Fliegenwerfen - wie geht das eigentlich? Wie kann ich meine Leine effektiver ausbringen und Fehler ausmerzen? Was hat es mit den AFTMA-Klassen auf sich? Was sind Spezial- und Trickwürfe? Fragen über Fragen! Hier könnt Ihr Euch gegenseitig helfen.
Hallo Martin
ca. 4-5 Jahrhunderte,
ich bin wieder in der Nähe meiner Bücher (also den Dingern mit weissen Papierseiten, die wir vor dem Web verwendet haben).
Mike Dawes schreibt in "Fliegenbinden", dass Tom Ivens die Fliege 1952 vorgestellt hat, ursprünglich ist das Muster im "Fly Dressers Guide" von 1816 beschrieben. Den Hinweis auf aufgestiegene!! Schnecken gibt Dawes auch und empfiehlt den B&P Spider unbewegt am gefetteten Vorfach unter der Oberfläche zu fischen,
TL
Florian
Cuchulainn hat geschrieben:Ich kann mir aber nicht vorstellen, dass Fische die Black and Peacock Spider für eine Schnecke halten.
Und doch ist es so! Wenn im September auf den großen irischen Forellenseen die "Snails" zur Oberfläche wandern und regungslos unter dem Oberflächenfilm hängen, dann ist die B&PS unschlagbar.
Wenn ich Deinen Nick richtig interpretiere, dann solltest Du das als Irland-Fan eigentlich schon mal gehört haben.
Gruß
Klaus
"Man kann nicht zweimal in den selben Fluss steigen"
Platon (panta rhei)
Ich binde die Black and peacock spider in meinen Nassfliegenstandardgrößen 10 und 12. Nur im Zweifelsfall fische ich kleinere Nassfliegen. Meines Wissens empfahl Ivens auch große Größen.
Tight lines!
Martin
Gründungsmitglied der Gesellschaft zum Schutz der Nassfliege n.e.V.
Ja Markus, da hast Du größtenteils recht. Wir fischen im Stillwasser zum Saisonende hin die B&P in den Größen 12 und 14, gaaaaanz langsam, wie sich Schnecken halt vorwärts bewegen, und nahe dem Oberflächenfilm (Schnecken sind nämlich in der Lage, sich unterseits an den Oberflächenfilm des Wassers anzuheften und dort lange zu verweilen!).
Für heftigeres Wetter mit Wind und hohen Wellen ist dann eher die Größe 10 angesagt.
Es gibt allerdings auch größere Schnecken-Arten aus der Familie der Schlammschnecken, die bis 5 cm Gehäuselänge erreichen können. Diese wandern ebenfalls im Herbst an der Oberfläche herum. Aber, um solche Brummer zu imitieren reicht das B&P Muster nicht aus. Es haben sich für diesen Zweck "Fliegen" aus einem konischen Klumpen Flaschenkork und einem Kranz aus Pfaufibern bewährt. Ich selbst kenne dieses Muster nur aus der Literatur und habe es noch nie irgendwo im praktischen "Einsatz" gesehen.
Gruß
Klaus
"Man kann nicht zweimal in den selben Fluss steigen"
Platon (panta rhei)
Hi Männers,
Ich war am Wochenende an einem österr. See und habe auf die Black and Peacock Spider zurückgegriffen und quasi die Probe aufs Exempel gemacht. Ich habe damit ziemlich gut gefangen, sowohl gezupft, als auch dead "drift". Ich habe damit 2 schöne Aitel und eine gute handvoll kleine. War eine super Fischerei. Wurde aber von einer gezupften Damsel in die Schranken verwiesen. 3 gute, eine gute handvoll kleine und ein schöner Barsch auf eine knappe Stunde. Für den Wuckel fehlt aber noch die Gegenprobe.
Viele Grüße an alle Nassfliegenfischer
Martin
Gründungsmitglied der Gesellschaft zum Schutz der Nassfliege n.e.V.
ich freue mich, dass der Klassiker von den Britischen Inseln einen neuen Fan gefunden hat.
Man kann übrigens an der Bindeweise der B&PS etwas herum experimentieren. Relativ kleine Veränderungen wirken sich oft unter bestimmten Bedingungen positiv (oder negativ) auf den Fangerfolg aus. So kann man einen fluoreszierend roten oder grünen Tag einbinden. Ein "Schwänzchen" aus perlmuttfarbigem Glittermaterial bringt manchmal ebenfalls was, nicht zu vergessen auch die Goldkopfvariante in unterschiedlichen Hakengrößen.
Auch die Art (Steifheit, Farbe etc.) und Länge der Hechel(fibern) beeinflussen die Bewegung und Erscheinung der Fliege im Wasser und damit ihre "Fängigkeit". Man sollte immer Muster mit Hennen- und Hahnenhecheln gebunden mit ans Wasser nehmen.
Gruß
Klaus
"Man kann nicht zweimal in den selben Fluss steigen"
Platon (panta rhei)