In den Pfingstferien mit der Fliege nach Rügen auf Hecht...

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h8cru
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In den Pfingstferien mit der Fliege nach Rügen auf Hecht...

Ungelesener Beitrag von h8cru »

Hallo,


ich habe vor diese Pfingstferien (Ende Mai) für ein paar Tage zusammen mit einem Freund nach Rügen zu fahren.
Wir wollen dort die innenliegenden Uferregionen abwaten oder mit dem Bellyboat abzufahren.
Unsere Ausrüstung wird bei Schnurklasse 8 und 10 liegen.
Wathosen und Bellyboate werden wir mitbringen.

Wir haben schon viele Erfahrungsberichte gelesen, würden uns aber trotzdem sehr freuen wenn noch jemand ein wenig aus dem Nähkästchen plaudern mag...

Wie kalt ist die Ostsee für gewöhnlich in dieser Jahreszeit? Hält man es da mit den Wathosen überhaupt aus?

Mit was für Schnur fischt man am besten in der Uferregion? Bringt eine Sinkspitze genug Tiefe?

Vielleicht kriegen wir ja auch noch einen guten Tip für günstige Übernachtungsmöglichkeiten?


Vielen Dank,

Sebastian
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dreampike
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Ungelesener Beitrag von dreampike »

Hallo Sebastian,

ich war letztes Jahr das erste Mal auf Rügen und war vor allem Watfischen, Anfang Mai fahren wir wieder hin, diesmal auch mit dem Bellyboat. Ob Du es länger im Wasser aushältst, hängt vor allem von Deiner Wathose und dem Darunter ab, die Wassertemperaturen sind Pfingsten sicherlich erträglich.
Es geht an den meisten Watstellen sehr sehr flach rein. Oft musst du 100 m und mehr waten, bevor du in fischbare Regionen kommst. In der Regel reicht eine Schwimmschnur völlig aus, lediglich wenn Du mit dem Belly draußen bist, könnte eine Sinktip Vorteile bringen.
Wenn Du Infos zu Stellen und Anfahrtsplänen brauchst, es gibt einen recht brauchbaren Angelführer Boddenangeln, einfach mal googlen.
Vor Ort kann die Sichtigkeit des Wassers sehr unterschiedlich sein, letztes Jahr waren die Innenbodden noch recht trübe und mit der Fliege kaum befischbar. In klareren Bereichen lief es aber recht gut.
Beste Grüße aus dem Süden,
Wolfgang
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Achim Stahl
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Re: In den Pfingstferien mit der Fliege nach Rügen auf Hecht

Ungelesener Beitrag von Achim Stahl »

Moin,

h8cru hat geschrieben:Wie kalt ist die Ostsee für gewöhnlich in dieser Jahreszeit? Hält man es da mit den Wathosen überhaupt aus?

An Pfingsten sind die Bodden meistens noch zugefroren, und etliche Eisbären tummeln sich auf dem Packeis ! 8)

Nee, im Ernst: wir fischen den ganzen Winter über an der Küste und halten es aus. Die ersten Touries gehen an Pfingsten bereits baden. also keine Bange!


Viele Grüße!

Achim
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h8cru
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Ungelesener Beitrag von h8cru »

Ich habe mir den "Angelführer Rügen" gekauft und durchgelesen.

Es gibt auf Rügen einige als "NG" (Naturschutzgebiet) gekennzeichnete Buchten und Uferregionen (zusätzlich zu den unbefahrbaren oder ohne Motor befahrbaren Bereichen).
Weiss jemand ob hier das Angeln vom Bellyboat erlaubt ist?

Desweiteren ist in einigen Bereichen das Fischen nur vom ankernden Boot erlaubt. Schliesst das Bellyboate mit ein?

Und wie sieht es generell mit Auto auf Rügen aus? Braucht man eine Umweltplakette? Darf man generell nur mit umweltfreundlichen Wägen auf die Insel?


Danke,

Sebastian
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dreampike
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Ungelesener Beitrag von dreampike »

Hallo Sebastian,

ein Belly-Boat zählt ganz klar als Wasserfahrzeug.
Daher darfst Du die für Wasserfahrzeuge aller Art gesperrten Stellen nicht mit dem BB befahren. Außerdem gilt auch für das BB, dass Fischen nur vom verankerten Wasserfahrzeug aus möglich ist. Zudem solltest Du sicherheitstechnisch gut ausgerüstet sein mit Schwimmweste, Handy, GPS oder zumindest Kompass, Positionslicht und idealerweise auch mit Notsignal. In den Bodden herrscht reger Schiffsverkehr und da bist Du als in der Regel sehr langsamer BBler schnell im Nachteil.
Von Umweltplakette für Rügen habe ich noch nichts gehört, das wäre mir neu!
Wolfgang
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sundeule
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Ungelesener Beitrag von sundeule »

dreampike hat geschrieben:Hallo Sebastian,

ein Belly-Boat zählt ganz klar als Wasserfahrzeug.
Daher darfst Du die für Wasserfahrzeuge aller Art gesperrten Stellen nicht mit dem BB befahren. Außerdem gilt auch für das BB, dass Fischen nur vom verankerten Wasserfahrzeug aus möglich ist. Zudem solltest Du sicherheitstechnisch gut ausgerüstet sein mit Schwimmweste, Handy, GPS oder zumindest Kompass, Positionslicht und idealerweise auch mit Notsignal. In den Bodden herrscht reger Schiffsverkehr und da bist Du als in der Regel sehr langsamer BBler schnell im Nachteil.
Von Umweltplakette für Rügen habe ich noch nichts gehört, das wäre mir neu!
Wolfgang
Die Schutzgebiete würde ich meiden.
Ansonsten zum Bellyboat:

Seit dem letzten Jahr scheint es die Behörden zu beschäftigen. Ich wurde schon mehrfach von der Fischereiaufsicht kontrolliert und bis zum letzten Jahr nahm Niemand Anstoß am unverankerten Fischen.
Der Hafenmeister hatte letztes Jahr ein Gespräch mit der Entenpolizei - die werden auch aufmerksam, sind aber der Meinung, dass es eine undefinierte Gesetzeslücke ist.
Bei einer Kontrolle im September wurde ich von der Fischereiaufsicht darauf hingewiesen, dass es sich ihrer Meinung nach um ein Wasserfahrzeug handelt. Auf Nachfrage, wo es denn definiert sei, wiederholten sie, dass es ihre Meinung ist. Dann kam der Zusatz, dass es sie ja nicht störe; sie wollten nur mal darauf hinweisen...

Soweit so klar. :lol:
Mit besten Grüßen
André
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h8cru
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Ungelesener Beitrag von h8cru »

Soweit so unklar ;-)

Hatte mir aber schon Gedanken gemacht wie denn ein möglicher Anker für ein Bellyboat aussehen könnte.
Empfehlt ihr denn einen Anker in irgendeiner Form mitzuführen oder ist das komplett unsinnig?

Danke,

Sebastian
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Tobsn
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Ungelesener Beitrag von Tobsn »

dreampike hat geschrieben:Hallo Sebastian,

ein Belly-Boat zählt ganz klar als Wasserfahrzeug.
Daher darfst Du die für Wasserfahrzeuge aller Art gesperrten Stellen nicht mit dem BB befahren. Außerdem gilt auch für das BB, dass Fischen nur vom verankerten Wasserfahrzeug aus möglich ist. Zudem solltest Du sicherheitstechnisch gut ausgerüstet sein mit Schwimmweste, Handy, GPS oder zumindest Kompass, Positionslicht und idealerweise auch mit Notsignal. In den Bodden herrscht reger Schiffsverkehr und da bist Du als in der Regel sehr langsamer BBler schnell im Nachteil.
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Wolfgang
Moin,

das mit dem Positionslicht halte ich für ziemlich übertrieben und praxisfern. Der Schiffsverkehr im Bodden hält sich zudem in den Bereichen die man mit dem BB befahren kann, bzw. sollte, mit Sicherheit auch in Grenzen oder findet gar nicht statt. Mit dem Belly fährst Du ja nur in Ufernähe, oder dort wo es eher flach ist. Die Frage ob Wasserfahrzeug oder nicht ist meines Wissens nicht umfassend geklärt. So gilt das BB, je nach Sichtweise als Boot oder auch nur als Schwimmhilfe. Die einfachste Lösung wäre, sich bei den Behörden vor Ort zu erkundigen.

T
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Tobsn
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Ungelesener Beitrag von Tobsn »

h8cru hat geschrieben:Soweit so unklar ;-)

Hatte mir aber schon Gedanken gemacht wie denn ein möglicher Anker für ein Bellyboat aussehen könnte.
Empfehlt ihr denn einen Anker in irgendeiner Form mitzuführen oder ist das komplett unsinnig?

Danke,

Sebastian
Hallo,

ich fahre ungern ohne Anker mit dem Belly raus. Vor allem an der offenen Kyste hast Du häufig Strömungen, die Dich ziemlich schnell raustragen können. Verankern und auf Hilfe warten ist dann meist sicherer als aufs offene Meer zu treiben. Hier wird es mit so einem kleinen Ding dann gerne mal gefährlich...

T

PS: Ein 1,5 - 2 Kg Klappanker reicht in der Regel für Deine Zwecke aus.
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piscator
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Ungelesener Beitrag von piscator »

Moin,
als häufiger BB-Fahrer kann ich einen Anker auch nur empfehlen und ein Handy mit Waschpo-Nummer einprogrammiert ist ein Muss. Der übelste Fall der einem passieren kann, ist mit den Füssen in ein unmarkiertes Monofilgarn zu geraten. Dann braucht man einen Anker und ein scharfes Messer -- freizappeln geht nicht. Und ne Stirnlampe sollte man dabeihaben.
TL Jürgen
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dreampike
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Ungelesener Beitrag von dreampike »

Hallo Sebastian,

ich habe mir jetzt einen Klappanker mit 1,5 kg zugelegt, habe es aber noch nicht ausprobieren können. Ich stelle mir es aber eher lästig und umständlich vor, bei jedem Fischen immer den Anker auszuwerfen, da es ja gerade ein Riesenvorteil des Bellybootes ist, an einer interessanten Stelle entlangzudriften und immer wieder auszuwerfen. Daher finde ich die Aussage von Sundeule ganz interessant und ermutigend, dass die Kontrolleure das nicht so eng sehen bzw. dass das nicht hinreichend definiert ist. Was ist eigentlich der Hintergrund der Regelung? Wenn es darum geht, dass Schleppfischen unterbunden werden soll, dann kann man ja ein BB als klassisches Schleppfahrzeug ausschließen, zumindest beim Schleppen mit Wobblern oder so. Fliegen schleppen auf Hecht geht nämlich schon ganz gut...
Wolfgang
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