Hallo Forengemeine!
Da der aktive Teil der Saison wieder deutlich näher rückt, hier mal eine Praxisfrage auf die die Boardsuche nur sehr wage Antworten gegeben hat.
Wie haltet ihr es beim Verwenden leichterer Sinktipschnüre (im konkreten Fall 200 Grain, 7,3m Sinktip) mit der Vorfachlänge und variiert ihr diese zwischen Streamer und Nymphe.
Interessant wäre auch, ob ihr die Vorfachlänge den Strömungsverhältnissen anpasst und wie sich das Ganze im Stillwasser verhält.
Ich hoffe der ein oder andere mit mehr Erfahrung auf dem Gebiet kann mir da weiterhelfen!
Besten Dank und noch eine schöne Restschonzeit (zumindest für die Meisten), dem Rest TL!
Gruß, Martin
Vorfachlänge für die Sinktip
Moderatoren: Maggov, Forstie, Michael., Olaf Kurth
Vorfachlänge für die Sinktip
Trout fishing is more like sex. It's physical all right, but it isn't necessarily competitive
and to describe it as a sport seems inadequate
and to describe it as a sport seems inadequate
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Maggov
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Servus Martin,
ich variiere die Vorfachlänge bei einer Sink-Tip immer nach der Fliege (beschwert vs. unbeschwert).
Habe ich eine stark beschwerte Fliege an einer Sinktip und will ich, dass diese tiefer als die Sink-Tip fischt, dann ein langes Vorfach (also > 1,5m).
Will ich die Fliege einfach in Sink-Tip-Tiefe fischen, dann ein recht kurzes Vorfach (zw. 0,5 und 1,5 m) je nach Hängergefahr und Auftrieb der Fliege.
Weiterer Einsatzbereich der Sink-Tip: beim Popper-/ Diverfischen hier kommt ein Vorfach von 2-3 m zum Einsatz um den Popper die Chance zu geben wieder hoch zu kommen.
LG
Markus
ich variiere die Vorfachlänge bei einer Sink-Tip immer nach der Fliege (beschwert vs. unbeschwert).
Habe ich eine stark beschwerte Fliege an einer Sinktip und will ich, dass diese tiefer als die Sink-Tip fischt, dann ein langes Vorfach (also > 1,5m).
Will ich die Fliege einfach in Sink-Tip-Tiefe fischen, dann ein recht kurzes Vorfach (zw. 0,5 und 1,5 m) je nach Hängergefahr und Auftrieb der Fliege.
Weiterer Einsatzbereich der Sink-Tip: beim Popper-/ Diverfischen hier kommt ein Vorfach von 2-3 m zum Einsatz um den Popper die Chance zu geben wieder hoch zu kommen.
LG
Markus
Hey Markus, danke für die detaillierte Antwort.
Das hat mir als Anhaltspunkt schon mal deutlich weiter geholfen!
Wie sieht es denn vor allem beim Streamern in schnellerer Strömung aus? Da würde ich jetzt ca. einen Meter nehmen, um direktenb Köderkontakt und -kontrolle zu haben.
Was sagen die Erfahreneren dazu?
Wie verhält es sich bei so kurzen Vorfächern mit der Scheuchwirkung durch die Flugschnur?
Besten Grüß, Martin
Das hat mir als Anhaltspunkt schon mal deutlich weiter geholfen!
Wie sieht es denn vor allem beim Streamern in schnellerer Strömung aus? Da würde ich jetzt ca. einen Meter nehmen, um direktenb Köderkontakt und -kontrolle zu haben.
Was sagen die Erfahreneren dazu?
Wie verhält es sich bei so kurzen Vorfächern mit der Scheuchwirkung durch die Flugschnur?
Besten Grüß, Martin
Trout fishing is more like sex. It's physical all right, but it isn't necessarily competitive
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- Oliver Naumann
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Servus Maddin,
ich habe ein ähnliches Problem - ich befische die warme Fischa und die Leitha, südlich von Wien. Beide Flüsse führen viel Wasser und haben eine starke Strömung. Die Fischa ist zudem auch noch sehr tief 1,5 m - 3 m.
Für mich mit einer Sinktip und vorgeschalteten Polyleader und 2,5 m Vorfach nicht möglich auf Tiefe zu kommen. Ist das Vorfach zu lang? Ich fische mit unbeschwerten Streamern und Maggov nach sollte ich ja ein deutlich kürzeres Vorfach verwenden...
Also Beschwert = langes Vorfach
unbeschwert = kurzes Vorfach
Kann man das so zusammenfassen?
Gruß & Petri
Oliver
PS: Maddin - wo fischt Du den?
ich habe ein ähnliches Problem - ich befische die warme Fischa und die Leitha, südlich von Wien. Beide Flüsse führen viel Wasser und haben eine starke Strömung. Die Fischa ist zudem auch noch sehr tief 1,5 m - 3 m.
Für mich mit einer Sinktip und vorgeschalteten Polyleader und 2,5 m Vorfach nicht möglich auf Tiefe zu kommen. Ist das Vorfach zu lang? Ich fische mit unbeschwerten Streamern und Maggov nach sollte ich ja ein deutlich kürzeres Vorfach verwenden...
Also Beschwert = langes Vorfach
unbeschwert = kurzes Vorfach
Kann man das so zusammenfassen?
Gruß & Petri
Oliver
PS: Maddin - wo fischt Du den?
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Maggov
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Hallo zusammen,
ich denke der Kontext beschwert vs. unbeschwert passt - mit folgendem Hintergrund:
Die Struktur wo man fischt ist wichtig.
Staumauer: sehr schnell und steil abfallendes ufer. Ein Fisch würde hier dieses Ufer hochschwimmen oder parallel zum Ufer auf gleicher Tiefe. In beiden Fällen will ich ein Grundnahes Objekt darstellen. Fische ich unbeschwert will ich doch, dass der Streamer möglichst grundnah geführt werden soll so muss ich das Vorfach möglichst kurz wählen um so nahe wie möglich am sinkenden Teil der Schnur zu bleiben. Will ich unterhalb der Sink-Tip fischen wähle ich ein beschwertes Muster und rechne die Tiefe ähnlich wie mit der Nymphe - also gewünschte Tiefe mal 2 = Vorfachlänge. Zum Werfen übrigens der Alptraum.
Flacheres Ufer: lieber ein längeres Vorfach und/oder eine Fliege mit etwas Auftrieb. Hat den Vorteil, dass das Sediment der Sink-tip den auf dem Boden schleift nicht zu nah am Streamer ist und man halbwegs hängerfrei fischt.
Wenn man die Variante nach unten tauchender Diver fischen will muss (!) man ein lange Vorfach nehmen, sonst wird die Fliege trotz Auftrieb unter Wasser gehalten.
Ich fische ausschliesslich Streamer (auf Hecht, Barsch & Seeforelle) mit der Sinktip. Was die Nymphe - v.a. am Fluss - musste ich bisher nicht tiefer als 2-3 Meter und habe das mit der Schwimmschnur bisher eigentlich immer zufriedenstellend geschafft.
LG
Markus
ich denke der Kontext beschwert vs. unbeschwert passt - mit folgendem Hintergrund:
Die Struktur wo man fischt ist wichtig.
Staumauer: sehr schnell und steil abfallendes ufer. Ein Fisch würde hier dieses Ufer hochschwimmen oder parallel zum Ufer auf gleicher Tiefe. In beiden Fällen will ich ein Grundnahes Objekt darstellen. Fische ich unbeschwert will ich doch, dass der Streamer möglichst grundnah geführt werden soll so muss ich das Vorfach möglichst kurz wählen um so nahe wie möglich am sinkenden Teil der Schnur zu bleiben. Will ich unterhalb der Sink-Tip fischen wähle ich ein beschwertes Muster und rechne die Tiefe ähnlich wie mit der Nymphe - also gewünschte Tiefe mal 2 = Vorfachlänge. Zum Werfen übrigens der Alptraum.
Flacheres Ufer: lieber ein längeres Vorfach und/oder eine Fliege mit etwas Auftrieb. Hat den Vorteil, dass das Sediment der Sink-tip den auf dem Boden schleift nicht zu nah am Streamer ist und man halbwegs hängerfrei fischt.
Wenn man die Variante nach unten tauchender Diver fischen will muss (!) man ein lange Vorfach nehmen, sonst wird die Fliege trotz Auftrieb unter Wasser gehalten.
Ich fische ausschliesslich Streamer (auf Hecht, Barsch & Seeforelle) mit der Sinktip. Was die Nymphe - v.a. am Fluss - musste ich bisher nicht tiefer als 2-3 Meter und habe das mit der Schwimmschnur bisher eigentlich immer zufriedenstellend geschafft.
LG
Markus
- Oliver Naumann
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