Beißverhalten von Lachsen

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Frank.
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Beißverhalten von Lachsen

Ungelesener Beitrag von Frank. »

Liebe Leute,

der vorangegangene Thread hat mich mal auf die Idee gebracht, bei youtube nach vergleichbaren Dingen mit Unterwasseraufnahmen zu suchen.

Ziemlich interessant ist der Film
http://www.youtube.com/watch?v=iEeYFhCdlas - sehr lehrreich, was das Beißverhalten von Lachsen angeht.

Euer Frank
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Siegfried.
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Ungelesener Beitrag von Siegfried. »

Hallo Frank,
wirklich ein Superfilm und er erklärt tatsächlich manches, was man am anderen Ende der Schnur bisher nur erahnt hat. Wollen wir mal dahin gestellt sein lassen, ob das mit dem Releasen nicht noch ein bißchen schonender geht.

Fast schon erschreckend finde ich was heute alles technisch so machbar ist und in welcher Qualität. Bald haben die Fische gar kein Geheimnis mehr und unsere Überlegenheit wird immer 100%er (man beachte was alles steigerbar ist). Leider steht anzunehmen, dass auch hier, wie bei den anderen technischen Fortschritten, das menschliche (anglerische) Ethos wohl kaum mitkommen wird.

Gleichermaßen (oder -massen) begeistert wie nachdenklich

Siegfried
Fische sind zu schöne Geschöpfe um nur einmal bewundert zu werden
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Frank.
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Ungelesener Beitrag von Frank. »

Siegfried Darschnik hat geschrieben:Gleichermaßen (oder -massen) begeistert wie nachdenklich
Da hast Du Recht, lieber Siegfried - die "Fishfinder-App" für's iPhone ist wahrscheinlich nur noch eine Frage der Zeit.

Wir machen's auch in Zukunft so wie immer, nicht wahr? Besser nichts fangen als dem Echolot zu Dank verpflichtet zu sein ...

Dein Frank
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Ralf
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Ungelesener Beitrag von Ralf »

Moin Frank,
Moin Siegfried,

schöner Film und sehr lehrreich. Bin selbst schon etliche Male in nordschwedischen Flüssen schnorcheln und tauchen gegangen und es ist einfach irre, im glasklaren Wasser auf Augenhöhe mit dicken Äschen, Forellen und Maränen zu schweben.

Beim Angeln jedoch möchte ich gar nicht von vorne herein wissen, ob sich ein kleiner, mittlerer oder großer Fisch meinem Streamer oder der Trockenfliege nähert. Das würde doch die Hoffnung auf einen guten Fisch in vielen Fällen all zu früh zerstören. Die Spannung beim Biss, Anhieb und erstem Kontakt ist ja gerade der Reiz des Fischens.

Wir sind zu oft bestrebt, alles zu ergründen und zu perfektionieren. Hört sich nach science fiction an, doch ich glaube wirklich, dass es auch so kommen wird, dass in etlichen klaren Gewässern Kameras unter Wasser für die Angler installiert werden, aus unterschiedlichsten Beweggründen.

Aber würden wir uns nicht berauben um den Reiz des Unbekannten, dessen was unter der Oberfläche bisher verborgen blieb.

Vor fast zwanzig Jahren war ich mit meinem langjährigen Angelgefährten Carsten auf der norwegischen Insel Senja am Gryllefjord. Dort fischten wir vom Ufer aus mit der Blinkerrute auf Meeresfische aller Art. Durch den Schatten der gegenüber liegenden Berge konnten wir im klaren Wasser die Dorsche und Köhler (bis gut 5 kg) in ca. 15m Tiefe bereits lange vor dem Biss erkennen wie sie auf die Blinker und Pilker zu schwammen und diese nahmen. Anfangs war das noch spannend, aber nach einiger Zeit war es kaum noch interessant, da die Hoffnung auf einen größeren Fisch immer sehr früh zerstört wurde.

Wer alles schon vorher weiß, der hat weniger Hoffnung, und die ist doch die Basis unseres Hobbies, oder?

Grüße

Ralf
Angeln ist weit mehr als ein Hobby, es ist eine Lebensart.
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Frank.
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Ungelesener Beitrag von Frank. »

Danke herzlich, lieber Ralf!
Wie schön, dass sich nun schon eine einige Dreiheit gefunden hat. Vielleicht hätte ich das Filmchen besser im "Lebenseinstellung"-Forum posten sollen ...

Dein Frank
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Siegfried.
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Ungelesener Beitrag von Siegfried. »

Hallo nochmal,
schließe mich vollkommen an. Stell dir vor das geht wie beim Frauenkauf in gewissen Kreisen "schauen sie sich doch schon mal die Videos von den Schönen an und suchen sich ihre aus, wir reservieren ihnen den Fisch dann bis zum... Preis nach Vereinbarung " :kotz und dann beim guding nicht "11 Uhr der Busch zwei Meter vorhalten" sondern "Kameraposition 2, schauen sie auf den Kontrollmonitor auf meinem Handgelenk". Endlich keine Beschwerden von wegen das Leben ist ein menschliches Verdauungsprodukt, aber es hat eine geile Grafik, dann passt endlich alles zusammen. Das Leben als Film oder der Film als Leben?

Aber in einer Welt, in der Erfolg nur in höher, schneller, größer, mehr gemessen wird, habe ich keine Illusionen. Es wird jemanden geben der zahlt und jemanden der den Zuhälter macht auch. Die Objekte der Begierde fragt ja eh keiner.

Mann wie haben wir es geschafft angesichts der tollen Bilder in so eine Depri zu fallen? Mea culpa :oops:

Alles wird gut

SD
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greypanther
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Ungelesener Beitrag von greypanther »

Hallo,
Frank hat geschrieben:Da hast Du Recht, lieber Siegfried - die "Fishfinder-App" für's iPhone ist wahrscheinlich nur noch eine Frage der Zeit.

Wir machen's auch in Zukunft so wie immer, nicht wahr? Besser nichts fangen als dem Echolot zu Dank verpflichtet zu sein ...
Ja, wo fängt es an und wo hört es auf eine "sportliche" Methode zu sein?
Dem aufmerksamen Beobachter dieses Streifens entgeht nicht, dass der fesche Angler am Ufer des Flusses eben an diese Stelle gelangt ist unter Einsatz eines Fourwheelers, der ihn bis auf Rutenlänge an seinen Angelplatz heran transportiert hat. Ganz ohne körperliche Anstrengung. Deshalb sieht der auch so entspannt beim Fischen aus. Hätte er mit seinem Strampelhöschen und chicker regendichter Jacke einen Fußmarsch von mehreren Stunden zum Angelziel unternehmen müssen, dann wäre sein Gesicht bedeutend angestrengter und der "Funwert" dieser Fischerei deutlich geringer!
Es fängt also an bei der Benutzung von "modernen" Transportmitteln, Rutenmaterial und Kleidung und hört auf, ja wo? Bei der Unterwasserkamera mit GPS-gesteuerter Fischfindeapplikation oder noch wesentlich weiter darüber hinaus (wer weiß, was die zukünftige Technik noch so alles aus seinem Füllhorn schüttet)?
Ich selbst ziehe es in jedem Falle vor, ohne "Fischlupe" zu angeln. Selbst die Verwendung von Polaroids (außer zum Schutz der Augen) halte ich für ein "unlauteres" und sogar kontraproduktives Hilfsmittel (man sieht den steigenden Lachs viel zu früh und schlägt zur Unzeit an. Resultat: viele nur kurz gehakte Fische). Nichts geht über die wundervolle Unsicherheit beim (Lachs)Fischen! Nur wenn der Kapitale urplötzlich und unvermutet an der Leine tobt kann man dieses seltene Ereignis wirklich mit allen Gefühlsnuancen durchleben.
Gruß
Klaus


"Man kann nicht zweimal in den selben Fluss steigen"
Platon (panta rhei)
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