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danke für die Auflösung. Mit Fliegenfischen, wie wir das heute verstehen, hat das aber wenig zu tun, oder?
Frank hat geschrieben:Der Witz ist wirklich, daß unser aller Izaak tatsächlich ungeheuer viel wusste, was erst erheblich späteren Zeiten zugeschrieben wird.
Unzweifelhaft stellt der "Complete Angler" eine wahre Fundgrube für Angelmethoden dar. Allerdings, Du weißt das sicher Frank, Mr. Walton war ein Meister-Plagiator. Das meiste Wissen, das er in seinem Buch offenbart, hat er angeblich bei Dame Juliane Berners, der fischenden und schreibenden Äbtissin aus dem 15. Jahrhundert, abgekupfert.
Gruß
Klaus
"Man kann nicht zweimal in den selben Fluss steigen"
Platon (panta rhei)
was "wir" heute unter Fliegenfischen verstehen hat schon kilometerlange Threads verursacht und mein Eindruck ist dass man hier versucht eine künstliche Abgrenzung innerhalb der gleichen Tätigkeit zu schaffen.
Genau aus diesem Grund lese ich gerne auch mal quer.
Ich habe als Junge gerne mit Grashüpfern gefischt - im Prinzip damals schon Trockenfliegenfan, ohne Rolle, einfach ein Ringerl am anderen Schnurende um die Schnur durch die Ringe auf Armlänge(n) verlängern und einkürzen zu können - quasi Naturködertenkara...
Faszinierend für mich am Complete Angler ist die Auflage in der englischen Fassung und die Tatsache dass man damals eigentlich genauso gefischt hat wie heute - das Gerät hat sich halt verbessert und einige Methoden sind halt heute nicht mehr schick.
diese "Heuhüpfer-Fischerei" existiert auch heute noch in Form des berühmten und auf den Britischen Inseln oft praktizierten Dapping! Diese Art der "Fliegenfischerei" macht mir auch großen Spaß, dann nämlich, wenn das "richtige" Fliegenfischen - das mit der Kunstfliege - eben aus bestimmten Gründen nicht möglich oder erfolglos ist.
Mir geht es nicht um elitäre oder künstlich gewaltsame Unterscheidung des Fliegenfischens vom Rest der Anglerwelt, sondern ganz einfach um eine begriffliche Abgrenzung der unterschiedlichen Tätigkeiten, die natürlich letztendlich zum gleichen Ziel führen. Ein Maurer und ein Dachdecker arbeiten ja auch an der Fertigstellung des gleichen Hauses, ohne dass jemand auf die Idee käme, beide Berufe mit der gleichen Bezeichnung zu belegen.
Fliegenfischen heutzutage - da wird mir doch die überwiegende Mehrheit zustimmen - wird doch wohl als Angelmethode verstanden bei welcher künstliche "Fliegen" (=Köder) sowie für das Werfen von speziellen Schnüren entwickelte Gerätschaften zum Einsatz kommen.
So, das soll es aber jetzt auch gewesen sein!
Freue mich auf die nächste Rätselrunde.
Gruß
Klaus
"Man kann nicht zweimal in den selben Fluss steigen"
Platon (panta rhei)
greypanther hat geschrieben:
So, das soll es aber jetzt auch gewesen sein!
Freue mich auf die nächste Rätselrunde.
Okay, ebenfalls! Euren Bemerkungen schließe ich mich in jeder Hinsicht an!
Nur noch ein ganz kurzer Kommentar zu Waltons Quellen bzw. Vorgängern: Der Erfolg seines Buches erklärt sich, denke ich, schlicht daraus, dass es einfach gut geschrieben ist und einem durchdachten didaktischen Prinzip folgt - und die Dialogform war eine geniale Idee. Dass er seine Informationen als Jäger und Sammler gewann, störte schon damals niemand (zumal man im 17. Jahrhundert ein komplett anderes Verhältnis zum geistigen Eigentum hatte als heute - aus meiner beruflichen Praxis könnte ich darüber lange, lange erzählen).
Es gibt eine hübsche Kleinigkeit aus dem Textarchiv der New York Times - nämlich folgenden kurzen Artikel:
A first edition of Izaak Walton's "Compleat Angler," London, 1653, was sold at Anderson's yesterday for $3,500 to Charles Scribner's Sons. It is said to be the second highest price paid for this famous work at auction in America. The John G. Heckscher copy sold at Merwin-Clayton's for $3,900.