Eine oder zwei Spitzen bei gespliessten Ruten?

Hier treffen sich die wahren Handwerker unserer Zunft. Gibt es eine schönere Fischerei, als mit einer Selbstgebauten - ob nun Gespließte, Kohlefaserrute oder Eigenbaurolle? Geizt nicht mit Euren Ratschlägen.

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BLU
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Eine oder zwei Spitzen bei gespliessten Ruten?

Ungelesener Beitrag von BLU »

Warum bieten die amerikanischen Rutenbauer von gespliessten Ruten meistens zwei Spitzen an (im Gegensatz zu europaeischen Rutenbauern)?
Die zweite Spitze ist nicht als Ersatzspitze gedacht sondern sollte immer abwechselnd verwendet werden. Hat jemand von euch wirklich jemals eine durch sachgemaessen Gebrauch ausgeleierte Spitze gesehen? Wie lange/oft muss man Fischen, damit sich zwei Spitzen rentieren?
Ein kleiner "Set" wirkt sich ja nicht negativ auf das Wurfverhalten aus. Der Preisunterschied ist signifikant,
da man ja schon fast drei Ruten mit einer Spitze fuer den Preis von
zwei Ruten mit jeweils zwei Spitzen bekommt.

Gruss,
Bernhard
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pehers
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Ungelesener Beitrag von pehers »

Servus!

Das ist schon eine Ersatzspitze. Ich kann mit grundsätzlich schon vorstellen, dass man nach 10 Jahren mit der einen Spitze nach dem Wechsel, das Gefühl hat, man hat eine andere Rute in der Hand. Bambus ist eben ein Naturmaterial.

Kann aber auch sein, dass die beiden Spitzen verschiedene Aktionen aufweisen, was ich allerdings noch nie gesehen habe.

L.G.
Hans
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I still don't know why I fish or why other men fish, except that we like it and it makes us think and feel. (Roderick L. Haig-Brown, A River Never Sleeps)
Rast

Ungelesener Beitrag von Rast »

Hallo Bernhard und Hans

Das die Amis mit zwei Spitzen liefern ist,denke ich, traditionell gewachsen.
Ob das sinnvoll ist kann man drüber diskutieren.

Um an den Kosten zu sparen könnte man ja einen Ersatzblank mitliefern
(unverhülst) - somit hätte man im Schadensfall (Bruch) zumindest einen Blank aus dem selben Rohr parat, den der Rutenbauer im Bedarfsfall dann aufbauen könnte.....

Wäre so etwas Deiner/Eurer Meinung nach sinnvoller ?

Gruss
Ralf
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BLU
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Ungelesener Beitrag von BLU »

Rast,
ich denke, dass waere eine gute Option. Ich bin kein Experte im Rutenbau, aber kann man spaeter die passenden Huelsen nachbekommen (oder die alte Huelse widerverwenden), wenn ein unverhuelstes Blank verwendet wird? Aendern sich also die Lackierungen mit den Jahren?
Wie schwierig ist es die gleiche Farbtoenung des Blanks und der Windungen zu bekommen?
Vielleicht koennte man nur das Rohr, Huelse, Ringe und die Taperinformationen mitliefern, damit ein Rutenbauer im Schadensfall daraus eine neue Spitze aufbauen kann.


Gruss,
Bernhard
Rast

Ungelesener Beitrag von Rast »

Hi

Das mit den Hülsen,Garn,Farbtoenung (falls geflämmt,dann eh das Rohr wenn es noch am Stück ist) etc. ist wohl das geringste Problem.
Das der Lack sich durch UV - Einstrahlung farblich mit den Jahren
verändert wäre wohl ein Argument.
Aber ich denke ,da muss schon einiges an Jahren ins Land ziehen,damit es
wirklich gravierend auffällt...

+++++++++++ Zitat ++++
Vielleicht koennte man nur das Rohr, Huelse, Ringe und die Taperinformationen mitliefern, damit ein Rutenbauer im Schadensfall daraus eine neue Spitze aufbauen kann.
+++++++++++++++++

Wir sind Rutenbauer - keine Rohmaterialversender :lol: :lol:

Ausserdem geben einige RB ungern ihre (evtl.selbst entwickelten) Taper
her. :wink:

Letztendlich bleibt da wohl nur ne Rute mit 2. Spitze , ein Ersatz-Rohling oder ne 2-Teilige für die bei Bedarf eine neue Spitze gemacht werden müsste (dann aber vermutlich aus nem anderen Rohr)

Gruss
Ralf
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Grasfischer
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Ungelesener Beitrag von Grasfischer »

hallo,

in baginskis buch hab ich gelesen, ich glaub garrison war es, der sogar den rest eines rohres aufgehoben und mit kundendaten des käufers seiner rute versehen hat. So konnte er im bedarfsfall eine ersatzspitze aus dem gleichen rohr herstellen. :shock:
Sein Tonkinlager hätte ich mal gern gesehen :lol:

gruß, friedrich
moregrayling

Ungelesener Beitrag von moregrayling »

pehers hat geschrieben:Servus!

Kann aber auch sein, dass die beiden Spitzen verschiedene Aktionen aufweisen, was ich allerdings noch nie gesehen habe.

L.G.
Hans
servus hans,

da fallen mir ohne gross zu überlegen schon mal die phy para 15 ein (gabs m.w. sogar mit 3 spitzen unterschiedlicher aktion), die bob summers 856, die orvis midge-nymph und die orvis pace changer ein.

mfg & petri nach felix austria,
christian
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Frank.
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Ungelesener Beitrag von Frank. »

moregrayling hat geschrieben:
pehers hat geschrieben:Servus!

Kann aber auch sein, dass die beiden Spitzen verschiedene Aktionen aufweisen, was ich allerdings noch nie gesehen habe.

L.G.
Hans
servus hans,

da fallen mir ohne gross zu überlegen schon mal die phy para 15 ein (gabs m.w. sogar mit 3 spitzen unterschiedlicher aktion), die bob summers 856, die orvis midge-nymph und die orvis pace changer ein.

mfg & petri nach felix austria,
christian
Auch von Pezon&Michel gibt es solche Ruten mit zwei Spitzen, die eine unterschiedliche Aktion haben; zumindest habe ich eine solche 9/10er Rute aus dem Jahr 1954 und eine 5/6er von 1962. Außerdem besitze ich noch eine ungemarkte, drei- (bzw. vier-)teilige Rute aus den 20er Jahren, die ebenfalls solch differierende Spitzen hat.
Aber die Regel ist das sicher nicht. Die meisten Gespleißten, die ich habe und kenne, haben zwei baugleiche Spitzen.
Ich gestehe freilich, daß ich die Spitzen nicht abwechselnd verwende. Auch der Vorbesitzer, von dem ich sie habe, hat das nicht getan. In all den vier bis sechs Jahrzehnten, die die Ruten nun auf dem Buckel haben, hat ihnen das nicht im Mindesten geschadet. Ich betrachte die Zweitspitzen schlicht als Ersatzteil für den Notfall.
So, dachte ich immer, sei auch die Idee gewesen. Gründe dafür, zwei Spitzen abwechselnd zu verwenden, fallen mir keine ein.

Weiß das jemand besser? Ich würde mich freuen, etwas zu lernen!

Euer Frank

Übrigens gab es auch noch andere Bauweisen mit zwei Spitzen: Ich habe mal eine alte Gespleißte gesehen (leider kann ich mich an den Hersteller nicht erinnern, meine aber, daß sie auch aus Frankreich kam), die eine Spitze zum Fliegenfischen, eine zweite, anders beringte zum Einsatz als Spinnrute hatte.
Das sind Deine Beobachtungen, mein Lieber, andere haben andere Beobachtungen gemacht.
Franz Kafka
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Heinz
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Ungelesener Beitrag von Heinz »

Hallo,

also bei meiner Brunner Fortuna habe ich mir gleich 2 Spitzen bestellt und ich bin froh darum, obwohl ich die 2. Spitze nur als Ersatz ansehe.
Aber Brunner Ruten und Herr Walter Brunner waren natürlich eins und miteinander untrennbar verbunden. Bei großen Firmen wie Hardy hätte ich kein Problem, nur eine Rute mit einer Spitze zu bestellen. Verschiedenartige Aktionen resp. Gewichtsklassen mit 2 verschiedenen Spitzen auf hohem Niveau (auch preislich) gibt es bei G & G-ich glaube jetzt heißt die Firma G2 aus den Niederlanden (Verkauf durch Hebeisen/Schweiz). Das sind knotenlose Gespließte (Markenzeichen brauner Stern).

Grüsse
Heinz
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Ungelesener Beitrag von Heinz »

Hallo,

also bei meiner Brunner Fortuna habe ich mir gleich 2 Spitzen bestellt und ich bin froh darum, obwohl ich die 2. Spitze nur als Ersatz ansehe.
Aber Brunner Ruten und Herr Walter Brunner waren natürlich eins und miteinander untrennbar verbunden. Bei großen Firmen wie Hardy hätte ich kein Problem, nur eine Rute mit einer Spitze zu bestellen. Verschiedenartige Aktionen resp. Gewichtsklassen mit 2 verschiedenen Spitzen auf hohem Niveau (auch preislich) gibt es bei G & G-ich glaube jetzt heißt die Firma G2 aus den Niederlanden (Verkauf durch Hebeisen/Schweiz). Das sind knotenlose Gespließte (Markenzeichen brauner Stern).

Grüsse
Heinz
moregrayling

Ungelesener Beitrag von moregrayling »

Frank Möbus hat geschrieben:
So, dachte ich immer, sei auch die Idee gewesen. Gründe dafür, zwei Spitzen abwechselnd zu verwenden, fallen mir keine ein.

Weiß das jemand besser? Ich würde mich freuen, etwas zu lernen!

Euer Frank
die antwort hat hans im prinzip oben vorweggenommen: kommt es nach jahren oder jahrzehnten zum fall des falles, hält man auf einmal eine rute mit einer komplett anderen aktion in der hand. so wurde es mir jedenfalls beigebracht, und dies wurde mir auch von meinem heutigen bambus "guru" bestätigt: man fischt die spitzen alternierend. ich nehme immer die aussen im futteral steckende spitze zum fischen. wenn die rute dann zusammengesteckt ist, packe ich noch schnell die zweite spitze nach aussen. die gefischte spitze kommt nach dem angeltag in's mittlere teil des futterals und wird beim nächsten mal geschont.

gruss & petri,
christian
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Karl
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Ungelesener Beitrag von Karl »

Normalerweise sind die gekennzeichnet, entweder mit versch.farbiger Wicklung am tiptop oder mit Punkt am ferrule.
n´Gruß Karl
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Frank.
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Ungelesener Beitrag von Frank. »

Karl hat geschrieben:Normalerweise sind die gekennzeichnet, entweder mit versch.farbiger Wicklung am tiptop oder mit Punkt am ferrule.
n´Gruß Karl

- oder auch einfach mit den Zahlen 1 und 2, so bei P&M.

Danke!

Euer Frank
Das sind Deine Beobachtungen, mein Lieber, andere haben andere Beobachtungen gemacht.
Franz Kafka
moregrayling

kennzeichnung spitzen

Ungelesener Beitrag von moregrayling »

frank & karl,

da seid ihr mir wohl in punkto gedächtnisleistung über: ich könnte mich nach ein paar tagen, geschweige denn nach ein paar monaten, nicht mehr daran erinnern, ob ich zuletzt spizte no. 1 oder no. 2 gefischt hätte. für mich persönlich ist daher die methode mit der aussenseite des futterals zielführender.

gruss & petri,
christian
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Karl
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Ungelesener Beitrag von Karl »

Hi Christian,
da sind wir ja froh, dass es keine Ruten mit 3 mids gibt, da wären wir ja heillos überfordert :-k . Das war jetzt nicht auf deine Futeraltechnik bezogen, sondern allg. dass die Spitzen gekennzeichnet werden. Ein anderer Zeitgenosse bindet an seinen tiptop einen Wollfaden und vor dem Zusammenstecken, bindet er den Faden an die andere Spitze; geht auch. Gruß Karl
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