Hecht mit der Fliege

Hier gehts rund um den Fisch. Besonderheiten, spezielle Techniken und Köderwahl auf unterschiedliche Fischarten, u.s.w.

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Theoretiker
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Ungelesener Beitrag von Theoretiker »

Ich finde es gut, dass du den Hecht zurückgesetzt hast.
Den meisten Hechten macht Bluten überhaupt nichts aus.
Vielen Hechten fehlen sogar ganze Kiemenbögen, die bei Kämpfen oder anderen Aktionen mal abgebrochen sind. Auch diese Hechte leben absolut problemlos weiter.
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ChrystalShrimp
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Ungelesener Beitrag von ChrystalShrimp »

@ Martin: Ist doch absolut OK.

Diese Foren leben doch vom Meinungsaustausch und ich finde eine gewisse Konstruktivität ist hier vorhanden.

Dem Anfänger oder jemandem, der noch nicht in so einer Lage war, wird ein solcher Thread helfen, um sich zu orientieren.

Wünsche euch allen einen angenehmen Tag und schöne Stunden am Wasser,

Eric
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Mario Malarczuk
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Ungelesener Beitrag von Mario Malarczuk »

@ Theoretiker

Naja, es macht den Hecht auf jeden Fall etwas aus wenn er blutet. Es ist eine Verletztung und die findet er sicher nicht toll. Problemloses Weiterleben kannst Du auch nicht daran festmachen, dass der Hecht noch mal gebissen hat. Er muß ja fressen, wenn er nicht verhungern will. Ob es ihm nach seiner Verletzung gut ging sieht man ja nicht....

Gruß
Mario
Tisie
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Ungelesener Beitrag von Tisie »

Hallo,

um den Haken bei Hechten sicher zu setzen, benötigt man keine steifen Ruten oder antrainierten Strip-Strike. Wenn man folgenden Punkt beachtet ...
Mario´s Fliegendose hat geschrieben:Außerdem finde ich sehr wichtig, dass man den Anhieb nicht zu früh setzt. Den Hecht abdrehen lassen und dann erst anschlagen. So sitzt der Haken faßt immer.
... hängen die meisten Hechte recht sicher.

Das gilt natürlich ausschließlich für das Fliegenfischen. Wenn ein großer Gummifisch, Jerkbait oder Wobbler im Hechtmaul bewegt werden muß, braucht man schon eine recht steife Rute und muß beim Anhieb ordentlich durchziehen.

Zum Thema Bluten und Zurücksetzen lest Euch mal diesen Artikel durch, insbesondere ...
http://www.catch-release.de hat geschrieben:Bluten aus den Kiemen kann oft auftreten, ist aber nicht sehr schlimm, die Blutung stoppt meist dann, wenn der Fisch wieder in seinem Element ist und die meisten Fische überstehen das gut.
... andere Faktoren sind beim Umgang mit dem Fisch bei C&R wichtiger.

Viele Grüße, Matthias
Forstie
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Ungelesener Beitrag von Forstie »

Hallo Matthias,

da es sich bei Deinem erwähnten Bericht nicht um eine wissenschaftliche Studie, sondern eher um eine persönliche Meinung handelt, würde ich mich darauf nicht verlassen.
Ich habe jetzt eine Zeit lang gegoogelt und leider keine Studie gefunden, werde aber noch weiter suchen.

Soweit mir bekannt war, fehlt Fischen das Blutgerinnungsmittel, welches z.B. wir Menschen haben. Sprich: Auf einer blutenden Wunde kann sich kein "Grind" bilden, um die Wunde zu verschließen.
Ich möchte nicht wissen, wieviel blutende Fische schon reinen Gewissens wieder released wurden, um dann Stunden später unbemerkt und elend zu sterben.

Mit solchen Berichten wäre ich vorsichtig. Warum sonst sollte im Unterricht zur Fischerprüfung gelehrt werden, daß ein blutender Fisch nicht überlebensfähig ist?

Grüße,


Martin
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Theoretiker
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Ungelesener Beitrag von Theoretiker »

Auch wenn den Infos auf dieser Seite hunderttausende gefangene Hechte gegenüberstehen, wenn die bekanntesten Raubfischangler dieser Welt diese und die Partnerseite unterstützen und ihr Wissen beisteuern, muss für den deutschen Fliegenfischer erst eine wissenschaftliche Studie her.
Hast du dir das in Form einer Doktorarbeit vorgestellt, oder reicht es ein oder zwei Hechte in einem Aquarium an den Kiemen zu verletzen und diese dann für eine Woche zu beobachten?
Forstie
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Ungelesener Beitrag von Forstie »

Hallo Theo.

1. bin ich nicht "der deutsche Fliegenfischer" sondern einfach nur Angler.

2. Ist es mir bumbl, ob irgendwelche Raubfischprofis diese Seite unterstützen oder nicht. Schützt das damit diese Seite vor Einzelmeinungen/Einzelbeiträgen, die eben nicht ganz korrekt sein könnten?

Und 3. wäre mir eine Doktorarbeit garnicht so unrecht, da ich mich bei derlei Themen gerne auf eine fundierte Aussage oder fundierte Ergebnisse berufen können würde.
Auch wenn es bedeuten würde, dass ich mit meinem bisherigen Wissen falsch liege.
Aber mal ehrlich: Du fischt z.B. in einem Fluss, fängst einen großen Fisch (was auch immer), der aus den Kiemen blutet. Du released ihn ruhigen Gewissens und er zieht davon.
Bekommst Du dann mit, wie er Minuten oder Stunden später irgendwo weitab von Dir stirbt und mit der Strömung auf Nimmerwiedersehen davongetragen wird? Ich denke nicht.
Selbst in einem See, in dem der verendete Fisch irgendwo an einen Schilfgürtel angespült wird, gibt es genug Verwerter, die sich über den toten Fisch freuen würden und alle Spuren verwischen.

Weißt Du denn so genau bescheid, um wirklich zu wissen, daß ein aus den Kiemen blutender Fisch überlebt?

Ich weiß es nicht. Ich verlasse mich im Moment nur darauf, was mir beigebracht wurde. Wenn Du mir das Gegenteil beweisen oder begründen kannst, kann ich meine Meinung auch ändern.

Grüße,


Martin
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DryFlyFisher
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Ungelesener Beitrag von DryFlyFisher »

Hi,

Nun, dann möchte ich mich nochmal dazu äußern.
Bei uns ist es so dass Fische die untermaßig sind in jedem Fall zurück zu setzen sind, eben damit es nicht als Vorwand zum abknüppeln benutzt wird.
(Und wehe der "Tierschutzverein" von gegenüber sieht was anderes, während er sich über die Rouladen hermacht, dann ist die Hölle los, ruck zuck hat man bei uns eine Verwarnung und Sperre)
Wie das im Gesetz steht weiß ich nicht, ich gehe aber davon aus das sich das deckt, muss ja zwangsläufig.

Was das Bluten betrifft, es war nicht übermäßig stark und da der Hecht keinerlei Erschöpfung zeigte und der Haken recht schnell gelöst war bin ich davon ausgegangen er würde es gut überstehen.

@Markus
Ich hatte jetzt in zwei Angeltagen bei, nicht schlechten, aber doch eher suboptimalen Bedingungen insgesamt 5 Bisse, zwei konnte ich landen, die Geschichte von dem einen kennt ihr ja, der andere war auch untermaßig, aber hat es sicher gut überstanden.
Und den, geschätzten, 65er werde ich mir noch holen sobald das Wasser wieder klar ist, heute Nacht hat es leider geregnet und da draußen ist Milchkaffee.

@Mario
Das mit dem Abwarten wird mir schwer fallen, noch steckt das Spinnfischen in den Reflexen, aber ich werde es mal probieren.

Grüße
Fabian
Dumme Fragen stellen kann jeder. Aber auf ernst gemeinte Fragen dumme Antworten geben, dazu gehört schon ein gewisses Können.
Maggov
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Ungelesener Beitrag von Maggov »

Hallo Theoretiker,

mal davon abgesehen was Martin geschrieben hat möchte ich Dich mal fragen wie Du zu dieser Ansicht gelangst?

Des weiteren möchte ich mit folgender Aussage (Studien scheinen ja nicht willkommen zu sein) einmal die Theorie auf dieser Seite hinterfragen:

Hast Du Dir schon mal überlegt wieviel Blut in einem Fisch im Umlauf ist? Es wäre spannend zu wissen wieviel % dies bereits ein paar Tropfen ausmachen würden... und wenn ja wieviel kann denn ein Fisch prozentual an Blut verlieren bis er stirbt.

Mal davon abgesehen, dass sowohl die Seite als auch Du gegen bestehendes Recht argumentieren und handeln (siehe Erics Post) finde ich persönlich, dass man einen verletzten Fisch lieber erlösen sollte als es drauf ankommen zu lassen. So gut wie alle Fische kalkulieren beim Nachwuchs einen gesunden Schwund durch Raubfische und andere Einflüsse ein - da wo der Kleine verschwindet nimmt ein anderer Kleiner seinen Platz ein. Soll nicht heissen, dass man sie deshalb vorsätzlich entnehmen könnte!

Gruss

Markus
Marco Reisen

Ungelesener Beitrag von Marco Reisen »

Hallo

Bei uns wird folgendermaßen vorgegangen:
Sollte ein Fisch untermaßig sein, und nach der Einschätzung des Anglers keine Überlebenschancen haben, so ist dieser direkt zu Töten.
Das aneignen dieser Fische ist nicht gestattet. Der Fisch sollte in Stücke geschnitten und zurück ins Wasser geworfen werden.
Es besagt das man Fische zur Verwertung von Mensch und Tier herbeiziehen darf.

Wer also ein Fisch mitnimmt, und dieser ist untermassig verstoßt gegen geltendes Recht.
Ich habe jedoch gelernt, das jeder untermaßige Fisch zurückgesetzt wird.

Gruß Marco
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Red Tag
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Ungelesener Beitrag von Red Tag »

Hallo!
Bei uns: ThürFischVO §6(1) ...Nicht mehr lebensfähige Fische sind tierschutzgerecht zu töten und, soweit möglich, zu verwerten.
In den meisten Gewässerbestimmungen steht dann noch, dass untermaßige / in der Schonzeit gefangene, nicht mehr lebensfähige Fische in das Fangbuch einzutragen und wie maßige Fische bei der Fangbeschränkung zu berücksichtigen sind.
Meines Erachten hat diese Regelung "Vorteile", z.B.: Für einen Spinnangler, der zwei 10cm-Forellen verangelt hat - war's das, zumindest für diesen Tag.
Erster Nachteil: Es ist nicht definiert, wann ein Fisch "nicht mehr lebensfähig" ist - Entscheidung liegt beim Angler.
Entscheidender Nachteil: Die Regelung öffnet Kochtopfanglern Tür und Tor, alles Gefangene (innerhalb der Fangbeschränkung - Anzahl) mitzunehmen.
Ich empfinde die vorgenannten Regelungen anderer Bundesländer (in jedem Fall zurücksetzen) besser, weil:
1. vielleicht überlebt der Fisch ja doch - ich weiß es vorher nicht 100%ig,
2. Aneignungsverbot - da hat der Kochtopfangler Pech gehabt,
3. Im Falle des Ablebens des Fisches wird er eben durch die Natur verwertet (Futterfisch).
Gruß Rob
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Maggov
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Ungelesener Beitrag von Maggov »

Hallo Marco,

möchte mich nicht zu weit aus dem Fenster lehnen, aber das zerstückeln von Fischen und das ins Wasser werfen halte ich

a. für etwas übertrieben. -> Habe nichts dagegen wenn jemand einen verangelten Fingerling isst, dann ist er wenigstens nicht umsonst gestorben

b. gefährlich / grenzwertig ... -> warum dürfen keine Eingeweide in Gewässer eingebracht werden aber ganze (also ganze zerstückelte) Fische?

c. gut, dass zumindest im Sinne des tiergerechten Umgangs gehandelt wird

d. neutral gegenüber dem Fischbestand (wenn nicht mit absolut unwaidgerechten Methoden gefischt wird, z.B. zu kleine Köder, zu leichtes Gerät,...)

@Red Tag:

ich finde den Zusatz mit dem Eintrag in die Fangliste prima und sinnvoll. Ich kenne ebenfalls Gewässer wo das so gehandhabt wird.

Zu Deinen Nachteilen:

Klar ist es schwierig die Überlebensfähigkeit eines Fisches schwer einzuschätzen. Neben den etwas offensichtlicherem Bluten gibt es ja noch viel schwierigere Fälle, z.B. wie lange kann ich einen Salmoniden in wärmeren Wasser drillen ohne dass er danach an Übersäuerung eingeht? Ich denke hier muss von beiden Seiten Verständnis und Toleranz geübt und persönliche Erfahrung gesammelt werden. Ich fühle mich dabei nicht immer sicher (z.B. Drillzeit) ...

aber meinst Du, dass wirklich die Mehrzahl der Kochtopfangler einen 15cm Fisch mitnimmt wenn dieser in das Fanglimit eingeht. Ich fürchte eher, dass hier lieber 10min. lang der Drilling rausoperiert wird und der Fisch dann im hohen Bogen wieder ins Wasser zurückfliegt (Vorsicht Übertreibung).

Viele grüsse

Markus
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Red Tag
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Ungelesener Beitrag von Red Tag »

Hallo Markus!
Klar ist es schwierig die Überlebensfähigkeit eines Fisches schwer einzuschätzen. Neben den etwas offensichtlicherem Bluten gibt es ja noch viel schwierigere Fälle, z.B. wie lange kann ich einen Salmoniden in wärmeren Wasser drillen ohne dass er danach an Übersäuerung eingeht? Ich denke hier muss von beiden Seiten Verständnis und Toleranz geübt und persönliche Erfahrung gesammelt werden. Ich fühle mich dabei nicht immer sicher (z.B. Drillzeit) ...
Ich mache es mir da einfach und schätze quasi jeden Fisch als überlebensfähig ein (es war zumindest noch nicht anders). Damit kann ich die Regelung "Alles zurück", die ich ohnehin als besser empfinde, praktizieren (- damit ist unsere Regelung ja doch ein Vorteil, zumindest für mich.:) )
Wegen der Drillzeit mach ich mir keine Sorgen, da ich relativ stark heran "krane".

Bzgl. Kochtopfangler: 15cm Fisch geht natürlich zurück (der überlebt auf alle Fälle :shock: ) aber ob 40cm oder doch nur 38cm :?: -dass ist doch egal... :wink:

Gruß Rob
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Wasserpatscher
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forstochs hat geschrieben:Soweit mir bekannt war, fehlt Fischen das Blutgerinnungsmittel, welches z.B. wir Menschen haben.
Wieso? Fischblut gerinnt, so viel ich weiss sogar mehrfach schneller als Menschenblut.
Liebe Grüße, Gerhard

„Ach, du bist's, alter Wasserpatscher, sagte sie, ich weine
über meine goldene Kugel, die mir in den Brunnen hinabgefallen ist.“
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Wasserpatscher
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Maggov hat geschrieben:Hast Du Dir schon mal überlegt wieviel Blut in einem Fisch im Umlauf ist? Es wäre spannend zu wissen wieviel % dies bereits ein paar Tropfen ausmachen würden...
3-6% des Gewichts höher organisierter Fische ist Blut, je nach Art verschieden. Ein Fisch von 1 kg wird demnach etwa 50g Blut haben. Wieviel ein Tropfen wiegt? Keine Ahnung - Apothekerwaage nehmen, 20 oder 50 Tropfen rein zählen und nachwiegen... (Geht auch mit Wasser, so groß wird der Unterschied nicht sein.)
Liebe Grüße, Gerhard

„Ach, du bist's, alter Wasserpatscher, sagte sie, ich weine
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