also im englischen wird aus wörtern mit y-endung meist ies
caddy===>caddies
ich hoff ich hab keinen müll erzählt, sonst verkloppt mich meinen lehrerin^^
gruss alex
Moin moin
Also deine Deutschlehrerin wird dir sicherlich bei Gelegenheit eine überbraten!
Caddis bezeichnet in diesem Fall wohl die Art der Fliege, also Köcherfliege.
(Caddis fly = Köcherfliege). Daher wird es IMHO wohl nur mit "i" geschrieben.
Also ich habe auch noch etwas nachgeforscht zum Datum 1864, ich habe leider nichts gefunden, bin mir nun aber nicht mehr sicher ob ich nicht vielleicht 1964 gemeint war.
Aber als Kyllfischer und einheimischer, befasse ich mich auch seit geraumer Zeit mit der Kyll und seinen Anglern, insbesondere den Fliegenfischern.
Aus einer Aufzeichnung in einem Tagebuch von 1939 habe ich gelesen, (vorgelesen lassen) das an der Kyll die Rehhaarfliegen sehr Populär waren.
Diese wurden laut Schriftstück mit der Unterwolle des Feldhasen gebunden, schwarz gerippt, und obendrauf Rehhaar.
Nun jetzt sind es aber laut einigen anderen Daten zb. Roman Moser wieder mehrere Jahre früher, und die Rehhaar-Fliege wird ohne Behechelung beschrieben.
Aber die Weiterentwicklung der Rehaarfliegen bleibt nicht stehen, und das die Fliegejetzt schon in zahlreichen Varianten vorkommt ist jedem bewußt.
Aber was alle gemeinsam haben ist:
Du kannst ja ein Geschmacksmuster bei einem Anwalt anmelden und den Kerl abmahnen .
Ich habe an der Uni von einer Story mit Spargelbauern gehört. Diese überspannen Ihre Felder mit Folie, da dies das Wachstum (feuchteres Klima) des Spargels fördert. Ein findiger Typ hat sich dies als Patent anmelden lassen, recht bekommen und seitdem dürfen Bauern dafür Geld abdrücken. Ich weiß nicht ob diese Story wirklich stimmt, aber sie zeigt doch ganz schön dass der "offizielle" Erfinder nicht immer der originäre sein muss.
Gleiches Thema findet sich doch auch gerne bei Wurfstilen etc. ... das ärgern bringt hier wahrscheinlich nicht viel - ausser man muss in dieser Branche sein Geld verdienen...
Ich frage mich immer wie diese Leute prüfen ob das Muster nicht schon von jemand anderem gebunden wurde. Und wann ist eine Fliege eine Neuheit? Stelle ich eine identische Fliege mit einem anderen Bindeverfahren her oder ändere eine Fliege in Form und Farbe ab, so ist dies für mich irgendwie keine Neu- sondern eher eine Weiterentwicklung... aber klar abgrenzen wann etwas vollkommen neu ist kann ich nicht.
Kann mir jemd. von euch sagen, für was der Begriff COMPARA steht? Irgendwie scheint der Begriff so selbstverständlich, dass ich keine Erläuterung finden kann, außer dem spanischen Verb comparar (dt: vergleichen). Handelt es sich hier um eine Bindeweise und wenn ja um welche?
die Compara Dun kommt - glaube ich - aus den Staaten und ist eine sog. "No-Hackle-Fly" (also eine Fliege ohne eine Hahnehechel als Schwimmhilfe).
Die Fliege gleich anderen Duns bis auf Hechel und Flügel, dort wird Rehhaar eingebunden und dieses in einem Halbkreis senkrecht aufgestellt (ensprechend mit dem Faden zu fixieren).
Wenn Du unter Compara Dun eine Bildersuche startest wirst Du sicherlich einige Bilder finden.
Aus meiner Sicht handelt es sich um die oben beschriebene Bindeweise.
noch ergänzend zu dem, was Markus geschrieben hat. Du hast auch nach dem Namens-Ursprung der Fliege gefragt.
Ich könnte mir vorstellen, dass der Name dieses Musters auf die in Nordamerika (Colorado) vorkommende Mayfliegen-Art Ephemera compar zurück geht und ursprünglich eine Immitation der Duns dieser Spezies darstellen sollte.
Es gibt auch von Al Caucci ein Buch mit dem Titel "Comparahatch".
Gruß
Klaus
"Man kann nicht zweimal in den selben Fluss steigen"
Platon (panta rhei)
Hallo Haegar,
die Compara Dun liegt tatsächlich mit dem ganzen Körper
und dem Schwanz im Oberflächenfilm des Wassers.
Die seitlich abstehenden Rehaare stabilisieren die Fliege.
Für mich ist es eine der besten Universalfliegen die ich
bis jetzt gefischt habe.
Solltest du sie binden wollen empfehle ich dir einen stärkeren
Bindefaden ( ca. 6/0 ) da ein dünner Faden das Rehaar beim
Einbinden leicht durchschneidet.
Als Alternative könntest du einen dünnen Faden vor dem
festbinden des Haares ganz leicht mit einem feinen Dubbing
versehen. Das verhindert auch sehr zuverlässig dass das
Haar beschädigt wird. Die Stümpfe solltest du sehr sorgfältig
( am besten schräg ) abschneiden und ganz fest abbinden
da sonst der Körper sehr klobig wirkt.
Wenn die Fliege fertig ist können 1 oder 2 Tropfen Lack an
der Flügelbasis nicht schaden.
Gruß aus Hessen
Fiedemann
Mit Rehaar etc. habe ich schon meine Erfahrungen gemacht, und auch sehr gut damit gefangen, vergangene Saison (v.a. Buck Caddis, Elk Hair Caddis und Emerger sowie Humpies & Detached Bodies an Daddies und Maifliegen).
Heißt das dann im Umkejrschluss, dass so ziemlich jede Dun auch als Compara gebunden werden kann?
Was sind deiner Meinung nach die gängigsten/fängigsten Compara Muster, welche Materialien, welche Farben, welche Haken (TMC 100 # 10-12 OK?)
Hallo Haegar,
ich halte die Compara Dun für eine sehr gute "Suchfliege"
D.h. am besten habe ich damit gefangen wenn gerade kein Schlupf
stattfand und ich die die Fliege über die "heißen" Stellen habe treiben
lassen.
Vor allem Bachforellen und Döbel hatten sie zum fressen gern während
sich Äschen und Regenbogner etwas zurückhielten. Aber das kann
bei dir ganz anders sein.
Für die genaue Nachahmung eine speziellen Fliegensorte halte ich
sie für nicht so gut, da sie halt nur aus Rehaar und Dubbing besteht.
Aber durch die Verwendung von hellem oder dunklem Haar und
verschiedene Dubbingfarben kann man aber den Umriss von gerade
vorkommenden Eintagsfliegen ( natürlich bei entsprechenden
Hakengrößen ) recht gut imitieren.
Beim Dubbing würde ich immer sehr feines Material nehmen und
einen schlanken Körper binden.
Ich kann mir auch nur sehr schwer vorstellen, dass Fische die Farben
unserer Trockenfliegen wirklich so genau wahrnehmen. Wenn ich
eine Fliege gegen den Himmel halte sehe ich die Farben auch nicht
so deutlich. Viel wichtiger erscheint mit die Körperform.
Gruß aus Hessen
Friedemann