fontinalis hat geschrieben:Meine Frage: Stehen die Fische grundsätzlich eigentlich auch bei höherem Wasserstand an den gleichen Orten und lassen sich durch Nymphen usw ansprechen, oder muss ich warten, bis sich die Brühe wieder etwas aufgeklart hat?
Lieber Stephan,
auf diese Frage gibt es wohl keine grundsätzlich
richtige, befriedigende Antwort. Eine Forelle, die einen geschützten, ruhigen Stammplatz hinter einem dicken Felsen hat, besitzt kaum einen Grund, sich bei Hochwasser zu verziehen; ein Fisch, der mitten in der Strömung steht, schon - ihn kostet es (im Hinblick auf die Energiebilanz) dann zu viel Kraft, ständig gegen den Druck anzukämpfen.
Aber bei starken Eintrübungen ist es generell sehr schwierig, die Fische anzusprechen - wenn die Unterwassersicht null Zentimeter beträgt, hat es auch die falkenäugigste Forelle schwer, eine Nymphe zu entdecken. Andere mögen auch andere Erfahrungen gemacht haben; ich persönlich bleibe bei "Brühe" eher daheim. - Es sei denn, ich
will unbedingt ans Wasser. Denn manchmal ist es mir ziemlich wurscht, ob ich etwas fange.
Und neulich habe ich tatsächlich bei richtigem Schokoladenwasser (aber helles Nougat, nicht Zartbitter) im ganz flachen, reißenden Strom eine schöne Meerforelle an den Haken bekommen, allerdings auf den einer sehr großen Lachsfliege, gezogen gefischt.
Generell stehen die Chancen dann aber schlecht, leider.
Hoffentlich klärt sich das Wasser bei Dir (und hier bei uns) schnell wieder.
Herzlich, Frank