferisches Können und hartes Training.
Gruß, Frank
Die Weite kommt von allein
Von was ganz allein denn? Von ganz allein üben, von ganz allein rausfinden, ob man vielleicht eine Schnurklasse runtergehen sollte, wenn man vielleicht ein paar Meter weiter werfen will, von allein ob sich der Arbeitswinkel ändert, der Doppelzug richtig sitzt und und und... Also, mit der Aussage würde ich niemanden allein lassen.
Sorry, Mario, ich glaube, mit gutem Getackel wirft man mit etwas Übung relativ problemlos seine 20 Meter (bei welchen Bedingungen, ist noch eine andere Sache).
Aber jenseits der 25 Meter-Grenze kommt nüscht mehr von allein, sondern erforder sauviel werferisches Können und hartes Training.
Gruß, Frank
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franz xaver marx
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Werner48
Nun denn,
da ich einer von den Wurfjunkies bin, der sich für viele werferische Themen interessiert, hier meine Angaben :
Ich arbeite daran, mit einer normalen eher semiparabolischen 5er von 8,6 oder 9 Fuß 27m Triangel T. oder Cortland 444 gestreckt abzulegen, gemessen von meinem Standplatz bis zur Fliege.
Das gelingt mir nur unter optimalen Bedingungen und eben häufiger nicht.
Wie gesagt, versuche ich das mit obiger Kombination und nicht mit Weitwurfleinen", Raketenruten" etc.
Nichtsdestotrotz interessiert mich alles, was mit Werfen zu tun hat, vor allem auch die Trickwürfe, die verschiedenen Wurfstile usw..
Ich weiß, dass man die meisten Fische unter 27m fängt, aber ich denke, dass man in einem Fliegenfischerforum durchaus auch Dinge diskutieren können soll, für die sich gleichgesinnte Diskussionspartner finden.
Dass der ein oder andere sich dabei in der Angabe seiner Wurweite "vergaloppiert", oder diese mit Castinggerät erreicht, liegt in der Natur der Sache, und ich fürchte, dass selbst die Kritiker in diesem Thread mit ihren Weiten nicht so genau gemessen haben.
Aber weit werfen wollen ist keine Schande, wenn damit eine Technikverbesserung einhergeht und die im Vordergrund steht.
Schließlich muss man genausogut Freude am Werfen haben dürfen, wie einem das am Binden kunstvoller Fliegen zugestanden wird.
Fische kann man auch in 3 Meter Entfernung fangen, und zwar mit Teppichflusen. Kein Mensch käme auf die Idee, dem Binder das Binden kunstvoller Gebilde als für die Fischerei überflüssig vorzuwerfen.
Warum dann nicht auch die gleiche Toleranz gegenüber Wurfjunkies ?
da ich einer von den Wurfjunkies bin, der sich für viele werferische Themen interessiert, hier meine Angaben :
Ich arbeite daran, mit einer normalen eher semiparabolischen 5er von 8,6 oder 9 Fuß 27m Triangel T. oder Cortland 444 gestreckt abzulegen, gemessen von meinem Standplatz bis zur Fliege.
Das gelingt mir nur unter optimalen Bedingungen und eben häufiger nicht.
Wie gesagt, versuche ich das mit obiger Kombination und nicht mit Weitwurfleinen", Raketenruten" etc.
Nichtsdestotrotz interessiert mich alles, was mit Werfen zu tun hat, vor allem auch die Trickwürfe, die verschiedenen Wurfstile usw..
Ich weiß, dass man die meisten Fische unter 27m fängt, aber ich denke, dass man in einem Fliegenfischerforum durchaus auch Dinge diskutieren können soll, für die sich gleichgesinnte Diskussionspartner finden.
Dass der ein oder andere sich dabei in der Angabe seiner Wurweite "vergaloppiert", oder diese mit Castinggerät erreicht, liegt in der Natur der Sache, und ich fürchte, dass selbst die Kritiker in diesem Thread mit ihren Weiten nicht so genau gemessen haben.
Aber weit werfen wollen ist keine Schande, wenn damit eine Technikverbesserung einhergeht und die im Vordergrund steht.
Schließlich muss man genausogut Freude am Werfen haben dürfen, wie einem das am Binden kunstvoller Fliegen zugestanden wird.
Fische kann man auch in 3 Meter Entfernung fangen, und zwar mit Teppichflusen. Kein Mensch käme auf die Idee, dem Binder das Binden kunstvoller Gebilde als für die Fischerei überflüssig vorzuwerfen.
Warum dann nicht auch die gleiche Toleranz gegenüber Wurfjunkies ?
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franz xaver marx
Warum finde ich hier so wenig über präzises Werfen und soviel über Weiten?
Wer fängt Fische auf diese Weiten?
Wieviel Meter oder Zentimeter ist die "Wurfleinen-Streuung" auf dreissig Meter?
Liegt der Weltrekord mit einer Rute der Klasse 5 bei ca. 36-37 Meter?
Warum werfen meine französischen Freunde (durchschnittlich) weniger weit?
Warum ist ihnen das auch schnurz pipe?
Gruss von einem, der mit seinem Bambus-Stecken eh nicht mitreden darf ...
Xaver
Wer fängt Fische auf diese Weiten?
Wieviel Meter oder Zentimeter ist die "Wurfleinen-Streuung" auf dreissig Meter?
Liegt der Weltrekord mit einer Rute der Klasse 5 bei ca. 36-37 Meter?
Warum werfen meine französischen Freunde (durchschnittlich) weniger weit?
Warum ist ihnen das auch schnurz pipe?
Gruss von einem, der mit seinem Bambus-Stecken eh nicht mitreden darf ...
Xaver
- Matthias M.
- Moderator
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- Registriert: 28.09.2006, 11:49
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Hallo Frank,
ich schließe mich in gewisser Weise der Meinung von Mario an, dass die Weite von alleine kommt. Ich bezeichne mich auch wie schon Werner als Wurfjunky, aber in anderer Hinsicht. Mir geht es nicht primär um das Werfen auf Weite sondern viel mehr um das perfekte Werfen auf engen Raum, der Bachfischerei. Hierzu fresse ich eigentlich regelrecht alles auf was man hierzu gebrauchen könnte, Trickwürfe, neuerdings interessiere ich mich sehr stark für die TLT-Technik. Ich fische eigentlich das ganze Jahr Ruten nicht stärker als Klasse 3 und dennoch bin ich der Meinung das ich mit 5/6er Ruten ganz passable Weiten erziele.
Gut, ich stehe bestimmt schon mehr als 10 mal im Jahr auf der Wiese, aber nicht um Weite zu erzielen (oder nur ganz selten).
Ich denke das ein sauberer Wurfablauf sehr eng in Verbindung mit der Fähigkeit große Weiten zu erziele steht.
Des Weiteren kann ich mich dem Schlusssatz von Werner nur anschließen.
Gruß Matthias
ich schließe mich in gewisser Weise der Meinung von Mario an, dass die Weite von alleine kommt. Ich bezeichne mich auch wie schon Werner als Wurfjunky, aber in anderer Hinsicht. Mir geht es nicht primär um das Werfen auf Weite sondern viel mehr um das perfekte Werfen auf engen Raum, der Bachfischerei. Hierzu fresse ich eigentlich regelrecht alles auf was man hierzu gebrauchen könnte, Trickwürfe, neuerdings interessiere ich mich sehr stark für die TLT-Technik. Ich fische eigentlich das ganze Jahr Ruten nicht stärker als Klasse 3 und dennoch bin ich der Meinung das ich mit 5/6er Ruten ganz passable Weiten erziele.
Gut, ich stehe bestimmt schon mehr als 10 mal im Jahr auf der Wiese, aber nicht um Weite zu erzielen (oder nur ganz selten).
Ich denke das ein sauberer Wurfablauf sehr eng in Verbindung mit der Fähigkeit große Weiten zu erziele steht.
Des Weiteren kann ich mich dem Schlusssatz von Werner nur anschließen.
Gruß Matthias
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ich werde gefragt, ob ich 30 Meter mit einer 8er Rute etwa weit finde und so fort. als ich meine Frage nach einer griffigeren Variante zwischen Flugschnur und Runningline stellte, war mir nicht bewusst, dass diese Wurfweiten so außergewöhnlich sein sollen.
Meine Flugschnur habe ich bisher genausowenig nachgemessen wie meine Wurfweite. Die angegebenen 27m Fliegenschnur auf der Verpackung hat mir bisher als Orinetierung ausgereicht.
Maximale Entfernungen ständig zu werfen ist so unnötig wie unmöglich, bezogen auf einen Fliegenfischertag mit 6 Stunden intensivemFischen.
Maximale Entfernungen für einen besseren Wurfstil zu trainieren ist für mich die beste Möglichkeit, einen sauberen und erheblich besseren Wurfstil zu "erarbeiten"
Insbesondere der kaum wahrnehmbare Übergang eines optimalen Stopps, aus einer fließenden Bewegung in die Abschlußposition eines Wurfabschnittes bedarf mE langjähriger, regelmäßiger Übung.
Seit ich diese Art des Werfens immer besser beherrsche, kann ich mit "Genuß" fischen, da ich beim Fischen nicht mehr so konzentriert auf meine Würfe achten muss. Das heisst nicht, dass ich während des Fischens lauter Präsentationswürfe aus der Rute schleudere. Es bedeutet aber, dass ich über 6 Stunden mit kurzen Pausen intensiv und erfolgreich fischen kann. Auch an der Küste mit erträglichem Wind.
Dafür trainiere ich bei jeder sich bietenden Gelegenheit mit einer leichten, weichen Rute -für ein besseres Schnurgefühl- und wenn es nur 10min. sind.
Grüße
Hartmut
-
Werner48
Hallo Xaver,
Weil der wirklich edle Jünger der Fischwaid und Meister der Lebenskunst über solch prolligen Banalitäten wie dem nutzlosen Weitwurf steht, sich mit seiner 2er Bambusrute ausschließlich der Trockenfliegenpuristerei exklusiv mit CDC-Kreationen von m. Petit Jean hingibt und in seinem Fischkörbchen einen edlen Bordeaux mit ans Wasser nimmt, damit er mit diesem den Fang des Tages begieße, in dem Bewusstsein, dem teutonischen "Gewaltcaster" kulturell mindestens 300 Jahre vorauszusein.
Doch halt, da kommt mir ein Ereignis in den Sinn : Warum musste sich mein damals zwölfjähriger Sohn, der die gefangenen Fische abschlug und anschließend tötete, die höhnischen Kommentare der erwachsenen französischen Fischer anhören, die den Fischen lebend die Haken aus dem Maul rissen, sie dann in eine Plastiktüte warfen und sie sich dort zu Tode zappeln ließen, schnurz pipe war ihnen das.
Seitdem regiere ich etwas "allgerisch" auf den Versuch "fischereilich- kulturelle Überlegenheit" französischer Fischer auf Umwegen zu konstatieren.
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Warum ist ihnen das auch schnurz pipe? Weil der wirklich edle Jünger der Fischwaid und Meister der Lebenskunst über solch prolligen Banalitäten wie dem nutzlosen Weitwurf steht, sich mit seiner 2er Bambusrute ausschließlich der Trockenfliegenpuristerei exklusiv mit CDC-Kreationen von m. Petit Jean hingibt und in seinem Fischkörbchen einen edlen Bordeaux mit ans Wasser nimmt, damit er mit diesem den Fang des Tages begieße, in dem Bewusstsein, dem teutonischen "Gewaltcaster" kulturell mindestens 300 Jahre vorauszusein.
Doch halt, da kommt mir ein Ereignis in den Sinn : Warum musste sich mein damals zwölfjähriger Sohn, der die gefangenen Fische abschlug und anschließend tötete, die höhnischen Kommentare der erwachsenen französischen Fischer anhören, die den Fischen lebend die Haken aus dem Maul rissen, sie dann in eine Plastiktüte warfen und sie sich dort zu Tode zappeln ließen, schnurz pipe war ihnen das.
Seitdem regiere ich etwas "allgerisch" auf den Versuch "fischereilich- kulturelle Überlegenheit" französischer Fischer auf Umwegen zu konstatieren.
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