Probleme mit dem Doppelzug

Fliegenwerfen - wie geht das eigentlich? Wie kann ich meine Leine effektiver ausbringen und Fehler ausmerzen? Was hat es mit den AFTMA-Klassen auf sich? Was sind Spezial- und Trickwürfe? Fragen über Fragen! Hier könnt Ihr Euch gegenseitig helfen.

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sladh
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Probleme mit dem Doppelzug

Ungelesener Beitrag von sladh »

Moin Moin
Eigendlich bin ich ja ein reiner Fluss Fischer wenn es ums FLFI geht,
aber dieses Jahr zog es mich schon mehrfach an größere Seen
aus welchem Grund auch immer. Schnell bemerkte ich, dass ich mit meiner herkömmlichen Wurftechnik an diesen Gewässern aber net weit komme.
Als ich dann total vertieft in meinen Gedanken am Wasser saß und überlegte was ich am Gerät verändern könnte damit ich weiter raus komme bekam ich den Tipp doch einfach den Doppelzug zu lernen, den ich bisher nie verwendet hatte, da ich ihn an der kleinen Aue definitiv net brauche.
Nach eine dem ich mir nun etliche Tipps für den Doppelzug zusammen gesammelt hatte stand ich die letzten zwei Wochen andauernt auf ner Wiese und war am üben.
So langam aber sicher wurde der Wurf bei mir auch immer stabiler.
Heute war ich dann an einem Vereinsee und wollte die ganze Teorie und Lernstunden in die Praxis umsetzen.
Doch leider wurde aus dem hmm sieht doch eigendlich ganz gut aus schnell ein Schei......
Komischerweise hatte ich andauernd Knoten auf dem Vorfach.
Ich verfolgte dann mit den Augen die Schnur und sah das sich das vorfach kurz vor dem strecken ein Kreis zieht.
Ich versuchte es dann mit nen schnelleren zug so wie mit einem Langsameren doch bei beidenteorien brach die Schnur ein.
Die Fage ist nun:
Was mache ich verkert ???
Das Vorfach ist gerade mal 9` lang und ich benutze zusätzlich noch ein Sniktipp eigendlich eine Aufstellung wie ich sie auch sonnst benutze.
Evt kann mir ja einer von euch aus de Ferne Helfen..

Besten dank Simon
Dieter W.
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Ungelesener Beitrag von Dieter W. »

Hallo Simon,

der Doppelzug ist die effektivste Art der Wurfunterstützung. Richtig eingesetzt und sauber ausgeführt bringt er dir nicht nur eine deutliche Erleichterung bei den Würfen, sondern ein großes Maß an Kontrolle über deine Leine. Die Zughand wird quasi zum "Gaspedal" deines Wurfes, während deine Rutenhand das "Steuerrad" darstellt.

Aus deiner Schilderung entnehme ich, dass du mit der Rutenhand noch richtig Druck machst, also nicht mit der Zugunterstützung "Gas gibst". Dazu machst du noch andere Fehler, die dann zu einer deutlichen Tailing-Loop (einer sich überschlagenden Schlaufe) führen.

Nun ist gerade der Doppelzug eine "Übung", die man nicht anhand einer Beschreibung hier Forum erlernt, es bedarf nach meiner Erfahrung aus vielen Kursen einiger Erklärung und "Starthilfe". Der schnellste, effektivste und sicherste Weg ist die Hilfe eines erfahrenen Wurflehrers. Eine Investition, die sich sicher ganz schnell rechnet.

Ich verzichte deshalb an dieser Stelle auf langatmige Beschreibungen und theoritischer Hilfstellungen, da ich nicht glaube, dass dir dann wirklich geholfen ist.

Du wohnst ja unweit von Hamburg, da empfehle ich dich lieber in die Hände eines erfahrenen Kollegen. Setze dich mit Lothar Hennig in Hamburg in Verbindung, ich bin sicher, er hilft dir schnell und sicher zum richtigen Doppelzug. Du erreichst Lothar am besten über Taki Alvanos unter http://www.alvanos.de, oder über die Internetseite der EFFA http://www.effa.info.

Viel Erfolg und beste Grüße

Dieter
.... einfach Fliegenfischen
Bernd Ziesche

Ungelesener Beitrag von Bernd Ziesche »

.
Zuletzt geändert von Bernd Ziesche am 28.07.2013, 21:40, insgesamt 1-mal geändert.
Royal Coachman
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Tailing Loop

Ungelesener Beitrag von Royal Coachman »

Hallo Simon !

Als "Meister des Tailing Loops" darf ich aus Erfahrung Folgendes anmerken.

Der Zug beim Rückwurf kann sofort angesetzt werden, jedoch beim Vorschwung darf der Zug erst einsetzen wenn die Rute die 12 Uhr Stellung erreicht hat. Anderenfalls entsteht die typische Birne des Tailing Loops, da die Schnur nach oben gedrückt wird.

Österreichisch : "Sauschwanzl"! :D

mfg
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Heinz
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Ungelesener Beitrag von Heinz »

Hallo Simon,

nur ergänzend - die Keule der Schnur muss sich für einen erfolgreichen
Doppelzug bereits zur Gänze ausserhalb des Spitzenringes befinden.

Grüsse
Heinz
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sladh
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Ungelesener Beitrag von sladh »

Moin
Ich wollte mich erstmal bedanken für die ganzen Tipps.
Ich werde mich wohl die Tage mal ans Wasser stellen und weiter üben.

Beste Grüße Simon
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Siluris
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Ungelesener Beitrag von Siluris »

Hallo Simon,

Sehr schöne Erklärungen von Dieter und Bernd zum Thema " Tailing Loop".
Da es sich hierbei um einen relativ komplizierten Bewegungsablauf handelt, würde auch ich Dir empfehlen Dir helfen zu lassen.
Eine effektive Zugunterstützung erleichtert das Werfen ungemein, wogegen falsches Timing und falscher Krafteinsatz kontraproduktiv wirken.
Bevor Du Dich jedoch mit der Zugunterstüzung beschäftigst, sollte die Führung Deiner Rute mit der Rutenhand alleine optimiert werden.
Sonst kämpfst Du mit 2 Problemen gleichzeitig: immer Step by Step.

Tailing Lopp´s resultieren immer aus einer konkaven Führung der Rutenspitze.
Wie diese entsteht kann jedoch viele Ursachen haben.

Zu Heinz und RC:
nur ergänzend - die Keule der Schnur muss sich für einen erfolgreichen
Doppelzug bereits zur Gänze ausserhalb des Spitzenringes befinden.
Gibt es einen Grund für diese Behauptung ?
Ich denke nicht. Diese Aussage ist leider völlig falsch. Bereits bei sehr kurzen Schnurmengen kann mit Zugunterstützung gearbeitet werden,
und sollte auch gemacht werden.
Ertens für das Timing, und zweitens für eine sehr präzise Führung der Rutenhand, da die Energie aus der Schnurhand kommt.
Der Zug beim Rückwurf kann sofort angesetzt werden
Auch an Dich, RC, die Frage warum ? Nur weil es Dir so gesagt wurde ?
Ich glaube, auch das ist eine der Ursachen für einen unsauberen Rückwurf.
Wieso sollte es einen Unterschied in der Art der Zugunterstützung zwischen Vor- und Rückschwung geben ?

LG, aus der Steiermark
Bernd
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Heinz
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Ungelesener Beitrag von Heinz »

Hallo Bernd (Siluris),

man kann von Anfang an mit Doppelzug arbeiten - bevor die Keule ganz draussen ist, das ist z.B. die Meinung von HRH. Meiner Meinung kaschiert
das aber nur Wurffehler, jedenfalls Doppelzug zur Erreichung grosser
Wurfweiten - worum es ja dem TO gegangen ist, notwendig, dass die ganze Keule draussen ist. Diese Meinung wird von Roman Moser vertreten - auch auf seiner neuesten DVD und ist auch meine. Dir steht es natürlich frei, eine andere Position zu verteten, genauso wie mir das
freisteht. Nach B e w e i s e n für d e i n e Ansichten frage i c h bewusst nicht.

Grüsse
Heinz
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Siluris
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Ungelesener Beitrag von Siluris »

Hallo Heinz,

Selbstverständlich steht es Dir frei Deine Ansichten zu vertreten, war aber auch von mir nicht anders gemeint.
Ich zumindest sehe die Sache anders. Wieso soll ich es mir schwerer machen als notwendig?
Beim erlernen einer sauberen Wurfbewegung bringt es sehr viel die Schnur auschließlich mir der Rutenhand zu führen.
Da gebe ich Dir absolut Recht.
Bevor Du Dich jedoch mit der Zugunterstüzung beschäftigst, sollte die Führung Deiner Rute mit der Rutenhand alleine optimiert werden
Den Doppelzug ausschließlich zum Erreichen großer Wurfweiten einzusetzen ist, finde ich zumindest, nicht richtig.
Jeder Kollege, den ich kenne, hat beim Fischen eine aktive Schnurhand. Soll ja auch so sein.
Einstrippen, verlängern und als Unterstüzung der Rutenhand.
Den Doppelzug ausschließlich auf das Distanzwerfen zu reduzieren, finde ich schade.
Es wäre übrigens nett zu wissen, welche Beweise Du von mir möchtest ?

LG,
Bernd
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Heinz
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Ungelesener Beitrag von Heinz »

Hallo Bernd,

ich will ohnehin keine Beweise, es gibt eben verschiedene Ansichten
in mancher Hinsicht. Da lässt es sich nicht immer so fest machen, das ist
richtig und das ist falsch. Manches ist auch unter gewissen Umständen
angebracht und unter anderen nicht so sehr. (Es ist z.B. auf kürzere Distanzen und womöglich mit einer Gespliessten sicher nicht notwendig, den Doppelzug enzusetzen). Mir ging es lediglich darum
festzuhalten, dass zur Erreichung grosser Wurfweiten mal zumindest die Keule gänzlich draussen sein muss.
Dass man den Doppelzug auch von Anfang an anwenden kann, das bestreite ich ja nicht. Über die Sinnhaftigkeit gibt es verschiedene Ansichten - die sind eben subjektiv.

Und beweisen lässt sich eben nicht alles - aber das führt ja fast schon ins Philosophische.

Grüsse
Heinz
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Royal Coachman
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Vor- und Rückschwung

Ungelesener Beitrag von Royal Coachman »

Hallo Bernd !

Probier es doch einfach aus, ich habe keine Lust hier über eine Sache zu diskutieren, die zum allgemeinen Wurfwissen gehört.

freundlichst
RC

PS: außerdem, lies bitte das Problem nochmals durch: kurz vor dem Strecken das "Sauschwanzl", ganz typisch für den zu früh angesetzten Doppelzug im Vorwurf!
Der immer auf Seiten der Fische steht!
Maggov
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Ungelesener Beitrag von Maggov »

Servus Simon,

bevor sich die Wurfphilosophiediskussion wieder in ein handfestes Gemenge ausweitet:

Mir hat der Hinweis die Zugunterstützung später (und zwar nachdem die Rute die 12-Uhr-Position üebrschritten hat) einzusetzen sehr geholfen Tailing Loops zu reduzieren. Ich bin kein Weitenjäger verstehe aber den Sinn, dass eine Keule zu Gänze draussen sein muss (volle Ladung der Rute) und fische generell sehr gerne langsame Ruten die eine saubere Zugunterstützung erfodern, da sich Wurffehler stärker "fortpflanzen".

LG und viel Erfolg

Markus
Bernd Ziesche

Ungelesener Beitrag von Bernd Ziesche »

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