Fliegen für Saiblinge

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Georg.H
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Fliegen für Saiblinge

Beitrag von Georg.H »

hallo Leute,

gibt es eigentlich Fliegen mit der man speziell auf Saiblinge fischt?

gruß,
georg
Darth Wader
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Beitrag von Darth Wader »

Gute Frage...
Niemand kennt die Antwort, scheinbar, wahrscheinlich mangels Saiblingen in den Bächen.
Aber wenn Du den kleinen Gathercole hast, da sind ja bei den ganzen Standard-Mustern stets kleine Symbole für den geeigneten Zielfisch drin, u.a. auch Saiblinge. Das dürfte schonmal ne gute Orientierung bieten.
Die Saiblinge, die ich bisher gefangen habe, kann ich an einer Hand abzählen, und die haben sich stets Fliegen geschnappt, die für Forellen gedacht waren. Ich glaub auch nicht, dass der Saibling nen stark abweichenden Geschmack von dem der Bachforelle hat. Also Geschmack im Sinne von "Beuteschema", in der Pfanne sind beide ziemlich ähnlich ;-)

Dicke Seesaiblinge dürften pelagisch leben und ähnlich wie dicke Seeforellen kaum mit der Fliege zu fangen sein. Dann wohl eher mit Streamern und tiefen Nymphen. Da kenn ich mich aber grad mal gar nicht aus...
Bei uns hier in den Voralpseen sind bei Tauchgängen die Seesaiblinge nur wenige Wochen zum Winteranfang relativ nah der Oberfläche zu finden, wenn sie beim Laichen sind. Ansonsten sieht man im See eigentlich so gut wie nie Salmoniden....

In den Schweizer Bergseen hier gibt es auch schöne Namaycush-Saiblinge zu fangen. Die größten Fische werden beim Schleppen mit tief geführten Perlmutt-Blinkern gefangen, also nix mit Fliegenfischen. Mit der Fliege fängt man diese Fische gezielt mit Streamern. Ich hab mal nen Namaycush im Blauseeli bei Melchsee-Frutt mit ner Pheasant Tail gefangen. Ein guter Kollege von mir fängt an einigen wenigen Tagen im Jahr die Namaycush auch mit der Trockenfliege.
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Rattensack
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Beitrag von Rattensack »

Hallo Georg,

schreib mal welchen Saibling du meinst und wo du gezielt drauf fischen möchtest!

Clemens
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Matthias M.
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Beitrag von Matthias M. »

Hallo Georg,

Bachsaiblingen in Fließgewässern sind meiner Auffassung nach aggressiver, zugleich steigfreudiger und weniger misstrauisch als Bachforellen.
Diese Erkenntnisse meiner Seits beziehen sich jedoch nicht auf Satzfische, sondern auf naturgewachsene Bestände.
In Bächen verwende ich sehr gerne große voluminöse Trockenfliegen.

Auf die oben erwähnten Namaycush-Saiblinge, die in vielen Schweizer Bergseen besetz werden, kannst du tagsüber sehr gut mit Streamerimitationen überlisten, welche Elritzen gleichen.
Abends nach einem schön Wetter Tag und windstille beginnen die Kanadier in den Größen bis etwa 40 cm zu steigen. Hier eignen sich meist kleinere, dunkle Trockenmuster sehr gut.

Gruß Matthias
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Georg.H
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Beitrag von Georg.H »

hallo,

danke für eure Antworten.

Ich habe doch des öfteren in unseren See´n und Bächen einen eingebürgerten Bachsaibling also nicht den heimischen Seesaibling (oder den Schwarzreuter eine kümmerform eines Saiblings der in höheren regionen vorkommt) gefangen.

Der Bachsaibling hat bei uns wie die Rgenbogenforelle keine Schonzeit.

Ich wahr letzte woche an einem schönen Forellensee. Besetzt werden nur Regenbogenforellen die ich wie ich leider feststellte alle Verpilzt waren.

In diesen See sind auch jede menge solcher Saiblinge vom Ufer aus sieht man jedenfals viele kleine und scheinen natürlich aufzukommen.

Dabei habe ich mir gedacht ob es Fliegen (Fliegen Nymphen Streamer) gibt die Speziell gerne Saiblinge nehmen.

gruß,
georg
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Michael Pohl
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Beitrag von Michael Pohl »

Tach zusammen,

ich habe mir mal in meinem früheren Leben an einem See die Zähne ausgebissen
an solchen Saiblingen...kaum eine Trockenfliege wurde genommen...falls dann doch
einmal, wurden dafür aber auch die nächsten 30 Würfe ignoriert...ja...bis ich dann
auf die Idee kam mal das schwarze kleine Etwas mit sonner Sinkpaste zu behandeln...
nun wurde die Fliege kurz unter der Oberfläche eingeholt...die Saiblinge stürzten
sich förmlich drauf !!!
Darth Wader
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Beitrag von Darth Wader »

war gestern beruflich für nen tag in hannover und habe während der rumgammelei am flughafen im buch "Naß und Trocken" (hans anders) geschmökert. bin auf ne passage gestoßen, da habe ich gleich an diesen thread hier gedacht! also:
"...Seien Sie jedoch überzeugt, der Fisch bemerkt seinen Irrtum schneller als Sie, wenn Sie in einen sauren Apfel beißen! Und er beißt nicht mehr so schnell wieder. Das gilt vor allem für die Edelfische, den Bachsaibling vielleicht ausgenommen, der unter Umständen auch fünfmal an den gleichen Blinker geht und, nach dem fünften Male schon halb gelandet, wieder frei, unverdrossen noch einmal rangeht. Er ist der einfache "von und zu" in der Rangordnung der Edlen. Neun Zacken in der Krone hat die Forelle. Die Äsche sprechen Sie von vorneherein am besten mit "Durchlaucht" an."
das trifft ja durchaus auf die hier geäußerten einschätzungen zu... wo es bachsaiblinge hat, sind sie wohl einfacher zu fangen als forellen...
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l`omble amants

Beitrag von l`omble amants »

hi an alle....

ich hab die erfahrung gemacht, dass gute saiblinge gerne meerforellen garnelen nehmen.... durche tiefe gumpen gestreamt... superköder

perfekt sind größen 3-8

gruß jens
Frank Müller
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Beitrag von Frank Müller »

Hallo,

ich fische des öfteren in der Moosach.

Da geht eigentlich immer gut der Trout Teaser vom Roman Moser! (Koppenimitation)
Was außerdem bei Satzsaiblingen fast immer geht, was auch durch l' omble bestätigt wird, sind orange oder pinke streamer. Wenn du gemein bist bindest du auch noch Gummibeine rein.

Gruß, und TL

Frank
Es heißt FliegenFISCHEN und nicht FliegenSURFEN...
Dr.Do

Beitrag von Dr.Do »

ich hatte mal vor ein paar jahren an der königseer ache das vergnügen mit bachsaiblingen. innerhalb von 10 minuten fing ich an der gleichen stelle wurf auf wurf. ich wurde irgendwie mißtrauisch und es war, unglaublich aber wahr, jedesmal der selbe!! doofe bachsaibling (40cm) der, kaum ausgehängt sofort wieder den gleichen köder attackiert hat. fürwahr der dümmste fisch, den ich bis dato kennengelernt habe.
Maggov
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Beitrag von Maggov »

olli-schommer hat geschrieben:war gestern beruflich für nen tag in hannover und habe während der rumgammelei am flughafen im buch "Naß und Trocken" (hans anders) geschmökert. bin auf ne passage gestoßen, da habe ich gleich an diesen thread hier gedacht! also:
"...Seien Sie jedoch überzeugt, der Fisch bemerkt seinen Irrtum schneller als Sie, wenn Sie in einen sauren Apfel beißen! Und er beißt nicht mehr so schnell wieder. Das gilt vor allem für die Edelfische, den Bachsaibling vielleicht ausgenommen, der unter Umständen auch fünfmal an den gleichen Blinker geht und, nach dem fünften Male schon halb gelandet, wieder frei, unverdrossen noch einmal rangeht. Er ist der einfache "von und zu" in der Rangordnung der Edlen. Neun Zacken in der Krone hat die Forelle. Die Äsche sprechen Sie von vorneherein am besten mit "Durchlaucht" an."
das trifft ja durchaus auf die hier geäußerten einschätzungen zu... wo es bachsaiblinge hat, sind sie wohl einfacher zu fangen als forellen...
Hallo Oli,

das Buch ist klasse! Gute Wahl.

Viele Grüsse

Markus
latti
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Beitrag von latti »

moin
versuch mal den wooly Bugger in gelb, der fängt alles
tight lines
latti
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Achim Stahl
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Beitrag von Achim Stahl »

Moin,

ich habe früher auch relativ oft in der Moosach gefischt. Die Saiblinge dort nannten wir "SMS" (Selbst-Mord-Saiblinge), weil sie die selbe Fliege bis zu fünf Mal hintereinander nahmen bevor sie es nachliesen.

Die Frage war in diesem Fall viel eher, welche Fliegen nehmen die Biester nicht?


Viele Grüße!


Achim
Früher war mehr Lametta!
Alpinfischer
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Beitrag von Alpinfischer »

Hi,

Bachsaiblinge fahren bei mir total auf gelbe CDC Trockenfliegen in Grössen 12-16 ab :wink:

Mit Grüssen,
Timo
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