Es ist zum Heulen

Hier geht es um wichtige Belange wie Naturschutz, sinnvolle Gewässer-Bewirtschaftung, schonender Umgang mit Umwelt und Kreatur, Ärgernisse (Schlagthemen) wie Klein-Wasserkraft & Kormoran und Rechtliches.

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Jaegher
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Es ist zum Heulen

Ungelesener Beitrag von Jaegher »

So läufts in der Schweiz...

http://tagesschau.sf.tv/nachrichten/arc ... wildbaeche

Einfach zum :smt022

Ich habe mal dem Schweizerischen Fischereiverband geschrieben, mal sehen was rauskommt.

Traurige Grüsse
Andreas
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Rattensack
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Ungelesener Beitrag von Rattensack »

Hallo Andreas,

"zur Beruhigung" kann ich dir sagen, dass die Situation in Österreich derzeit mindestens so übel ist. Es wird in großem Stil zum Halil auf unserer Flüsse geblasen, wobei jetzt auch Großkraftwerke an den letzten Fließstrecken der großen Flüsse nicht mehr tabu bleiben.

Besonders bitter ist dies an der Mur, die noch über einiges ökologisches und energiewirtschaftliches Potential verfügt. Möglicherweise werden die letzten guten Huchenstrecken Österreichs bzw. Europas in den nächsten 5 Jahren vernichtet.

Was besonders übel ist, dass man in die Medien fast keine Gegenstimmen hört, weder von Seiten der Ökologie noch der Fischerei. Vergleicht man das mediale Echo z.B. mit den Meldungen zu den Fischfressern Otter und Kormoran, so zeigt sich eine massive Diskrepanz.

Clemens
A curious thing happens when fish stocks decline: People who aren't aware of the old levels accept the new ones as normal. Over generations, societies adjust expectations downward .. (Kennedy Warne)
Maggov
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Ungelesener Beitrag von Maggov »

Hallo Clemens,

das mag daran liegen, dass Otter und Co. einfach den Otto-Normalleser ansprechen während Kraftwerke mehr als 200km entfernt der eigenen Heimat als "langweilige Wirtschaftsnachrichten" oder "Ökokampagnen" aufgenommen werden.

Zumal die PR-Seite des energieproduzierenden Gewerbes den "ökologischen Nutzen" dieser Anlagen gut zu platzieren und zu vermarkten weiß.

Je länger ich über solche Themen nachdenke desto mehr verstehe ich die Forderung, dass Angler (hier bewusst dieses Wort gewählt und nicht Fischer) lernen müssen zu kommunizieren und aus der Schiene "Eigenbrödler" ausbrechen müssen. In Österreich mag der Fischer nicht diese Negativreputation haben wie in Deutschland - bei uns werden Fischer nach wie vor in einer ganz anderen Kategorie gesehen wie Jäger, Förster oder Vogelschützer... da muss ich was ändern, dann klappts auch mit Vetos.

Viele Grüsse - ich hoffe Ihr habt beide unrecht ;) ...

Markus
Berner
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Ungelesener Beitrag von Berner »

kormoran, gänsesäger & co können lokal fischereiprobme bereiten, diese tiere fallen i.d. r aber als in schwärmen gehäufte individuen über fischbestände her.

vom otter ist mir dies nicht bekannt und meist ist der otter bei uns auch kein fischereiproblem. ich wäre hier vorsichtig, jetzt noch einen neues und zusätzliches tier, welches über ansiedelungsprogramme europaweit wieder lebensraum finden soll, gleich wieder von anglers seite zu verteufeln . manchmal sind wir nur missgünstig gegenüber allen anderen, die ausser uns auch noch fisch verzehren.
wieviele freunde wir desshalb bei anderen naturschutzverbänden haben, liegt auf der hand....und wieviel unterstützung wir kriegen wenn wir gegen die wasserkraft opponieren ebenso... meistens null!

bedenkt immer wir tun das flifi als hobby, es lebt keiner von uns hobbyfischern vom fischfang.

zur den kleinkraftwerken, in einer zeit wo wir nach alternativenergien schreien (jeder von uns hat & braucht licht zuhause und im forum sitzen braucht auch strom), ebenso verbraucht das einfliegen der alle jahre wieder neu erscheinenden netten fliegenstöcke aus übersee energie, liegt es auf der hand, dass umweltschutz nicht mehr an erster stelle steht, auch wenn es logo sollte.
zuletzt ist jedem - auch uns allen - immer das eigene hemd und der eigene warme ofen (oder aktuell gar elektrische heizlüfter) am nächsten.

solange wir nicht echt bereit sind wirklich und unter bereitschaft zu einigem verzicht auf luxus auf alternative energien zu setzen, die politik dazu anzuhalten solche noch mehr zu fördern damit sie als massentaugliches mittel und als markt auch breit bezahlbar wird, so lange (ge-)langen und produzieren wir alle weiter scheis***.

weitere kleinkraftwerke sind für mich insofern kein problem, wenn restwassermengen eingehalten werden und stauwehre fischgängig sind. damit die fische ihre laichgebiete finden (nein, nicht nur forellen und äschen, auch döbel, hasel wie barben und nasen). dann ist ein teil des kraftwerksproblem schon mal gelöst oder gemildert.

intakte (nicht nur gerade, unbepflanzte kanäle), ja renautierte gewässer, bringen unterdessen erkanntermassen mehr fische und auch solche in für fischer interessanterer grösse, als nur einfach mass- oder 0815 besatzfische reinkippen.
vielerorts leider für die katz, der aufwand an besatz ist im vergleich zum ertrag, nein erfolg ist das bessere wort, immer teurer und eine seriöse erfolgskontrolle erfolgt leider vielerorts nicht (ehrlich). besipiel - in einem meiner heimatgewässer werden pro jahr 60`000 fische besetzt, um im durchnitt pro jahr 450 massfische zu fangen - stumpfsinn. und diese zaheln sind seit jahren gleich, es wird nicht besser.

desshalb könnte das viele geld das wir oft in mehr oder weniger sinnlosen besatz leiten, besser in renaturierungen investiert sein?! wenn man gleichzeitig die krafwerkbetreiber hier zum mitmachen festnagelt, denn dan dürfen sie ihren strom effektiv ökostrom und naturfreundlich gewonnen nennen, dann könnte dies gelingen

wie in einem anderen thread erwähnt verweiblichen unsere fische auch immer mehr, heisst sie werden unfruchtbar gegeben. dies ist aber nicht die schuld der kraftwerke, sondern von hormonen und anderen nicht mit derzeitigen kläranlagen zu reinigenden gewässern. kleinkraftwerke haben hier ebenso keinen einfluss, sofern die restwassermenge stimmt. das hormonproblem kann man aber nicht von heute aufmorgen lösen, und kommt weder im federkleid noch arbeitet es in bonn, so dass wir es "abschiessen" können.

für die bisherige form gegen wasserkraft zu opponieren sehe ich unter aktuellem anlass wie wirtschafts- und energiekrise leider wenig chancen, weder direkt beim bürger noch bei politkern.

gruss
berner
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Rattensack
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Ungelesener Beitrag von Rattensack »

Hallo Berner!

Es tut mir sehr weh, dass scheinbar auch Fischer wie du so wenig von der Sache verstehen, und derartig destruktive bzw. kontraproduktive Kommentare abgeben.

- Einen gestauten Flussabschnitt kann man nicht mehr revitalisieren (ausser ein bisserl pseudo-behübschen)

- Schwall, Stau, aber auch rechtlich "ausreichende" Restwassermengen, bringen in der Regel massive Verschlechterungen des Fischbestands mit sich

- Ein Fischaufstieg in ein neu gebautes Flusskraftwerk, das den Lebensraum von Flussfischen vernichtet, ist wie 100 Schritte zurück, 5 Schritte vor;

- Wie die Erfahrungen der letzten 20 Jahre gezeigt haben, funktionieren Fischaufstiegshilfen immer nur eingeschränkt. In Stauketten gibt es i.d.R. die Fische ganz einfach nicht, die irgendwo hinwandern könnten. Der Fischabstieg / Rückwanderung der Laichtiere und Nachkommen ist weitgehend ungelöst bzw. mit hohen Verlusten verbunden.

- Die Wasserkraft kann da facto nichts, aber schon gar nichts zur Überwindung unserer Energieprobleme beitragen. Selbst in einer Wasserburg wie Österreich liegt der Anteil der Wasserkraft am Gesamtenergiebedarf bei 9% (bei einem Ausbaugrad von 80%). Würde man die restlichen 20% Potential und damit die letzten Fließstrecken noch stauen, so könnte man lediglich auf 11% am Energiebedarf kommen. In Deutschland sind diese Zahlen sicher noch weit geringer.

- das Fischfresserproblem kann man lösen, ein Wasserkraftwerk besteht 100 Jahre

Soweit mit freundlichen Grüßen,
Clemens

P.S. ich spreche von neu zu errichtenden Anlagen. An bestehenden Anlagen sind wesentliche Verbesserungen möglich, da geb ich dir schon recht
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flatfischer
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Ungelesener Beitrag von flatfischer »

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Zuletzt geändert von flatfischer am 15.01.2009, 07:06, insgesamt 1-mal geändert.
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Rattensack
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Ungelesener Beitrag von Rattensack »

Hallo Helge,

vielen Dank für den echt kompetenten und interessanten Beitrag. Leider im falschen Thread!!!!!

Das ist schon irgendwie bezeichnet: Unsere Fischgewässer werden langfristig zu Grabe getragen, und hier wird wieder nur das leidliche Thema Fischfresser diskutiert!(das unzweifelhaft auch ein gravierendes, im Vergleich aber absolut zweitrangiges Problem ist).

Es ist wirklich zum Heulen, der Energiewirtschaft wirds ja noch leichter gemacht als den Ornithologen ..

C.

P.S. es freut mich aufrichtig, dass du beides bist, Ornithologe und Fischer. Leider viel zu selten ..
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Zweihandwedler
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Ungelesener Beitrag von Zweihandwedler »

Hallo Rattensack,
das ist leider Taktik von solchen Unternehmen,nennt sich in der Psychologie Änderung des Bezugsrahmen.

Wasserkaft böse-nein ist der Kormoran-nein ist der Wels und falsche Besatzpolitik= Angler sind selber schuld und so betroffen das die nicht mehr gegen ersten vorgehen.
Berner
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Ungelesener Beitrag von Berner »

hallo clemens

lies mein posting nochmals, ich lobe nicht die kraftwerke, weise aber auf probleme in der fischerei hin die sich nicht mit opponieren gegen kraftwerke lösen lassen und auch nicht mit besatz. zudem weise ich auf eine zeit hin wo die anti-kw lobby einen schweren stand hat. ich gehöre auch zur anti-kw lobby, bleibe aber grunsätzlich bei meiner meinung, weil ich täglich sehe wie angler sich an der opposition daran aufreiben ohne was zu erreichen, eben erst recht nicht in der heutigen zeit.

der angler ist auch nicht böse oder schuld am fischrückgang, auch nicht der besatz, aber er bringt unter den gegeben umständen halt oft wenig und kostet nur, symptom- aber nicht ursachenbekämpfung beim fischrückgang.
da ist eben renatuierung oft, logo nicht immer, eine lösung. mir ist auch klar dass man einen kanal nur echt renatuierien kann wenn man ihn gänzlich mit dem bagger aufreisst und überflutungsland (auen) gibt.

dass intakte gewässer bessere fischbestände aufweisen, mehr fischnährtiere bieten und bei genügend restwasser (falls das gewässer reguliert ist und nicht ein regelmässiges schwall/sunk-regime herrscht) auch eine bessere reinigungskraft mibringen, weil die sohle nicht oder weniger verdichtet ist, ist unbestritten. da laicht der fisch dann gern und meist langfristig auch erfolgreicher.

bei dem schnee der derzeit in den alpen liegt wird es bei und sofern genügend rascher erwärmung, bald wieder wochenlang hochwasser geben - wer ist dann hier schuld? petrus? der klimawandel? die kw`s? die kommunen die bis einen meter an den bach bauen lassen und ihn desshalb in ein korsett zwängen?

gerade hochwasser sind wohltuende munition für die kw-betreiber und förderer, dann heisst es ja, muss man halt känäle bauen zum ableiten, ja stauseen die das wasser zurückhalten sind gut. dem fluss/bach aber weite, land geben zur überflutung, ne, das bringt ja kein geld durch wasserkraft, das kostet die kommunen und den bund nur, das geld brauchen wir jetzt für konjunkturprogramme.
und der bürger dem der bach durch sein selbstgebautes eigenheim läuft, wird nach gewässerkorrektionen schreien, wieso wurde das wasser nicht in stauseen zurückgehalten? da müssen doch mehr stauseen her! was kümmern ihn dann ein paar angler und fische? war im april und mai 1999 genau so, oder?

nicht repräsentativ, aber ich kenne auch angler in alpengebieten die gegen die wasserkraft opponieren, aber wenn der kw-betreiber einen staussee baut und der angler darin fische einsetzen kann, dann ist der angler ruhiggestellt. kostet den kw-betreiber weniger als irgendwelche politische initaiven von umweltschutzverbänden zu bekämpfen und einige angler geben sich dann mit dem neuen "natürlichen" alpensee zufrieden, weil es schöne saiblinge drin hat, gemäss dem motto "fisch drin, welt i.o". kann man dann och fischereilizenzern verkaufen und ein schönes hotel aufstellen, noch besser. wie der see und das angler-hotel entstanden sind und die fische ins glasklare wasser gekommen , interessiert dann oft kein schwein.

ich provoziere und übertreibe hier teils bewusst, denn ich finde manchmal tut es uns anglern hin und wieder nicht schlecht auch in den spiegel zu gucken.

in der schweiz gab es eine "gewässerintiative rot", die genau auf solche problem hinweisen wollte und teils auch tat, aber man sprach in dieser auf den ersten blick nur von fischern die mehr fische möchten, dass aber auch der familienvater mit kinderchen freude an einer intakten bachlandschaft hat, die bachstelze und der eisvogel, davon sprach man nicht. man machte einen alleingang. demensprechend kamen die nötigen unterschriften erst innert der politisch nötigen frist zusammen, als andere umweltverbände schützenhilfe leisteten.



gruss

berner
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Rattensack
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Ungelesener Beitrag von Rattensack »

Berner hat geschrieben:hallo clemens

lies mein posting nochmals, ich lobe nicht die kraftwerke,
Doch, das tatest du, und hast damit die gefährlichen Argumente der E-Lobby akzeptiert
Berner hat geschrieben: weitere kleinkraftwerke sind für mich insofern kein problem, wenn restwassermengen eingehalten werden und stauwehre fischgängig sind.
Aber lassma das.

Dass es keine Chance gibt, gegen den Ausbau-Wahn vorzugehen halte ich für völlig falsch. Was derzeit geschieht ist allerdings, dass man in den Medien nur Belobhudelung der Wasserkraft hört und die kritischen Stimmen schweigen - sei es aus Faulheit, Dummheit, Ignoranz, Frustration oder um sich nicht zu exponieren.

Darum fordere ich alle hier im Forum auf, bei ihren Verbänden, Interessensvertretungen etc. anzuklopfen und nachzufragen, was in Punkto Medienarbeit, Lobbying etc. seitens der Fischerei geschieht bzw. dies einzufordern. Wieso man in den Medien nichts kritisches von der Fischerei hört. Und ob hier Seilschaften mit Naturschutz gesucht werden.

Mit passivem Warten was über uns hereinbricht werden werden sich die düstersten Prophezeiungen mit Sicherheit erfüllen, das ist logisch und unausweichlich.

Clemens
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Berner
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Ungelesener Beitrag von Berner »

Berner hat Folgendes geschrieben:
hallo clemens

Berner hat Folgendes geschrieben:
hallo clemens

lies mein posting nochmals, ich lobe nicht die kraftwerke,


Doch, das tatest du, und hast damit die gefährlichen Argumente der E-Lobby akzeptiert
hab ich aus meiner sicht immer noch nicht und distanziere mich davon wenn jemand es anders aufgefasst hat.....aber egal, bleiben wir beim thread .
dass ungemach auf die natur und uns weiteres ungemach durch vermehrten kw-bau zukommt und was man dagegen tun könnte
berner
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Gammarus roeseli
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Ungelesener Beitrag von Gammarus roeseli »

Berner hat geschrieben:
weitere kleinkraftwerke sind für mich insofern kein problem, wenn restwassermengen eingehalten werden und stauwehre fischgängig sind. damit die fische ihre laichgebiete finden (nein, nicht nur forellen und äschen, auch döbel, hasel wie barben und nasen). dann ist ein teil des kraftwerksproblem schon mal gelöst oder gemildert.
Hallo Berner!

Sorry, aber du scheinst da einen gewaltigen Denkfehler zu machen!
(Und bist scheinbar auch sehr schlecht informiert!)

Diese Kleinwasserkraftanlagen werden mittlerweile immer häufiger genau in den Laichgebieten der Fische wie Forellen gebaut, Fischtreppen kann man sich dort getrost sparen, weil durch diese Kleinwasserkraftanlagen diese Laichgebiete der Fische zerstört wurden und es keine mehr gibt! So eine Fischtreppe macht vielerorts auch überhaupt keinen Sinn, weil nur genügend Wasser für entweder die Kleinwasserkraftanlage oder für die Fischtreppe da ist!!!!

Mir sind Kleinwasserkraftanlagen bekannt, an winzigen Bächen, die man spielend überspringen könnte. Das heißt, dass die Kraft des Wassers durchgehend genutzt wird, also fast bis in die Quellregionen der Bäche.

Eigentlich ist es doch ganz einfach!
Man muss doch nur mal ins Verhältnis setzen und Vergleichen, wie hoch der Nutzen durch Wasserkraftanlagen ist und wer profitiert davon und wie hoch ist der Schaden, der durch die Nutzung der Wasserkraft entsteht und wer alles geschädigt wird.

Einen spürbaren Nutzen hat aus meiner Sicht nur der Betreiber!

Schaden entsteht aus meiner Sicht an Natur und Umwelt, an den Fischbeständen sowieso, dem Bewirtschafter z.B. Fischereiverein, und natürlich jedem Steuerzahler sobald Vater Staat mit unserem Geld diesen Unfug finanziell fördert und mitfinanziert.

Für mich steht fest, ein Nutzen für die Allgemeinheit ist nicht erkennbar, aber dafür um so mehr Schäden. Ich rede jetzt mal nicht von den Fehlern die in der Vergangenheit gemacht wurden, aber in der heutigen Zeit und mit den heutigen Erkenntnissen ist es mir unvorstellbar, dass überhaupt noch an der Wasserkraft festgehalten wird.

Speziell diese Kleinwasserkraftanlagen sind in Sachen Klimaschutz so unbedeutend, dass es meiner Ansicht nach, eine riesen Frechheit ist, überhaupt von einer umweltfreundlichen oder umweltverträglicher Technologie zu sprechen!


Natürlich jemand der sich mit einem Forellenpuff, dass so ein bissel schwach daher fließt zufrieden gibt, für den sind Wasserkraftanlagen bzw. wie in diesem Fall Kleinwasserkraftanlagen überhaupt kein Problem und es gibt in keinster weiße einen Grund sich daran zu stören!!!
Diese Art Angler oder Fischer gibt es reichlich, bei denen steht nur im Vordergrund das in dem entsprechenden, ich nenne es mal
längliche- schwach fließenden mit einander verbundenen Seenkette, reichlich Forellen verklappt wurden!

Diese verklappten Fische müssen dann natürlich möglichst schnell an den Haken gehen, um auch schnellstmöglich ein entsprechenendes Erfolgserlebnis zu genießen.
Für diverse Fischfressende Tiere ist ohne hin kein Platz mehr, diese scheinen nur noch lästige parasitäre Kongorenten zu sein! Für diese Art Angler, ist der Feind einzig und allein in der Natur zu suchen!! (Wer so denkt, möchte selbstverständlich auch nicht als Naturschützer bezeichnet werden und braucht sich auch nicht im Geringsten wundern, wenn er nicht ernst genommen wird.)

Gruß Christian

P.S.: Es gibt nicht mehr viele einigermaßen intakte Fließgewässer bzw. Fließgewässerstrecken!
Auch wenn wir es nicht gern zugeben. Sehr viele Salmonidengewässer sind mittlerweile so stark verändert und beeinflusst, dass man sie in Wahrheit nur noch als meist träge fließende Forellenpuffs bezeichnen kann!
Mit der Immerweiterfortschreitenden Zerstörung unserer Fließgewässer, verschwinden auch wir Fliegenfischer immer mehr und immer schneller. :cry:
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Jaegher
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Ungelesener Beitrag von Jaegher »

Hallo

Meiner Meinung nach ist der (menschlich verursachte) Klimawandel eine riesige Herausforderung. Aber wie begegnet man dem?
Es wurde oben bereits geschrieben, die "Zauberformel" lautet schlicht Verzicht und massive Forschung in erneuerbare, ökoverträgliche Energiequellen.

Es scheint als läge in der (globalen?) Energiepolitik ein schwerwiegendes Marktversagen vor, die externen Kosten unserer Energieerzeugung sind ungedeckt.

Kohle, Öl, Gas und Kernenergie sind endlich und bergen massive Probleme (Klima, politische Abhängigkeit, Endlagerproblematik, Störfallrisiko usw).

Aber brauchen wir wirklich 2 Meter Plasmafernseher oder doch eher gute Energiemanagementsysteme in unseren Haushalten?

Wird Schwall und Sunk tatsächlich nur zu unserer Stromversorgung betrieben oder doch eher um an der Strombörse abzusahnen?

Warum sind wir vor 40 jahren auf den Mond geflogen fahren aber noch immer mit Motoren herum die 80 Wirkungsgrad haben, als Heizung selbstverständlich?

Wir könnten weiter sein, aber Markt und Politik haben versagt.

Wir haben jahrzentelang an Konsumkitsch und Marketingstrategien rumgeforscht statt uns den wichtigen Themen anzunehmen.
Darum heisst es jetzt "umstellen aber subito", was auch richtig ist, aber nicht auch Kosten der sowieso schon arg dezimierten Biodiversität.

Aber an erneuerbarer, ökoverträglicher Energieversorgung und Energieeinsparungen haben halt die Grossen Versorger kein Interesse. Den das würde ihre Marktposition in Frage stellen (dezentrale Energieversorgung?). Wenn man soviel Geld hat, kann man das auch in die politische Waagschale legen.

Bin wütend, drum so ein Beitrag.
Es grüsst der Andreas
Berner
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@gammarus

Berner hat Folgendes geschrieben:


weitere kleinkraftwerke sind für mich insofern kein problem, wenn restwassermengen eingehalten werden und stauwehre fischgängig sind. damit die fische ihre laichgebiete finden (nein, nicht nur forellen und äschen, auch döbel, hasel wie barben und nasen). dann ist ein teil des kraftwerksproblem schon mal gelöst oder gemildert.


Hallo Berner!

Sorry, aber du scheinst da einen gewaltigen Denkfehler zu machen!
(Und bist scheinbar auch sehr schlecht informiert!)


eben das mein ja gerade - kleinkraftwerke bieten viel weniger probleme wenn von anfang an restwassermengenund fischaufstiegshuilfen eingehalten haben. wenn nautrlich zuerst ein kw gebau wird und übertriebener schwall/snk stattfindet und die fische nicht zu den laichgebieten wandern können, dann ist der effekt genau so wie bei grosskraftwerken - fische, fischnährtiere goodbye.

so betrachte ich meine überlegeung nicht als denkfehler, sondern als einbezug dass das eine ohne das andere (kw ohne rücksicht auf die wasserfauna) nicht/nie funktioniert.
und genau da hapert es eben meist, eine kommune lässt ein klein-kw gerne bauen, dann kann sie die eigene kommune selbst mit strom versorgen und auch die preise selbst festlegen. sie ist dann stolz, weil sie vom gross-kw/netzbertreiber weniger oder gar nicht abhängig ist. viele gross-kw`s würden für die stromversorgung reichen, aber der futterneid der kommunen und einiger privater (die an kommunen verkaufen) fördert das rasante wachstum der klein-kw`s. dann gibts ein wettrennen das niemand bräuchte.

viele klein-kws in der ch funktionieren auch für die fische, sofern fischer und auch andere naturschutzorganisationen schon bei der planung einbezogen werden (wurden). hintennach klappt nicht, weil wenn in der ch ein kw gebaut ist, muss es erst nach 20 jahren (wurde erst gerade on 15 jahren auf 20 erweitert) die restwassermengen erhöhen und/oder eine fischtreppe bauen. undmeist wird gebaut und die baubewilligung unter einbezug der umweltverbände holt man dann oft (bewusst) erst im nachhinein ein, mit dem wissen dass man dann zwar viele gesetze eingehalten hat (habe ja nachgefragt und alles nachträglich noch zum besten aller korrekt elredigt), aber erst in 20 jahren effektiv was für die natur tun muss. das ist die haupt-schweinerei!

und in der heutigen zeit wo eben jeder mehr strom will, und zurt hauptsache billiger strom (geiz ist geil. sehen wir ja auchier täglich wo jeder die billigsten stöcke und rollen will), führt das opponieren ohne änderung der gesellschaft selbst zu nix - meine prognose.

gruss

berner
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Jaegher
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Hallo Berner

das mag stimmen, es gibt verträglichere und weniger verträgliche KWs.

Nur denke ich sollten die bestehenden KWs verträglich umgebaut werden (inkl. Einführung Restwassermenge in die Betriebskonzession), dazu könnte das Auslaufen von vielen bestehenden Betriebskonzessionen genutzt werden.

Wenn in einem Land nur noch 6 Prozent der Wasserläufe frei fliessen (glaube soviel sind es noch), dann hats für mich definitiv keinen Platz mehr für mehr Bauten.

Wenigsten kümmert sich in der Schweiz der Schweizerische Fischereiverband, zusammen mit Pro Natura um die Sache. Auch wenn man sich in Sachen Kormoran nicht findet, da wo man gemeinsame Nenner hat soll man die Kräfte bündeln.

Grüsse ins schöne Oberland aus dem nebligen Aargau.

Andreas
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