Vorfachlänge

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Norbert
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Vorfachlänge

Ungelesener Beitrag von Norbert »

Hallo,
ich habe bisher hier viel gelesen, da ich noch ein Anfänger bin.
Ich habe mal eine Frage zur Vorfachlänge beginnend ab der Wurfschnur:
Wie soll das Vorfach aufgebaut sein, wenn ich im Rhein z.B. auf Barben oder auf Döbel fischen will? Welche Fliegen soll ich nehmen?

Danke im Voraus für eure Hilfe.

Gruß von Norbert aus Sinzig
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Jaegher
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Ungelesener Beitrag von Jaegher »

Hallo Norbert

ich denke wenn du auf Barben aus bist, fährst du mit einem recht kurzen Vorfach (< 1M) an der Sinkschnur nicht schlecht. Das ganze natürlich mit einer relaiv schweren Nymphe.

Auf Döbel gehe ähnlich wie auf Forellen vor, ca 1,5M Vorfach plus 0.4m Spitze. Danach der Saisonküche entsprechende Trockenfliege oder eben Nymphe.

Die Vorfächer für den Fluss habe ich selbst geknüpft, da kann man gut mal was probieren.

Gruss Andi
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Erge
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Ungelesener Beitrag von Erge »

Hallo Norbert,

abweichend von Andi würde ich dir als Anfänger für die Barben keine Sinkleine empfehlen. Handling und Bisserkennung sind sehr schwierig.

Schau dir mal folgenden Artikel an: http://www.fliegenfischer-forum.de/taktik13.htmHier findest Du Angaben zu Vorfach und Fliegen. Abweichend zu den Kollegen fische ich am Rhein kein verlängertes verjüngtes Vorfach, sondern durchgehendes Mono in der Stärke 16/18.
Alternativ funktioniert für alle bodennah fressenden Fische auch Bounce Nymphing ganz gut. Der Vorteil ist, dass Du wenig Ärger mit Hängern hast und trotzdem bodennah fischst. Die Methode ist aber nicht jedermanns Sache. Ne kleine Anleitung gibt es hier: http://flyfisherman.com/skills/ltbouncenymphing/
Vor allem die Bissanzeiger in Verbindung mit dem benötigten Blei stoßen nicht überall auf Gegenliebe, hier sind wir nah am Stippen. http://www.itinerantangler.com/casting/balloon.wmv

Viel Spaß am Rhein.
Gruß Ronald
Maggov
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Ungelesener Beitrag von Maggov »

Hallo Norbert,

beim Nymphenfischen mit der Schwimmschnur gilt die "Faustregel":

zu fischende Tiefe mal 2. Willst Du also in 2 Meter Tiefe fischen brauchst Du ein etwas 4 Meter langes Vorfach um auf diese Tiefe zu kommen. Grund dafür ist, dass i.d.R. das Vorfach nicht senkrecht nach unten zeigt sonder in einem Winkel schräg zum Grund läuft.

Beim Nymphenfischen nimmt man eigentlich ein einfaches (= nicht gezogenes) Vorfach. Ein Monofil gleicher Stärker sinkt nämlcih besser als ein gezogenes Vorfach (mehr Oberfläche im oberen Teil sorgt für mehr Widerstand im Wasser).

Allerdings hat man meist ein sich verjüngendes Vorfach montiert - zumindest als Forellenfischer will man ja ab und zu mit der Trockenen fischen und da ist ein verjüngendes Vorfach besser, weil es sich streckt. In diesem Fall kann man einfach ein etwas längeres Stück Tippet anknüpfen.

Problem: Ist das Vorfach zu lang, dann sieht man die Bisse kaum (zu viel lose Leine im Wasser) - ist es zu kurz kommst Du nicht auf den Grund. Hier hilft oft etwas probieren oder ein Bissanzeiger der als "Stoppel" fungiert und in der Höhe verstellt werden kann.

Beim Fischen mit der Trockenfliege bevorzuge ich gezogene Vorfächer mit 4 Meter Länge. Daran kommt noch ein entsprechendes Tippet. Ist das Wasser schnell ist das Tippet länger. Dieser Teil ist mein "Puffer" denn wenn er lose zusammenfällt hat die Fliege Zeit dragfrei (also ohne zu Furchen) abzutreiben. Wenn das Wasser weniger turbolent ist und (!) die Fische nicht allzu scheu sind kürze ich es ein um eine genauere Präsentation zu bekommen.

Ich hoffe das war halbewegs verständlich beschrieben.

Viele Grüsse

Markus
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