Daumengriff

Fliegenwerfen - wie geht das eigentlich? Wie kann ich meine Leine effektiver ausbringen und Fehler ausmerzen? Was hat es mit den AFTMA-Klassen auf sich? Was sind Spezial- und Trickwürfe? Fragen über Fragen! Hier könnt Ihr Euch gegenseitig helfen.

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Baitcaster
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Daumengriff

Beitrag von Baitcaster »

Hallo,

Habe eben aus Interesse mal im Forum nach Beiträgen zur Daumenhaltung gesucht, aber leider nicht sehr viel gefunden.

Einige Autoren z.B. Hans Steinfort (Fliegenfischen für Anfänger, 5.,neubearbeitete Auflage, Parey) empfehlen die Daumenhaltung.

Ich habe bisher nur mit der reinen Zeigefingerhaltung geworfen, allerdings hat meine zuletzt gekaufte Rute eine Griffform, die meiner Meinung nach für den Daumengriff gedacht zu sein scheint.(der Griff wird nach oben hin "dünner" und dann wieder "dicker" [wie formulier ich das am besten???])

Woher kommt diese Art der Haltung ? Ist es eine heute noch häufig verwendete Form der Handhaltung ? Wo liegt der Unterschied bei der Wurftechnik ?

Sind jetzt leider doch ein paar Fragen geworden :oops: weitere folgen bestimmt...

Liebe Grüße,

tight lines,

Christoph
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webwood
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Beitrag von webwood »

Hallo Christof,

zu Anfang habe ich mit der "Zeigefingerhaltung" geworfen. Als ich dann besser werfen konnte war bei weiten Würfen der Daumen oben. Ich verstehe wohl was Du meinst. Kauf Dir das Buch von Mel Krieger " Die Qintessenz des Fliegenwerfens" Nicht nur die Griffhaltung wird dort je nach Situation erklärt. Es ist auch sonst ein absolut lesenswertes Buch.

TL

Thomas
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Bäschwatz
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Daumen oder Zeigefinger

Beitrag von Bäschwatz »

Hallo Christof
Es gab an der Traun mal einen, vor etwa 25 sehr bekannten Fliegenfischer.
Hans Gebetsroither. Ich hoffe das ich seinen Namen richtig geschrieben habe.
Er hatte einen Stil der damals oft in Fliegenfischerzeitungen vorgestellt und diskutiert wurde.
Ich gehe davon aus, das es auch einige Bücher von ihm gibt.
Wenn ich es richtig in Erinnerung habe, wird der Daumen erst ab einer gewissen Belastung gebraucht, da das Daumengelenk etwas mehr aushält.
Mim Zeigefinger gehts etwas eleganter und zielgenauer .
Allerdings ist das schon etwas her, und die Ruten waren damals noch vorwiegend aus GFK.
Das Rutengewicht spielte da wohl sicher die größte Rolle.
Ich habe schon einiges an Wurfvideos gesehen, aber nie darauf geachtet ob die Cracks mit Daumen oder Zeigefinger auf der Rute werfen.
Gut das Du es mal angesprochen hast.
Gruß Thilo
Zuletzt geändert von Bäschwatz am 17.04.2010, 14:07, insgesamt 1-mal geändert.
felix
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Re: Daumen oder Zeigefinger

Beitrag von felix »

Bäschwatz hat geschrieben: Hans Gebetsreuther. Ich hoffe das ich seinen Namen richtig geschrieben habe.
Er hatte einen Stil der damals oft in Fliegenfischerzeitungen vorgestellt und diskutiert wurde.
Ich gehe davon aus, das es auch einige Bücher von ihm gibt.
Heinz Lorenz
Fliegenwerfen - Anleitung und Lehrplan zum Gebetsroither-Stil
Müller Rüschlikon Verlag
Servus Felix
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Thomas E.
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Beitrag von Thomas E. »

Die bekanntesten Griffe sind: Full Wells, Half Wells, Zigarre.
Natürlich gibt es diverse andere Mischformen.

Die Rute kann man eben auf verschiedene Weise halten und auch gut damit werfen, ich kenne z.B. Leute, die eine 9er Rute mit dem Zeigefinger oben problemlos werfen.

Das sollte man alles nicht zu dogmatisch sehen, nur weil es in irgendeinem Buch steht, sondern probieren...

Allerdings verdrehen viele Daumenwerfer die Rute im Rückwurf, wenn sie sie weiter nach hinten führen, nach außen.
Das kann zu Wurffehlern, nämlich ein Abweichen von der "Bewegungswand"
führen !
Da finde ich die Greifhaltung der Caster, Daumen mehr links, besser.

Wichtig ist die der Haltung angepasste Form des Griffes und der richtige Durchmesser !

Ja, da könnte man noch viel mehr dazu sagen... :D
Zuletzt geändert von Thomas E. am 17.04.2010, 12:42, insgesamt 1-mal geändert.
Gruß
Thomas Ellerbrock
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hshl
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Beitrag von hshl »

Hallo Christoph,
aus meiner Sicht hat die Daumenhaltung nur einen Vorteil, nämlich dass sie die größte Kraft auf die Rute übertragen kann. Ansonsten fallen mir nur Nachteile ein, die größten sind:
- Abknicken des Handgelenkes,
- Ausdrehen der Rolle beim Rückwurf, wenn die Rute an der Körperachse vorbeigeführt wird.
Nur mit viel Kontrolle über das Handgelenk können diese Nachteile kompensiert werden. Ich benutze bei "schwereren" Einhandruten viel lieber die Greifhaltung, welche eine ähnlich hohe Kraftübertragung, nicht aber die Nachteile der Daumenhaltung besitzt. Und mit etwas Wurftraining kann die für den Wurf benötigte Kraft immer mehr reduziert werden, wodurch die Daumenhaltung auch ihren einzigen Vorteil verliert.

Grüße, Tobias
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Florian S.
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Beitrag von Florian S. »

Jeder sollte die Rute so greifen, wie's ihm für die jeweilige Situation am besten zusagt. Ich denke nicht dass man hier eine allgemeingültige Empfehlung aussprechen kann.

Ich zum Beispiel werfe leichte Ruten mit der Zeigefingerhaltung, da diese in meinen Augen gefühlvolleres Werfen zulässt. Schwere Ruten hingegen werfe ich lieber mit dem Daumengriff oder mit der von Thomas beschriebenen Haltung.
Gruß
Florian
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sladh
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Beitrag von sladh »

Tach
Ich persönlich wechsel die haltung nicht nur innerhalb der Schnurklassen sondern auch bei unterschiedlichen Würfen.
Bei Rollwürfen sowie bei dem Doppelzug mit schweren Klassen bevorzuge ich meist die Daumenhaltung.
Während ich bei dem normalen Überhandwurf die Zeigefingerhaltung bevorzuge.
gruß Simon
Bernd Ziesche

Beitrag von Bernd Ziesche »

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