Berner hat geschrieben:
weitere kleinkraftwerke sind für mich insofern kein problem, wenn restwassermengen eingehalten werden und stauwehre fischgängig sind. damit die fische ihre laichgebiete finden (nein, nicht nur forellen und äschen, auch döbel, hasel wie barben und nasen). dann ist ein teil des kraftwerksproblem schon mal gelöst oder gemildert.
Hallo Berner!
Sorry, aber du scheinst da einen gewaltigen Denkfehler zu machen!
(Und bist scheinbar auch sehr schlecht informiert!)
Diese Kleinwasserkraftanlagen werden mittlerweile immer häufiger genau in den Laichgebieten der Fische wie Forellen gebaut, Fischtreppen kann man sich dort getrost sparen, weil durch diese Kleinwasserkraftanlagen diese Laichgebiete der Fische zerstört wurden und es keine mehr gibt! So eine Fischtreppe macht vielerorts auch überhaupt keinen Sinn, weil nur genügend Wasser für entweder die Kleinwasserkraftanlage oder für die Fischtreppe da ist!!!!
Mir sind Kleinwasserkraftanlagen bekannt, an winzigen Bächen, die man spielend überspringen könnte. Das heißt, dass die Kraft des Wassers durchgehend genutzt wird, also fast bis in die Quellregionen der Bäche.
Eigentlich ist es doch ganz einfach!
Man muss doch nur mal ins Verhältnis setzen und Vergleichen, wie hoch der Nutzen durch Wasserkraftanlagen ist und wer profitiert davon und wie hoch ist der Schaden, der durch die Nutzung der Wasserkraft entsteht und wer alles geschädigt wird.
Einen spürbaren Nutzen hat aus meiner Sicht nur der Betreiber!
Schaden entsteht aus meiner Sicht an Natur und Umwelt, an den Fischbeständen sowieso, dem Bewirtschafter z.B. Fischereiverein, und natürlich jedem Steuerzahler sobald Vater Staat mit unserem Geld diesen Unfug finanziell fördert und mitfinanziert.
Für mich steht fest, ein Nutzen für die Allgemeinheit ist nicht erkennbar, aber dafür um so mehr Schäden. Ich rede jetzt mal nicht von den Fehlern die in der Vergangenheit gemacht wurden, aber in der heutigen Zeit und mit den heutigen Erkenntnissen ist es mir unvorstellbar, dass überhaupt noch an der Wasserkraft festgehalten wird.
Speziell diese Kleinwasserkraftanlagen sind in Sachen Klimaschutz so unbedeutend, dass es meiner Ansicht nach, eine riesen Frechheit ist, überhaupt von einer umweltfreundlichen oder umweltverträglicher Technologie zu sprechen!
Natürlich jemand der sich mit einem Forellenpuff, dass so ein bissel schwach daher fließt zufrieden gibt, für den sind Wasserkraftanlagen bzw. wie in diesem Fall Kleinwasserkraftanlagen überhaupt kein Problem und es gibt in keinster weiße einen Grund sich daran zu stören!!!
Diese Art Angler oder Fischer gibt es reichlich, bei denen steht nur im Vordergrund das in dem entsprechenden, ich nenne es mal
längliche- schwach fließenden mit einander verbundenen Seenkette, reichlich Forellen verklappt wurden!
Diese verklappten Fische müssen dann natürlich möglichst schnell an den Haken gehen, um auch schnellstmöglich ein entsprechenendes Erfolgserlebnis zu genießen.
Für diverse Fischfressende Tiere ist ohne hin kein Platz mehr, diese scheinen nur noch lästige parasitäre Kongorenten zu sein! Für diese Art Angler, ist der Feind einzig und allein in der Natur zu suchen!! (Wer so denkt, möchte selbstverständlich auch nicht als Naturschützer bezeichnet werden und braucht sich auch nicht im Geringsten wundern, wenn er nicht ernst genommen wird.)
Gruß Christian
P.S.: Es gibt nicht mehr viele einigermaßen intakte Fließgewässer bzw. Fließgewässerstrecken!
Auch wenn wir es nicht gern zugeben. Sehr viele Salmonidengewässer sind mittlerweile so stark verändert und beeinflusst, dass man sie in Wahrheit nur noch als meist träge fließende Forellenpuffs bezeichnen kann!
Mit der Immerweiterfortschreitenden Zerstörung unserer Fließgewässer, verschwinden auch wir Fliegenfischer immer mehr und immer schneller.
