Hallo Robert
Da hast du mit das komplexeste Thema eines Nymphen oder Trockenfliegen Puristen eröffnet...lass mir dir mit einfachen Worten die Anwendeweise erklären, oder die ein oder andere Funktion. Bei dem nach oben gerichteten Hakenöhr hast du bei der Verwendung eines entsprechenden Knotens, der um den Hakenschenkel gebunden und dann durch das Öhr hinausgeführt wird eine stabilere Führung der Fliege...beim nach unten gerichteten Hakenöhr hast du bei der Verwendung eines entsprechenden Knotens eine mehr"Naturidentische" Schwimmposition deiner Nymphe, also vertikal...das alles ist aber sehr abhängig von leinenführung etc.etc......
Da werden dir die wahren Trocken und Nymphen Spezialisten hoffentlich noch mehr Infos geben können!!!
Gruss Heiko
Die Fliegen mit Öhr nach oben lassen sich angeblich auch besser abheben. Ganz Sicher ist Öhr nach oben für Trockenfliegen besser, wenn du den Fliegen aktiv durch Zug Bewegung verleihen willst. Ein Fliegen mit Hakenöhr nach unten ziehst du dann unter Wasser. Mit Öhr nach oben ist das nicht der Fall. Für Sedges kann das vorteilhaft verwendet werden.
@Robert:
ich denke den Ursprung hat Heiko sehr gut auf den Punkt gebracht denn aus meiner Sicht waren die Haken mit einem Öhr nach oben "klassische" Trockenfliegenhaken und die mit Öhr nach unten eher Nassfliegenhaken.
Neuere Materialen, Fsichtechniken und Bindemethoden (z.B. up-side-down Fliegen) haben diese harte Grenzen zerfliessen lassen.
Ich benutze gerne Haken mit einem nach oben stehendem Öhr bei Trockenfliegen die ich auch mal etwas bewegen will. Der Klassiker ist die Segde aber ich habe normalerweise von fast jedem Muster ein Modell mit Öhr nach oben. Manchmal sieht man Fischer verweigern und wenn man dann unmittelbar nachdem diese abdrehen ein wenig mit der Fliege "zuppelt" kommen diese nochmals zurück .
Als Knoten kommt dabei jedoch der klassische Clinch zum Einsatz denn hinter dem Öhr ist bei meinen Fliegen meist kein Platz mehr für einen Knoten