Fliegenwerfen - wie geht das eigentlich? Wie kann ich meine Leine effektiver ausbringen und Fehler ausmerzen? Was hat es mit den AFTMA-Klassen auf sich? Was sind Spezial- und Trickwürfe? Fragen über Fragen! Hier könnt Ihr Euch gegenseitig helfen.
Moin, Markus. Stimmt auch, ich kann da noch was rauskitzeln. War auch nicht darauf bezogen, dass mir Matthias´ Vorfachkonzept nicht gefællt oder ich das fuer untauglich halte. Klar haben lange Vorfæcher ihre Berechtigung. Aber ich finde sie beim Indianerfischen nicht unbedingt ideal. Allerdings fische ich auch nicht mit dem Zahnstocker. Insofern sind meine Vorfæcher im Schnitt etwa 2,40-3,50cm lang und konisch gezogen.
Am besten haben mir bisher die Guideline und Vision-Produkte gefallen, da sie aus einem ausgesprochen weichen Polymer gemacht sind und sehr geschmeidig sind. Auch gibt es sie mit unterschiedlichen Butt-Sections, was ich sehr praktisch finde. Wenn mir an einem Vorfach etwas nicht passt, schnibbel ich es mir zurecht - vorn und/oder hinten. Und bisher hat das mit dem Fische fangen so ganz prima geklappt. Auch das Geknote hab ich versucht, bin damit aber insgesamt nicht wirklich besser gefahren.
Diese Erfahrungen sind natuerlich nicht ohne Weiteres auf die hier im Thread in den Vordergrund gestellte Klasse-2-Fischerei zu adaptieren. Das sehe ich natuerlich ein und halte jetzt artig die Klappe
Matthias M. hat geschrieben:
Bezüglich im Dunkeln, die Segmente des oben beschriebenen Vorfaches lassen sich auch ohne Maßband abmessen, wobei ich persönlich nicht in der Dunkelheit am kleinen Bach fischen würde...
Ich messe auch nicht mehr mit Massband, wenn man das Prinzip in der Praxis verinnerlicht hat und weiss wie sich welche Längen in welchen Bereich auf das Abrollverhalten auswirken so kommt man schnell auf die gewünschte Eigenschaft.
Im Sommer beim letzten Licht und Abendsprung hat man nach meiner Erfahrung oft die einzige Chance die kapitalen Fische mit der Trockenfliege zu überlisten (kommt natürlich auf das Gewässer an).
Maggov hat geschrieben:
Ich habe auch so meine Probleme mit dem Blutknoten und benutze selbst den sog. doppelten Gringer Knoten (früher hat man das zwei Tonnenknoten die man gegeneinander zieht genannt).
Ja, den doppelten Gringer würde ich auch lieber verwenden. Zumindest wird er auch von Stroft für Flourcarbon Verbindungen empfohlen. Ich finde die aber beide deutlich schwerer als den Chirurgenknoten, vielleicht werde ich einfach mal mehr üben müssen. Wobei ich mit Schnurbruch an den Verbindungen soweit keine Probleme habe.
Ich passe mein Vorfach relativ oft den Gegebenheiten an und daher muss der Knoten schnell und einfach sein.
LG,
Olaf
<< streamstalkin´ 24/7 >>
"When fishing becomes a competition it gets worse than work ... " - Charles Ritz
bei mir war der Grund für diesen Knoten die Einfachheit des Knüpfens. Man macht erst den einen Knoten, dann den anderen, benetzt die stelle und zieht beide gegeneinander. Das geht wirklich supereinfach. Probier es doch mal aus und Du wirst sehen es geht super. Dass man FC und Mono so problemlos verbinden kann sowie dass die angebliche Tragkraft über dem Blutknoten liegt habe ich erst danach erfahren und seien positive Nebeneffekte.
Den Chirurgenknoten habe ich nie geschafft - das Durchfädeln von den langen Segmenten war mir zu fiesselig
meine Erfahrungen im Fliegenfischen beschränken sich auf Trockenfliege und schnapsklare Bergbäche - dies jedoch seit über 20 Jahren und sehr intensiv (rund 100 Tage pro Saison).
Den Aussagen von Matthias kann ich zu 100 % zustimmen, da ich die selben Vorfächer fische.
>Ausprobieren>Erfahrungen sammeln>Forellen fangen, welche man bisher nicht überlisten konnte.....
Ich habe mit Interesse die Treads gelesen und ich denke, die Formel 'Brust mal Arm, mal Ellenbogen, mal Daumen und Zeigefinger' werde ich den Gegebenheiten ein bisschen anpassen und ein bisschen mit Trockenfliege und Nymphe ausprobieren.