Spitzenring/Leitring
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Spitzenring/Leitring
Liebe Fischergemeinde
Eine kleine Verständnisfrage: An Fliegenruten sieht man einen sehr kleinen Spitzenring, praktisch immer ganz einfach als Drahtschlaufe. Hingegen der Leitring als erster Ring nach der Rolle, aus edlem Material SIC, Achat usw. Ich frage mich nun, ob nicht oben an der Spitze die grössere Belastung, auch durch die Umlenkung der Schnur erfolgt, besonders bei einem einfachen Draht mit Durchmesser bis unter 1mm. Der Leitring führt die fast immer gestreckte Schur und ist sonst kaum Belastungen ausgesetzt. Ist das nicht irgendwie unlogisch und gerade verkehrt? Ist der Grund wirklich das Gewicht, das man an der Spitze so klein wie möglich halten will?
Sorry für diese vielleicht aus eurer Sicht banale Frage und Gruss von
Werner
Eine kleine Verständnisfrage: An Fliegenruten sieht man einen sehr kleinen Spitzenring, praktisch immer ganz einfach als Drahtschlaufe. Hingegen der Leitring als erster Ring nach der Rolle, aus edlem Material SIC, Achat usw. Ich frage mich nun, ob nicht oben an der Spitze die grössere Belastung, auch durch die Umlenkung der Schnur erfolgt, besonders bei einem einfachen Draht mit Durchmesser bis unter 1mm. Der Leitring führt die fast immer gestreckte Schur und ist sonst kaum Belastungen ausgesetzt. Ist das nicht irgendwie unlogisch und gerade verkehrt? Ist der Grund wirklich das Gewicht, das man an der Spitze so klein wie möglich halten will?
Sorry für diese vielleicht aus eurer Sicht banale Frage und Gruss von
Werner
- Gammarus roeseli
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Hallo Werner!
Ich freue mich das du dir über so etwas gedanken machst!
Also aus meiner Sicht wird viel zu viel Wert auf das Gewicht einer Rute und der Ringe gelegt, vor allem in den kleinen Rutenklassen.
Ich meine um so dünner der für den Ring- Schlangenringe verwendete Draht ist, um so schärfer ist dieser, was wiederum der Oberfläche einer Schnur nicht gut tut und die Lebensdauer einer Schnur um einiges verkürzen kann!
Ich bin auch der Ansicht, dass Schlangenringe und vor allem die Einstegringe (Runde- Einsteg Schlangenringe) die die Schnur dicht am Blank halten dafür sorgen, dass die Schnur dazu neigt am Blank zu kleben und zu scheuern. Dadurch geht beim Werfen Energie verloren und der Lack wird stumpf.
Es gibt für Fliegenruten Endringe und Einbein-Fliegenrutenringe deren Ring einen gewissen Abstand zum Blank aufweißen und eine Siliziumcarbid Einlage (SiC) besitzen. (Einbein-Fliegenrutenring Fuji SiC)
Eine Fliegenrute ausgestattet mit diesen Ringen und schon wirft man wie ein junger GOTT!
Die Schnur flutscht völlig reibungsarm durch die Ringe sobald mit Zugunterstützung gearbeitet wird was bei nötigen Distanzwürfen sehr vorteilhaft ist!
Abstriche macht man natürlich bei SiC Fliegenrutenringen auch!
Sie sehen optisch nicht ganz so schön aus wie Schlangenringe und sie kosten ungefähr das dreifache bis vierfache von dem, was ein herkömmlicher (Verchromter) Schlangenring kostet.
Grüße Christian
P.S.: Wenns Schlangenringe sein sollen, es gibt welche mit plasmabeschichteter Oberfläche, die sind natürlich auch etwas teurer!
Für die selbstaufgebauten Ruten ist halt das Beste gerade gut genug!
Ich freue mich das du dir über so etwas gedanken machst!
Also aus meiner Sicht wird viel zu viel Wert auf das Gewicht einer Rute und der Ringe gelegt, vor allem in den kleinen Rutenklassen.
Ich meine um so dünner der für den Ring- Schlangenringe verwendete Draht ist, um so schärfer ist dieser, was wiederum der Oberfläche einer Schnur nicht gut tut und die Lebensdauer einer Schnur um einiges verkürzen kann!
Ich bin auch der Ansicht, dass Schlangenringe und vor allem die Einstegringe (Runde- Einsteg Schlangenringe) die die Schnur dicht am Blank halten dafür sorgen, dass die Schnur dazu neigt am Blank zu kleben und zu scheuern. Dadurch geht beim Werfen Energie verloren und der Lack wird stumpf.
Es gibt für Fliegenruten Endringe und Einbein-Fliegenrutenringe deren Ring einen gewissen Abstand zum Blank aufweißen und eine Siliziumcarbid Einlage (SiC) besitzen. (Einbein-Fliegenrutenring Fuji SiC)
Eine Fliegenrute ausgestattet mit diesen Ringen und schon wirft man wie ein junger GOTT!
Abstriche macht man natürlich bei SiC Fliegenrutenringen auch!
Sie sehen optisch nicht ganz so schön aus wie Schlangenringe und sie kosten ungefähr das dreifache bis vierfache von dem, was ein herkömmlicher (Verchromter) Schlangenring kostet.
Grüße Christian
P.S.: Wenns Schlangenringe sein sollen, es gibt welche mit plasmabeschichteter Oberfläche, die sind natürlich auch etwas teurer!
Für die selbstaufgebauten Ruten ist halt das Beste gerade gut genug!
- piscator
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Moin,
das mit dem großen Leitring mit glatter Einlag hat schon seinen Sinn: hier treten die größten seitlichen Zug/Reibungskräfte durch den Doppelzug auf.
Aber SIC Einbeinringe auf leichten Fliegenruten verändert (versaut) deren Wurfeigenschaften total. Selbst das Gewicht der Lackschicht ändert das Verhalten gerade der leichteren Ruten. Da gibts ein paar schöne Beispiele mit entlackten/gepimpten Blanks von High-End Ruten, die sich deutlich anders verhalten (noch spritziger) als die Originale. Und bei den Gespließten, die ja ein höheres Blankgewicht haben, merkt man das auch meßbar wie sich jede Lackschicht auswirkt.
Jürgen
das mit dem großen Leitring mit glatter Einlag hat schon seinen Sinn: hier treten die größten seitlichen Zug/Reibungskräfte durch den Doppelzug auf.
Aber SIC Einbeinringe auf leichten Fliegenruten verändert (versaut) deren Wurfeigenschaften total. Selbst das Gewicht der Lackschicht ändert das Verhalten gerade der leichteren Ruten. Da gibts ein paar schöne Beispiele mit entlackten/gepimpten Blanks von High-End Ruten, die sich deutlich anders verhalten (noch spritziger) als die Originale. Und bei den Gespließten, die ja ein höheres Blankgewicht haben, merkt man das auch meßbar wie sich jede Lackschicht auswirkt.
Jürgen
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sonouno
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Grüssle, Christof
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Der Horizont von Vielen ist wie ein Kreis mit Radius Null. Und das nennen Sie dann ihren Standpunkt.
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- Dirk Janßen
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Ich glaube, dass das eine arge Fehleinschätzung ist. Beim Vor- und Rückschwung (egal ob mit oder ohne Doppelzugunterstützung) geht die Rutenspitze in Richtung Schnur, im Extremfall zeigt die Rutenspitze sogar in Richtung Schnur.sonouno hat geschrieben:Durch den fast rechtwinkligen Schnurverlauf denke ich das im Spitzenbereich beim Doppelzug die grösste Reibung auftritt, zumindest mehr als beim Leitring.
Einen rechtwinkligen Schnurverlauf hat man höchstens beim Besenstiel
Danichfür
Dirk
Fliegenfischen ist der Weg und das Ziel.
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sonouno
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dynamisch betrachtet schon....aber wenn man kleinlich ist sei darauf hingewiesen das die Schnur ja zwischen Vor- und Rückschwung auch noch umschlägt was meines erachtens schon recht an der Schur scheuert 
Grüssle, Christof
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olewillers
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Hallo Werner,
ich bin auch der Meinung dass am Spitzenring die groesste Belastung auf der Schnur liegt, gleich gefolgt vom 1. Stripping Guide. Dies liegt meiner Meinung beim Spitzenring teils am Werfen und, nicht zu vergessen am einstrippen. Der Leitring bzw. die Leitringe sind in vielen Faellen auch dazu da, die Schnur "auf Linie" zu bringen beim Schiessen lassen der Schnur. Beim Doppelzug liegt auch m.E. nach eine gewisse Belastung vor.
Deshalb verbaue ich ab Schnurklasse 6 aufwaerts immer Spitzenringe mit Einlage und "untenrum" bis zu maximal 3 Stripping Guides an kraeftigen Kuestenruten. Wenn man sich die richtigen Ringe herauspickt wie die Fuji Concept mit SIC oder Alconite Einlage, haben auch die Gewichtsfetischisten - zu denen ich mich teilweise auch zaehle - nichts zu meckern. Die "Nur Draht Spitzenringe" werden nicht gerade gewichtsoptimal gefertigt und liegen somit vom Gewicht her gleichauf mit den genannten Einlageringen. Bei den Strippin Guides halte ich die Gewichtsfrage fuer untergeordnet da sie sich im unteren Teil der Rute befinden.
Ich habe uebrigens einmal aus Bock eine Rute (9,6 #7) konventionell und einmal den gleichen Blank komplett mit Einlageringen aufgebaut. Ergebnis: Durchaus fischbar, es geht jedoch meiner Meinung nach eine halbe bis eine Schnurklasse verloren.
Rgds,
Ole
ich bin auch der Meinung dass am Spitzenring die groesste Belastung auf der Schnur liegt, gleich gefolgt vom 1. Stripping Guide. Dies liegt meiner Meinung beim Spitzenring teils am Werfen und, nicht zu vergessen am einstrippen. Der Leitring bzw. die Leitringe sind in vielen Faellen auch dazu da, die Schnur "auf Linie" zu bringen beim Schiessen lassen der Schnur. Beim Doppelzug liegt auch m.E. nach eine gewisse Belastung vor.
Deshalb verbaue ich ab Schnurklasse 6 aufwaerts immer Spitzenringe mit Einlage und "untenrum" bis zu maximal 3 Stripping Guides an kraeftigen Kuestenruten. Wenn man sich die richtigen Ringe herauspickt wie die Fuji Concept mit SIC oder Alconite Einlage, haben auch die Gewichtsfetischisten - zu denen ich mich teilweise auch zaehle - nichts zu meckern. Die "Nur Draht Spitzenringe" werden nicht gerade gewichtsoptimal gefertigt und liegen somit vom Gewicht her gleichauf mit den genannten Einlageringen. Bei den Strippin Guides halte ich die Gewichtsfrage fuer untergeordnet da sie sich im unteren Teil der Rute befinden.
Ich habe uebrigens einmal aus Bock eine Rute (9,6 #7) konventionell und einmal den gleichen Blank komplett mit Einlageringen aufgebaut. Ergebnis: Durchaus fischbar, es geht jedoch meiner Meinung nach eine halbe bis eine Schnurklasse verloren.
Rgds,
Ole
Danke für eure konstruktiven Bemerkungen zum Thema auch wenn sie nicht alle gleichlautend sind.
Werde mich nach einem leichten Spitzenring mit Einlage umsehen. Hier scheinen schon recht grosse Reibungskräfte zu herrschen, die Schnur wird nicht nur geführt, sonder aktiv in unterschiedlichsten Winkeln über den Ring gezogen. Das mit der waagrechten Lage der Rutenspitze und desshalb eigentlich fast keiner Belastung auf dem Ring stimmt sicher, so wie Dirk schreibt, aber das ist in der ganzen Schurführungsarbeit nur ein Teil der aktiven Bewegung der Schnur während des Fischens.
Bei den Schlangenringen im Verlauf der Rute werde ich vermutlich schon bleiben, den bei den Bambusruten, die ja sowieso schwerer sind, bin ich froh um jedes eingesparte Gramm im vorderen Bereich. Schöner sind sie auch noch und kosten tun sie praktisch nichts, wenn ich sie selber fertige.
Die Herstellung der Achatringe an der Fachtagung in Sarnen hat mich schon fasziniert. Mal sehen, ob ich mir die Arbeit mit der eigenen Herstellung auch noch im Winter antue. Zeit dazu wäre ja da.
Danke für eure Beiträge.
Gruss von Werner
Werde mich nach einem leichten Spitzenring mit Einlage umsehen. Hier scheinen schon recht grosse Reibungskräfte zu herrschen, die Schnur wird nicht nur geführt, sonder aktiv in unterschiedlichsten Winkeln über den Ring gezogen. Das mit der waagrechten Lage der Rutenspitze und desshalb eigentlich fast keiner Belastung auf dem Ring stimmt sicher, so wie Dirk schreibt, aber das ist in der ganzen Schurführungsarbeit nur ein Teil der aktiven Bewegung der Schnur während des Fischens.
Bei den Schlangenringen im Verlauf der Rute werde ich vermutlich schon bleiben, den bei den Bambusruten, die ja sowieso schwerer sind, bin ich froh um jedes eingesparte Gramm im vorderen Bereich. Schöner sind sie auch noch und kosten tun sie praktisch nichts, wenn ich sie selber fertige.
Die Herstellung der Achatringe an der Fachtagung in Sarnen hat mich schon fasziniert. Mal sehen, ob ich mir die Arbeit mit der eigenen Herstellung auch noch im Winter antue. Zeit dazu wäre ja da.
Danke für eure Beiträge.
Gruss von Werner
Zuletzt geändert von Bach am 16.10.2009, 20:04, insgesamt 1-mal geändert.
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sonouno
- Beiträge: 110
- Registriert: 07.05.2009, 14:42
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das die Profis immer mit Besenstielen hantieren müssen... tztztzDirk/WHV hat geschrieben: Beim Vor- und Rückschwung (egal ob mit oder ohne Doppelzugunterstützung) geht die Rutenspitze in Richtung Schnur, im Extremfall zeigt die Rutenspitze sogar in Richtung Schnur.
Einen rechtwinkligen Schnurverlauf hat man höchstens beim Besenstiel
Danichfür
Dirk
http://www.youtube.com/watch?v=KmXvs6x7 ... re=related
Grüssle, Christof
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