Nymphe auf Äsche - auch wenn sie steigen?!

Fliegenwerfen - wie geht das eigentlich? Wie kann ich meine Leine effektiver ausbringen und Fehler ausmerzen? Was hat es mit den AFTMA-Klassen auf sich? Was sind Spezial- und Trickwürfe? Fragen über Fragen! Hier könnt Ihr Euch gegenseitig helfen.

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Niederbayer
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Ungelesener Beitrag von Niederbayer »

0,12 Fluorocarbon... aber man weiß es ja heutzutage nicht so genau...
Böse Zungen behaupten ja, dass FC auch nur ein ganz normales Monofil mit einer bestimmten Färbung und somit ähnlichen Lichtbrechungszahl wie Wasser ist...
D.h. nicht jedes FC = unsichtbar!

Aber mit 0,12er denke ich - und das zeigt die Erfahrung - ist es noch ziemlich egal ob FC oder nicht, da reagieren die Fische noch nicht so heikell! Außer der Angeldruck am Gewässer ist immens!

Und eine 20er Klinkhammer müsste machbar sein! Danke für den Tipp!
MfG und Petri Heil
Thomas
Da Beppe
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Ungelesener Beitrag von Da Beppe »

Kevin NRW hat geschrieben:Hallo Dieter,
Jedem das seine Wink
,
seh ich genauso,deshalb schreib ich auch meine Meinung dazu :wink:

Natürlich kann man quasi immer mit der Nymphe fischen,wird auch meistens was fangen und wir haben ja alle gelernt das die Fische 80 %+ ihrer Nahrung Unterwasser aufnehmen...
Aber: Falls die Fische steigen sind sie oftmals so auf aufsteigende/schlüpfende Fliegen fixiert das eine dicke Goldkopfnymphe auch mal abgelehnt werden kann.Ich denke man sollte immer offen am Gewässer sein und sich der Situation anpassen und nicht hoffen das sich die Fische der Fliege anpassen...

Herzliche Grüße
Kevin
Naja ich will auch mal bescheiden senfen. Bescheiden deshalb, weil ich erst seit letztem Jahr überhaupt die Fliegenrute schwinge und auch in diesem Jahr erst mit dem Nymphenfischen angefangen habe.

Trotz oftmals schwierigen Situationen - eigentlich habe ich am Weissen Regen in diesem Jahr noch keinen sehr guten Schlupf erlebt - wo man mit Trockenfliege wirklich gut fangen kann - bin ich doch mit der Nymphe für meine bescheidenen Verhältnisse sehr erfolgreich gewesen. Vor allem durch hdidis Tipps zur Nymphenwahl und richtigen Präsentation hab ich unter anderem meine beste Äsche mit 40 cm gefangen. Auch in der letzten Zeit als die Steigperioden sehr unregelmässig kamen hab ich mit kleinen Nymphen sehr gut gefangen - auch direkt neben steigenden Fischen.

Was mich am meisten fasziniert - bin ja noch Greenhorn - war der Umstand, dass man mit 18er Nymphen doch so todsicher hakt und auch ein 46er Aitel locker mal gedrillt und gelandet werden kann ohne dass sich so ein Mikrohäkchen aufbiegt. :D
. . . so vui schee, unser boarisch Hoamadl . . .
Niederbayer
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Ungelesener Beitrag von Niederbayer »

@ Sepp
Da ich sonst nur Gelegenheits-Fliegenfischer war, der nur im Sommer ging, war ich drei Jahre lang ausschliesslich Trockenfliegen-Fischer...
Jetzt gehe ich doch regelmäßig und auch mal im Herbst und bei schlechtem Wetter... und da musste ich zwangsläufig auch auf Nymphen umsteigen!

Schöner ist allerdings das Trockenfischen - noch dazu wenn man jedesmal mit schönen Fischen "belohnt" wird!

Werde aber die Tipps mit den ganz kleinen Ködern ausgiebig testen!

@ Royal Coachman
Kannst Du mir/uns einen Link zu einer October Dun schicken, die würde ich gerne mal sehen, vielleicht auch nachbinden und am Wasser testen?!
MfG und Petri Heil
Thomas
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hdidi
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Ungelesener Beitrag von hdidi »

Niederbayer hat geschrieben:@ Sepp
Jetzt gehe ich doch regelmäßig und auch mal im Herbst und bei schlechtem Wetter... und da musste ich zwangsläufig auch auf Nymphen umsteigen!
Muß aber nicht sein, siehe Dein erstes Thema mit den Reizfliegen.

Und mir immer vorjammern, er habe keine Zeit... :cry:

Was bei Seppi dabei so rauskommt:

Bild
Grüsse aus Roding
Dieter
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Leider kein Link

Ungelesener Beitrag von Royal Coachman »

Hallo Thomas!

Leider gibt es dazu keinen Link, sondern nur eine Bindeanleitung von mir.


Körper: anthrazitfabenes Dubbing, mit Silberrippung, lang und schlank, oder rauher Körperfaden
Flügel: Grizzly Hechelspitzen oder graue Star- oder Krähenfeder
Hechel: Grizzly
Schwanz: kurz, Grizzlyfibern

Du kannst ein wenig schwarzes Dubbing im Bereich setzen, wo die Hechel gewunden wird, das macht Körper, sollte ganz fein sein, Maulwurf z.B.
Fischtipp: Hechel unten etwas kürzen!



Die Fliege ist so einfach, daß sich kaum jemand dafür interessiert.

tight lines
Gebhard
Der immer auf Seiten der Fische steht!
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Thotty
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Ungelesener Beitrag von Thotty »

hey Thomas,

na da warst du ja ein sehr genauer beobachter, der sogenannte "head and tail rise"
ist in der tat bei äschen das absammeln von emergern unter dem
oberflächenfilm und sieht auf den ersten blick aus wie steigen..

denn: ey, da sind ja ringe..

naja.. man sollte schon irgendwie das anbieten, was die fische wollen, ist zumindest meine methode..
und zum thema mini mücken... mir ist es mal passiert, dass ich nach etlichen verpassten "bissen"
gemerkt hatte, dass die fische in wahrheit auf meinen winzigen pitzenbauerring gehen..
das wurde dann die stunde der mini nymphen in größe 24 :wink:

hey @ all

die ominöse "oktober dun", die im englischen auch "large dark olive" genannt wird,
ist an vielen mittelgebirgsgewässern in deutschland oftmals die herbstgeneration der
"baetis rhodani"
wie das aber in österreich ist, kann ich natürlich nicht sagen..

so sieht sie aus

und so kann sie gebunden werden

oder so


grüße
Thorsten
- dry or die -
Bernd Ziesche

Ungelesener Beitrag von Bernd Ziesche »

.
Zuletzt geändert von Bernd Ziesche am 29.07.2013, 06:44, insgesamt 1-mal geändert.
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gespliesste
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Ungelesener Beitrag von gespliesste »

Hallo,

so wie Kevin wechsele ich in so einer Situation immer sofort auf die Trockene. Ich habe immer zwei Spulen in der Tasche, eine mit Trockenvorfach (DT und verjüngtes Monofil) und eine mit Nymphenvorfach (WF und unverjüngtes FC). Ich wechsele lieber die Spule anstatt das Vorfach umzubauen, dauert ca. 2-3 Minuten. Trockenfliegenfischen ist für mich die Königsklasse und da sie ja nur ca. 20% ausmacht, würde ich auch jede Chance nutzen. Ich sehe aber auch am Fluss, dass sich die meisten keine Mühe machen umzubauen und ihre Nymphen unter die steigenden Fische werfen. Ist ja nicht weiter schlimm, aber ich persönlich halte das für eine verpasste Chance. Nymphen kann man ja eigentlich immer.

Äschen verbleiben nie kurz unter der Oberläche zum Absammeln von Nahrung sie kehren grundsäztlich nach dem Stieg zum Standplatz am Grund zurück. Daher muss man bei Äschen auch sehr vorsichitig anschlagen, da sie mit der Fliege im Maul sofort eine 180 Grad Drehung zum Grund machen.

Erfahrene Äschen auf trockene zu fangen ist grosses Kino und da gilt "match the hatch". Ich finde das so ziemlich das spannendste was die Fliegenfischerei am Fluss zu bieten hat. Ich ziehe vor jedem Fischer den Hut der eine +50 cm Äsche auf trokene gefangen hat.
50+ Forellen kann man auch "relativ" einfach mal als Anfänger überlisten.

Mit der Liebe zu den Äschen halte ich es mit Charles Ritz.

"Buckeln", also der Verbleib unter der Oberfläche und das einspippen von Fliegen, meist bei Massenschlüpfen von kleinen Fliegen, beobachtet man eigentlich nur bei Forellen.

Auch wenn Äschen extrem vorsichtig und zart beissen können, so liegt das daran das es entweder ein ruhiger Zug ist oder sie sich ein Stück mit der Strömung kurz unter der Fliege abtreiben lassen und so die Fliege noch mal genau untersuchen.

LG,

Olaf
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Ungelesener Beitrag von Niederbayer »

@ Thotty
Ich hatte gehofft, dass sich zu diesem Thema noch wer meldet, der ähnliche Erfahrungen gemacht hat...
... und was soll ich sagen - ich glaube Du hast getroffen!

Als ich das Bild in Deinem ersten Link gesehen habe - von der "baetis rhodani", war das genau eine der Fliegen, die gestiegen sind... grau, durchsichtig, große Flügel und hinten einen gegabelten Schwanz...

Scheinbar wurden diese Fliegen kurz vor dem Auftauchen noch geschnappt!

Das einzige was mich daran stört ist, dass es heißt diese Fliege steigt im Frühling (und nicht im Herbst)?

P.S.: Gibt es zu dieser Fliege eine detaillierte Bindeanleitung irgendwo... bin noch zu grün hinter den Ohren um das Ding frei Auge zu binden! :oops:
Hab bisher nur die fertigen Bilder mit einer Kurzbeschreibung gesehen! :cry:
MfG und Petri Heil
Thomas
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Ungelesener Beitrag von gespliesste »

Hallo Thomas,

die Beatis Rohdani kommt in fast allen Bächen und Flüssen Mitteleuropas vor (selbst noch bei vermutzen Gewässern) und ist von Frühjahr bis Herbst aktiv. Ist wohl die mit Abstand bedeutendste Eintagsfliege für den Fliegenfischer.
Jedes halbwegs gute Bindebuch bzw. Bindeseite hat wohl eine Bindeanleitung dafür. Wenn du da nicht selbst fündig wirst, so ist das Buch "Entmologie für Fliegenfischer" nach meiner Meinung eine gute Wahl. Es hat allgemein auch viel gute Informationen für das Thema Enthomologie und Imitation von Fliegen.

LG,

Olaf
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Ungelesener Beitrag von Niederbayer »

Hi Olaf,

habe mich bisher tatsächlich nicht sehr stark mit den Insekten an sich beschäftigt!
Habe einfach die meist gängigsten Muster bei mir und probiere!
Da entscheidet meist das Gefühl, was am besten gehen könnte!

Danke für den Buchtipp - hatte über Weihnachten vor mal tiefer in diese Materie einzusteigen!
MfG und Petri Heil
Thomas
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Hallo Freunde !

Ungelesener Beitrag von Royal Coachman »

Hallo Freunde !

Ich bin schon am Wege nach Bad Berka, werde aber dies nachreichen.

freundlchst
RC
Der immer auf Seiten der Fische steht!
Hans.
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Ungelesener Beitrag von Hans. »

Hallo Freunde,
kann bei Äschen überhaupt nicht mitreden.
Wenn Forellen steigen und lange Zeit diverse Trockenfliegen ablehnen, kann eine unter der Oberfläche geführte Nassfliege wunder wirken. Wollte nur daran erinnern, dass es diese neben Trockenfliege, Nymphe und Emerger ja auch noch gibt.
Grüße
Hans
Man muss nicht alles mitmachen...
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