Saison 2011, 1. Tag.
Moderatoren: Maggov, Forstie, Michael., Olaf Kurth
- Joerg Giersbach
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Hardy
moin moinFrank. hat geschrieben:Möönsch, Hardy, alter Freund - jetzt wirste aber so richtig hinter den Ohren gekrault!
Geht es schon besser?
Wenn nicht, sag Bescheid! Ich habe am Sonntag gleich zwei schöne Forellen aber so was von versaubeutelt ...
Dein Frank
Ja, es ist ein schönes Gefühl, nicht alles Elend der Fliegenfischerei allein auf meinen schmalen Schultern tragen zu müssen.
Am Samstag werde ich das Ganze noch einmal in der Männerselbsthilfegruppe anlässlich Rolf Renells EFFM thematisieren.
Wenn ich dann noch die Gelegenheit finde, auf Olafs Vorschlag einzugehen, seine geheime Ederstrecke zu befischen, scheint mir vollständige Heilung meiner Psyche greifbar!
Hach, die Welt kann so schön sein..
Groetjes
Hardy
- Joerg Giersbach
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Siegfried.
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Hallo ihr Glücklichen,
ihr könnt euch euren Misserfolg wenigtens selbst zuschreiben und auf Beserung hoffen. Ich konnte dieses Jahr zum wiederholten Mal nur "Nachlese" hinter dem schwarzen Vogel halten. Am einen "Naturgewässer" mit 2 ausgewachsenen Fliegenleuten 8 Bachf. < 18 cm, 3 ca. 26 cm davon 2 mit Schnabelmarken. Am anderen, städtischen Gewässer kein Mittelbau (25 -35 cm = 0, bis auf 2 eindeutig "Nach"Besatz), immerhin 1 ca. 48 cm und die obligatorische Große gearde so viel Kontakt um zu zeigen, dass sie seit dem letzten Jahr noch mal zugelegt hat. Ende vom Fischen wegen Bruch der Rute direkt unter dem Spitzenring, nicht vom Fisch, nur so.
Aber der Westfale ist bekanntlich stur, und die Leidensfähigkeit des Ruhries (auch des Gelernten) ja angeblich unbegrenzt, werde es also am Sonntag erneut versuchen, mir den Frust abzuholen.
Petri im Siegerkranz (wg. Verwechslungsausschluss)
Siegfried
PS. @Jörg, soll keine Kritik sein oder Neid, zumindest auf dem Foto sehen die beiden unteren Fische aber auch ziemlich nach "Nachbesatz" aus.
ihr könnt euch euren Misserfolg wenigtens selbst zuschreiben und auf Beserung hoffen. Ich konnte dieses Jahr zum wiederholten Mal nur "Nachlese" hinter dem schwarzen Vogel halten. Am einen "Naturgewässer" mit 2 ausgewachsenen Fliegenleuten 8 Bachf. < 18 cm, 3 ca. 26 cm davon 2 mit Schnabelmarken. Am anderen, städtischen Gewässer kein Mittelbau (25 -35 cm = 0, bis auf 2 eindeutig "Nach"Besatz), immerhin 1 ca. 48 cm und die obligatorische Große gearde so viel Kontakt um zu zeigen, dass sie seit dem letzten Jahr noch mal zugelegt hat. Ende vom Fischen wegen Bruch der Rute direkt unter dem Spitzenring, nicht vom Fisch, nur so.
Aber der Westfale ist bekanntlich stur, und die Leidensfähigkeit des Ruhries (auch des Gelernten) ja angeblich unbegrenzt, werde es also am Sonntag erneut versuchen, mir den Frust abzuholen.
Petri im Siegerkranz (wg. Verwechslungsausschluss)
Siegfried
PS. @Jörg, soll keine Kritik sein oder Neid, zumindest auf dem Foto sehen die beiden unteren Fische aber auch ziemlich nach "Nachbesatz" aus.
Fische sind zu schöne Geschöpfe um nur einmal bewundert zu werden
- Frank.
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Lieber Hardy, alte Mütze, ich hatte es ja versprochen: Folgend ein kurzer Bericht von meinem Auftakt 2011:
Schon bei einem Spaziergang in der späten Schonzeit hatte ich an meinem Lieblingsfluss ein Ziel meiner Begierde ausgemacht: Bei einem der Winterhochwasser hat es eine Mordspappel umgehauen; direkt an einem Prallufer hängt nun ein gewaltiger Wurzelstock ins Wasser, und dahinter hat sich ein sehr, sehr schönes Loch gebildet: ca. 1,50 m tief, von einem kräftigen Kehrwasser durchspült, überdacht - herrlich. Das Wasser ist klar wie im Aquarium, und deshalb sieht man auch sehr genau, wie dort tief unten im Gumpen zwei Bachforellen der Klasse 40+ herumdümpeln, die nicht viel mehr tun müssen, als das aufzusaugen, was das Kehrwasser so alles bringt.
Dort wollte ich beginnen. Da das recht lange Prallufer etwas heikel ist, hatte ich mir sorgfältig eine Stelle ausgesucht, um ins Wasser zu kommen; von oben lassen sich die Fische unmöglich anwerfen. Ungefähr drei, vier Meter flussauf vom Wurzelstock konnte ich in perfekter Deckung dort ins noch flache Wasser steigen - gaaanz vorsichtig, damit sich kein Stein löst und herunter plumpst. Wenn ich dann die Nymphe in die Flussmitte - - - ein bisschen menden - in den Sog des Kehrwasser hinein ziehen lassen: Kann gar nicht schief gehen, dieser geniale Plan!
Vor dem Abstieg, noch ein Stück vom Ufer entfernt, war alles fertig präpariert. Schnur abgezogen und in Schlaufen in der Linken und - vor allem! - meine Herzallerliebste zu einem großen Spaziergang verabschiedet. Und darauf geachtet, dass der eine unserer beiden Hunde, der ein richtiges Wasserschwein ist, angeleint ist. Denn sonst geht er gerne mal spontan mit mir ins Wasser, und bei 64 cm Ristmaß und 39 Kilo Muskelmasse wirkt das gelegentlich etwas verstörend auf die ortsansässigen Salmoniden.
Ins Wasser steige ich also erst, wenn Frau und Hunde um die nächste Biegung verschwunden sind. Besser ist das. Bei Maggy weiß man nie, ob ihr nicht eine spontane Idee in den Kopf schießt.
ALs die Luft also rein ist, mache ich mich an den Abstieg, mit äußerster Vorsicht. Und das klappt! Kein Stein kullert herunter, kein Sand rieselt, unten angekommen findet mein linker Fuß - - - irgendetwas Schlammiges - - - das wie Glatteis und Schmierseife zusammen - - - SCHLIDDER - - - rechter Fuß hinterher - - - das macht es auch nicht besser: Wie Chaplin auf Bananenschalen wetze ich vier, fünf Schritte auf der Stelle, werfe die Beine hoch nach vorne in die Luft, hebe ab, und platsche wie ein Walross mit dem Hintern ins Wasser, erschreckend weit vom Ufer entfernt.
Gut, nix weiter passiert.
Das Steßbein ragt mir zwar unter dem Hemdkragen aus dem Rücken hervor, ein paar innere Organe haben offenbar ihre Lage verändert, aber im Großen und Ganzen sind Mensch und Rute heile.
Die Forellen auch, nehme ich mal an. Aber jedenfalls sind sie jetzt ganz woanders ...
Gut drei Stunden später bin ich wieder da. Ich habe sogar ein paar Fische gefangen (bis auf zwei Mitdreißiger sind sie mir aber, ungeschickt wie ich bin, beim Abhaken entkommen), aber eigentlich fehlt mir noch eine der beiden Großen, um den Tag perfekt abzurunden. Vorsichtiges spähe ich: Ja, sie sind wieder da und haben den Schock offenbar überwunden.
Dies Prallufer mit der schleimigen Glitschfalle betrete ich garantiert nie wieder. Diesmal nehme ich mir die Fische von flussabwärts vor, mit einem weiten Wurf, so dass sie mich nicht sehen werden (denn sie stehen natürlich verkehrt herum im Kehrwasser und blicken genau in meine Richtung).
Gesagt, getan. Vorsichtig wate ich zu der besten Position, lege die Fliege beim ersten Wurf zielgenau ab und warte unter leichtem Menden, dass sie in den Sog gezogen wird. Ja, jetzt - - - genau so - - -
Da kracht es schräg vor mir im Gebüsch, als bräche eine Rotte Wildsäue durch. NEIN! Maggy! Sie hat von weitem meine Rolle gehört (Na, Hardy, was für eine mag das sein?), ist durchgestartet, erreicht das Prallufer ziemlich genau an der Stelle, an der ich Stunden zuvor baden gegangen bin ...
Nun, sie macht in solchen Fällen nicht viel Federlesen.
Sie springt. Hebt ab. Fliegt majestätisch im hohen Bogen durch die Luft und schlägt als schwarzer Komet im Fluss ein.
Und dann schwimmt sie wie ein Mega-Biber auf Speed zu mir.
Ich weiß nicht genau, ob Forellen am Herzinfarkt sterben können. Aber die Beiden im Gumpen haben das möglicherweise getan. Wenn fast 40 Kilo Hund in vollem Tempo aus zwei Meter Höhe ins Wasser jumpen - das macht einen spektakulär tsunamihaften Platsch.
Ein andermal werde ich sie bekommen, zumindest eine der beiden. Ich komme dann gleich von flussabwärts, und Maggy bleibt zu Hause.
Frank
Schon bei einem Spaziergang in der späten Schonzeit hatte ich an meinem Lieblingsfluss ein Ziel meiner Begierde ausgemacht: Bei einem der Winterhochwasser hat es eine Mordspappel umgehauen; direkt an einem Prallufer hängt nun ein gewaltiger Wurzelstock ins Wasser, und dahinter hat sich ein sehr, sehr schönes Loch gebildet: ca. 1,50 m tief, von einem kräftigen Kehrwasser durchspült, überdacht - herrlich. Das Wasser ist klar wie im Aquarium, und deshalb sieht man auch sehr genau, wie dort tief unten im Gumpen zwei Bachforellen der Klasse 40+ herumdümpeln, die nicht viel mehr tun müssen, als das aufzusaugen, was das Kehrwasser so alles bringt.
Dort wollte ich beginnen. Da das recht lange Prallufer etwas heikel ist, hatte ich mir sorgfältig eine Stelle ausgesucht, um ins Wasser zu kommen; von oben lassen sich die Fische unmöglich anwerfen. Ungefähr drei, vier Meter flussauf vom Wurzelstock konnte ich in perfekter Deckung dort ins noch flache Wasser steigen - gaaanz vorsichtig, damit sich kein Stein löst und herunter plumpst. Wenn ich dann die Nymphe in die Flussmitte - - - ein bisschen menden - in den Sog des Kehrwasser hinein ziehen lassen: Kann gar nicht schief gehen, dieser geniale Plan!
Vor dem Abstieg, noch ein Stück vom Ufer entfernt, war alles fertig präpariert. Schnur abgezogen und in Schlaufen in der Linken und - vor allem! - meine Herzallerliebste zu einem großen Spaziergang verabschiedet. Und darauf geachtet, dass der eine unserer beiden Hunde, der ein richtiges Wasserschwein ist, angeleint ist. Denn sonst geht er gerne mal spontan mit mir ins Wasser, und bei 64 cm Ristmaß und 39 Kilo Muskelmasse wirkt das gelegentlich etwas verstörend auf die ortsansässigen Salmoniden.
Ins Wasser steige ich also erst, wenn Frau und Hunde um die nächste Biegung verschwunden sind. Besser ist das. Bei Maggy weiß man nie, ob ihr nicht eine spontane Idee in den Kopf schießt.
ALs die Luft also rein ist, mache ich mich an den Abstieg, mit äußerster Vorsicht. Und das klappt! Kein Stein kullert herunter, kein Sand rieselt, unten angekommen findet mein linker Fuß - - - irgendetwas Schlammiges - - - das wie Glatteis und Schmierseife zusammen - - - SCHLIDDER - - - rechter Fuß hinterher - - - das macht es auch nicht besser: Wie Chaplin auf Bananenschalen wetze ich vier, fünf Schritte auf der Stelle, werfe die Beine hoch nach vorne in die Luft, hebe ab, und platsche wie ein Walross mit dem Hintern ins Wasser, erschreckend weit vom Ufer entfernt.
Gut, nix weiter passiert.
Das Steßbein ragt mir zwar unter dem Hemdkragen aus dem Rücken hervor, ein paar innere Organe haben offenbar ihre Lage verändert, aber im Großen und Ganzen sind Mensch und Rute heile.
Die Forellen auch, nehme ich mal an. Aber jedenfalls sind sie jetzt ganz woanders ...
Gut drei Stunden später bin ich wieder da. Ich habe sogar ein paar Fische gefangen (bis auf zwei Mitdreißiger sind sie mir aber, ungeschickt wie ich bin, beim Abhaken entkommen), aber eigentlich fehlt mir noch eine der beiden Großen, um den Tag perfekt abzurunden. Vorsichtiges spähe ich: Ja, sie sind wieder da und haben den Schock offenbar überwunden.
Dies Prallufer mit der schleimigen Glitschfalle betrete ich garantiert nie wieder. Diesmal nehme ich mir die Fische von flussabwärts vor, mit einem weiten Wurf, so dass sie mich nicht sehen werden (denn sie stehen natürlich verkehrt herum im Kehrwasser und blicken genau in meine Richtung).
Gesagt, getan. Vorsichtig wate ich zu der besten Position, lege die Fliege beim ersten Wurf zielgenau ab und warte unter leichtem Menden, dass sie in den Sog gezogen wird. Ja, jetzt - - - genau so - - -
Da kracht es schräg vor mir im Gebüsch, als bräche eine Rotte Wildsäue durch. NEIN! Maggy! Sie hat von weitem meine Rolle gehört (Na, Hardy, was für eine mag das sein?), ist durchgestartet, erreicht das Prallufer ziemlich genau an der Stelle, an der ich Stunden zuvor baden gegangen bin ...
Nun, sie macht in solchen Fällen nicht viel Federlesen.
Sie springt. Hebt ab. Fliegt majestätisch im hohen Bogen durch die Luft und schlägt als schwarzer Komet im Fluss ein.
Und dann schwimmt sie wie ein Mega-Biber auf Speed zu mir.
Ich weiß nicht genau, ob Forellen am Herzinfarkt sterben können. Aber die Beiden im Gumpen haben das möglicherweise getan. Wenn fast 40 Kilo Hund in vollem Tempo aus zwei Meter Höhe ins Wasser jumpen - das macht einen spektakulär tsunamihaften Platsch.
Ein andermal werde ich sie bekommen, zumindest eine der beiden. Ich komme dann gleich von flussabwärts, und Maggy bleibt zu Hause.
Frank
Das sind Deine Beobachtungen, mein Lieber, andere haben andere Beobachtungen gemacht.
Franz Kafka
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Siegfried.
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Hallo Frank,
sehr schöne Geschichte. Noch ein Grund mehr für mich darauf zu beharren: Keine Haustiere! Bis auf den Vogel, die Rennmäuse und die Fische. und schon gar kein speed tztztztz.
Man kann übrigens auch mit halbseitig gewaschenen Klamotten und vorgenässten Nassfliegen (die trockenen sind glücklicherweise auf der andere Seite in der Weste) weiter fischen. Schön ist das trotz des Wetters natürlich nicht, aber wenn der nächste Trockenschrank 50 km weit weg ist....
Zum Steißbein sagte mal ein Arzt zu mir: Ja ist ab, tut weh, braucht man aber eh nicht undmachen kann man auch nichts. Als Biologe kann ich hinzufügen: Ist nur ein Relikt aus einer Zeit als wir noch wie die Hunde einen Schwanz zum ausbalancieren brauchten. Wie du ja weißt, bekommt man nur so wirklich elegante Sprünge ins Wasser hin. Also mach ruhig weitere Versuche diesbezüglich. Das wird nix, schad aber auch nix.
Stolperige Grüße
Siegfried
sehr schöne Geschichte. Noch ein Grund mehr für mich darauf zu beharren: Keine Haustiere! Bis auf den Vogel, die Rennmäuse und die Fische. und schon gar kein speed tztztztz.
Man kann übrigens auch mit halbseitig gewaschenen Klamotten und vorgenässten Nassfliegen (die trockenen sind glücklicherweise auf der andere Seite in der Weste) weiter fischen. Schön ist das trotz des Wetters natürlich nicht, aber wenn der nächste Trockenschrank 50 km weit weg ist....
Zum Steißbein sagte mal ein Arzt zu mir: Ja ist ab, tut weh, braucht man aber eh nicht undmachen kann man auch nichts. Als Biologe kann ich hinzufügen: Ist nur ein Relikt aus einer Zeit als wir noch wie die Hunde einen Schwanz zum ausbalancieren brauchten. Wie du ja weißt, bekommt man nur so wirklich elegante Sprünge ins Wasser hin. Also mach ruhig weitere Versuche diesbezüglich. Das wird nix, schad aber auch nix.
Stolperige Grüße
Siegfried
Fische sind zu schöne Geschöpfe um nur einmal bewundert zu werden
- Chiemsee_Binder
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- Registriert: 05.03.2011, 06:33
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*hust*
also ICH darf mich nicht beschweren ....
mache heute und morgen einen Fliegenfischerkurs beim Heger in der Traun und das bei 25° Grad, strahlendem Sonnenschein und wunderschönen Salmoniden
hoffe ich kann morgen wieder so wunderschöne Geschöpfe überlisten ;P
bin grad auf Wolke 7 ^^ wirklich sehr sehr guter start
(aber heisst ja ... anfänger und deren glück)
gruss
Bernhard
also ICH darf mich nicht beschweren ....
mache heute und morgen einen Fliegenfischerkurs beim Heger in der Traun und das bei 25° Grad, strahlendem Sonnenschein und wunderschönen Salmoniden
hoffe ich kann morgen wieder so wunderschöne Geschöpfe überlisten ;P
bin grad auf Wolke 7 ^^ wirklich sehr sehr guter start
(aber heisst ja ... anfänger und deren glück)
gruss
Bernhard
Die meiste Zeit verliert man damit, beim Versuch Zeit gut zu machen
-
Hardy
Saison 2011, 2. Tag
"...und sie bewegt sich doch!"
Sonntagmorgen, 05:03 Uhr.
Trotz eines anstrengenden Seminars am Vortag und anschließender später Heimfahrt wache ich um diese unchristliche Uhrzeit auf, weil sich direkt vor meinem Schlafzimmerfenster eine Amsel die Seele aus dem schwarzen Leib pfeift. Wäre ich nicht so müde und stinkfaul, ich würde den *?%&§$-Vogel erwürgen...
Aber nach ein paar Minuten des regungslosen Wachliegens muss ich doch konstatieren, dass es eigentlich ein schöner Tag ist. Wolkenloser Himmel, die Sonne schickt erste Strahlen über den Bergrücken und die frische Luft, die durch das offenstehende Fenster herein weht, tut gut nach den langen Stunden im stickigen Seminarraum.
Bei Licht betrachtet durchaus ein Tag zum Heldenzeugen. Da ich aber an diesem Wochenende Strohwitwer bin, muss dieser Tagesordnungspunkt wohl verschoben werden.
Gut, nach einem kurzen Spaziergang mit dem Hund erst mal ein ordentliches Frühstück im Wintergarten. Nach der ersten Tasse starken Kaffees reift schnell der Entschluss, die Gunst der Stunde zu nutzen und meinem Gewässer einen Besuch abzustatten. Irgendwie scheint der alte Rüde meine Gedanken zu lesen, denn er schaut mich schwanzwedelnd an, also wolle er sagen: „Darf ich mit?“ Läturnich darf er das und so sind Getackle und Hund schnell im Wagen verstaut und nach kurzer Fahrt sind wir am Ziel.
Der Bach führt immer noch sehr wenig ginklares Wasser. Die Algen haben sich gegenüber dem letzten Mal erfreulicherweise deutlich reduziert. Noch während ich die Rute zusammenbaue, bemerke ich einige Ringe im nahegelegenen Pool. Ein paar kleine Steinfliegen schwirren umher, also knüpfe ich ein entsprechendes Muster ans Vorfach.
Leise pirsche ich mich an den ersten Gumpen an. Aber bevor ich zum Wurf ansetzen kann, flieht direkt vor meinen Füssen eine ordentliche Bachforelle ins unterspülte Ufer. Verflixt, die hatte ich im Eifer übersehen. Egal, wenigstens habe ich mal wieder einen Fisch gesehen. Also sollte es doch auch klappen, einen zum Anbeißen zu animieren.
So gut es meine alten Knochen erlauben, schleiche ich mich in geduckter Haltung ans nächste Loch im Bach. Am Ufer abgelegt beäugt mein Collie wohl eher belustigt mein Tun.
Auch in diesem Pool sind Ringe an der Oberfläche auszumachen. Einige Zeit beobachte ich das Treiben und bemerke am rechten Ufer eine gute Forelle, die dort regelmäßig steigt. Immer wieder zeigen sich an der gleichen Stelle kleine Wellen im Oberflächenfilm. Langsam gehe ich auf die Knie, mit zwei Leerwürfen ist die Schnur auf Distanz und zu meinem eigenen Erstaunen senkt sich die Fliege sanft auf die Oberfläche. Meine Freude am ersten gelungenen Wurf kann ich gar nicht richtig auskosten, denn im gleichen Augenblick verschwindet die Fliege in einem kleinen Strudel. Ein vorsichtiger Anhieb und das lange nicht mehr verspürte Zucken und Rütteln in der 4er-Echo Rute stellt sich ein. Na also, geht doch noch! Ohne sie zu berühren, kann ich eine wunderbar gezeichnete Forelle vom Haken befreien und wieder in ihr Element entlassen. Sicherlich gäbe sie eine ausgezeichnete Mahlzeit für Mittag ab, aber ich bringe es in diesem Moment nicht übers Herz, den ersten Fisch nach so langer Abstinenz zu schädeln.
In der nächsten Stunde kann ich dann noch zwei weitere Forellen überlisten, die aber nicht mein persönliches Mindestmaß erreichen und daher auch wieder schwimmen dürfen. Mittlerweile steht die Sonne schon recht hoch am Himmel. Ohne weiter zu fischen, gehe ich noch eine ganze Weile mit meinem Asterix am Wasser entlang und freue mich am Anblick der zahlreichen kleinen und größeren Forellen, die ob unseres Auftauchens stromauf flüchten.
Auf dem Rückweg kommen wir an einem tiefen Gumpen vorbei, in dessen klarem Wasser eine Ü-50 Forelle auszumachen ist. Augenblicklich ist der Jagdinstinkt wieder geweckt. Vorsichtig steige ich von unten in den Pool und hoffe, dass der Fisch noch an seiner Stelle steht. Glück gehabt, ich sehe ich ihn knapp über dem Gewässergrund schweben, wo er fast regungslos, nur mit kurzen, eleganten Flossenbewegungen auf Nahrung lauert. Ich knüpfe eine leicht beschwerte Nymphe an und lasse diese an der erhobenen Rute ein paar Mal am Fisch vorbeitreiben, der sich aber augenscheinlich dafür nicht interessiert. Wieder werfe ich den Köder schräg stromauf, langsam sinkt er ab und treibt zielsicher ins Blickfeld der großen Forelle. Ja, jetzt bewegt sie sich doch tatsächlich auf meine Nymphe zu und ich erwarte jeden Augenblick, dass sich das Maul öffnet und mein Köder darin verschwindet. Aber nichts dergleichen. Mit wenigen Bewegungen seiner mächtigen Schwanzflosse schießt er stromauf und verschwindet unter einer vorstehenden Wurzel. Da erst bemerke ich meinen Asterix, der fröhlich bellend am Ufer steht und sicherlich der Grund für das Verschwinden der Forelle ist. Tja mein Lieber, dann gibt es heute Mittag Trockenfutter, selbst Schuld!
Das Leben könnte eigentlich so einfach sein, gäbe es nur Momente wie diesen. Solche Erlebnisse sind es, die für zahlreiche erlittene Schneidertage und Unbilden am Wasser entschädigen und die Speicher wieder auffüllen.
Mal schauen, wie die Saison weitergeht. Bleiben Sie an den Apparaten, I’ll be back.
Groetjes
Hardy
"...und sie bewegt sich doch!"
Sonntagmorgen, 05:03 Uhr.
Trotz eines anstrengenden Seminars am Vortag und anschließender später Heimfahrt wache ich um diese unchristliche Uhrzeit auf, weil sich direkt vor meinem Schlafzimmerfenster eine Amsel die Seele aus dem schwarzen Leib pfeift. Wäre ich nicht so müde und stinkfaul, ich würde den *?%&§$-Vogel erwürgen...
Aber nach ein paar Minuten des regungslosen Wachliegens muss ich doch konstatieren, dass es eigentlich ein schöner Tag ist. Wolkenloser Himmel, die Sonne schickt erste Strahlen über den Bergrücken und die frische Luft, die durch das offenstehende Fenster herein weht, tut gut nach den langen Stunden im stickigen Seminarraum.
Bei Licht betrachtet durchaus ein Tag zum Heldenzeugen. Da ich aber an diesem Wochenende Strohwitwer bin, muss dieser Tagesordnungspunkt wohl verschoben werden.
Gut, nach einem kurzen Spaziergang mit dem Hund erst mal ein ordentliches Frühstück im Wintergarten. Nach der ersten Tasse starken Kaffees reift schnell der Entschluss, die Gunst der Stunde zu nutzen und meinem Gewässer einen Besuch abzustatten. Irgendwie scheint der alte Rüde meine Gedanken zu lesen, denn er schaut mich schwanzwedelnd an, also wolle er sagen: „Darf ich mit?“ Läturnich darf er das und so sind Getackle und Hund schnell im Wagen verstaut und nach kurzer Fahrt sind wir am Ziel.
Der Bach führt immer noch sehr wenig ginklares Wasser. Die Algen haben sich gegenüber dem letzten Mal erfreulicherweise deutlich reduziert. Noch während ich die Rute zusammenbaue, bemerke ich einige Ringe im nahegelegenen Pool. Ein paar kleine Steinfliegen schwirren umher, also knüpfe ich ein entsprechendes Muster ans Vorfach.
Leise pirsche ich mich an den ersten Gumpen an. Aber bevor ich zum Wurf ansetzen kann, flieht direkt vor meinen Füssen eine ordentliche Bachforelle ins unterspülte Ufer. Verflixt, die hatte ich im Eifer übersehen. Egal, wenigstens habe ich mal wieder einen Fisch gesehen. Also sollte es doch auch klappen, einen zum Anbeißen zu animieren.
So gut es meine alten Knochen erlauben, schleiche ich mich in geduckter Haltung ans nächste Loch im Bach. Am Ufer abgelegt beäugt mein Collie wohl eher belustigt mein Tun.
Auch in diesem Pool sind Ringe an der Oberfläche auszumachen. Einige Zeit beobachte ich das Treiben und bemerke am rechten Ufer eine gute Forelle, die dort regelmäßig steigt. Immer wieder zeigen sich an der gleichen Stelle kleine Wellen im Oberflächenfilm. Langsam gehe ich auf die Knie, mit zwei Leerwürfen ist die Schnur auf Distanz und zu meinem eigenen Erstaunen senkt sich die Fliege sanft auf die Oberfläche. Meine Freude am ersten gelungenen Wurf kann ich gar nicht richtig auskosten, denn im gleichen Augenblick verschwindet die Fliege in einem kleinen Strudel. Ein vorsichtiger Anhieb und das lange nicht mehr verspürte Zucken und Rütteln in der 4er-Echo Rute stellt sich ein. Na also, geht doch noch! Ohne sie zu berühren, kann ich eine wunderbar gezeichnete Forelle vom Haken befreien und wieder in ihr Element entlassen. Sicherlich gäbe sie eine ausgezeichnete Mahlzeit für Mittag ab, aber ich bringe es in diesem Moment nicht übers Herz, den ersten Fisch nach so langer Abstinenz zu schädeln.
In der nächsten Stunde kann ich dann noch zwei weitere Forellen überlisten, die aber nicht mein persönliches Mindestmaß erreichen und daher auch wieder schwimmen dürfen. Mittlerweile steht die Sonne schon recht hoch am Himmel. Ohne weiter zu fischen, gehe ich noch eine ganze Weile mit meinem Asterix am Wasser entlang und freue mich am Anblick der zahlreichen kleinen und größeren Forellen, die ob unseres Auftauchens stromauf flüchten.
Auf dem Rückweg kommen wir an einem tiefen Gumpen vorbei, in dessen klarem Wasser eine Ü-50 Forelle auszumachen ist. Augenblicklich ist der Jagdinstinkt wieder geweckt. Vorsichtig steige ich von unten in den Pool und hoffe, dass der Fisch noch an seiner Stelle steht. Glück gehabt, ich sehe ich ihn knapp über dem Gewässergrund schweben, wo er fast regungslos, nur mit kurzen, eleganten Flossenbewegungen auf Nahrung lauert. Ich knüpfe eine leicht beschwerte Nymphe an und lasse diese an der erhobenen Rute ein paar Mal am Fisch vorbeitreiben, der sich aber augenscheinlich dafür nicht interessiert. Wieder werfe ich den Köder schräg stromauf, langsam sinkt er ab und treibt zielsicher ins Blickfeld der großen Forelle. Ja, jetzt bewegt sie sich doch tatsächlich auf meine Nymphe zu und ich erwarte jeden Augenblick, dass sich das Maul öffnet und mein Köder darin verschwindet. Aber nichts dergleichen. Mit wenigen Bewegungen seiner mächtigen Schwanzflosse schießt er stromauf und verschwindet unter einer vorstehenden Wurzel. Da erst bemerke ich meinen Asterix, der fröhlich bellend am Ufer steht und sicherlich der Grund für das Verschwinden der Forelle ist. Tja mein Lieber, dann gibt es heute Mittag Trockenfutter, selbst Schuld!
Das Leben könnte eigentlich so einfach sein, gäbe es nur Momente wie diesen. Solche Erlebnisse sind es, die für zahlreiche erlittene Schneidertage und Unbilden am Wasser entschädigen und die Speicher wieder auffüllen.
Mal schauen, wie die Saison weitergeht. Bleiben Sie an den Apparaten, I’ll be back.
Groetjes
Hardy
- AlexX!!
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denke hier passt mein Angeltag, oder Angelabend heute am ehesten rein,
ich bin ja erst seit dieser Saison mit der Fliege dabei, konnte schon ettliche Refos und Bafos überlisten, vorrangig mit Nymphen oder Buggern, Trockenfliege brachte mir noch kein Glück, bis heute.
Ich stand an einem Pool wo ich mit 100% Sicherheit auf einen Biss hoffte, doch mein "Killer Bugger" (Silber/weiß) wurde konsequent verschmäht, lediglich ein halbstarker Barsch ließ sich zum Anbiss bewegen. Ok Nymphe dran, gleiches Spiel, nur ein paar ganz zaghafte Stupser, die ich nicht verwerten konnte. Ich stand nun schon ganze weile im Wasser, die Forellen sind fast durch die Beine geschwommen, als sich eine Maifliege auf meinem Arm niederlässt.. na also, Maifliege drauf.
Farblich kam das weiße Muster aus der aktuellen Fly&Tie der echten am nächsten, und prompt brachte der 4. oder 5. Wurf Fisch.. und was für einen.
Ich konnte einen prächtigen 54cm Bachforellen Milchner keschern.. was ein genialer Fisch, mein erster Fisch auf Trockenfliege.. wow.
Aber der Abend war noch nicht zu ende, aus dem Pool konnte ich noch eine 40er leiern und einige kleinere. Später paar hundert meter weiter stromauf, konnte ich dann nochmal eine 45er "verhaften" auch begleitet von ein paar kleineren...
Genialer Angeltag, leider war es das wohl für diese Wochenende
Grüße
AlexX!!
ich bin ja erst seit dieser Saison mit der Fliege dabei, konnte schon ettliche Refos und Bafos überlisten, vorrangig mit Nymphen oder Buggern, Trockenfliege brachte mir noch kein Glück, bis heute.
Ich stand an einem Pool wo ich mit 100% Sicherheit auf einen Biss hoffte, doch mein "Killer Bugger" (Silber/weiß) wurde konsequent verschmäht, lediglich ein halbstarker Barsch ließ sich zum Anbiss bewegen. Ok Nymphe dran, gleiches Spiel, nur ein paar ganz zaghafte Stupser, die ich nicht verwerten konnte. Ich stand nun schon ganze weile im Wasser, die Forellen sind fast durch die Beine geschwommen, als sich eine Maifliege auf meinem Arm niederlässt.. na also, Maifliege drauf.
Farblich kam das weiße Muster aus der aktuellen Fly&Tie der echten am nächsten, und prompt brachte der 4. oder 5. Wurf Fisch.. und was für einen.
Ich konnte einen prächtigen 54cm Bachforellen Milchner keschern.. was ein genialer Fisch, mein erster Fisch auf Trockenfliege.. wow.
Aber der Abend war noch nicht zu ende, aus dem Pool konnte ich noch eine 40er leiern und einige kleinere. Später paar hundert meter weiter stromauf, konnte ich dann nochmal eine 45er "verhaften" auch begleitet von ein paar kleineren...
Genialer Angeltag, leider war es das wohl für diese Wochenende
Grüße
AlexX!!
"Besatz mit fangreifen Forellen ist wie eine Droge.
Es macht die Angler doof, und süchtig ... sie wollen immer mehr" (by Steini/GW-Forum.de)
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