"spliced"-Verbindung von Rutenteilen Gespliesster?
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la trota e la mosca
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"spliced"-Verbindung von Rutenteilen Gespliesster?
Servus Forum,
ich bin durch Zufall auf eine Gespliesste - ich meine es wäre eine Sharps of Aberdeen - gestossen, welche Griff- und Spitzenteil nicht durch eine Steckhülse verbunden hatte, sondern zwei aufeinandertreffende Schnitte verwendete.
Falls ich es richtig verstanden habe nennt man diese Art der Verbindung "spliced" .........?!
Nun wäre meine Frage wie die beiden Rutenteile miteinander verbunden werden? Hat diese Art der Verbindung bestimmte Vor- und Nachteile? (ausser des vermutlich mühsameren Verbindens). Man sieht heuer ja fast ausschliesslich Hülsenverbindungen, fände es Interessant zu wissen ob diese Art der Verbindung noch irgendwo verwendet wird....
http://archive.liveauctioneers.com/arch ... 7_1_lg.jpg
Danke im Vorraus an die Kenner für ihre Expertisen.
Grüsse aus dem verregneten Italien, Soeren
ich bin durch Zufall auf eine Gespliesste - ich meine es wäre eine Sharps of Aberdeen - gestossen, welche Griff- und Spitzenteil nicht durch eine Steckhülse verbunden hatte, sondern zwei aufeinandertreffende Schnitte verwendete.
Falls ich es richtig verstanden habe nennt man diese Art der Verbindung "spliced" .........?!
Nun wäre meine Frage wie die beiden Rutenteile miteinander verbunden werden? Hat diese Art der Verbindung bestimmte Vor- und Nachteile? (ausser des vermutlich mühsameren Verbindens). Man sieht heuer ja fast ausschliesslich Hülsenverbindungen, fände es Interessant zu wissen ob diese Art der Verbindung noch irgendwo verwendet wird....
http://archive.liveauctioneers.com/arch ... 7_1_lg.jpg
Danke im Vorraus an die Kenner für ihre Expertisen.
Grüsse aus dem verregneten Italien, Soeren
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stockinger
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la trota e la mosca
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Hallo Soeren
Ja genau, bei dieser Verbindung wird beim fertigen Hand- und Spitzenteil der exakt gleiche Winkel angehobelt. Wie z.B. beim Hobeln von Knotenlosen, kann ich mir vorstellen das hierfür eine ähnliche Vorrichtung benutzt wurde um den gleichen Winkel zu erhalten.
Im Prinzip ist hat diese Verbindung sehr viel Ähnlichkeit mit dem Aufbau einer Knotenlosen, auch damals galt sehr wahrscheinlich - je spitzer der Winkel desto größer die Auflagefläche und somit eine festere Verbindung.
Das sind aber alles nur Gedankengänge von mir, hab selbst noch keine solche Verbindungen hergestellt - dafür aber einen riesen Spaß und Lernfaktor bei meiner ersten Knotenlosen gehabt!
Gruß, Friedrich
Ja genau, bei dieser Verbindung wird beim fertigen Hand- und Spitzenteil der exakt gleiche Winkel angehobelt. Wie z.B. beim Hobeln von Knotenlosen, kann ich mir vorstellen das hierfür eine ähnliche Vorrichtung benutzt wurde um den gleichen Winkel zu erhalten.
Im Prinzip ist hat diese Verbindung sehr viel Ähnlichkeit mit dem Aufbau einer Knotenlosen, auch damals galt sehr wahrscheinlich - je spitzer der Winkel desto größer die Auflagefläche und somit eine festere Verbindung.
Das sind aber alles nur Gedankengänge von mir, hab selbst noch keine solche Verbindungen hergestellt - dafür aber einen riesen Spaß und Lernfaktor bei meiner ersten Knotenlosen gehabt!
Gruß, Friedrich
Spliced
Hallo!
Die "Vermutungen" sind alle korrekt! Der Winkel der Anschrägung beträgt zwischen ca. 13und 20 Grad! Eigentlich nur (?) bei langen Lachsruten verwendet,- klassischerweise bei denen von Sharpe`s of Aberdeen, die auch noch imprägniert waren. Vorteil,- man ersparte sich daumendicke, bzw. fingerdicke und entsprechend schwere Steckverbindungen im Handteil,- und Mittenbereich,-
Nachteil,- man musste die "Schrägverbindungen" mit nassen Lederriemen überwickeln, daß kostete am Wasser 2 bis 3 Minuten! Beim Trocknen zogen sich die Lederriemen zusammen.
Heute macht man das mit billigstem Isolierband aus dem Baumarkt,- nur die Farben sehen so schlimm aus!
Es gibt Gespliesstenbauer, die dieses "Verbindungsprinzip" auch für Forellenruten als das "Gelbe vom Ei" heute verkaufen! Gewissermaßen als Alternative zu Bambushülsen-Verbindungen oder "Einteiligen"! Dabei ist es Asbach......
Einer der allerteuersten Gespliesstenbauer momentan in den USA tut so .......................
Den Rest denken wir uns selber
Grüße Wolfhard
Es gibt da auch folks in England, die das ohne
"glamour" betreiben.#
Die "Vermutungen" sind alle korrekt! Der Winkel der Anschrägung beträgt zwischen ca. 13und 20 Grad! Eigentlich nur (?) bei langen Lachsruten verwendet,- klassischerweise bei denen von Sharpe`s of Aberdeen, die auch noch imprägniert waren. Vorteil,- man ersparte sich daumendicke, bzw. fingerdicke und entsprechend schwere Steckverbindungen im Handteil,- und Mittenbereich,-
Nachteil,- man musste die "Schrägverbindungen" mit nassen Lederriemen überwickeln, daß kostete am Wasser 2 bis 3 Minuten! Beim Trocknen zogen sich die Lederriemen zusammen.
Heute macht man das mit billigstem Isolierband aus dem Baumarkt,- nur die Farben sehen so schlimm aus!
Es gibt Gespliesstenbauer, die dieses "Verbindungsprinzip" auch für Forellenruten als das "Gelbe vom Ei" heute verkaufen! Gewissermaßen als Alternative zu Bambushülsen-Verbindungen oder "Einteiligen"! Dabei ist es Asbach......
Einer der allerteuersten Gespliesstenbauer momentan in den USA tut so .......................
Den Rest denken wir uns selber
Grüße Wolfhard
Es gibt da auch folks in England, die das ohne
"glamour" betreiben.#
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la trota e la mosca
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Servus Wolfhard, ,nochmals danke für deine Antwort.
Es stimmt sicherlich das diese Art der Verbindung Asbach ist, aber trotz alledem oder vielleich gerade deswegen finde ich Sie recht faszinierend - es verhält sich wohl wie mit automobilen Klassikern wo man jeden "umständlichen" Handgriff in Sachen Bedienung genussvoll tätigt.
Mir scheint fast so als hätten z.b. Sharpe's die spliced Methode auch bei etwas kürzeren Ruten von 9-10' verwendet, zumindest nach den INformationen die man im Netz dazu auffinden kann.
Werde mir die Sache in jedem Falle einmal im Hinterkopf behalten, beim Onlineauktionshaus mit dem grossen E hat es da z.z. etwas schickes im Angebot.....
soeren
Es stimmt sicherlich das diese Art der Verbindung Asbach ist, aber trotz alledem oder vielleich gerade deswegen finde ich Sie recht faszinierend - es verhält sich wohl wie mit automobilen Klassikern wo man jeden "umständlichen" Handgriff in Sachen Bedienung genussvoll tätigt.
Mir scheint fast so als hätten z.b. Sharpe's die spliced Methode auch bei etwas kürzeren Ruten von 9-10' verwendet, zumindest nach den INformationen die man im Netz dazu auffinden kann.
Werde mir die Sache in jedem Falle einmal im Hinterkopf behalten, beim Onlineauktionshaus mit dem grossen E hat es da z.z. etwas schickes im Angebot.....
soeren
Spliced
Hallo!
Ja, es gab die auch runter bis 9 ca. Ich hab irgendwo eine herumliegen, das Werfen damit ist allerdings sehr gewöhnungsbedürftig, da ziemlich steif. Nur etwas für hochspezialisierte Nostalgiker!,- Grüße Wolfhard
PS.
Bei dünneren Ruten sind die äußeren Kanten der schrägen Flächen natürlich recht empfindlich und müssen bei Transport und Aufbewahrung besonders sorgfältig geschützt werden.
Ja, es gab die auch runter bis 9 ca. Ich hab irgendwo eine herumliegen, das Werfen damit ist allerdings sehr gewöhnungsbedürftig, da ziemlich steif. Nur etwas für hochspezialisierte Nostalgiker!,- Grüße Wolfhard
PS.
Bei dünneren Ruten sind die äußeren Kanten der schrägen Flächen natürlich recht empfindlich und müssen bei Transport und Aufbewahrung besonders sorgfältig geschützt werden.






