Na, dann Waidmanns Heil, Nimrod in spe Jürgen!
Jagen und insbesondere Fliegen- und/oder Spinnfischen haben sehr viel gemeinsam: Beides ist Pirsch, und die restliche Angelei ist mit Ansitzjagd zu vergleichen. Für die Treibjagd allerdings gibt es beim Fischen keine Entsprechung.
Ich habe vor gut über 30 Jahren beide Scheine zu gleicher Zeit gemacht und es ergab sich, daß der Vereinsvorsitzende des Angelvereins, der den Fischervorbereitungskurs durchführte, auch Jagdpächter war, der mir meinen ersten Bock nach bestandener Jägerprüfung in Aussicht gestellt hatte. Nach 24 Ansitzen fiel der dann auch und hatte den Schuß nicht mehr gehört (der Bock!).
In der Tat war ich im Anschluß an die Prüfungen häufiger auf der Jagd als beim Fischen, aber das war mehr durch berufliche Inanspruchnahme begründet.
Und als ich mit zunehmendem Alter merkte, daß es mir körperliche Probleme bereitete, das erlegte Wild aus dem Unterholz zu bergen (das ist im allgemeinen der Zeitpunkt, an dem man der Jagd den Rücken zukehren sollte), bin ich einmal mehr zum Feindbild für die Fische geworden.
Aber die durch Lernstoff und Ausübung erworbene Erfahrung möchte ich nicht missen (und die Neugier war der eigentliche Antriebsmotor für die Vorbreitungen zur Prüfung). Neben dem Genuß der Naturerlebnisse des Jagens und Hegens (im Wasser wie auch zu Lande) steht man sehr viel emotionsloser und sachlicher den manchmal verschrobenen Argumenten von Tier-und anderen Schützern gegenüber.
Und wenn mir das Waten dermaleinst zu beschwerlich oder gefährlich werden sollte, dann habe ich auch vor Karpfen-Camping keine Angst!
Also: Mach' das! Dein Leben wird doppelt so intensiv werden.
Petrimanns Heil!
Dein Freimut