Alles rund um Stärken & Schwächen, Marken, Klassen, Aktionen u.s.w. der für unser Hobby unverzichtbaren "Gerten" und "Schnuraufwickler". Du hast allgemeine oder spezielle Fragen, gute oder schlechte Erfahrungen zu bestimmten Gerätschaften mitzuteilen? Hier ist Platz dafür und Du bekommst die Antworten, die Du suchst...
ich habe die letzte 3 Jahren mehr und weniger erfolgreich auf Forelle & Co gefischt.
Jetzt möchte ich am Tegernsee auch auf Hecht fischen und hatte mich schon fast entschlossen eine 1 Hand Hechtrute zu kaufen (#8-#9)
Nächstes Jahr fahre ich aber 2 Wochen nach Schottland zum fischen und habe mich überlegt, nachdem ich eine 2 Handkurs mache, neben Forellen auch auf Lachs zu fischen.
Und Ihr könnt schon vorstellen was kommt...
Macht es Sinn eine 8/9 Zweihand (lpXE / Winston usw...) zu kaufen, und diese gleich zum Hechtfischen zu nehmen...oder ist das Unsinn...
Ich glaube ein Schusskopfsystem wäre die beste Lösung...
Meistens werde ich vom Boot am Tegernsee fischen...und vielleicht geht auch mal in die Maifliegenzeit eine Seefo her...
Ich habe ein 10er Lacie schon mal probe-geworfen, und echt relaxed ist das nicht den ganzen Tag...
Klar kannst Du eine Zweihandrute auch für den Hecht verwenden - ich stand vor einiger Zeit vor dem gleichen Problem (allerdings nicht wegen des Hechtes, weil ich auf den nicht angle) und habe mich letztendlich für eine 8/9-er Zpey entschieden. Muss man halt brav üben um erfolgreich zu werfen...
... auf Hecht würde ich Dir zu einer Einhandrute raten, insbesondere vom Boot aus...denn die kannst Du auch sitzend im Boot werfen.
Was die Klasse an geht würde ich Dir zu einer #9 oder sogar #10 anraten...aus Erfahrung. Die Größe/ das Gewicht kannst Du nicht beeinflussen.
Ich habe im Kaitum in Lappland gefischt. Hauptsächlich auf Äsche und Forelle. Eines Mittags hab ich mir dann gedacht dass ich auf den See (der Kaitum verbreitert sich dort auf ca 1.500 Meter) und probierst auf Hecht. Mangels #7 oder #8, die waren daheim geblieben, nahm ich meine 10er. Ich bin dann raus gefahren, fand eine Stelle wo der Grund abfiel. Ok, weißen Streamer dran und raus damit. Habe den Streamer absinken lassen. Tja...dann wollte ich den Streamer einzupfen...Mist...Grund...nix bewegte sich...da saß ich dann da. Der Streamer saß am Grund, meine Rute nicht lang genug um zum Lösen mit dem Spitzenring heran zu kommen. Die ganze Zeit...so 5 Minuten saß ich da, Schnur gespannt, den Streamer versuchend zu lösen. Dann glaubte ich meinen Augen nicht...es wurde mir Schnur von der Rolle gezogen.
Gut...was soll ich noch sagen. Nach 35 Minuten und einem Tennisarm hatte ich die Hechtdame endlich oben. Sie wollte verdammt nicht hoch. Noch 3 wilde Fluchten dann ergab sie sich...Sie wog 20 Pfund und war 120 cm lang...
Mit einer 8er bezweifle ich, dass das gut gegangen wäre. Schnur kappen, Hecht verludert oder Rute dahin...nein, das will ich auf keinen Fall riskieren. Die meisten Hechtprofis fischen auch eine 10er (siehe einer der letzten "Fliegenfischen")
stimmt, für Hecht braucht man ab und zu etwas kräftiges...
Habe da Erfahrung beim schleppfischen auf Hecht am Starnberger See...
Aber du sprichst genau das an, was ich "befürchtet" habe...im Boot mit eine 2 Hand Rute... eigentlich müsste man im Sitzen doch auch gut "snappen" können, allein schon wegen der Länge der Rute...420 cm...
Jemand Erfahrung mit 2 Hand im Boot...?
Die Schotten "schleppen" oder werfen doch auch vom Boot...auf Lachs...?
..oder driften die nur...?
vielleicht könnte ein Switch-Rute, also eine Art Hybrid zwischen Ein- und Zweihand, eine Lösung für dich sein - damit kommt man auch im Boot gut zurecht, denke ich mal.
Ich hab' mir selbst vor kurzem eine angeschafft und noch nicht so viele Erfahrungen damit sammeln können, aber vielleicht stöberst du im Netz (und hier im Forum) ein wenig herum. Bei youtube gibt es auch jede Menge Videos zu Switch Rods, so dass du einen Eindruck gewinnen kannst.
Dein Frank
Das sind Deine Beobachtungen, mein Lieber, andere haben andere Beobachtungen gemacht.
Franz Kafka
ich glaube nicht, dass du eine Rute finden wirst, die sich wirklich sowohl zum Lachsfischen als auch zum Hechtfischen sehr gut eignet. Auch die Schnüre / Schußköpfe sind sehr verschieden.
Zum Lachsfischen ist eine 12'6" bis 14' Rute mit einem Schußkopfgewicht von 30 bis 35 Gramm und einem passenden Skandi-Schußkopf universell einsetzbar.
Fürs Hechtfischen ist das suboptimal. Da brauchst du eher eine kräftige Einhandrute mit einer Schnur mit einer kurzen wuchtigen Keule. Damit kannst du gut vom Boot, vom Ufer und auch watend auf Hecht fischen. Da du den Streamer meistens bis kurz vor die Füße einstrippst, ist dieses Tackle wesentlich praxistauglicher als eine lange Zweihandrute mit langem Schußkopf.
Dass du eine #10 brauchst würde ich nicht unterschreiben, auch nicht, dass die meisten "Hechtprofis" standartmäßig damit fischen. Auch beim Hechtfischen richtet sich die Wahl der Schnurklasse nach der Größe der Fliegen, nicht nach der Größe der Fische. Mit einer achter Einhandrute werden Steelheads, Silberlachse, Stachelmakrelen und Striper bezwungen, alles Fische, die es an Stärke und Ausdauer mit einem Hecht sehr wohl aufnehmen. Man muß sich nur trauen, das Potential der Rute im Drill auch wirklich auszunutzen. Kleinere bis mittlere Hechtstreamer, die sich nicht sehr mit Wasser vollsaugen, kannst du gut mit einer achter Rute fischen. Die ist dann auch recht universell einsetzbar, zum Beispiel auch zum Meerforellenfischen, auf Pazifiklachs (außer Kings) oder zum Salzwasserfischen auf Bonefish, Bluefish, Striper, Pollak, Wolfsbarsch etc.. Eine 10er Rute zum Hechtfischen würde ich nur für Riesenstreamer im Freiwasser oder für sehr windige Tage an den Bodden einsetzen.
Bei einer Switch-Rute kannst du Gefahr laufen, dass sie zu kurz zum Lachsfischen und zu unhandlich zum Hechtfischen ist.
Ich würde dir empfehlen, kaufe dir für die Fischerei an der dir mehr gelegen ist etwas kompromisslos Gutes und für die andere Fischerei etwas preisgünstiges Brauchbares!
zuerst mal danke, das macht alles sehr viel Sinn..
Ich werde bestimmt mehr zum Hechtfischen kommen und nur 1 Mal im jahr (in Zukunft) zum Lachs deshalb wollte ich es kombinieren.
Ich fahre nach Nord-Schottland an kleinere Spät-Lachs-Flüsse...also könnte ich dort nicht einfach mit einem Einhand 9er fischen...oder lachen die mir dann alle aus... ?
Sorry für die viele Fragen, aber mein Budget reicht nicht für beides... sonst lass ich die Lachse gut sein...und schau ob ich Mefos erwische oder nur auf Brownies gehe...Sollen ja auch schöne Lochs da oben sein.
Forelleke hat geschrieben:Ich fahre nach Nord-Schottland an kleinere Spät-Lachs-Flüsse...also könnte ich dort nicht einfach mit einem Einhand 9er fischen...oder lachen die mir dann alle aus... ?
Du kannst grundsätzlich auch mit einer Einhandrute auf Lachs fischen. Die Frage ist nur, hast du genügend Rückraum für Überkopfwürfe, bzw. kommst du mit einer Einhandrute und halbwegs weiten Switch Casts klar?
Auch da dürfte eine achter Rute ausreichen. - Und vergiß die Salzwasserfischerei mit Streamer in Schottland nicht!
Eine kräftige 8er Einhand mit ordentlicher Rolle ist wirklich super-Allround, vielleicht bräuchte man aber auch noch eine 9er auf Hecht, wegen der etwas voluminöseren Fliegen. 10er finde ich ein bisschen overkill ausser vielleicht eine 9er mit 10er Schnur zu overlinen (was ein wenig auf BassBug/Pike Taper hinkommt)
Die Zweihand kann man sich dann ja noch zulegen, wenn man sie wirklich braucht.
Also ein bisschen Werbung: Die Rutenserien von TFO sind für ihr Geld hervorragend und ich fische viele davon insbesonders im Meer (Florida), schonungslos!!!!!
Echo kenn' ich weniger gut, höre aber auch nur Kudos, also Lobgesang im identischen Preissegment!
jetzt sehe ich ja eine gute Lösung... eine Salzwasserbeständige 8-9 er Rute
mit Schusskopfsystem...
..mit noch etwas mehr Übung muss das doch auch am Fluss funktionieren..
und auf Mefos im Norden muss auch mal probiert werden..
ud Schottland im Meer ??? Ende August Anfang September... muss ich mal die Suchfunktion benützen...oder kannst du mir so ein Hinweis geben...
ich war als Kind mit meinen Eltern in Schottland. Das ist natürlich schon ein zwei Tage her...
Aber damals hatte ich Pollaks und Makrelen an der Atlantikküste mit der Spinnrute gefangen. Wie hoch in den Norden die Sea Bass kommen, weiß ich nicht. Und in FlyFishing&FlyTying war mal ein sehr interessanter Artikel über Meerforellenfischen an der Küste der Shetlands...
Ich würde einfach mal ein paar Clouser Minnows oder Deceiver mit einer Sinkschnur von ein paar geschützten Felsen wässern.
Also werde ich mich nach einem 8 (oder 9er) rute umschauen...
Am besten etwas länger zum switchen...9,6´
Eine 10´BoronIIx ist wahrsheinlich zu anstrengend um einhandig zu werfen...
Jemand ein Vorschlag... BoronII, Z-ais oder Guideline LPX...?
Achim, ich denke was die Rutenklasse angeht sollte auch das Wohl des Fisches unbedingt beachtet werden. Sicher, für einen Halbwüchsigen reicht eine 8er Rute...nur was ist, wenn ein Kapitaler zupackt! Und der geht auch auf kleinere Streamer wie "mein" U-Boot, welches ich "hochpumpen" mußte. Da hätte ich gerne denjenigen gesehen der diesen Hecht an einer 8er gehakt hätte. DAS hätte ehrheblich mehr als 35 Minuten gedauert...und den Fisch gequält!!!!!!
Ich finde es unverantwortlich nicht alle Unwägbarkeiten bei Großfischfang zu kalkulieren. Und was Deine Meinung bezüglich der Profis angeht...frag mal Barry Reynolds was er zu Rutenklasse bezüglich Hecht sagt ... und er wird Mister Pike genannt!
Das ist meine unbedeutende Meinung...und nur meine...