Neue internationale Leitlinien zur Wiederbelebung
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Hans.
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Neue internationale Leitlinien zur Wiederbelebung
Welt online:
Neue internationale Leitlinien zur Wiederbelebung
Von heute an gelten neue internationale Leitlinien zur Wiederbelebung. Sie sind deutlich einfacher als bisher, sodass im Notfall auch Laien die lebensrettenden Schritte vornehmen können. Heinzpeter Moecke, Notfallmediziner und einer der Mitherausgeber der deutschen Fassung, kommentiert: "Wir hoffen, dass nun mehr Menschen die Reanimation im Notfall überhaupt beginnen und dass so pro Jahr ein paar Hundert Menschenleben mehr in Deutschland gerettet werden können." Die "Leitlinien 2010 für Herz-Lungen-Wiederbelebung und kardiovaskuläre Notfallmedizin" wurden ursprünglich von der American Heart Association herausgegeben und sollen die Wiederbelebung für medizinische Laien deutlich vereinfachen.
Das Wichtigste ist, dass sich die Reihenfolge der Erstmaßnahmen geändert hat. Bisher galt die sogenannte A-B-C-Regel für "Airway (Atemwege freimachen), Breathing (Beatmung), Chest compressions (Herzdruckmassage)". Die Herzdruckmassage steht ab heute ganz klar im Vordergrund. Zumindest in den ersten Minuten reicht sie als alleinige Maßnahme. Die Reihenfolge lautet jetzt C-A-B: erst das Herz massieren, dann die Atemwege freimachen und schließlich beatmen.
Die Experten empfehlen, bei Bewusstlosigkeit sofort den Rettungsdienst zu alarmieren, wenn die Atmung ausgesetzt hat oder unregelmäßig ist, und umgehend mit der Herzdruckmassage zu beginnen. Wer allein vor Ort und nicht in der Herz-Lungen-Wiederbelebung geschult ist, sollte nur eine kräftige und schnelle Herzmassage in der Mitte des Brustkorbes durchführen und die restlichen Schritte den später hinzukommenden Rettungskräften überlassen. Dabei sollte der Brustkorb bei einem Erwachsenen mindestens 100 Mal pro Minute mindestens fünf Zentimeter tief eingedrückt werden, bei Säuglingen dagegen nur vier Zentimeter. Die Herzmassage hilft auch ohne Beatmung, weil in den ersten Minuten der Bewusstlosigkeit Lungen und Blut noch ausreichend viel Sauerstoff haben, um die lebenswichtigen Organe zu versorgen.
Das sollte man wissen,
meint Hans.
Neue internationale Leitlinien zur Wiederbelebung
Von heute an gelten neue internationale Leitlinien zur Wiederbelebung. Sie sind deutlich einfacher als bisher, sodass im Notfall auch Laien die lebensrettenden Schritte vornehmen können. Heinzpeter Moecke, Notfallmediziner und einer der Mitherausgeber der deutschen Fassung, kommentiert: "Wir hoffen, dass nun mehr Menschen die Reanimation im Notfall überhaupt beginnen und dass so pro Jahr ein paar Hundert Menschenleben mehr in Deutschland gerettet werden können." Die "Leitlinien 2010 für Herz-Lungen-Wiederbelebung und kardiovaskuläre Notfallmedizin" wurden ursprünglich von der American Heart Association herausgegeben und sollen die Wiederbelebung für medizinische Laien deutlich vereinfachen.
Das Wichtigste ist, dass sich die Reihenfolge der Erstmaßnahmen geändert hat. Bisher galt die sogenannte A-B-C-Regel für "Airway (Atemwege freimachen), Breathing (Beatmung), Chest compressions (Herzdruckmassage)". Die Herzdruckmassage steht ab heute ganz klar im Vordergrund. Zumindest in den ersten Minuten reicht sie als alleinige Maßnahme. Die Reihenfolge lautet jetzt C-A-B: erst das Herz massieren, dann die Atemwege freimachen und schließlich beatmen.
Die Experten empfehlen, bei Bewusstlosigkeit sofort den Rettungsdienst zu alarmieren, wenn die Atmung ausgesetzt hat oder unregelmäßig ist, und umgehend mit der Herzdruckmassage zu beginnen. Wer allein vor Ort und nicht in der Herz-Lungen-Wiederbelebung geschult ist, sollte nur eine kräftige und schnelle Herzmassage in der Mitte des Brustkorbes durchführen und die restlichen Schritte den später hinzukommenden Rettungskräften überlassen. Dabei sollte der Brustkorb bei einem Erwachsenen mindestens 100 Mal pro Minute mindestens fünf Zentimeter tief eingedrückt werden, bei Säuglingen dagegen nur vier Zentimeter. Die Herzmassage hilft auch ohne Beatmung, weil in den ersten Minuten der Bewusstlosigkeit Lungen und Blut noch ausreichend viel Sauerstoff haben, um die lebenswichtigen Organe zu versorgen.
Das sollte man wissen,
meint Hans.
Man muss nicht alles mitmachen...
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Maggov
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Re: Neue internationale Leitlinien zur Wiederbelebung
Hallo Hans,Hans. hat geschrieben: Dabei sollte der Brustkorb bei einem Erwachsenen mindestens 100 Mal pro Minute mindestens fünf Zentimeter tief eingedrückt werden, bei Säuglingen dagegen nur vier Zentimeter.
ein ernstes Thema deshalb bitte ich Dich mir diese Spitze trotzdem nicht krumm zu nehmen:
Dies Zahl kann nicht stimmen dass sind ja fast 2 Drücker pro Sekunde. Respekt!
Ich fand die Aussage eines Sanitäters sehr treffend: Wenn der betreffende keinen Puls mehr hat dann ist er tot - man kann also nichts falsch machen, man kann es nur besser machen.
Das hat mir die Angst etwas falsch zu machen etwas genommen.
LG
Markus
- Frank.
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Re: Neue internationale Leitlinien zur Wiederbelebung
Doch, mein Lieber! Schau mal hier: http://www.youtube.com/watch?v=uv7JeAXp6_E - allerdings habe ich damals (als ich Zivildienst als Rettungssanitäter gemacht habe) gelernt, dass man das nur maximal 30 Mal tut, bevor man pausiert.Maggov hat geschrieben:Dies Zahl kann nicht stimmen dass sind ja fast 2 Drücker pro Sekunde
Dein Frank
Das sind Deine Beobachtungen, mein Lieber, andere haben andere Beobachtungen gemacht.
Franz Kafka
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Hans.
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Hallo Markus,
ich würde ohne jeden Zweifel davon ausgehen, dass die Angaben stimmen. Der vorausgehende Aufwand für das Festlegen einer Leitlinie in der Medizin ist unvorstellbar groß, weil sich Mediziner daran orientieren sollen, oft auch orientieren müssen. Es gibt Leitlinien für viele medizinische Fachbereiche. Wer als Mediziner nicht leitliniengerecht handelt hat im Streitfall mit dem Patienten, aber auch im Streitfall mit der Krankenversicherung, die vielleicht deshalb die Kosten nicht übernehmen will, sehr schlechte Karten.
Derartige Leitlinien sind immer der nach alles Seiten x-fach abgesicherte aktuelle Stand der Medizin.
Grüße
Hans
Hier übrigens der Link zum Original:
http://www.grc-org.de/leitlinien05/cat_ ... inien-2010
ich würde ohne jeden Zweifel davon ausgehen, dass die Angaben stimmen. Der vorausgehende Aufwand für das Festlegen einer Leitlinie in der Medizin ist unvorstellbar groß, weil sich Mediziner daran orientieren sollen, oft auch orientieren müssen. Es gibt Leitlinien für viele medizinische Fachbereiche. Wer als Mediziner nicht leitliniengerecht handelt hat im Streitfall mit dem Patienten, aber auch im Streitfall mit der Krankenversicherung, die vielleicht deshalb die Kosten nicht übernehmen will, sehr schlechte Karten.
Derartige Leitlinien sind immer der nach alles Seiten x-fach abgesicherte aktuelle Stand der Medizin.
Grüße
Hans
Hier übrigens der Link zum Original:
http://www.grc-org.de/leitlinien05/cat_ ... inien-2010
Zuletzt geändert von Hans. am 20.10.2010, 13:14, insgesamt 1-mal geändert.
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Marco Reisen
CPR -Cardiopulmonale Reanimation
Lieber Hans,
Dies wird seit 2006 im Rettungsdienst angewendet, und ist beileibe nicht neu!
Des weiteren werden 30 Druckmassagen gemacht, ausgehend von einem Erwachsenen, danach wird 2x Beatmet. Dieser Zyklus wird bei dem Ersthelfer solange weitergeführt bis Fachpersonal vor Ort ist. Dieses Fachpersonal handelt dann nach vorgegeben Algorithmen die ein Austauschen des "Drückenden" in einem Zyklus vorsieht. Viele meinen das "Richtiges" Drücken nicht Anstrengend sei, macht dies mal 10 min bis zb. der Notarzt eintrifft, da kommt ihr alleine mächtig ins Schwitzen, außerdem läßt die kraft nach und die Freq. ist nicht mehr zu halten.
Die Frequenz beträgt bei einem Erwachsenen ca. 100
Bei einem Säugling wird von Rettungsdienstlichen Personal meist immer noch 15x2 angewendet. Dabei wird auch Initial direkt 5x Beatmet.
Die Reanimation zb. bei einem 1 Monatigen Säugling(bis28tage) sieht schon so aus als ob man mit 2 Fingern Morsen tut. Immerhin hat ein Säugling eine Atemfrequenz von ca.40-60 ein Erwachsener von 12-15, und die Herzfreq. liegt beim Säugling bei ca 100-140.
Das ist schon ein gewaltiger Unterschied
EGAL was der Ersthelfer macht, Hauptsache er MACHT etwas und steht nicht fragend daneben !!!!!
TL
Marco
Dies wird seit 2006 im Rettungsdienst angewendet, und ist beileibe nicht neu!
Des weiteren werden 30 Druckmassagen gemacht, ausgehend von einem Erwachsenen, danach wird 2x Beatmet. Dieser Zyklus wird bei dem Ersthelfer solange weitergeführt bis Fachpersonal vor Ort ist. Dieses Fachpersonal handelt dann nach vorgegeben Algorithmen die ein Austauschen des "Drückenden" in einem Zyklus vorsieht. Viele meinen das "Richtiges" Drücken nicht Anstrengend sei, macht dies mal 10 min bis zb. der Notarzt eintrifft, da kommt ihr alleine mächtig ins Schwitzen, außerdem läßt die kraft nach und die Freq. ist nicht mehr zu halten.
Die Frequenz beträgt bei einem Erwachsenen ca. 100
Bei einem Säugling wird von Rettungsdienstlichen Personal meist immer noch 15x2 angewendet. Dabei wird auch Initial direkt 5x Beatmet.
Die Reanimation zb. bei einem 1 Monatigen Säugling(bis28tage) sieht schon so aus als ob man mit 2 Fingern Morsen tut. Immerhin hat ein Säugling eine Atemfrequenz von ca.40-60 ein Erwachsener von 12-15, und die Herzfreq. liegt beim Säugling bei ca 100-140.
Das ist schon ein gewaltiger Unterschied
EGAL was der Ersthelfer macht, Hauptsache er MACHT etwas und steht nicht fragend daneben !!!!!
TL
Marco
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Philzlaus
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Ich bin bei uns in der Bank einer der Ersthelfer und hab eine eigene Ersthelferschulung gemacht und kann selbiges berichten. Selbst wenn man sich die Beatmung nicht zutraut sollte man das Herz massieren da man durch das drücken und heben vom Brustkorb ohnehin Luft in die Lungen drückt. Und man sollte das sehr fest tun auch wenn die eine oder andere Rippe bricht. Im Regelfall 30 mal dann einmal beatmen. Von einer Frequenz von 100mal pro Minute gabs bei uns nix. Im Gegenteil es wurde uns gesagt nicht zu schnell. In etwa, pro sekunde einmal drücken.
gruss
Philipp
Philipp
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Hans.
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Liebe Freunde,
ich hätte nicht gedacht, hier überhaupt Antworten zu diesem Thema zu bekommen, weil es m.E. eigentlich garnichts zu diskutieren gibt. Logisch gab es schon immer Regeln zur Wiederbelebung. Wir haben alle auch mal einen Kursus gemacht und dieses und jenes gehört oder vielleicht sogar schon getan. Ist ja auch alles wunderbar so.
Aber neue Erkenntnisse führen zu neuem Handeln: Mir ging es nur darum darauf hinzuweisen, dass es ganz aktuell eine neue Leitlinie gibt, nach der jeder ab sofort Verfahren sollte. Was es mit Leitlinien in der Medizin auf sich hat, habe ich schon geschrieben.
In diesem Sinne: altes Wissen raus, neues Wissen rein!
Grüße
Hans
ich hätte nicht gedacht, hier überhaupt Antworten zu diesem Thema zu bekommen, weil es m.E. eigentlich garnichts zu diskutieren gibt. Logisch gab es schon immer Regeln zur Wiederbelebung. Wir haben alle auch mal einen Kursus gemacht und dieses und jenes gehört oder vielleicht sogar schon getan. Ist ja auch alles wunderbar so.
Aber neue Erkenntnisse führen zu neuem Handeln: Mir ging es nur darum darauf hinzuweisen, dass es ganz aktuell eine neue Leitlinie gibt, nach der jeder ab sofort Verfahren sollte. Was es mit Leitlinien in der Medizin auf sich hat, habe ich schon geschrieben.
In diesem Sinne: altes Wissen raus, neues Wissen rein!
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Re: CPR -Cardiopulmonale Reanimation
Hallo Marco,Kyllfischer hat geschrieben:Lieber Hans,
Dies wird seit 2006 im Rettungsdienst angewendet, und ist beileibe nicht neu!
Marco
würde mich nur mal interessieren: Welcher Rettungsdienst handelt seit 2006 nach C-A-B statt A-B-C im Sinne der neuen Leitlinien?
Danke und Grüße
Hans
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Hans.
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Hallo Philzlaus,Philzlaus hat geschrieben:Ich bin bei uns in der Bank einer der Ersthelfer und hab eine eigene Ersthelferschulung gemacht und kann selbiges berichten. Selbst wenn man sich die Beatmung nicht zutraut sollte man das Herz massieren da man durch das drücken und heben vom Brustkorb ohnehin Luft in die Lungen drückt. Und man sollte das sehr fest tun auch wenn die eine oder andere Rippe bricht. Im Regelfall 30 mal dann einmal beatmen. Von einer Frequenz von 100mal pro Minute gabs bei uns nix. Im Gegenteil es wurde uns gesagt nicht zu schnell. In etwa, pro sekunde einmal drücken.
ich finde es jetzt etwas mühselig, darauf zu antworten. Ich habe eigentlich alles schon dazu geschrieben, siehe oben.
Es gibt Dinge, die sich im Leben eines Menschen auch mal ändern
Grüße
Hans
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