Hallo Fischerfreunde!
Erst mal ein herzliches Hallo an alle - ist schließlich mein erster Post im Forum nach langem Mitlesen. Ich habe die gesamte Diskussion gelesen und möchte nun auch meinen Teil dazugeben.
Vorweg - ich fische im Oberbayrischen und ja hier gibts reichlich Kormorane (und Gänsesäger dazu!).
Lehnt euch mal zurück und stellt euch vor, wir das Tun eines Fischers wahrgenommen wird. Nur mal einige (Unter-)Punkte auf einer langen Negativliste:
1. Besatz
- fördert Raubbau an "Minderfischen" für Futtermittel (was Kormorane ins Binnenland treiben könnte)
- füttert die Vögel (siehe Äschenprogramm und Gänsesäger)
- verwässert Arten (Bachforelle

)
2. Angelreisen
- Erschließung von Naturräumen rein für die Fischerei (!)
- CO2 usw (kommt in entsprechenden Kreisen gar nicht gut)
- Norwegen, Stichwort Gefriertruhenangelei
- Big Game
3. C&R
- Diskussion "was wäre dem Fisch lieber gewesen", für den Aussenstehenden ist der Fall klar: am liebsten wäre der Fisch gänzlich in Ruhe gelassen worden...
Und zu solchen Punkten müssen nicht noch "Vernichtungsphantasien" den Kormoran betreffend dazukommen. Eher wäre es schön wenn man sich um den Erhalt der Gewässer kümmern würde. Es passiert hier schon viel, ich glaube aber nicht, dass hier schon alle Register gezogen wurden. Insbesondere werden diese Aktionen viel zu wenig publiziert und haben zu wenig Wirkung auf die öffentliche Wahrnehmung der Fischerei.
Noch etwas - nein der Kormoran wird die Äsche (oder andere Fischarten) nicht ausrotten. Es bleiben immer Restbestände in einem Gewässersystem, die eine Wiederbesiedlung sicherstellen. Eher stellt sich die Frage, ob wir Fischer mit so einer Situation umgehen können/wollen/müssen. Unsere Aufgabe sollte es sein diese Restpopulationen zu hegen (Strukturmaßnahmen - Beobachtung) und die Wiederbesiedlung zu ermöglichen (Durchgängigkeit - Neubesatz aus heimischem Material). Alles Andere macht uns angreifbar (teilweise zurecht) und wird keinen dauerhaften Nutzen bringen.
Gruß
Florian