CDC Fliegen Pflege

Zwei schier unerschöpfliche Themen. Achtung! Hier tauschen nicht nur die Profi-"Tüddeler" ihre Geheimtipps aus.

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mike77
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CDC Fliegen Pflege

Ungelesener Beitrag von mike77 »

Hallo!
Ich liebe es mit CdCs zu fischen , da ich deutlich meine Fangstatisik somit steigern kann. Nun frag ich mich, ob es nur mir so geht oder auch anderen, daß nach spätestens dem zweiten Biss und Landung darauf ich sie bis zum nächsten Angeltag in Ferien schicken kann. Meistens hab ich sie dann zuhause in trockenem Zustand mit einer alten Zahnbürste wieder aufgetüttelt , aber kein vergleich zur Producktionsfrischen. Ölen , Fetten oder auch gar nix machen , brachte auch keinen Erfolg oder Veränderung.
Federn benutze ich nur MP CDCs oder handselektierte, also kein Internetschrott, keine billigen Dinger.

Danke für die Tipps schom mal.
Gruz Michael
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mario.s
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Ungelesener Beitrag von mario.s »

Hallo Michael,
ich benutze bei verschleimten, nassen Fliegen immer dieses Dry-Shake-Pulver. Fliege angebunden reingehängt, kräftig geschüttelt, rausgeholt und noch mal abgeschüttelt, wieder trocken und sauber, fertig. Geht eigentlich ganz gut.
Mario
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gespliesste
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Ungelesener Beitrag von gespliesste »

Hallo,

CDC-Fliegen soll man nie fetten, da dann die kleinen Fiebern verkleben und die Oberflächenspannung abnimmt - sprich sie schwimmen schlechter.

Ich mache es so:
1. Im Wasser ausspülen (ganz wichtig, um den Schleim zu entfernen)
2. Im Amadou ausdrücken
3. Auspusten, auszupfen damit die Fiebern wieder vereinzelt werden
4. wieder im Amadou ausdrücken


3. und 4. ggf. wiederholen, Fliege sollte am Ende wieder möglichst puschelig aussehen. Ohne Amadou hat man nach meiner Meinung schlechte Karten bei CDC-Fliegen. Die ganzen Imitate haben mich auch nicht überzeut, sollte schon ein echter Feuerschwamm sein.

Beim normalen fischen ohne Fischkontakt, helfen ab und an spitzenbeschleunigte Leerwürfe. Also als würde man eine peitsche knallen lassen.

LG,

Olaf
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Fear No Fish
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Ungelesener Beitrag von Fear No Fish »

Grundsätzlich gibt es nicht viel zu beachten.

Wie auch schon bechrieben nach dem Drill eines Fisches:

Reinigen
Trocknen (Amadou)
Shake Pulver (Dry shake oder ähnliches)
weiterfischen

Nachteil von CDC Fliegen ist das man bei vielen Fischen wie z.b. vielen kleinen Fischen oder Weissfischen im Wasser das oft machen muss, aber Öl und Fette bringen nur was bei normalen Trockenfliegen mit Hecheln oder ähnlichem.
tight lines
Gruss Volker
Olaf Kurth
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Ungelesener Beitrag von Olaf Kurth »

Moin Michael,

CDCs nie nicht mit Öl, Fett, Pulver oder anderem Kram behandeln. An den natürlich geernteten Federn haftet genügend Körperwachs der Ente und das Wachs lässt die Federchen kein Wasser aufnehmen. Fette oder Öle würden die feinen Fibern nur verkleben. Auch die mechanische Reinigung mit einer ollen Zahnbürste ist "suboptimal" (Lieblingswort von Matthias Egersdörfer), auf gut deutsch: dat Ding kann zerfleddern!

Wie schon der Kollege aus Gelsenkirchen mit dem sympathischen Vornamen erläutert: Ausblasen, trocknen mit Amadou, ausblasen, evtl. mit schnellen Leerwürfen trocknen - fertig.........

Gruß, Olaf
Und Gott sprach zu den Steinen im Fluss: "Wollt ihr Mitglieder der UNERSCHROCKENEN werden?" Und die Steine antworteten: "Nein Herr, dafür sind wir nicht hart genug."
Dr.Do

Ungelesener Beitrag von Dr.Do »

da muss ich auch noch meinen senf dazugeben. CDC Fliegen sind einfach ein besonderes Stöffchen. In der Gegend wo sie eigentlich ihren Ursprung haben sind die Fische derart abgewichst, dass man durchschnittlich höchstens einen Biss alle drei Tage hat. Deshalb bleiben die Dinger da ewig schön. :D :D
eignen sich eben nicht für Besatzgewässer. Kann man blasen, schütteln, fönen, egal, einmal im Fischmaul gewesen sehen sie aus wie Inge Meysel unterm Arm.
Wenn man sie mitsamt dem Kiel einbindet sind sie robuster. Am besten halten sie als Emerger, Flügelchen aus CDC Federspitze und Füsschen aus feinstem HahnenHechelmaterial in der "Parachute-Technik". Wird so auch in der französichen Schweiz gefischt. Sehr stabil und fängig.
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mike77
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Ungelesener Beitrag von mike77 »

Kann man blasen, schütteln, fönen, egal, einmal im Fischmaul gewesen sehen sie aus wie Inge Meysel unterm Arm.
Wenn man sie mitsamt dem Kiel einbindet sind sie robuster. Am besten halten sie als Emerger, Flügelchen aus CDC Federspitze und Füsschen aus feinstem HahnenHechelmaterial in der "Parachute-Technik". Wird so auch in der französichen Schweiz gefischt. Sehr stabil und fängig.

Ich hab 2 Jahre in Zürich gearbeitet und mir natürlich nicht Hebeisen und Co nicht entgehen lassen . Da bin ich eigentlich auf die Dinger gekommen nach nem Bindekurs . Zufällig war Marc Petitjean auch dort zur ne Aufführung und seitdem binde ich sie fast genauso mit Ausnahme , daß ich die Kiele noch Diagonal einbinde um mehr Stabilität zu haben ( kann Fotos posten) . Gefettet hab ich immer nur den Body ein wenig um nicht die Fiebern zu verkleben.
Aber das mit dem Pulver hab ich auch noch nicht versucht....sounds good.
Gruz Michael
Tatonka
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Ungelesener Beitrag von Tatonka »

Hallo
daß ich die Kiele noch Diagonal einbinde um mehr Stabilität zu haben ( kann Fotos posten) .

Michael kannst du ein paar Bilder reinstellen ???
Dank im Vorraus
grus Robert
Thomas Trout
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Ungelesener Beitrag von Thomas Trout »

Hallo!

Was etwas hilft, ist Silicon-Öl.

Ich tupfe dazu wenig Siliconöl auf meine Fingerspitzen und walke die Fliegen damit vor dem Fischen vorsichtig durch. Dann sind die Fibern erst einmal miteinander verklebt. Jetzt schüttele ich die Fliege im Wasser kurz, aber kräftig aus. Dadurch wird überschüssiges Siliconöl einfach abgetragen und es bleibt nur ein sehr dünner Siliconölfilm auf den Fibern zurück. Die Fliege ist jetzt natürlich nass, kann aber durch Ausblasen und Leerwürfe schnell getrocknet werden. So behandelt übersteht eine Fliege drei bis fünf Bisse, wenn sie nach einem Biss wieder in Wasser ausgeschüttelt und durch Ausblasen und Leerwürfe getrocknet wird.

Das Verfahren ist ein bischen umständlich, aber jedesmal eine neue Fliege anzubinden dauert noch länger.

TL,
Thomas

P.S.: Die Bindeweise mit den diagonal eingebundenen CDC-Federkielen würde mich auch interessieren.
Damit ich noch dazu lernen kann, bleibe ich immer Anfänger.
Zonker
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Ungelesener Beitrag von Zonker »

Hallo,

wenn ich trocken fische, hängt in 98% der Fälle eine CDC am Vorfach.
Ich habe gute Erfahrungen mit Watershed gemacht. Dies ist so dünnflüssig, dass es die feinen Fiebern nicht verklebt. Es hat allerdings den Nachteil, dass es einige Zeit dauert, bis es trocken ist.
Man kann es aber gleich zu Hause am Bindestock einsetzen, so sind die Fliegen am Wasser gleich "ready to go".

Desweitern haue ich die Trockenfliege an kurzer Schnur mit extrem schnellen Wurfbewegungen auf die Wasseroberfläche, nachdem ich einen Fisch gefangen habe.
Durch die Wucht des Aufpralls auf die Wasseroberfläche löst sich jeglicher Schleim von der Fliege.

Danach ca. 30 Sekunden extrem schnelle Leerwürfe an kurzer Schnur und die CDC ist wieder fluffig und schwimmt wie ne 1!

Mit Amadou habe ich noch nicht das gleiche Ergebnis gehabt.

Anzumerken ist natürlich noch, dass die "Waschung" der Fliege immer in der entgegengesetzten Richtung erfolgt und nicht in der Richtung in welcher ich fischen will.
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mike77
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Ungelesener Beitrag von mike77 »

Tatonka hat geschrieben:Hallo
daß ich die Kiele noch Diagonal einbinde um mehr Stabilität zu haben ( kann Fotos posten) .

Michael kannst du ein paar Bilder reinstellen ???
Dank im Vorraus
grus Robert
Klappt net mit den Fotos, Ich hau sie aber auf die Homepage. Schau mal nach der CDC Olive ,CDC Blau..

Hört sich kompliziert an ,isses aber nicht. Da ich mit dem Magic Tool arbeit und dann jedes mal die Spitzen und rasierten Kiele übrig bleiben, waren sie mir zu schade zum wegwerfen. Daaaher hab ich sie , nachdem ich den Körper bereits mit einer etwas kleineren CDC gebunden habe, angesetzt und durchgezogen bis zu den letzten 1,5 cm , dann von beiben Seiten diagonal gezogen. Anschliessen den Faden gespalten,CDC Fiebern in die Schlaufe, Faden getwistet und in Richtung Öse gezwirblet. Unterkörper abgeschnitten . Ergebnis war im Trocken Zustand, naja nicht der Brüller , aber als sie dann nass waren ,haben die Kiele den anderen Fiebern eine Stabilität gegeben . Nun gut , den Rest nach den Bissen Kennt man ja.

Gruz Michael
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gespliesste
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Ungelesener Beitrag von gespliesste »

Hallo,

das mit den "Waschungen" fand ich persönlich nie sehr tauglich.

Man braucht etwas Platz, funktioniert schlecht im Unterstand am kleinen Bach und die Fliege wurde bei mir nie so trocken wie mit der Amadoubehandlung.

Aber das wichtigste ist, das ich gerade beim fischen mit der Trockenen versuche möglichst unauffällig am Wasser zu agieren. Auch wenn man in die andere Richtung "wäscht", so macht man doch ordentlich Alarm am Wasser. In ruhigen Zügen mit glatter Oberfläche (nach meiner Meinung eines der spannendsten Trockenfliegenreviere) ist die Chance gross, dass die Fische das mitbekommen.

Ein weiterer Aspeckt ist das ich oft nicht alleine am Wasser bin.

Auch wenn das bestimmt für manche albern klingt, aber ich finde da geht die Anmut beim fischen ein wenig verloren. Wenn ich in Amerika am San Juan gesehen habe wie 6 Fischer um einen Pool nach jedem zweiten Wurf ihre Nymphen von den Algen gewaschen haben, dachte ich erst was machen die da? Fliegenfischen kann das nicht sein ...

Das Auge fischt halt auch mit :wink:, ein bisschen Stil kann da nicht schaden es muss ja nicht mehr das Tweed Sakko, Tattersall-Hemd und die "trout unlimited"-Krawatte sein.

LG,

Olaf
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