La France

Ihr sucht ein Plätzchen, wo es sich gut Fliegenfischen läßt? Oder habt Ihr im Urlaub besonders gute oder schlechte Erfahrungen gemacht und möchtet diese weitergeben? Inklusive Salzwasser- (Süden-) Fliegenfischen.

Moderatoren: Forstie, Maggov, Olaf Kurth, Michael.

franz xaver marx

La France

Ungelesener Beitrag von franz xaver marx »

Hallo,
im Reiseteil des Fliegenfischerforums, so wie in der Stichwortsuche ist wenig über ein, nach meinem Dafürhalten, schönes Fliegenfischerland zu finden. Das sich Berichte, auch in den Printmedien, fast überwiegen um den Doubs drehen sehe ich als Bestätigung. Zugegeben, meine kleine Campagne hier ist einseitig aber ehrlich. Und meine französische Angetraute war in vielen Fällen sicherlich ein Türöffner. Ich bin aber davon überzeugt, dass die kontaktfreudigen und offenherzigen unter euch ähnliches erleben können.
Das Fischen, insbesondere jenes mit der Fliege (pêche à la mouche) hat in Frankreich eine große Tradition. Klassisch spiegelt sich das in Malerei, Literatur und Liedgut wieder, modern in der, ausgesprochen reichhaltigen, Internetpräsenz (Eine gut gelungenen Seite findet ihr übrigens unter http://www.club-mouche-odet.com/club_pe ... _Odet.html). Auch sind die Fließgewässer relativ leicht zugänglich, bedeutet, es ist leicht Lizenzen zu bekommen. Bei Privatgewässern lohnt eine Anfrage beim Eigner immer. Schon oft wurde meine Frage nach dem Tagespreis mit einem anfänglichen Achselzucken und dann der Bitte um die dritte Forelle begegnet. Doch Vorsicht, die Lizenzvergabe ist nicht unbedingt einheitlich geregelt und von Departement zu Departement verschieden. Grundsätzlich hilft immer eine Anfrage beim Bürgermeisteramt (mairie), welches oftmals auch Ausgabestelle ist. Insgesamt glaube ich, dass es in Frankreich mehr befischbare Gewässer gibt als bei uns.
Ein Grund für das "unbekannte Frankreich" ist, dass die vielen guten Gewässer sich gerne dem touristischen Auge entziehen. Selbst in namhaften Angelmagazinen werden gute Gewässer gerne schlecht geredet um eifrige Angeltouristen abzuschrecken.
Auch was das Englisch angeht hat sich in den letzten Jahren immer noch nicht viel getan. Insofern ist die Sprachbarriere das grosse Hindernis bei der Informationsbeschaffung. Es gilt: wenn die Franzosen schlechtes deutsch sprechen ist das immer besser zu verstehen als ihr gutes englisch. So werdet ihr auch Catch & Release vermissen, was kein Franzose auch nur annähernd verständlich aussprechen kann. Man liest und sagt nur einfach "No Kill", was keine Sprachverrenkungen verursacht.

Ausgezeichnete Regionen sind natürlich Normandie und Bretagne mit seinen Lachsflüssen. Auch Pays de la Loire, Lorraine und Alsac sind nicht zu verachten. Natürlich Franche Comté mit seinem Doubs und die Auvergne sind zu nennen. Prinzipiell bieten sowieso die Flüsse der Alpen Anglerfreuden. Alles was an Fisch gefangen wird kann als Speisefisch verwendet werden. Es gibt keinen schlechten Fisch, nur schlechte Köche. Bedeutet: die Vielzahl der Fischrezepte ist beeindruckend. Wer der französischen Küche nicht so zugetan ist kann auch auf die, mittlerweile unzählige Zahl, von Schnellrestaurants mit dem grossen M zurückgreifen oder bei Aldi, Lidl und Plus (Plü) seine heimatlichen Produkte kaufen; die Produkt-Ediketten wurden im Deutschen belassen. Einen Unterschied zu deutschen Supermärkten gibt es dennoch. Nahezu jeder hat eine kleine Angelzubehörabteilung.

Über Fragen und einen Erfahrungsaustausch würde ich mich freuen.

Xaver
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pehers
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Ungelesener Beitrag von pehers »

Servus Xaver!

Als letztes Jahr bei uns der Winter sehr lange blieb und dann das Schmelzwasser nicht enden wollte, habe ich oft an Spanien, Italien und eben auch Frankreich gedacht.

Stimmt es, dass die Saison früher los geht, weil doch höhere Temperaturen herrschen?

Ich bin in ein humanistisches Gymnasium gegangen - will heißen, ich hatte Engl. Latein und Altgriechisch. Drum schreckt mich Frankreich doch eher ab - mir kam subjektiv vor (auf Wallfahrt nach Lourdes), dass die Bereitschaft sich zu bemühen nicht so gegeben war (es leben die Vorurteile)!

Beste Grüße,
Hans
Zuletzt geändert von pehers am 09.11.2006, 17:57, insgesamt 1-mal geändert.
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Ungelesener Beitrag von Matthias M. »

Hallo Xaver,

dadurch das meine Eltern, soweit ich denken kann, absolute Frankreich Fans sind,
habe ich früher, insbesondere in den Sommerferien oft in Bächen und kleinen Flüssen der Bretagne und Normandie gefischt.
An die Namen der Gewässer kann ich mich so gut wie nicht mehr erinnern,
nur ein Gewässer ist mir in Erinnerung geblieben, La Touques.
Hier konnte ich als 14-jähriger meine erste Meerforelle auf Fliege überlisten.
Des Weiteren bot mir dieser kleinere Fluss eine spannende Bachforellenpirsch... :wink:
Schöne Eindrücke die ich nicht vergessen werde.

Was mich doch sehr beeindruckt hat, waren zwei junge Fliegenfischer die ihre eigenen Hähne fürs Fliegenbinden im Garten hielten.

Wenn ich es zeitlich schaffe, hole ich mir manchmal am Frankfurter Hauptbahnhof die Zeitschrift „ pêche à la mouche“.
In dieser wurden schon oft interessant Berichte über diverse Hochgebirgsgewässer veröffentlicht,
die mich schon reizen würden. :wink:

Gruß Matthias
franz xaver marx

Ungelesener Beitrag von franz xaver marx »

Hallo Hans und andere,
wie wird ein Klischee zu einem Klischee? Sprachlich wird auch in Zukunft kaum Bemühen zu erwarten sein. Das liegt nicht so sehr an dem nachgesagten Beharrungsvermögen, Englisch ist eine schier unüberwindbare Hürde. Die gute Nachricht: Deutsch wird als Fremdsprache immer beliebter. Und das wird dann auch gut gesprochen. Höfliches Auftreten wird geschätzt und ein freundliches "Bonjour, Monsieur/Madam" öffnet dir, auch heute noch, mehr Herzen als ein lässiges "Hallo". Man nimmt sich auch Zeit für seine Gäste. Mit Latein kommst du beim Lesen ganz gut zu Rande. Schließlich sagt man zum Französischen auch Provinzlatein.
Schonzeiten sind eigentlich unseren ähnlich. Mir ist im Moment nichts anderes bekannt. Man arbeitet meist gerne mit Versatzangaben. Beispielsweise Äsche = dritter Samstag im Mai bis dritter Sonntag im September. Aber jetzt kommt's. Das sind Angaben für Flüsse der ersten Kategorie. Flüsse der 2. Kategorie sind wieder anders. Viel gravierender sind die jeweiligen Köderbestimmungen für ein Gewässer. Allerdings bist du mit der Fliege fast immer auf der richtigen Seite. Das die Schonzeiten etwas mit Temperaturen zu tun hat kann ich so nicht glauben.

Und Matthias, die Touques ist nach, wie vor ein guter Mefo-Fluss. Vielleicht werden hier unter http://www.touques-parages.com/ ein paar Erinnerungen wach!

Gruss
Xaver
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pehers
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Ungelesener Beitrag von pehers »

Servus Xaver!

Meinte nicht die Schonzeiten, sondern die Befischbarkeit, auch viele der franz. Flüsse kommen aus den Alpen und könnten daher im Frühjahr aufgrund der Schneeschmelze lange unbefischbar sein!

Gruß,
Hans
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Matthias M.
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Ungelesener Beitrag von Matthias M. »

Dankeschön für den Link.

Da werden wirklich Erinnerungen geweckt... :wink:

Gruß Matthias
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